Seit dem Tod ihrer Eltern fristet Nimra ihr Dasein auf den Straßen Zandirs. Unverhofft bietet sich ihr die Gelegenheit, ein neues Leben im Palast anzufangen. Entfloh sie zuvor der harten Realität des Lebens einer Waise, stellen sich ihr nun unbekannte Schrecken unter der Obhut der Kalifenfamilie. So anziehend Prinz Djamirs Ausstrahlung auf Nimra wirken mag, unter seiner herrlichen Fassade verbirgt sich ein Biest, dessen Zorn den Palast in seinen Klauen hält. Einer Eingebung folgend schleicht sich Nimra in der Verkleidung einer jungen Adelstochter auf den Namenstag des Prinzen und folgt ihrem inneren Ruf, die verborgene Seite Djamirs zu entlocken. Zwei Seelen, so unterschiedlich wie Tag und Nacht, verwoben durch die seidenen Fäden des Schicksals. Wird Nimra es schaffen, den zukünftigen Kalifen zu bekehren?
In Nimras Fall wäre sie wieder einmal arbeitslos, nachdem ihrem Meister unrecht getan wurde. Nimra ist noch keine 18 Jahre alt und ist schon eine Vollwaise die sich seit 2 Jahren mehr recht als recht durchs Leben schlägt. Dabei scheut sie sich nicht mit anzupacken, aber die meisten lehnen Waisenkinder ab. Durch einen Zufall gerät sie in die Dienste des Kalifen, in dem Fall seines Sohnes, der nicht nur unberechenbar ist, sondern auch noch gut aussieht. Allerdings scheinen in ihm Geheimnisse zu schlummern die Nimra neugierig machen. Deshalb fasst sie auch an seinem Namenstag einen folgenschweren Entschluss und verkleidet sich als Adelstochter. Was sie dabei nicht ahnt ist, dass ihre Scharade ein gefährliches Spiel ist das nicht nur ihr Leben, sondern vor allem ihr Herz in Gefahr bringen kann.
Meine Meinung
Ich war fasziniert vom Cover welches mir als erstes auffiel und dazu die Kurzbeschreibung die mich sofort neugierig gemacht hat.
In Seidentraum wird man in eine faszinierende Welt des Orients versetzt in der die Zeiten hart sind und der Kalif nicht gerade sehr menschenfreundlich zu seinem eigenen Volk ist. Er regiert mit harter Hand und die Belange und Hilferufe sind ihm schlichtweg egal. Dabei ist er selbst zu seinem eigenen Sohn grausam.
Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn erst einmal Nimra kennlernte mit ihrer sanftmütigen, hilfsbereiten Art. Sie denkt an andere und wie man etwas verbessern kann, während sie im Schloss die Härte kennenlernt die von dem Kalifen ausgeht. Sein Sohn scheint genauso zu werden, aber in manchen Momenten blitzt etwas wie Güte bei ihm durch. Genau diese Hoffnung macht Nimra neugierig auf den Prinz Djamir. Der einsam zu sein scheint. Deshalb hat sie einen wagemutigen Plan am Start.
Dazu das aufeinandertreffen von Nimra in Verkleidung und dem Prinzen sind klasse. Sie zeigt ihm das es auch einen anderen Weg gibt. Das er nicht sein muss wie sein Vater und vor allem das man sich um andere, vor allem sein Volk kümmern muss. Sie sind die Schutzbefohlenen.
Die Idee finde ich interessant umgesetzt. Man lernt die Menschen, die Ungerechtigkeit im Land kennen, aber auch die Herzensgüte, Freundschaft und auch Liebe, wie die Hoffnung etwas zu verändern.
Was mich nicht ganz so begeistern konnte ist die fehlende Spannung, was aber der Geschichte keinen Abbruch tut.
Eine Geschichte basierend auf verschiedenen Märchen in einem traumhaften orientalischen Setting, genau das hatte ich bei „Seidentraum“ erwartet und ich wurde nicht enttäuscht. Nimra war mir von Anfang an sehr sympathisch, sie war sehr empathisch und hatte gleichzeitig gute Werte, für die sie gekämpft hat. Teilweise hatte ich kurz Angst, dass sie zu naiv sein könnte, aber das war keineswegs der Fall. Immer wieder hat sie dem Prinzen mutig die Stirn geboten und sich für das eingesetzt, was ihr wichtig ist. Im Gegensatz dazu ist der Prinz anfangs natürlich nicht der Sympathieträger. Trotzdem konnte man manchmal schon das Gute in ihm hervorblitzen sehen und seine Entwicklung war wirklich schön zu beobachten. Auch die Nebenfiguren wie beispielsweise der Hauptmann oder Nimras Freundin haben mir sehr gut gefallen. Noch besser aber fand ich das Setting, ich liebe Geschichten, die einen in fremde Welten träumen lassen und genau das war hier der Fall. Durch die märchenhafte Atmosphäre wurde das noch verstärkt und vor allem auch, dass die Geschichte nicht starr in einem bekannten Märchen blieb, sondern Züge aus verschiedenen hatte, fand ich toll. So hatten auch die Figuren mehr Möglichkeit eigenständig zu sein und sich zu entwickeln. Vielleicht gerade weil ich die Atmosphäre so sehr mochte, fand ich es schade, dass die Geschichte so kurz war. Ich hätte mir mehr Zeit in dieser traumhaften Welt gewünscht, vielleicht auch teilweise mehr Zeit für die Entwicklungen und Handlungsverläufe, denn es blieb mir teilweise leider etwas zu flach. Trotzdem aber eine große Empfehlung, besonders für alle, die märchenhafte Settings mögen, denn das Buch liest sich echt toll und aufgrund seiner Kürze auch schnell durch.
Nimra wird nach dem Tod ihrer Eltern Waise und wächst auf den Straßen von Zandirs auf. Als für sie sich die Chance ergibt im Palast des Kalifen zu arbeiten, nutzt sie diese. Doch was ist besser: die Straße oder die Schrecken im Palast? Als der Prinz Djamir eine ungewöhnliche Anziehung auf sie auswirkt, verkleidet sie sich als junge Adelstochter, um ihm die andere Seite zu zeigen
Ach ich bin ganz verliebt in das Buch. Ich konnte zwar nicht ganz sofort in die Geschichte reinfinden, aber je länger ich gelesen habe, desto weniger konnte ich aufhören. Nimra hat einiges durchmachen müssen und die Chance, die ihr als Zofe im Palast gegeben wird, nutzt sie klug, findet schnell Anschluss und auch eine beste Freundin. Diese sie dann auch, bei ihrem Versuch als Adelstochter den Prinzen auf den richtigen Weg zu führen, unterstützt. Prinz Djamir lernt durch die harte Hand seines Vaters, wie das Leben als Kalif ist. Dabei merkt man von Anfang an immer wieder, dass er eine weiche Seite hat und auch einen Gerechtigkeitssinn. Daher kommt das, was Nimja, die als Hana verkleidet, den Prinzen umwirbt, vor hat, auch irgendwann bei ihm an. 🔹 Nina hat da eine ganz wundervolle und märchenhafte Geschichte geschrieben. Und schaut euch mal das zauberhafte Cover an, dass einen total auf das Buch einstimmt. Also ein rundum gelungenes Debüt liebe Nina 😘🫶
Das Buch hat mir wirklich unglaublich gut gefallen und der Schreibstil passt perfekt zu einer Märchenadaption - einer Mischung aus 1001 Nacht und Aschenputtel.
Die Geschichte beginnt mit Nimra, die nach dem Tod von Vater und Mutter auf sich allein gestellt war. Niemand wollte mit einem Kind Handel treiben und so verlor sie auch allen Reichtum sen ihre Eltern ihr hinterlassen hatten.
Über einige Umwege und einige glückliche Fügungen findet sie ihren Weg als Zofe in den Palast. Doch schnell stellt sich die Frage, ob dies wirklich Glück war oder ob sie im Souk nicht besser aufgehoben war. Denn im Palast trifft sie auf Djamir, der sie von Anfang an begeistert. Allerdings ist er auch der Prinz - unberechenbar und aggressiv. Und auch dem Kalifen sollte man nicht zu oft über den Weg laufen.
Die Charaktere und auch die Schauplätze sind lebendig und entführen den Leser in eine Welt voller Träume und Hoffnungen, aber auch Hass und purer Bösartigkeit.
Doch ob die Geschichte Nimras mehr Segen oder Fluch für sie ist, solltest ihr selbst herausfinden. Begebt euch auf eine Reise und lasst euch verzaubern.