Der erste Fall für die Hausboot-Detektei. Fünf notorische Pechvögel ermitteln in Amsterdam.
Arie, Maddie, Jack, Jan und Elin suchen noch nach ihrem Platz im Leben. Und finden ihn auf einem alten Hausboot, wo sie eine Detektei gründen, um sich den Fällen zu widmen, auf die die Polizei keine Lust hat.
Auf dem Deck bauen sie Tomatenpflanzen an, genießen die Amsterdamer Grachtenidylle im Liegestuhl, trinken an trüben Tagen Irish Coffee mit viel Whiskey und ordentlich Sahne und schauen zusammen alte Miss Marple-Filme. Die Hobby-Detektive sind also bestens vorbereitet für ihren ersten Auftrag, der sie in die Gastro-Szene der Stadt führt, wo ein kulinarischer Wettstreit zwischen zwei Sterneköchen entbrannt ist. Die Detektei soll ein Rezept ausspionieren, als plötzlich eine Wasserleiche gefunden wird: ausgerechnet der berühmte Sommelier Henk Perenboom. Welche Verbindung gibt es zwischen den drei Feinschmeckern, und wer täuscht wen? Fest steht jedenfalls: Gemeinsam schlagen sich die Detektive gar nicht schlecht.
Fünf ganz unterschiedliche Persönlichkeiten tun sich zusammen, um eine Detektei zu gründen. Dabei ist ihr "Büro" ein Hausboot. Zur Truppe gehören außerdem ein Hund und ein Eichhörnchen. 💜 Zugegeben, wenn man einen spannenden Krimi sucht, ist dieses Buch vielleicht nicht unbedingt das richtige, denn so wirklich spannend wird es nicht. Aber es geht doch um Mord und um die Aufklärung des Falles, aber das war für mich eher Hintergrundmusik. Im Vordergrund stehen hier im ersten Band die fünf sehr unterschiedlichen Charaktere, wie sie zueinander gefunden und sich zusammengerauft haben. Da ich solche "Wohlfühlkrimis" mag, konnte mich auch dieser erste Band sehr gut unterhalten! Alles war ein bisschen skurril, aber ich mochte es! Auch mochte ich das Setting Amsterdam! Ich freue mich, dass es weitere Bücher aus dieser Reihe gibt und werde weiterlesen!
Unterhaltsam, witzig und mit viel Schwung erzählt! Trotz vieler Figuren wirkt es nicht überladen und hat großen Spaß gemacht :)
Es beginnt mit einer etwas skurrilen Gerichtsverhandlung wegen dem ungestümen Verhalten von Maddies jüngerer Schwester. Maddie (31) ist nicht wirklich einsichtig und bekommt ein Anti-Agressionstraining aufgebrummt - und darf sich gleichzeitig von ihrem eigenen Job als Trainerin für Krav Maga verabschieden. Da kommt ihr das Angebot des älteren Ex-Polizisten Arie ganz recht, wobei sie nicht weiß, wieso sie für diesen Job prädestiniert sein soll...
Arie hat ein Hausboot geerbt, auf das er sich verkriecht, um seinem alten Leben aus dem Weg zu gehen. Die Ermittlerarbeit lässt ihn allerdings nicht los und sein Plan, eine eigene Detektei zu gründen, scheint aufzugehen! Er hat eine bunte Truppe versammelt, mit der er zusammenarbeiten will und die alle etwas gemeinsam haben: sie sind vorbestraft.
Die Charaktere sind alle kleine schräge Vögel und wirken im Zusammenspiel einfach nur witzig. Auch wenn es manchmal knirscht und ein wenig brodelt, finden sie zusammen und entwickeln eher eine Freundschaft als Kollegentum. Neben Maddie ist auch Jan mit von der Partie - ehemals Beamter, ehemals eine Frau. Außerdem Jack Addington, der stets gut gelaunte Engländer und Charmeur der Truppe Schließlich auch noch Elin. Eine Krimiautorin, die unter Liebeskummer und einer Schreibblockade leidet. Wie das Eichhörnchen auf dem Cover ins Spiel kommt, verrate ich hier nicht :)
Ihr erster Kunde ist ein angesehener Chefkoch. Er tritt in einen Wettstreit für Maarten van Lockhorst, einem unangenehmen, aber extrem reichen Zeitgenossen. Die Hochzeit seiner Tochter steht bevor und er lässt zwei der besten Caterer gegeneinander antreten, um einen von ihnen den großen Auftrag zu übergeben, für die kulinarische Untermalung zu sorgen. Dieser Konkurrenzkampf hat ungeahnte, böse Folgen, denn obwohl es erstmal darum geht, die Konkurrenz auszuspionieren, wird schon bald eine Leiche gefunden.
Die Autorin schreibt auf sehr lockere, leichte Art und weiß gut zu unterhalten. Obwohl hier so viele Figuren vertreten sind, schafft sie es, jeden Charakter mit genug Präsenz zu zeigen, dass man sich gut einfühlen und ein Bild machen kann. Dadurch wirkt es auch gar nicht überfrachtet, sondern entwickelt eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Dynamik.
Es gibt witzige Ideen was die Ermittlungen betrifft, aber auch berührende Momente, wenn es um die persönlichen Probleme geht. Gerade Maddie und Jan haben mit der Ablehnung ihrer Eltern zu kämpfen, was bei Maddie mit ihrer Schwester zu tun hat, deren geistige Fähigkeiten nicht vollständig entwickelt sind, während Jans Eltern ihn noch immer als Tochter sehen.
Ein erfrischender Detektivroman mit kulinarischem Hintergrund und dem Charme der Amsterdamer Kulisse.
Wegen einer abfälligen Bemerkung über ihre leicht geistig behinderte Schwester Isa legt Maddie einen pensionsreifen Grundschulrektor aufs Kreuz – und verliert prompt ihre Stelle als Krav Maga Trainerin, weil sie damit gegen das Ethos der Selbstverteidigungstechnik verstoßen hat. Nach dem Gerichtsverfahren in Amsterdam wird die nun arbeitslose Maddie vom ehemaligen Kriminalkommissar Arie angesprochen, der gemeinsam mit „Leuten wie ihr“ eine Detektivagentur gründen will. Auch Arie hat seinen Job verloren, nachdem er seinen Kollegen mit seiner Frau erwischte und den Konkurrenten mit der Dienstwaffe bedrohte. Arie verfügt über das Hausboot Lakshmi, einen Neufundländer und exakt null Kapital für eine Existenzgründung in Zeiten der weltweiten Pandemie. Sein Team dagegen kann sich sehen lassen: Jack Addington ist ein kluger Kopf und begnadeter Tüftler, der vollbärtige Jan van Dijk hat ebenfalls seinen Job verloren, als er wegen Passfälschung aus Gründen der Menschlichkeit anonym angezeigt wurde. Elin als Krimiautorin ist für den theoretischen Unterbau und die Fortbildung in Form von Krimiserien zuständig.
Jan und Maddie eint, dass beide mit Eltern geschlagen sind, die die Identität ihrer Kinder ignorieren. Das betrifft bei Maddie ihre leicht behinderte jüngere Schwester Isa, die sie mit Hilfe ihrer allerbesten Freundin Juanita betreut; Jans Mutter leugnet beharrlich die Realität, dass Jan ein trans Mann und keine Tochter ist. Die Detektive des Teams, die sich Rollenklischees entziehen, sind jeder entweder vorbestraft + arbeitslos, verlassen + betrogen, vereinsamt in einer Schaffenskrise oder von ihren Eltern nicht respektiert.
In seinem ersten Fall soll das Quartett eine Sterneköchin ausspionieren, die mit ihrem Konkurrenten Gabriel um die Ausrichtung der pompösen Hochzeitsfeier eines Investment-Bankers kämpft. Gabriel will wissen, welches Dessert Femke Baas für den Wettkampf vorbereitet – und sich dafür nicht lumpen lassen. Wirtschaftsspionage im Milieu der Sterneküche also. Die Leiche eines berühmten Sommeliers in einer Amsterdamer Gracht könnte allerdings den Wettstreit zwischen Praline oder Sorbet unangenehm komplizieren. Ein weiterer Leichenfund konfrontiert das Team vom Hausboot mit einer Branche, in der mit harten Bandagen gekämpft wird.
Aufgelockert mit rührenden Nebenhandlungen um ein mutterloses Eichhörnchen und Juanitas unentbehrliche Fürsorge für Isa habe ich gern über Auswüchse in der Food-Branche gelesen. Die Besetzung mit hinreißenden, erfrischend „diversen“ Figuren bringt alle Voraussetzungen für das Binge-Lesen der Serie mit. Von jeder der Figuren im Alter zwischen 20 und 40 sind in weiteren Bänden gesträubte Federn auf dem Weg zu neuen Liebesbeziehungen zu erwarten. Besonders gespannt bin ich auf Isas und Jans Entwicklung
Klasse! Ich würde es nicht als Krimi bezeichnen, sondern als sehr witziger, erfrischender Detektivroman, und die Liebe für Amsterdam sprudelt nur so raus. Das Buch liest sich leicht und locker, hat trotzdem seinen Spannungsbogen und sympatische Charaktere. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer der Detektei!
Ein netter „cozy“ Krimi in schönem Setting auf einem Hausboot in Amsterdam. Ich hätte mir allerdings einen anderen Fokus gewünscht: Weniger Kapitel aus Sicht der an den Verbrechen beteiligten Personen und ein stärkerer Fokus bzw. mehr Tiefe bei den Figuren der selbsternannten Detektive. Diese hätten für mich gerne mehr Ecken und Kanten haben können, waren stattdessen aber für meinen Geschmack allesamt etwas zu „weichgespült“ - selbst für einen so leichten Krimi. Schade, da die Figuren an sich recht divers angelegt sind und interessante Grundvoraussetzungen mitbringen, um hier in die Tiefe zu gehen. Der Fall selbst war für mich leider wenig interessant, Spannung kam beim Lesen nicht auf. Mal schauen, ob ich die beiden Folgebände lesen werde.
Der ehemalige Polizist Arie hat alles verloren, seine Familie, seine Arbeit, sein Haus, alles eben. Nur sein Hausboot ist ihm geblieben. Irgendeine Beschäftigung muss her. Im Gerichtssaal trifft er Maddie, die ihre etwas eingeschränkte Schwester handfest verteidigt hat. Und schnell kommen noch Jan, Jack und Elin zu der Truppe. Sie wollen Rätsel lösen und so entsteht die Hausboot-Detektei. Nur Auftrage gibt es zunächst nicht. Dann sollen zwei Köche gegeneinander antreten, um einen großen Auftrag zu ergattern. Einer der Kontrahenten beauftrag die Berufseinsteiger das Menü des anderen Kochs auszuspionieren, um seine eigenen Chancen zu verbessern.
In ihren ersten Fall müssen die Hausboot-Detektive feststellen, dass Köche nicht nur kulinarische Spitzenleistungen bringen, sondern auch sich gegenseitig auch nicht den kleinsten Erfolg gönnen. Besonders dann nicht, wenn ihre private oder finanzielle Situation angespannt ist. Aber Geld muss verdient werden, deshalb nehmen die fünf Detektive den Auftrag an. Tatsächlich schaffen sie es, den Auftrag zu erfüllen. Doch damit ist das Ende nicht erreicht. Es gibt weitere Entwicklungen, die die Nutzung des gemeinsamen Gehirnschmalzes der Fünf erfordern, die inzwischen Freunde geworden sind. Da wird die Zeit für die Pflege des jungen Eichhörnchens, dass sie unter ihre Fittiche genommen haben, beinahe knapp.
Dies ist ein Serienstart, der beim Zuhören Spaß macht. Obwohl sich nicht ganz erschließt, wieso zwei Sprecher gewählt wurden, machen Ulrike Kapfer und Oliver Erwin Schönfeld ihre Sache sehr gut und sorgen für spannende Unterhaltung und gute Stimmung.
Ein Fall im Milieu der Meisterköche, die durchaus auch einiges zu verbregen haben, ist sehr interessant. Obwohl es mit dem Ausspionieren des Rezeptes recht harmlos anfängt, was durchaus eine erfreuliche Abwechslung ist, entwickelt sich die Tätigkeit bald zu echter Detektivarbeit. Nur manchmal muss eine Kellnereinlage dazwischen geschoben werden. Die Balance zwischen dem Lösen des Falles und den privaten Belangen der fünf Detektive ist gut ausgewogen. Ihre Charaktere sind sehr unterschiedlich und alle irgendwie liebenswert, da wird jeder einen oder mehrere Sympathieträger finden. Ein gelungener Reihenstart, weitere Bände sind angekündigt.
Joa, kann man mal lesen - aber da hätte man mehr draus machen können! Ich mag Amsterdam sehr, also war das Setting schon mal klasse. Und die "Detektive" fangen vom Prinzip her auch gut an - schön divers, allerdings wirkt das schon ein wenig gewollt - ok, wir brauchen noch eine queere Person, und vielleicht jemand mit Behinderung - check, check... Am ehesten war noch Maddie "relatable", alle anderen bleiben eher blass und ich konnte nicht so recht nachvollziehen, warum die unbezahlt als Detektive arbeiten Der "Fall" ist dann auch ein bissle konstruiert und absolut nicht spannend. OK, ist ein Cozy-Krimi, da erwarte ich jetzt nicht unbedingt nagelbeissende Spanung und spritzendes Blut - aber ein wenig spannender und zum Miträtseln hätte es schon sein dürfen. Es waren etwas zu viele Zufälle dabei. Fazit: OK, kann man mal lesen, und ich hatte es aus der Onleihe und habe also kein Geld dafür ausgegeben. Hätte ich das getan, würde ich mich vielleicht schon ärgern. Werde ich in der Reihe weiterlesen? Mal gucken, wenn gerade nix anderes verfügbar ist, dann vielleicht. Geld ausgeben würde ich für die Bücher aber eher nicht. Ich vergebe 3 von 5 Sternen - kann man lesen, muss man sicher nicht.
"Bis jetzt ist es eher True Soap als True Crime, findet ihr nicht?"
"Die Hausbootdetektei" ist ein Kriminalroman, der im Zentrum Amsterdams spielt und in dem viele verschiedene Charaktere zueinander finden, sodass eine bunte Gruppe entsteht, zu der ebenfalls ein Hund und ein Eichhörnchen gehören. Eigentlich erwarten die Mitglieder nicht so schnell ihren ersten Auftrag, doch dann steht schon der erste Klient vor der Tür, der ihre Hilfe braucht.
Amy Achterop hat mit der "Hausbootdetektei - Tödlicher Genuss" einen Kriminalroman geschrieben, der mich gut unterhalten hat und eher eine Lektüre für zwischendurch ist. Wer viel Spannung erwartet, ist bei diesem Kriminalroman eher falsch, denn auf dem Hausboot geht es etwas ruhiger zu, zumindest die meiste Zeit. Man erfährt viel über die unterschiedlichen Geschichten der Protagonisten, die so verschieden sind, dass sie doch gut miteinander harmonieren. Durch den lockeren Schreibstil und den Humor der eingebracht wird, fliegt man nur so durch die Geschichte, die an manchen Stellen doch ein wenig langatmig ist und sich wiederholende Elemente hat.
Nichtsdestotrotz bietet die Hausbootdetektei gute Unterhaltung und sympathische Protagonisten die alle schon mal straffällig geworden sind, was das Ganze noch interessanter macht.
Alles in allem ist dieser Kriminalroman etwas für alle, die leichte, gute Unterhaltung suchen und etwas Amsterdamer Atmosphäre erleben möchten. Ich freue mich auf die Fortsetzungen.
Als Arie seinen Job als Polizist verliert, weil er seine Waffe auf seinen Kollegen – und Liebhaber seiner Frau – richtet, gründet er eine Detektei. Arbeiten soll dort, wer im Leben wie er Unterstützung brauchen kann: Maddie, die sich um ihre behinderte Schwester kümmert und nun ebenfalls vorbestraft ist, weil sie diese schlagkräftig verteidigt hat. Jan hat den Kontakt zu seiner Familie verloren, weil die nicht mit seinem Leben als trans Mann einverstanden sind. Elin erholt sich nur langsam von einer harten Trennung und Jack weiß neben seinen Gaunereien nichts mit seinem Leben anzufangen. Auf Aries Hausboot richten sie ihr Hauptquartier ein und bald wartet der erste Fall.
„Tödlicher Genuss“ ist der Auftakt der Reihe rund um die Hausboot-Detektei der Autorin Heidi van Elderen unter dem Pseudonym Amy Achterop, das im Verlauf des Romans noch einen weiteren Sinn offenbaren wird. Die Handlung folgt im Wechsel allen Hauptfiguren, aber auch weiteren Personen, die in den Fall verwickelt sind. So wird das Geschehen von allen Seiten beleuchtet und wirkt durch die Verwendung der Gegenwartsform sehr unmittelbar.
Inhaltlich kommt die Geschichte zunächst schwerfällig in Gang, was wohl daran liegt, dass die Autorin erst einmal all ihre Figuren und deren Situation ausgiebig einführen will. So wirkt der erste Teil wie eine Anhäufung unterschiedlichster gesellschaftlicher Themen, was in den kommenden Bänden hoffentlich etwas organischer erscheinen wird. Amsterdam mit seinen Grachten, alten Gebäuden und engen Gassen gibt hingegen einen sehr guten Schauplatz ab.
Der eigentliche Kriminalfall ist spannend und spielt in der Welt der Gourmet-Gastronomie. Zwei konkurrierende Küchenchefs gehen bei der Jagd nach einem lukrativen Auftrag mehr als einen Schritt zu weit. Gut gefallen hat mir dabei, dass unsere Amateurdetektive sich genau als solche verhalten und erst gemeinsam herausfinden müssen, wie sie wohl am besten an ihre Fälle herangehen. Dafür lebt die Geschichte vom Zusammenspiel ihrer sympathischen Charaktere (darunter ein Eichhörnchenbaby und ein Hund) – ich freue mich auf Band 2!
Neue Reihe mit großem Potential Mit der Gerichtsverhandlung für Maddie ging es auf jeden Fall schon einmal gut los. Ich habe ein sehr gutes Bild von ihr bekommen und war gespannt, wie es mit ihr weitergeht. Und dann kamen noch mehr Perspektiven und Menschen. Das war mir persönlich zu viel, wobei die Leute echt interessant waren. Ich kam zwischenzeitlich jedoch voll durcheinander. Der Fall selbst hat mir außerordentlich gut gefallen, auch der Schreibstil gefällt mir. Diese ganzen Zwischensequenzen, die wenig mit dem Fall zutun hatten, hätte man dabei getrost weglassen können, so hat man die Charaktere jetzt nicht unbedingt besser kennenlernen können. Sie sprechen einfach für sich und da brauch ich keine nichtvorhandene Geburtstagseinladung, wo er dann doch nur vor der Tür steht und letztendlich nicht hineingeht, das hat eher negative Vibes verursacht. Ich bin super gespannt auf den nächsten Band und wie es mit der Detektei weitergeht. Der Draht zur Polizei könnte ja nicht schlechter sein, vielleicht wird das wieder besser oder man verkracht sich dann noch mehr. Spaß hält es auf jeden Fall jede Menge bereit und ich liebe einen guten Konflikt, wenn die Schnüffler einfach besser sind als die Profis.
Gerne mehr Vier verschiedene Personen gründen eine Detektei. Arie ein ehemaliger Polizist, Maddie eine Selbstverteidigungstrainerin, Jack ein Ingenieur, Elin eine erfolglose Schriftstellerin und Jan ein ehemaliger Beamter. Irgendwie wirken sie alle vier als ob sie nicht viel auf die Beine stellen können. Aber sie sind so liebenswert in ihrer Fürsorge für die anderen, das macht das Unmögliche möglich. Sie rechnen mit Fällen wie Ehebruch, verschwundene Haustiere und ähnliches. Aber ihr erster Auftrag führt sie an den Rand der Legalität. Ein Wettstreit zwischen zwei Catering Unternehmen steht an, die beiden geben alles und die Detektive sind mitten drin. Es ist alles drin in diesem Roman, Mord und Totschlag, Drogenmissbrauch, Ehebruch, Familienstreitigkeiten. Aber nichts davon wirkt dämpfend auf die Stimmung beim Lesen. Dafür taucht immer wieder hintergründiger Humor auf. Die vier Hauptcharaktere sind alle äußerst liebenswert und die anderen die sich darum herum tummeln sind auch nicht zu verachten. Sie haben zwar Dreck am Stecken oder sind echte Mistkerle, aber es sind interessante Figuren. Es macht Spaß ihren Ermittlungen zu folgen, soweit man die Ereignisse so nennen kann.
Das Cover des Buches wirkt durch die Kombination unterschiedlicher Schrifttypen in verschiedenen Farben unruhig und weist zum einen auf die Stimmung bzw. die Handlung hin, zum anderen zeigt es das sehr spezielle Setting um das sich der Krimi entfaltet: ein buntes Hausboot vor den malerischen Grachtenhäusern Amsterdams. Ein Eichhörnchen, was in diesem Zusammenhang deplatziert wirkt, weckt zudem die Neugier des Lesers.
Als ehemaliger Polizist formiert Arie ein Team aus fünf Personen mit gänzlich unterschiedlichen Charakteren, um mit der Gründung einer Detektei wieder eine gewisse Stabilität in seinem Leben zu erlangen. Das Besondere hierbei ist, dass alle Mitglieder des Detektivbüros bereits auf die schiefe Bahn geraten sind und auf der Suche nach ihrem Platz im Leben - sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich - sind. Ein Verhaltenskodex, der zu Beginn des Plots erarbeitet wird, überträgt hierbei verbindliche Verhaltensvorgaben. Das gemeinsame übergeordnete Ziel der Aufklärung von Morden sowie das Ausspionieren von Geheimnissen lässt die Gruppe zu Freunden bzw. einer Ersatzfamilie werden. Zu der Gruppe gehören weiter ein Hund und ein Eichhörnchen, die ebenfalls froh sind, ihren Platz innerhalb dieser Gemeinschaft gefunden zu haben.
Beim ersten Auftrag handelt es sich um das Ausspionieren eines geheimen Rezeptes, welcher durch einen bekannten Spitzenkoch platziert wird, um sich gegen seine Konkurrentin durchzusetzen. Zwei hochangesehene Caterer befinden sich hierbei im Wettstreit um einen großen Auftrag zur Ausgestaltung der Menüs für eine Promi-Hochzeit. Die weiteren Morde, die sich in der Folge ereignen, sind ebenfalls im Gastronomie-Bereich angesiedelt.
Die Autorin legt den Fokus vielmehr auf die unterschiedlichen Charaktere, deren Verhalten und die einzelnen individuellen Entwicklungen als auf die Ermittlung und Detektivarbeit. Die Figuren werden liebevoll gestaltet und führen dazu, dass die Geschichte lebendig und authentisch wirkt. Es wird kein Spannungsbogen aufgebaut; der Plot entwickelt sich unspektakulär. Die Handlung ist nicht kompliziert, ist aber dennoch an einigen Stellen undurchsichtig, so dass man als Leser dranbleiben möchte.
Der Schreibstil ist leicht, angenehm und flüssig zu lesen. Durch die Verwendung kurzer Kapitel kann der Leser dem Erzählfluss leicht folgen. Die Verwendung von detaillierten Beschreibungen beschreiben z.B. die malerische und beschauliche Idylle in Amsterdam, so dass die jeweils vorherrschende Atmosphäre gut dargestellt wird. Rhetorische Fragen vermitteln die Empfindungen und Gedanken der Figuren in den jeweiligen Situationen und bringen so dem Leser die Gefühlslagen nahe. Auch wird Gesellschaftskritik geübt indem z.B. der Umgang mit Behinderten oder die Drogenproblematik angesprochen werden.
Fazit: Insgesamt ein Krimi, der von seinen ungewöhnlichen Charakteren deren Backgrounds und Handlungen sowie Beschreibungen der malerischen und beschaulichen Kulisse lebt. Ein cosy, nicht allzu brutaler Krimi mit niedrigem Spannungsfluss, der für einen entspannten Leseabend geeignet ist. Für alle, die nach einer unterhaltsamen Lektüre suchen ohne viel Brutalität oder Gewalt. Lesenswert!
Ich liebe Krimis und Detektivgeschichten, ich liebe Amsterdam, und ich liebe Hausboote – ich musste hier zugreifen. Eine Truppe etwas skurriler bis verkrachter Existenzen, die sich als neue Detektei zusammentun und auf dem Hausboot des Ex-Kommissars Arie ihren Firmensitz haben, das hörte sich gut an. Das lässt auf schwarzen Humor schließen, und da bin ich immer für zu haben. Und gleich vorab: ja, der Roman war wirklich gut. Den schwarzen Humor habe ich bekommen, und eine interessante Story mit einem Schwung sehr eigenen Protagonisten ebenfalls. Das Ganze würde ich im „cozy crime“ ansiedeln, allerdings gibt es durchaus auch handfeste Morde, also vielleicht doch eher ein Mix zwischen Krimi und cozy crime. Hierum geht es: Aries neues Team hat sich zusammengefunden, die Detektei ist gegründet, allein, es fehlt ein Fall. Der Zufall spült den ersten Kunden an Bord, einen Amsterdamer Sternekoch, der sie bittet, eine Konkurrentin auszuspionieren. Und so beginnt das junge Team in der Amsterdamer Gastroszene zu ermitteln. Die detektivischen Kompetenzen sind noch sehr ausbaufähig (dafür gucken sie im Team alte Miss Marple Filme als Weiterbildungsmassnahme), so das im Prinzip die ersten Erfolge eher dem Zufall (oder dem Eichhörnchen 😉) zuzuschreiben sind, aber egal, irgendwie muss man ja anfangen. Und als im Kühllager des Auftragsgebers eine Leiche gefunden wird, haben die Hausbootdetektive tatsächlich auch einen hochkarätigere Aufgabe gefunden….. Ja, und wie sich zeigt, sind die neuen Ermittler natürlich am Ende den Dingen gewachsen und klären auf eigenwillige Weise nicht nur den Mord auf…… Den Charme des Buches machen hier natürlich die Protagonisten aus und nicht unbedingt der ausgefeilte Krimi (obwohl der Plot gut ist, muss man sagen). Wir haben hier neben Arie noch Maddie, gerade vorbestraft und somit arbeitslos geworden, die mit ihrer behinderten Schwester zusammenlebt und sich für deren Wohlergehen aufopfert. Dann gibt es Jack, irgendwie auf der Suche nach sich selbst, charmant, intelligent, aber ohne festen Plan im Leben. Elin, die schwedische Krimischriftstellerin, die gerade ihre große Liebe verloren hat und in Selbstzweifeln zu versinken droht. Und Jan, ehemals Beamter, leider auch Urkundenfälscher und damit raus aus dem Beamtentum. Also man merkt: an (klein)-krimineller Energie fehlt es der Truppe nicht, aber sie haben, wie sagt man so schön, das Herz auf dem rechten Fleck und wachsen zu Freunden zusammen. Ich habe mich auf dem Hausboot bei der Truppe sehr wohl gefühlt und es hat Spaß gemacht, hier dabei zu sein. Amy Achterop schreibt flüssig, witzig, schafft auch die leisen und ernsten Untertöne und kennst sich in Amsterdam gut aus, für mich hat das Lokalkolorit gestimmt, und beim Lesen habe ich direkt Lust bekommen, nach Amsterdam zu reisen, und möglichst mal ein paar Tage auf einem Hausboot zu verbringen 😊. Hat mir gefallen! Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und freue mich auf den zweiten Band, der im Herbst erscheinen soll! Dankeschön an den Verlag und Netgalley für das Vorab-Leseexempl
Immer, wenn ich in Amsterdam an den Grachten entlangspaziere, blicke ich auf die dort lagernden Hausboot und stelle, mir vor, wie schön es sein muss, auf so einem Boot zu leben. "Die Hausboot-Detektei" von Amy Achterop weckte also gleich mein Interesse. Und tatsächlich habe ich diesen Cozy-Krimi mit großem Vergnügen gelesen, was vor allem an der liebenswerten Detektivgruppe liegt, die teils Außenseiter und Pechvögel sind, an der Liebe oder dem Leben gescheitert und die der Ex-Polizist Arie und Chef-Detektiv um sich gesammelt hat.
Arie ist der einzige Profi der Gruppe, aber seit er seinen früheren Partner und einst besten Freund im Bett mit seiner Frau überrascht hat, ist nicht nur die Ehe vorbei, sondern auch die Polizeikarriere. Maddie, kampfsporterfahren und mit Anger issues, kümmert sich um ihre jüngere Schwester, die das Down-Syndrom hat und davon träumt, Modedesignerin zu sein. Dann ist da noch Transmann Jan, mit Hipster-Bart und großem Herzen, der sich immer noch vergeblich danach sehnt, von der eigenen Familie anerkannt zu werden, die nach einer gescheiterten Liebe unter Schreibblockade leidende schwedische Krimiautorin Elin und der Engländer Jack, der mal Ingenieur war, aber jetzt nicht so recht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll.
Alles in allem also vielleicht nicht die qualifizierteste Detektivtruppe, auch wenn sie zwecks Mitarbeiterschulung auf dem Hausboot stundenlang Miss Marple-Filme schauen oder sich um das verwaiste Eichhörnchen Fru Gunilla kümmern, das vor allem von Jan liebevoll aufgepäppelt wird.
Dennoch kommen die Hausboot-Detektive, deren Schiff noch nicht einmal von einem Firmenschild geziert wird, schon bald an ihren ersten Fall. Man könnte auch sagen, es handelt sich um Industriespionage auf Sternen-K��che-Niveau. Denn zur Hochzeit seiner Tochter will ein Unternehmer zwischen zwei Spitzengastronomen wählen. Die sollen ihn zunächst aber mit einem außergewöhnlichen und noch nicht dagewesenen Dessert überzeugen.
Was die Polizei nicht weiß, die Leser aber schon sehr viel früher: Die beiden Gastronomen spielen gewissermaßen mit gezinkten Karten und haben so einiges zu verbergen. Die Hochzeit dürfte allen beteiligten in der Tat unvergesslich werden, allerdings nicht unbedingt aufgrund des besten Erinnerungen.
Turbulent geht es bei den Ermittlungen jedenfalls nicht nur wegen des temperamentvollen Eichhörnchens zu. Dieser Cozy-Krimi überzeugt mit seinen liebenswert-schrägen Figuren, die man beim Lesen richtig lieb gewinnt. Ich bin jedenfalls auf das nächste Abenteuer der Hausboot-Detektei gespannt. Hier kommt es weniger auf einen ausgefeilten, raffinierten Plot an als auf das Zwischenmenschliche. Zugleich ein Buch, das Toleranz und Inklusion groß schreibt, ganz ohne missionarischen Eifer, aber pragmatisch und mit warmem Humor. Spielt zwar in Amsterdam, erzeugt aber hyggelige Gefühle!
Vorab: Die Umschlaggestaltung gefällt mir besonders gut! Es heißt zwar: Don`t judge a book by its cover, in diesem Fall war es aber das Cover mit den Grachten und der tollen, stimmigen Farbgebung, das mich zum Lesen animierte! Dia Autorin Amy Achterop hat mit „Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuss“ den Auftaktband zu einer neuen Krimireihe vorgelegt.
Worum geht’s? - Arie muss neu anfangen: Job weg, Frau weg. Der Expolizist beschließt, sich selbständig zu machen. Er gründet eine Detektei. Der Clou dabei ist, dass sich die Büroräume auf seinem Hausboot in Amsterdam befinden. Maddie, Jack, Jan und Elin werden Aries Angestellte & Mitstreiter, und ein Hund darf natürlich nicht fehlen! Die erste Amtshandlung besteht in der Rettung eines Eichhörnchens, und dann wird es ernst: Die unkonventionelle Truppe soll in der Amsterdamer Gastronomie – Szene ermitteln. Doch die ‚Küchen – Konkurrenz‘ endet tödlich – als eine Wasserleiche angeschwemmt wird, ist klar, dass aus einem professionellen Wettstreit blutiger Ernst geworden ist…
Ich liebe Amsterdam! Das entspannte, kosmopolitische Flair der Stadt fängt die Autorin perfekt ein, die niederländischen Einsprengsel sind einfach genial! Leckere Gerichte spielen auch eine Rolle. Chocomel, anyone? Nach der Lektüre habe ich direkt Lust bekommen, wieder einmal nach Holland zu fahren. „Die Hausboot – Detektei“ ist kein beinharter Thriller, das Ganze erinnert eher an Cosy Crime, es geht über weite Strecken gemächlich zu, was eigentlich nicht übel ist. Ich hätte mir stellenweise dennoch ein wenig mehr Action gewünscht, auch wenn das Buch nicht schlecht ist – wenn ich einen Krimi lese (beziehungsweise eine Publikation, die vom Verlag als Kriminalroman beworben wird) erwarte ich schon, dass auch richtig ermittelt wird. Dieser Aspekt kam für mich zu kurz. Auch erschienen mir einige Dinge sehr konstruiert (und regelrecht unlogisch). Manche Sätze fand ich nicht wirklich realistisch, würde jemand wirklich sagen: „Erst hast Du uns gerettet, jetzt rettest du mal dich“? Sehr gerne mag ich zeitlose Geschichten. „Tödlicher Genuss“ kann bei mir daher mit zeitgeistigen Elementen nicht unbedingt punkten (die Gender – Thematik spielt figurentechnisch eine wichtige Rolle). Andererseits fand ich es schön, dass die Schwester einer Protagonistin ein Handicap hat und dennoch ein ganz normaler Mensch ist & ein selbstverständlicher Teil der Erzählung. Behindertenfeindlichkeit lässt Amy Achterop zum Glück nicht gelten. Daumen hoch!
Fazit: Dieser Auftaktband ist die ideale Lektüre für Zwischendurch! „Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuss“ von Amy Achterop ist in meinen Augen jedoch kein richtiger Krimi, meine Erwartungen wurden insofern nicht erfüllt, ich denke aber, dass jeder Leser sich sein eigenes Bild machen sollte.
Eine Liebeserklärung an ein alternatives Amsterdam
Buchmeinung zu Amy Achterop – Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuss
Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuss ist ein Kriminalroman von Amy Achterop, der 2023 bei Fischer erschienen ist.
Zum Autor: Ihren ersten Amsterdam-Besuch verdankt Amy Achterop alias Heidi van Elderen einer vergessenen Straßenkarte und einem hoffnungslos schlechten Orientierungssinn. Das war 1999. Die 1980 am Niederrhein geborene Autorin verliebte sich auf Anhieb in die Stadt und kehrt seitdem regelmäßig zurück, oft begleitet von ihrem niederländischen Ehemann. Gelebt hat Heidi van Elderen auch schon in Portugal und Neuseeland, ist inzwischen aber mit ihrer Familie auf einem kleinen Bauernhof in Schweden sesshaft geworden.
Zum Inhalt: Maddie, Jack, Jan und Elin haben ihre Stärken, aber offensichtlich haben sie auch Schwächen. Der Ex-Kommissar Arie, selbst angeschlagen, scharrt diese Typen mit Potential auf einem Hausboot um sich und gründet mit ihnen eine Detektivagentur. Der erste Fall führt sie in die Gastro-Szene.
Meine Meinung: Dieses Buch ist vor allem eine Liebeserklärung an ein alternatives Amsterdam, das nicht von der Gier nach Macht und Reichtum beherrscht wird. Aries Teammitglieder laufen aus unterschiedlichen Gründen Gefahr, den Boden unter ihren Füßen zu verlieren. Arie glaubt an sie und gibt ihnen eine Chance. Meist wird die Geschichte aus der Sicht Maddies erzählt, die sich aufopferungsvoll um ihre kleine Schwester kümmert, bei der alles ein bisschen langsamer geht. Ausführlich wird der Alltag in einer Detektei ohne Auftrag geschildert, aufgelockert durch unterhaltsame Episoden um das Eichhörnchen Fru Gunilla, das als Findling Zuflucht auf dem Hausboot findet. Anlässlich einer Hochzeit findet ein Wettkampf zweier Cateringunternehmen statt, für die es um viel geht. Nach und nach wird man in die dunklen Geheimnisse der Besitzer eingeweiht und das Team kommt zu seinem ersten Fall. Mit Eigeninitiative und originellen Ideen bringen sich die einzelnen Detektive ein. Trotzdem hat sich der Kriminalfall für mich eher als Beiwerk angefühlt. Die Geschichte und die Entwicklung der Detektive steht im Mittelpunkt und übt einen speziellen Reiz auf mich aus. Wer knisternde Spannung sucht wird nicht fündig, aber eine gut erzählte und durchdachte Geschichte belohnt den Leser. Allen voran Maddie und Arie sind wahre Sympathieträger. Der empathische Schreibstil ist leicht verdaulich und sorgt für eine angenehme Stimmung trotz aller Probleme.
Fazit: Für mich war der Kriminalfall eher Beiwerk, aber die Liebeserklärung an ein alternatives Amsterdam hat mich gefesselt. Ich habe mich sehr gut unterhalten und bewerte den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten). Eine Leseempfehlung gibt es für die Freunde gut erzählter Geschichten.
Ein Auftakt mit Luft nach oben In diesem ersten Band einer Reihe der Hausboot-Detektei beginnt der ehemalige Polizist Arie die Mitglieder seiner Detektei zusammenzustellen. Die kleine Gruppe von gescheiterten Existenzen könnte verschiedener nicht sein, wobei scheinbar alle zu diesem Zeitpunkt nicht genau wissen, wohin ihr weiteres Leben gehen soll. Genauso ziellos wie ihre Lebenspläne beginnt auch die Zusammenarbeit. Die Gruppe trifft sich auf Aries Hausboot und lebt in den Tag, in Erwartung eines Falls, den es zu lösen gilt. In Ermangelung eines Auftrags beginnen sie zunächst Erkundungen zu einem Todesfall einzuholen, von dem sie in der Zeitung gelesen haben und an dem sich dann auch der weitere Verlauf der Geschichte entwickelt. Ich lese gerne Kriminalfälle aus einer Reihe von mehreren Büchern. Bekannten Ermittlern und ihren Kollegen immer wieder zu begegnen, spannende Fälle zu verfolgen, und Beziehung der Protagonisten untereinander in einem weiteren Handlungsstrang über die Bücher hinweg zu verfolgen, macht einen besonderen Reiz aus. Daher hat mich das Buch als erster Band einer Reihe interessiert. Auch die Protagonisten hörten sich interessant an. Das Buch ließ sich zunächst auch gut lesen, die Umgebung von Amsterdam auf und rund um das Boot der Hausdetektei wird anschaulich beschrieben und ermöglicht einen leichten Einstieg. Auch der Einband und die Gestaltung im inneren des Buches sprach mich an. Die Geschichte selbst und die Protagonisten konnten mich dann allerdings nicht mitreißen. Der Fall brauchte sehr lange, bevor er überhaupt „in Fahrt“ kam und plätscherte mit teilweise überraschenden Wendungen im zweiten Teil des Buches irgendwie dahin. Ab der Hälfte des Buches fiel es mir wegen der wenig fesselnden Handlung schwer, weiterzulesen. Auch mit den Protagonisten wurde ich nicht warm. Der fehlende Spannungsbogen war vielleicht auch dadurch verursacht, dass die Kapitel jeweils nur zwei bis vier Seiten lang sind und aus sehr vielen einzelnen Absätzen bestehen. Weil innerhalb einer Szene immer wieder ein neuer, durch eine Leerzeile getrennter Abschnitt begonnen wurde, fühlte ich mich in meinem Lesefluss häufig unterbrochen, wusste nicht, ob noch dieselben Personen sprachen und musste mich immer wieder orientieren. Aus der Rückschau denke ich, die Protagonisten und der Fall hätten ein großes Potenzial gehabt. Leider gelang es der Autorin nicht, den Spannungsbogen über viele einzelne Szenen hinweg zu spannen. Am Ende weiß ich nun zwar, was in dem Buch passiert ist, aber nicht warum. Kriminalistische Spannung und Unterhaltung stelle ich mir anders vor. Für die nächsten Bände bleibt noch viel Luft nach oben.
Kurzweilige, gemütliche Krimiunterhaltung mit warmherziger, sympathischer Ermittlertruppe
Der Ex-Polizist Arie sucht ein neues Betätigungsfeld. So gründet er eine eigene Detektei auf seinem Hausboot in Amsterdam. Mit im Boot sind der Engländer Jack, Maddie, die manchmal kleinere Aggressionsproblem hat, Jan und sein Eichhörnchen Fru Gunilla und die erfolglose Schriftstellerin Elin. Der erste Auftrag der Truppe führt sie in kulinarische Gefilde. Sternekoch Gabriel Petit befindet sich mit Konkurrentin Femke Baas im Wettstreit um die Ausrichtung eines ganz besonderen, exklusiven Hochzeitsmenüs. Er bittet die Detektive, seine Rivalin auszuspionieren. Doch so harmlos bleibt der Fall nicht, bald schon kommen Leichen ins Spiel…
Der Roman liest sich flüssig, ist in gut verständlicher Sprache mit einfachen Sätzen verfasst. Die einzelnen Kapitel werden aus den unterschiedlichen Perspektiven der verschiedenen Hauptfiguren in der der dritten Person Gegenwart erzählt.
In ihrem aktuellen Leben haben die Detektive wenig Glück. Es ist Zeit für einen Neuanfang. Alle setzen große Hoffnung in die neue Detektei. Arie braucht dringend Gesellschaft, er vermisst seine Familie, nachdem ihn seine Frau betrogen und verlassen hat. Maddie kümmert sich rührend um ihre entwicklungsverzögerte Schwester Isa, reagiert dabei manchmal etwas zu impulsiv und unkontrolliert, wenn jemand Isa beleidigt oder schlecht behandelt. Frauenschwarm Jack hat Angst vor einer festen Beziehung, Jan war als Beamter etwas zu großherzig und großzügig und Elin leidet unter Liebeskummer und wartet noch auf den Erfolg als Schriftstellerin. Die Ermittler sind sehr verschiedene, vielfältige, originelle Charaktere, die sich trotz aller Unterschiedlichkeit gut ergänzen. Ich habe sie mit all ihren Schrullen und Eigenarten sofort ins Herz geschlossen.
Ein interessantes Setting, ein zwar nicht besonders raffinierter, aber gut nachvollziehbarer, runder, stimmiger Plot und eine warmherzige Detektivtruppe. Mich hat der erste kurzweilige Fall der Hausbootdetektive gut unterhalten. Langsames und ruhiges Erzähltempo statt brutaler, blutiger Action. Amy Achterop hat mit „Die Hausboot-Detektei- Tödlicher Genuss“ einen kurzweiligen „cosy“ Krimi für eine angenehm leichte Leseauszeit geschrieben. Ein Krimi wie ein gemütlicher Frühlingsnachmittag mit Butterkuchen auf der Hollywoodschaukel.
Die angehenden Detektive sind ein bunt gemischter Haufen von Personen, die alle auf ihre Art interessant sind und Fähigkeiten in die Gruppe mitbringen, die nur sie haben. Dadurch, dass wir sie am Anfang erst mal alle nach und nach kennenlernen, bekommen wir einen guten Eindruck von ihnen und wie sie ticken. Die Ecken und Kanten, ebenso wie die guten und schlechten Eigenschaften, die man dabei an Arie, Maddie, Jack, Jan und Elin feststellen kann, haben sie mir nicht nur umso sympathischer gemacht, sondern authentisch wirken lassen. Jede von ihnen hat sein Päckchen zu tragen, man merkt aber auch schnell, wie gut diese kleine Gemeinschaft sich tut und wie sie langsam immer mehr zu Freunden werden, was ich toll fand.
Da wir die Detektive erst mal kennenlernen, dauert es etwas, bis sie ihren ersten Fall haben, der auch erst langsam an Fahrt aufnimmt, was ich nicht ganz so schlimm fand. Denn als es endlich losgeht, darf fleißig mitgerätselt werden, wer hinter den Taten steckt und welches Motive die Täterin oder der Täter haben könnte. Da nicht nur eine Person ein Motiv hat, war für eine gewisse Spannung gesorgt und ich habe spätestens ab da das Buch nicht mehr aus der Hand legen können und war gespannt, was Arie, Maddie, Jack, Jan und Elin herausfinden werden.
Unmöglich und erschreckend zugleich fand ich, wie Isas Eltern mit ihrer Tochter umgehen. Anstatt auf sie und ihre Bedürfnisse einzugehen oder sie einfach nur so zu nehmen, wie sie ist, halten sie Isa lieber klein und geben ihr das Gefühl, minderwertig zu sein. Maddies Wut darüber konnte ich voll und ganz verstehen, auch wenn ich denke, dass sie dennoch einen anderen Weg finden muss, um diese zu kanalisieren. Umso schöner fand ich es, wie die anderen Detektive mit Isa umgehen. Verständnisvoll schon fast liebevoll. Man merkt richtig, wie Isa unter der Bestärkung von ihnen aufblüht.
Fazit: Ein Krimi mit einer interessanten Truppe, die einen Fall in der Gastronomiebranche lösen muss, deren Ausmaß größer ist, als sie auf den ersten Blick dachten. Ich habe Arie, Maddie, Jack, Jan und Elin gern bei diesem begleitet, war gespannt, was sie herausfinden und wer letztendlich hinter den Taten steckt. Nun bin ich gespannt, welcher Fall als nächstes auf diesen sympathischen, bunt gemischten Haufen zukommt.
Arie ist ein Ex-Polizist mit einem Hausboot, der nicht gern allein ist. Maddie und Jan haben schon mal für eine Sache vor Gericht gestanden, die ihnen am Herzen lag. Und Jack, der Engländer, hat Elin, die Schwedin, angeschleppt. Zu fünft wollen sie eine Detektei gründen, doch die Fälle sind rar. Die meiste Zeit verbringen sie auf dem Boot, füttern ihr Eichhörnchen-Findling und freunden sich an. Dann kommt es zu einem Wettstreit zweier hochrangiger Caterer/Köche und plötzlich gibt es nicht nur einen toten Sommelier, sondern auch noch eine ebenso leblose Chocolatier. Endlich haben die fünf etwas zu tun.
Zugegeben, das Buch ist kurzweilig und teilweise amüsant zu lesen. Die fünf Leute sind äußerst sympathisch und es werden einige soziale Dinge gestreift, die auch heute noch eher unter den Tisch gekehrt werden. Umgang mit behinderten Personen zum Beispiel oder Transgenderpersonen. Aber der Fall/die Fälle haben eher wenig mit wirklicher Ermittlungsarbeit zu tun. Selbst Ms Marple hat mehr geleistet, wenn sie während des Strickens ihre Fälle löste. Im Prinzip wurde entweder von Anfang an verraten, wer wen ermordet hat oder es kam durch Zufall heraus. Auch mit der Logik ist es nicht weit hergewesen. Wieso sollte Arie sich gleich so viele Leute für seine Detektei an Bord holen (im wahrsten Sinne des Wortes!), wenn er noch nicht mal irgendwo eingetragen ist oder auch nur den Hauch einer Chance sieht, dass jemand ihn beauftragt? Um Leute zu treffen, hätte er auch einfach einen Kegelclub gründen können. Und alle arbeiten natürlich erstmal ohne Geld, sie kriegen ja schließlich Arbeitslosenhilfe. Klar.
Jetzt war das Buch auch nicht schlecht geschrieben und mir war das Personal so sympathisch, dass ich nicht abgeneigt wäre, mehr über diese Truppe zu lesen, aber ich erhoffe mir dann schon etwas mehr Raffinesse, was den reinen Krimianteil betrifft.
Heute erscheint dieser Krimi-Auftakt von Amy Achterop alias Heidi van Elderen, den ich sehr genossen habe, zu lesen.
Vor dem Hintergrund der Amsterdamer Grachtenidylle liegt ein besonderes Hausboot, nämlich die frisch gegründete Hausboot-Detektei bestehend aus einem 5-köpfigen Team, plus diverse menschliche wie tierische Anhänge: eine ehemalige Krav-Maga-Trainerin, ein Ex-Commissaris, ein ehemaliger Beamter, ein Ingenieur und eine Krimiautorin mit Liebeskummer und Schreibblockade. Eines haben sie jedoch gemeinsam: sie sind vorbestraft. Ob diese Tatsache nun eher ein Vor- oder Nachteil ist, muss sich noch zeigen …
Dieser Roman nimmt sich selbst von Beginn an nicht ernst und so brachte er mich beim Lesen regelmäßig zum Schmunzeln. Das ist auch gut so, denn besonders einige familiäre Hintergründe unserer Ermittler*innen sind geradezu katastrophal. Umso schöner ist es, mitzuverfolgen, wie ihnen die Hausboot-Detektei nicht nur beruflich eine neue Perspektive bietet, sondern auch ein Zuhause für eine wunderbare Wahlfamilie, die nicht nur Menschen, sondern auch Tiere in Not aufnimmt und sich mithilfe von Miss-Marple-Filmen in die Detektivarbeit einarbeitet. Ich fand es klasse, dass auch eine Frau mit Behinderung und ein Transgender-Mann feste Rollen dabei einnehmen. Ein klassischer Krimi ist es auch ansonsten nicht gerade: zwar taucht im Aufbau des Buches relativ früh eine Leiche auf (im wahrsten Sinne), doch wissen wir schon, wer hinter dem Mord steckt - und um den geht es bei den ersten Ermittlungen gar nicht. Auch beim zweiten Mord hatte ich sofort den richtigen Riecher, doch gab es trotz allem noch die ein oder andere Überraschung.
Insgesamt würde ich diesen ersten Teil vielleicht eher als Roman mit großem Wohlfühlfaktor und hier und da etwas Detektivarbeit beschreiben als als Krimi. Lesenswert und unterhaltsam ist er aber in jedem Fall! Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung, die für Ende August angekündigt ist!
Herzlichen Dank an NetGalley und den Fischer Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
Der ehemalige Polizist Arie, Maddie, Jack, Jan und Elin gründen eine Detektei für Fälle, auf die die Polizei keine Lust hat. An Deck genießen sie die Amsterdamer Grachtenidylle im Liegestuhl oder schauen zusammen alte Miss Marple-Filme.Der erste Fall führt sie in die Gastro-Szene der Stadt, wo ein Wettstreit zwischen zwei Sterneköchen entbrannt ist. Die Detektei soll ein Rezept ausspionieren, als plötzlich eine Leiche gefunden wird, die des berühmten Sommelier Henk Perenboom. Ob und wie hängen diese Personen zusammen?
Der Schreibstil wirklich sehr gut und angenehm lesbar, ausserdem auf Humor ausgerichtet. Das Leben auf dem Hausboot wird schön beschrieben und hier kam auch ein gewisses Amsterdamer Flair auf. Sehr gut gefallen haben mir die skurrilen Persönlichkeiten der Detektei. Jeder ist in irgendeiner Art besonders und hat eine ganz eigene Art. Besonders gefallen hat mir hier Maddie, die sich um ihre beeinträchtigte Schwester kümmert und Jan, der früher mal eine Frau war und damit teilweise immer noch zu kämpfen hat.
In der Geschichte selbst geht es sehr gemütlich zu. Sehr langsam werden erst alle Personen eingeführt und in jedem Kapitel kommt ein anderer Protagonist zu Wort, so erfährt man auch etwas über die Gedanken und Gefühle der beiden Sterneköche. Das Buch ist sehr auf Gemütlichkeit und Humor ausgelegt, der Krimianteil kommt in meinen Augen sehr kurz und ist auch, zumindest teilweise für mich, sehr vorhersehbar. Ich muss aber dazu sagen dass ich viele Krimis und Thriller lese und mir deshalb auch einige Kniffe und Tricks bekannt sind.
Wer einen sehr gemütlichen Krimi lesen möchte, mit Humor, tollen Charakteren und einem kleinen Krimianteil für etwas Spannung, der ist hier genau richtig und wird sich auch bestens unterhalten fühlen. Für mich war das Buch etwas zu viel Cosy und zu wenig Crime.
"Nichts macht die Welt erträglicher als eine gute Geschichte."
Eine bunt zusammengewürfelte sukrille Truppe aus fünf liebevoll charakterisierten Originalen, die etwas abseits aller Normen stehen; dazu kommen ein Hund namens Hund und ein Eichhörnchen das aus dem Nest gefallen ist: das ist die Besatzung der neu gegründeten Hausbootdetektei.
Erfrischend anders mit einem ganz eigenem und sehr warmen Erzählstil. Eine humorvolle Sprache die sehr genau meinen Geschmack trifft. Die Dialoge sind äußerst witzig, der Umgang der fünf "Detektive" untereinander ist herzlich. Jeder Charakter ist liebenswert und hat seine ganz speziellen Eigenheiten, die nicht nur respektiert, sondern im Team geschätzt werden.
Der eigentliche Kriminalfall ist da schon fast eine Nebensache und braucht ziemlich lange bevor er so recht in Fahrt kommt. Prickelnde Hochspannung sucht man in diesem Buch vergebens, es sind mehr die zwischenmenschlichen leisen Töne, die im Vordergrund dieser sensibel erzählten Geschichte stehen. Langeweile kommt beim Lesen, trotz des eindeutig fehlenden Spannungsbogens, jedoch niemals auf. Einige unerwartete Wendungen und eine recht unkonventionelle Aufklärung des Verbrechens tragen zur sehr abwechslungsreichen Handlung des Buches bei. Das Ende kann überraschen...
Wohlfühlkrimi mit ganz viel Herz für ganz besondere Menschen: unbedingt lesen. Ich freue mich schon jetzt auf den "Tödlicher Grund", meinen nächsten Besuch in der Hausbootdetektei
Auf einem Hausboot in Amsterdam treffen fünf gescheiterte Existenzen aufeinander. Arie, der Ex-Polizist, Maddie, die vorbestrafte Krav-Maga-Trainerin, Jan, ehemals Janine, der Ex-Beamte, Jack, der Ingenieur und Elin, die wenig erfolgreiche Schriftstellerin mit gebrochenem Herzen. Die Fünf gründen eine Detektei und erhalten durch Zufall einen nicht ganz legalen Auftrag von Gabriel Petit. Er bittet sie, Femke Bass auszuspionieren, um herauszufinden, welches Dessert sie für die Hochzeit von Maarten van Lockhorsts Tochter Jasmijn zubereitet. Die beiden sind nämlich in einem kulinarischen Wettstreit, wer das Dessert für die Hochzeit zubereiten darf. Ein paar Tage nach dem Auftrag finden sie zufällig die Leiche von Lillie Woutens, einer belgischen Chocolatière, die mit Gabriel die Pralinen hergestellt hat, im Kühltunnel von Gabriels Restaurant. Jetzt haben die Hausboot-Detektive einen richtigen Fall. Können sie herausfinden, wer Lillie getötet hat, bevor noch mehr passiert?
Das Cover gefällt mir gut, es passt super zum Buchtitel. Der Schreibstil ist schön flüssig und die Kapitel sind nicht zu lang. Schön finde ich, dass am Anfang ein bisschen auf die Charaktere eingegangen wird und die plötzlichen Ortswechsel finde ich auch nicht schlecht, aber die Geschichte erinnert mich eher an einen Detektivroman als an einen spannenden Krimi. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eher auf Zwischenmenschliches als auf zu viel Spannung steht.
„Die Hausboot-Detektei“ ist der erste Krimi einer vielversprechenden Reihe. Bereits das Cover ist liebevoll und künstlerisch gestaltet; kleine Boots-Zeichnungen zu Beginn eines neues Kapitels und die Auflistung der Personen sowie der Hausboot-Regeln im Inneren des Covers geben einen Eindruck von der sorgfältigen Gestaltung des Buchs. Die Autorin Amy Achterop, die sich auf eine galante Art selbstironisch in die Geschichte geschrieben hat, schafft es, bereits auf den ersten Seiten liebenswerte Charaktere vorzustellen, mit denen man sofort selbst auf das Hausboot ziehen würde. Hiermit sind natürlich die Hausboot-Detektive Ariel, Maddie, Jack, Jan und Elin gemeint. Alle weiteren Personen, um die sich das Intrigenspiel des Wettkochens für eine Promi-Hochzeit dreht, sind herrlich verrückt und zum Teil bösartig und stark von sich selbst überzeugt. Der Sommer in Amsterdam wird so bildlich beschrieben, dass man das Schaukeln des Hausbootes beinahe spürt und bei der Beschreibung der verschiedenen Köstlichkeiten das Wasser im Munde zusammen läuft. Natürlich - das Buch ist kein Thriller, keine Komödie zum lauten Auflachen, aber ein Buch, das Herzen erwärmen kann und das die Vorfreude auf den zweiten Band weckt.
Wer eine neue Krimi-Serie anfangen und sich zeitgleich in den Grachtengürtel träumen will ist hier genau richtig.
Amy Achterop alias Heidi van Elderen ist mit "Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuss" ein wundervoller Start in eine vielversprechende Serie gelungen. Die Charaktere, die sie aufbaut, sind ebenso sympathisch und authentisch wie inklusiv und vielfältig. Sie vereint in ihrem Storytelling Entwicklungen für den eigentlichen Fall der Detektei mit berührenden Episoden die einen Einblick in die Seelen der Charaktere ermöglichen. Die wachsende Verbundenheit zwischen den doch sehr unterschiedlichen Personen auf dem Hausboot wird herzerwärmend manchmal auch nur durch kleine Nebensätze geschildert.
Die Entwicklung des Falls wirkte dann doch manchmal einfach zu konstruiert als das ich vollkommen in der Story bleiben konnte. Der schnelllebige Schreibstil hat zudem den Effekt, dass häufig Szenen nicht ganz auserzählt und etwas überstürzt wirken.
Nichtsdestotrotz freue ich mich auf den nächsten band und hoffe dort mehr ausgiebige Szenen zu lesen und die Detektive dadurch besser kennenlernen zu können.
Als erstes hat mich hier das Cover angesprochen. Dann der Ort der Handlung - Amsterdam. Und schließlich fand ich die Idee, welche hinter der Hausboot-Detektei steckt, sehr ansprechend. Also, wie sich die Gruppe findet und zu einer Art familiärer Gemeinschaft wird. Schon nach den ersten Sätzen war ich von der, ich sag mal, Leichtigkeit des Buches quasi am Haken der Geschichte und wollte weiterlesen. Was ich auch getan habe. Amy Achterop hat hier eine wirklich schöne Reihe gestartet. Die 5 als notorische Pechvögel beschriebenen Personen finden sich zur Hausboot-Detektei zusammen und warten quasi auf ihren ersten Fall. Dieser ergibt sich auch ziemlich bald und stellt die Gruppe vor ihre ersten detektivischen Herausforderungen. Was es mit dem tödlichen Genuss auf sich hat ist eine ideenreiche Story und macht echt wirklich Spaß zu lesen.
Nachdem ich das Buch beendet hatte, wusste ich, dass ich die ganze Reihe lesen werde. Von mir eine Empfehlung für unterhaltsamen und lesens- und liebenswerten Krimigenuss - mal in einer anderen Ecke. Amsterdam als Handlungsort hat mir gut gefallen.
Meine Meinung: Ich bin literarisch und tatsächlich auch in der Realität äußerst selten in niederländischen Gefilden unterwegs, doch dieser Kriminalroman der niederländischen Autorin "Die Hausboot-Detektei" hat mich anhand seines wunderbaren Covers und der Kurzbeschreibung sehr angesprochen und genau dieser Eindruck hat sich für mich auch bestätigt.
Die Autorin schafft es eine wunderbare Mischung eines Buches zu schreiben, die so viele Aspekte beinhaltet, dass dabei fast jeder Leser auf seine Kosten kommen sollte. Die Geschichte ist spannend, zwar dezent, aber für einen Kriminalroman in genau den richtigen Dosen, sie ist skurril, absolut humorvoll und einzigartig, gespickt mit ebenso skurrilen und humorvollen Charakteren und hinzu kommt ein kultureller und kulinarisches Abbild der Niederlande, also ein perfektes Buch für Ferien oder einfach mal so für Zwischendurch.
Mein Fazit: Für mich ein wirklich solider, abwechslungsreicher und schöner Kriminalroman, der absolut zufriedenstellend war.
Fünf leicht verkrachte Existenzen mit einer Vorstrafe wegen geringer Vergehens haben sich in Amsterdam auf einem Hausboot zu einer ganz besonderen Detektei zusammen geschlossen. Ex-Polizist Arie, dem das Boot gehört, hat die anderen angeworben und nun warten sie auf ihren ersten Fall. In der Zwischenzeit trinken sie gerne Kaffee, auch als Irish Coffee und schauen zur Fortbildung alte Miss Marple-Filme an.
Dann erhalten sie ihren ersten Auftrag von einem Spitzenkoch und Caterer, der die Konkurrenz ausspioniert haben möchte. Doch dann gibt es eine Leiche ...
Dieser sehr humorvoll geschriebene Krimi hat mir von Anfang an gut gefallen. Alleine die Lebensgeschichten der fünf Detektei-Mitglieder sind sehr interessant. Dabei geht es auch um so wichtige Themen wie Inklusion und Transsexualität. Der Kriminalfall steht eigentlich mehr im Hintergrund. Ich freue mich schon auf den zweiten Fall!