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Als Andymon, der erste Roman von Angela und Karlheinz Steinmüller, 1982 erschien, löste er unter Science-Fiction-Lesern in der DDR wahre Begeisterungsstürme aus. Noch 1989 wurde er bei einer Leserumfrage zum beliebtesten ostdeutschen Science-Fiction-Roman gewählt. Als zweiter Band innerhalb der Steinmüller-Werkausgabe ist Andymon nun in einer von den Autoren überarbeiteten Neufassung wieder erhältlich, ergänzt um ein ausführliches Nachwort.

Ein automatisch gesteuertes Raumschiff befindet sich seit tausenden von Jahren auf dem Weg zu einem Planeten, der die nötigen Voraussetzungen für die menschliche Besiedlung bietet. Nach all der Zeit beginnt sich in seinem Inneren nun wieder der Funke des Lebens zu regen. Der Junge Beth ist einer der ersten Menschen, die aus eingefrorenen Eizellen das Licht der Welt erblicken, aufgezogen von Robotern und behütet vom Schiffscomputer. Doch bevor Beth und seine Geschwister die Steuerung des Schiffes übernehmen können, müssen sie sich mit dem Wissen ganzer Generationen vertraut machen, das in den Datenbanken des Computers gespeichert ist.

Bei ihrer Ankunft erweist sich die neue Heimat Andymon als karge Wüste mit einer für Menschen giftigen Atmosphäre. All ihre Kräfte und Fähigkeiten werden nötig sein, um aus dem Planeten das blühende Paradies zu machen, das sie sich seit langem erträumen. Doch das ist längst nicht die einzige Herausforderung, der sich Beth und seine Gefährten gegenüber sehen. Nachfolgende Generationen jüngerer Geschwister haben gänzlich eigene Vorstellungen über die Form der Besiedlung des Planeten, die den Erfolg des gesamten Vorhabens in Frage stellen.

Trotz seines Ursprungs in den 1970er-Jahren wirken die Themen des Romans erstaunlich zeitlos. So geht es um das Verhältnis von Natur und Technik ebenso wie um die Möglichkeit, den verschiedensten menschlichen Lebensentwürfen in einer offenen Gesellschaft gerecht zu werden. Obwohl Andymon eine positive Utopie schildert, ist der Roman weit davon entfernt, vorgefertigte Antworten zu liefern. Gerade die offen bleibenden Fragen sind es, die den Leser fesseln und zum Nachdenken anregen. Ein Klassiker der deutschsprachigen Science Fiction, der seine Faszination bis heute nicht verloren hat! --Steffi Pritzens

370 pages, Paperback

First published January 1, 1982

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About the author

Angela Steinmüller

42 books3 followers

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Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Michele.
5 reviews1 follower
July 27, 2025
Un'utopia fantascientifica scritta a quattro mani da coniugi nella Germania est della DDR, un excursus di cooperazione lavorativa e di sviluppo della società umana nell'intento, tra le altre cose, di terraformare il pianeta Andymon. Un'utopia dello spazio, è prima di un romanzo fantascientifico, un romanzo di formazione della civiltà umana, un modello potenzialmente replicabile facendo attenzione però ai pericoli del modello sociopolitico da adottare. Davvero consigliato. Angela è stata matematica, mentre Karlheinz fisico e filosofo nonché accademico; l'approccio combinato dei due ne fa un romanzo piacevolissimo e molto scorrevole. Consigliatissimo
1 review
February 15, 2023
Schön das Buch mal wieder zu lesen! Es ist lange her und an Anfang hatte ich Probleme in den sehr erzählenden Stil hinein zu finden, aber die Faszination war schnell wieder da :)
(Version von 1982, 4. Auflage von 1989)
Profile Image for Maike.
40 reviews9 followers
February 21, 2021
An ältere SciFi Werke wage ich mich meist nur selten und mit einem gehörigen Maß an Skepsis heran.
Viele technologische Beschreibungen altern leider merkbar schlecht, und das kann schnell den Lesefluss stören. Bei Andymon war das glücklicherweise nicht der Fall.
Naturwissenschaftliche Schilderungen und Erklärungen waren fundiert und nachvollziehbar, der berufliche Hintergrund beider Autoren bereicherte dadurch ungemein die eigentliche Handlung.

Die Geschichte der Besiedlung Andymons ist sehr geradlinig erzählt und orientiert sich am Leben Beths, einer der ersten Siedler, die auf dem Weg zu ihrer neuen Heimat den Inkubator verlassen.
Die Erziehung der so geborenen Geschwistergruppen erfolgt nach einem äußerst logischen System - je nach Wissensstand werden unterschiedliche Schiffteile freigeschaltet, bis sie genug Wissen angesammelt haben, um das Terraforming Andymons einzuleiten.

Sobald der Planet bezugsfertig ist, zeichnet sich recht schnell ab, dass die einzelnen Geschwistergruppen durchaus unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie die gesellschaftliche Zukunft auf Andymon aussehen könnte. Während das Buch unterschiedliche Denkweisen und Ansätze vorstellt, werden keine fertigen Lösungen präsentiert. Doch gerade das macht einen Großteil des Reizes aus. Als Leser sieht man nur den Anfang einer neuen Heimat, alles Weitere bleibt den eigenen Überlegungen überlassen.


Profile Image for Berlindelight.
21 reviews1 follower
February 21, 2009
Das meiner Meinung nach intensivste Science Fiction Buch, was ich je gelesen hatte.
es geht um Schiff mit hunderten Embryonen an Bord,die wenn das Schiff das Ziel erreicht, eine neue Heimwelt, heranreifen sollen und die Welt später besiedeln sollen.
Das Buch folgt den Pfaden der ersten Gruppe von der künstlichen kindheit bis zu den ersten Krisen der Besiedlung. Ein starl philosophisch, aber um so innigeres Sci-Fi Buch, das ein absolutes Highlight in seiner Gattung ist!
Profile Image for Simon Spiegel.
Author 11 books7 followers
Read
June 9, 2020
Inhaltlich kommt mir der Roman wie eine vorweggenommene Kreuzung von Kim Stanley Robnsons «Aurora» und seiner Mars-Trilogie vor. Da gibt es sehr viele thematische Überschneidungen.

Angesichts der inhaltlichen Ähnlichkeit frage ich mich, warum mir der Roman nicht besser gefallen hat. Ich finde ihn nicht schlecht, und er enthält eine Reihe schöner Ideen, aber letztlich hat er mich doch eher kalt gelassen und nich annähernd so begeistert wie die erwähnten Bücher Robinsons. Der Grund liegt wohl in der Sprache. «Andymon» ist nicht schlecht geschrieben; das ist alles sauber und effizient erzählt, aber insgesamt zu brav. Sprachlich ist mir das Buch wohl schlicht zu bieder, da fehlt es mir Geist und an Humor.
Profile Image for Piotr Karaś.
253 reviews11 followers
January 18, 2020
Das Buch hat mir wirklich sehr gefallen. Die Autoren schufen eine schöne Geschichte und prognostizierten schon im 1982 passend viele neue Technologien, die bereits in den täglichen Gebrauch übergegangen sind, wie Smartwatches oder Chatrooms (oder Internet-Kommunikatoren). Sie haben nicht nur technologische, sondern auch existenzielle, philosophische und moralische Fragen aufgegriffen.

Hier ist eine sehr interessante Rezension dieses Buches: https://keimform.de/2016/keimformen-a...
Profile Image for Nelo L.
84 reviews1 follower
March 23, 2025
Endlich fertig gelesen und im Buchclub besprochen. Das Buch ist ein Klassiker der DDR-SF und ich verstehe auch, warum. Es sind so viele Ideen und Anknüpfungspunkte darin.
Vieles ist nicht so gut gealtert bzw. wirkt jetzt überholt. Die sehr klassische Päärchen-Sexualität, Geschlechterrollen und ein super strikter Arbeitsethos. Zugleich lässt sich nachvollziehen, wie diese Themen im Rahmen der Zeit fortschrittlich oder zumindest üblich waren. Und wir uns eben 40 Jahre weiter entwickelt haben als Gesellschaft.
Die bis heute spannensten Fragen sind die zum Erkunden des Weltalls: ist es wichtig, dass wir als Menschen in den Weltraum reisen? Ist es wichtig, neue Planeten zu erkunden?
Und was werden unsere Nachfahren darüber denken, wenn sie auf uns heute zurückblicken?
Welche Aspekte unserer Zivilisation(en) sind es wert zu erhalten? Und wo wünschen wir uns für die Zukunft freieren Gestaltungsspielraum? Alles Fragen, denen das Buch nachgeht und die es trotzdem. bis heute spannend machen. Auch wenn der Schreibstil schon etwas in die Jahre gekommen ist und mitunter etwas zäh zu lesen ist, bin ich froh, dass Buch gelesen zu haben.
Profile Image for Myrdschaem.
38 reviews
December 8, 2021
This was written in the late GDR and while some censorship/thematic rules still applied, I don't think the pressure was as high as it could have been. For general plot, it's the story of a "generational" spaceship of a sort reaching a planet to live on. It's not truly generational, rather the several eight kid batches get produced timed to be grown when they arrive, raised by androids.

It's indeed an utopia, but a socialist-realism one. Eventually life on Andymon is possible, but there are many steps between. The planet is at first completely unlivable and needs slow terraforming that takes years. That it's not decades is the utopia imo. Things don't go harmoniously between groups. There is one batch that settles on a moon, links up their brains into one higher intelligence and just stays there alone for years. As the siblings slowly settle on planet, a difference between the older batches raised in the starship and the younger ones that were only fully grown down on the planet becomes steeper. The younger ones are more likely to reject some technology, want natural births and focus on the current planet, while the generations raised in spaceship have a unified approach of everyone working towards one goal. Decision making is very consensus based and a focus on convincing factions.

Some other things I think are at least in some way part of the socialist-realism part: There is at least the attempt for racial equality. The children that get raised are marked as not all white and it's mostly not a big deal. Only when reliving experiences from the former Earth the children do see the category, ending in one white sibling saying they don't want to be white. So it's blatant in the intent there, however execution might be lacking in some ways. I think maybe subconsciously some of the patterns get reproduced by the authors, like Alfa, oldest sister and black, being described as motherly to an extend and ending up in a bit of a caregiver role. Ups.

Another thing is the treatment of a sort of addiction to the VR machines. One sibling spends all their time there and refuses to come out. They try to talk him out of it, can't and decide to "treat" him while he stays inside for a while.

The book is also pretty heteronormative, in that it is assumed that female and male pairings of two will pair up and stay that way, though there is one instance of breaking up. Queerness just wasn't considered for this book.

All in all I did enjoy it. It's a rare book to not rely on violence, though there is some friction in the end. As noted, several different cores of societies form in the end and it's open ended how the small established villages will fare.
Profile Image for Andreas.
632 reviews42 followers
March 30, 2020
Andymon ein Klassiker aus der ehemaligen DDR. Auf einem menschenleeren Raumschiff werden in Inkubatoren im Abstand von 68 Tagen jeweils 8 Kinder geboren. Sie werden von Robotern und vom Schiffscomputer großgezogen und lernen in dieser Zeit alles, was auf der geheimnisvollen Erde bekannt war. Jedes Kind spezialisiert sich auf ein Fachgebiet, zusätzlich verbringt es mehrere Monate Totaloskop, einem Gerät mit dem man das Leben von Menschen "nacherleben" kann wie in einer virtuellen Realität.

Das Raumschiff steuert einen fernen Planeten an - ''Andymon''. Bei der Ankunft ist die Enttäuschung groß, der Planet ist menschenfeindlich und muss erst mit viel Mühe lebenswert gestaltet werden durch Terraforming. Zwischen den einzelnen Gruppen kommt es immer öfter zu Meinungsverschiedenheiten bis eines Tages die Entscheidung gefällt werden muss, wie es weitergehen soll...

Die ersten beiden Drittel haben mir nicht besonders gut gefallen. Die Personen sind zu stereotyp und die zwischenmenschlichen Beziehungen werden zum größten Teil vernachlässigt. Viele Ereignisse sind einfach zu stromlinienförmig, es geht "planmäßig" voran und eventuelle Schwierigkeiten wurden nur als Alibi eingestreut. Besonders unglaubwürdig ist, dass die Kinder nur an die Arbeit denken und fast keine Freizeit haben - sie "leben" nicht. Der Stil ist dagegen sehr flüssig und auch die Handlung ist spannend - man möchte wissen, wie es weitergeht.

Im letzten Drittel steigern sich die Autoren beträchtlich. Endlich gibt es Konflikte und Reibungspunkte, die Charaktere machen sich Gedanken was es heißt zu leben, es wird über die Sehnsucht nach den Sternen diskutiert etc. Jetzt wird deutlich, woher das Buch seinen Klassikerstatus hat und der Schluss hat mich richtig vom Hocker gerissen.

Freunde von Hard SF werden das Buch von Beginn an in ihr Herz schließen, bei mir hat es ein wenig länger gedauert und wegen der klischeehaften Charaktere gibt es einen Punkt Abzug. Ich kann das Buch trotzdem allen SF Fans empfehlen, die sich für eines der Themen in der Science Fiction Literatur interessieren - der Eroberung eines Planeten.
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