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140 pages, Paperback
Published July 12, 2022
Inhalt: Red Hood leitet ein Team untoter Superschurken im ersten Band von Matthew Rosenbergs "Task Force Z". Projekt Haperin belebt die am A-Day von uns Gegangenen mit dem Lazarusserum wieder. Zumindest teilweise...An der Seite des Vigilanten mit der roten Maske gehen sie auf Missionen, um der Welt zu helfen. Am Ende des Weges soll eine komplette Dosis des Serums stehen, womit die Teammitglieder ein neues Leben erhalten würden. Doch Jason hat seine Bedenken. Meint es der mysteriöse Projektleiter Crispin wirklich gut mit ihnen?...
Bewertung: Rosenberg liefert einen interessanten neuen Spin zur Task Force X-Idee aus "Suicide Squad". Statt einer Verkürzung der Haftstrafe soll es hier also ein zweites Leben geben. Das Lazarusserum bietet viele neue Möglichkeiten auch über diese Comic-Serie hinaus. Interessant ist dabei, dass die Figuren abhängig werden von der Droge und Befehle befolgen, die Untote normalerweise nicht befolgen. So ergibt sich ein Team aus Charakteren, die sonst niemals zusammenarbeiten würden und schon gar nicht für das Gute. Zudem steigt die Menschlichkeit der Probanden je höher die verabreichte Dosis des Serums ist. Dies führt zu einer besonderen Vielfältigkeit an Charakterfacetten und verhindert, dass alle nur monotone hirnlose Zombies sind. Als Protagonist dient Jason, der von Rosenberg als knallharter Typ dargestellt wird, der trotzdem seine Umwelt hinterfragt. Immer wieder ist er drauf und dran das Experiment abzubrechen. Nicht nur aus Frust über sein oft kurz bevorstehendes Ableben, sondern auch aus moralischen Zweifeln. Seine rachsüchtige Seite zeigt sich im Zusammenspiel mit Bane. Die Ereignisse aus Tom Kings "Bane City" sind keinesfalls vergessen. Als weiteren Charakteraspekt liefert Red Hood häufig charmante und lustige Sprüche, die mich zum Schmunzeln brachten. Der Witz ist subtil in "Task Force Z", aber wenn er kommt, kommt er gut an. Überrascht hat mich die Enthüllung über Crispins wahre Identität. Der Leser kann gespannt sein. On top zu der bereits vollgepackten Story bringt der Autor dann auch noch Task Force X und Amanda Waller ins Spiel. Die ist (mittlerweile) über Crispins Experiment alles andere als glücklich und denkt nicht mal daran den Suicide Squad zurück zu halten. Im Zusammenspiel mit der Erzählung offenbaren Eddy Barrows' Zeichnungen dem Leser auch visuell eine schmutzige und blutige Welt der Untoten. Grafische Darstellung von schweren Verletzungen sind keine Seltenheit und vor Brutalität schreckt keiner zurück. Barrows gelingt es einen subtilen Horror-Faktor einzubauen, der einen beim Lesen das ein oder andere Mal über die Schulter schauen lässt...nur so zur Sicherheit. Tolle Details und Realität!