„Ulla hat den Mut, ihrer Leidenschaft zu folgen und für ihre Überzeugungen einzustehen.“ Ulrike Renk.
1919: Der Krieg ist zu Ende, und Ursulas große Liebe Heinrich Dehmel kehrt nach Hause zurück. Sie planen eine gemeinsame Zukunft, doch Ursula, von ihren Freunden Ulla genannt, hat Wird sie als Ehefrau ihre künstlerische Eigenständigkeit wahren können? Lässt sich ihr Beruf als Gestalterin mit einer Familie vereinbaren? Schließlich überwiegen ihre Gefühle, und die beiden geben sich das Ja-Wort. Allmählich lassen sie die Schatten der Vergangenheit hinter sich, und Ulla taucht mit Vera und ihren Künstlerfreunden in die schillernde Welt der Zwanziger Jahre ein. Die Geburt ihrer Tochter Fine macht ihr Glück perfekt. Doch plötzlich ist Ulla gezwungen, ihr Leben völlig neu zu überdenken ...
Nach einer wahren das Leben einer talentierten jungen Frau, die für ihre Unabhängigkeit kämpft.
1919, der Krieg ist gerade vorbei und Heinrich ist verletzt wieder nach Hause gekommen. Jetzt könnte es bergauf gehen, wären da nicht die Folgen des Krieges, die Inflation und Richard Dehmels Gesundheit. Und doch müssen Ulla, Heinrich, Vera und die anderen der Familie Dehmel an ihre Zukunft denken. So wird geheiratet, Kinder kommen auf die Welt und vor allem die Frauen müssen sich wieder einmal Gedanken darum machen, wie eigene berufliche Wünsche und die Familie unter einen Hut zu bekommen sind.
Ich habe mich gefreut, die Familie Dehmel wieder ein Stück des Weges begleiten zu können. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen. Gerade die Zeit im Dehmel-Haus in Hamburg fand ich ganz toll. Irgendwie habe ich mich da na meine eigene Vergangenheit erinnert gefühlt. Im Haus meiner Urgroßmutter (heute das Ubbelohde Haus in Goßfelden bei Marburg) saßen die Erwachsenen abends im Atelier zusammen und haben diskutiert. Und ich als Kind mittendrin. Genau dieses Gefühl hatte ich auch, als die Zusammenkünfte im Dehmel-Haus geschildert wurden.
Mir hat Ullas Entwicklung gut gefallen, sie ist gereift und kann mit etwas Abstand auf die schwierige Familienkonstellation schauen. Und sie kann den Geschwistern, die mit ihrer Stiefmutter hadern, deren Perspektive klarmachen und so zum Familienfrieden beitragen. Und so sehr, wie die Dehmel Geschwister das Verhalten der Eltern nicht nachvollziehen können, verfallen sie in ähnliche Verhaltensmuster. Vera hat mit Tetjus jemanden geheiratet, der ihrem Vater charakterlich fast vollständig gleicht und auch Heinrich verhält sich plötzlich ähnlich wie sein Vater.
Ulla muss feststellen, dass Kinder doch immer die Mutter vom Arbeiten abhalten, so sehr sie auch geliebt werden. Die Männer ihrer Generation reden zwar von Gleichberechtigung , aber wenn es ans Umsetzen geht, ziehen sie mit althergebrachten Argumenten zurück.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Reihe, auch wenn wir dann in Deutschlands schwierigste Zeit kommen. Durch die jüdische Herkunft der Dehmel Kinder wird die Zeit sicher nicht einfach werden.
Ich kann Ulrike Renks Bücher nur immer wieder empfehlen. Sie erzählt Familiengeschichten, wie sie waren, ohne dramaturgische Effekte hinzuzufügen. So bekommt man einen Einblick in die Zeit und in die Familien, so wie sie eben waren, mit all ihren positiven und negativen Eigenschaften. Da merkt man immer wieder: Das Leben schreibt die besten Geschichten.
Heinrich Dehmel, die große Liebe von Ursula kehrt nach Kriegsende nach Hause zurück. Die Beiden planen eine gemeinsame Zukunft. Doch Ursula, die mittlerweile Ulla genannt wird befürchtet, dass sie als Ehefrau ihre Eigenständigkeit verliert und sich künstlerisch nicht mehr so frei entfalten kann. Die Liebe ist so groß, dass Ulla den Schritt wagt. Gleichzeitig genießt Ulla zusammen mit Vera und ihrer Künstlerclique die schillernden 1920er Jahre. Als ihre Tochter Fine geboren wird kann ihr Glück kaum größer sein. Doch es ziehen Wolken über dem Familiehimmel auf.
„Eine Familie in Berlin: Ulla und die Wege der Liebe “ ist der 3. Band der Familiensaga „Eine Familie in Berlin“ von Ulrike Renk. Die Künstlerfamilie Dehmel ist eine so interessante Familie, die durch Ursula Stolte, die Heinrich Dehmel heiratet bereichert wird.
In diesem Band begleiten wir die Familie durch die Jahre 1919 – 1924. Ulla hat ihr Kunststudium erfolgreich beendet und möchte sich jetzt künstlerisch entfalten. Heinrich Dehmel der nach dem Krieg nach Hause zurückgekehrt ist gibt ihr die Möglichkeit einen Sonderband vom „Grünen Haus“, den er nach dem Tod seiner Mutter veröffentlichen möchte zu illustrieren. Die Beiden verbindet eine große Liebe und bald schon werden sie ein Ehepaar und sie gründen eine Familie.
Heinrich, bei dem der Krieg schwere Spuren hinterlassen hat entscheidet sich nach seinem Medizinstudium noch Psychologie zu studieren. Das bedeutet aber auch finanzielle Auswirkungen auf die Familie. Heinrich kann während seines Studiums die Familie nicht ernähren. Dass führt oft zu Streitigkeiten zwischen Ulla und Heinrich.
Mit Vera verbindet Ulla eine innige Freundschaft. Zusammen mir ihnen und der Künstlerclique erleben wir die aufregenden 1920er Jahre.
Die Protagonisten sind sehr lebensnah beschrieben. Ulla ist ein toller und liebenswerter Charakter. Um so mehr habe ich mich gefreut als ich gesehen habe, dass Ulrike Renk Ulla mehrere Bände widmet.
Ich habe mich sehr gefreut die Familie Dehmel wieder zutreffen. Der Tod von Paula hat mich sehr berührt. Paula habe ich seit dem ersten Band verehrt. Und wie die Familie so vermisse auch ich sie schmerzlich.
Ulrike Renk erzählt die Geschichte wunderschön und authentisch. Ihre Erzählung ist bunt und facettenreich. Die Zeit der Handlung wird exzellent widergespiegelt. Einmal mit dem Buch angefangen wird man wie durch einen Sog in die Geschichte hineingezogen und erwacht erst wieder wenn die Geschichte zu Ende ist.
Am Ende gibt die Autorin ihren LeserInnen einen Überblick über die Dinge, die der Realität entspringen oder sich ähnlich zugetragen haben. Natürlich hat Ulrike Renk sich auch die eine oder andere künstlerische Freiheit erlaubt. Doch ihre Fiktionen hat sie so fein mit der Realität verwebt, dass man sie nicht zu trennen vermag.
„Eine Familie in Berlin: Ulla und die Wege der Liebe“ ist ein wunderschöne Fortsetzung der Geschichte über die Familie Dehmel. Ich freue mich schon auf den 4. Band „Eine Familie in Berlin: -Fine und die Zeit der Veränderung der im Februar 2023 erscheinen soll.
Format Taschenbuch Anzahl Seiten 486 Sprache Deutsch 12,99 €
„Ulla hat den Mut, ihrer Leidenschaft zu folgen und für ihre Überzeugungen einzustehen.“ Ulrike Renk
1919: Der Krieg ist zu Ende, und Ursulas große Liebe Heinrich Dehmel kehrt nach Hause zurück. Sie planen eine gemeinsame Zukunft, doch Ursula, von ihren Freunden Ulla genannt, hat Zweifel: Wird sie als Ehefrau ihre künstlerische Eigenständigkeit wahren können? Lässt sich ihr Beruf als Gestalterin mit einer Familie vereinbaren? Schließlich überwiegen ihre Gefühle, und die beiden geben sich das Ja-Wort. Allmählich lassen sie die Schatten der Vergangenheit hinter sich, und Ulla taucht mit Vera und ihren Künstlerfreunden in die schillernde Welt der Zwanziger Jahre ein. Die Geburt ihrer Tochter Fine macht ihr Glück perfekt. Doch plötzlich ist Ulla gezwungen, ihr Leben völlig neu zu überdenken.
Nach einer wahren Geschichte: das Leben einer talentierten jungen Frau, die für ihre Unabhängigkeit kämpft.
Zur Autorin Ulrike Renk, Jahrgang 1967, studierte Literatur und Medienwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Krefeld. Familiengeschichten haben sie schon immer fasziniert, und so verwebt sie in ihren erfolgreichen Romanen Realität mit Fiktion.
Im Aufbau Taschenbuch liegen ihre Australien-Saga, die Ostpreußen-Saga, die Seidenstadt-Saga und zahlreiche historische Romane vor. Zuletzt erschienen von ihr „Eine Familie in Berlin – Paulas Liebe“ und „Ursula und die Farben der Hoffnung“, die neue große Saga um die Dichterfamilie Dehmel.
Meine Meinung
Hier handelt es sich ja um den 3. Teil dieser Reihe. Ich habe die Reihe ja schon von Anfang an verfolgt.
Wir sind nun in 1919 angekommen. Ursulas große Liebe Heinrich Dehmel kehrt aus dem Krieg zurück. Sie möchten sich immer noch gemeinsam eine Zukunft aufbauen, allerdings gestaltet sich dies ein wenig schwierig. Es gibt natürlich auch ein Wiedersehen mit der Familie Dehmel.
Einerseits möchte Ursula die liebende Ehefrau und später auch Mutter sein, andererseits möchte sie sich ihrer geliebten Kunst widmen.
Mit Vera Dehmel ist Ursula immer noch befreundet und steht ihr bei allem mit Rat und Tat zur Seite. Ihre verheiratete Schwester macht ihr allerdings Sorgen. Kann sie ihr helfen?
Dieser 3. Band konnte mich nicht so begeistern und fesseln wie die anderen beiden Bände. Alles in allem kann ich hier aber eine Lese-und Hörempfehlung mit 4 Sternen aussprechen.
Ulrike Renk weiß, wie man Leser von Anfang an fesselt. Genau das ist mit "Ulla und die Wege der Liebe" wieder einmal passiert – und ich bin unendlich dankbar dafür.
"Ulla und die Wege der Liebe" ist bereits der dritte Band der "Eine Familie in Berlin"-Saga der Autorin und das zwei Buch dieser Reihe, das ich selbst gelesen habe. Nach wenigen Sätzen war ich bereits direkt in der Geschichte drin und es war wunderschön, zu erfahren, wie es Ulla und Vera mit ihren Männern und mit dem Leben im Allgemeinen so erging. Ich habe beide schon lange in mein Herz geschlossen und fiebere mit ihnen mit, trauere und freu mich mit ihnen. In diesem Band haben beide viel durchgemacht. Ohne genauer darauf einzugehen, denn spoilern will ich nicht, kann ich allen, die gerne Familienromane lesen, dieses Buch ans Herz legen. Jedoch sollte bedacht werden, dass die Teile der Saga direkt aufeinander aufbauen und es deshalb von Vorteil ist, bei Band 1 (oder spätestens Band 2) zu starten, um den Inhalt bestmöglich verstehen und genießen zu können.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Sie verwendet eine Sprache, die den Leser fesselt, die es ermöglicht, dass man direkt in die Geschichte eintaucht und das Gefühl hat, man ist mittendrin. Ich habe es genossen, das Buch zu lesen und freue mich schon jetzt auf den vierten Teil.
An dem Cover erkennt man sofort, daß es ein weiterer Teil der grossen Berlin Saga ist. Die Autorin Ulrike Renk erzählt nach einer wahren Geschichte das Leben einer talentierten jungen Frau, die für ihre Unabhängigkeit kämpft. Die Hauptprotagonistin Ulla hat den Mut, ihrer Leidenschaft zu folgen und für ihre Überzeugungen einzustehen. Sie wird sehr detailliert beschrieben und ich konnte mich sehr gut in sie und auch in die anderen Figuren hineinversetzen. Ulla war mir sofort sympathisch und das Leben in den 20er Jahren wird von der Autorin spannend erzählt. Das Leben von ihr als Mutter und Künstlerin gestaltete sich als eine Herausforderung und ihre moderne und emanzipierte Einstellung ist sehr imponierend. Ulrike Renks leichter bildhafte Schreibstil hatmich begeistert und ich freue mich schon auf Band 4.