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Ein Kind namens Hoffnung: Die Geschichte einer heimlichen Heldin

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Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt – Die Geschichte einer Frau, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens ein jüdisches Kind vor den Nazis rettet

Elly Berger wird 1900 in eine Pfarrersfamilie geboren. Wenn es nach ihrem Vater gegangen wäre, hätte sie studieren sollen, doch Elly hat nur einen großen Traum: Sie will Köchin werden. Es gelingt ihr, in Berlin eine Stellung bei der jüdischen Familie Sternberg zu finden, die ihr fortan ein Zuhause bietet. Vor allem dem kleinen Sohn Leon schenkt sie ihre ganze Liebe.

Doch dann wird die Familie bei den Nazis denunziert und die Eltern verhaftet. Für Elly zählt nur noch eines: Sie muss Leon retten! Sie flieht mit dem Jungen, gibt ihn als ihr eigenes Kind aus und ist von diesem Augenblick an für lange Zeit heimatlos.

Ein anrührender und brillant geschriebener Roman, der auf einer wahren Geschichte beruht, und ein Kapitel deutschen Widerstands, das man in keinen Geschichtsbüchern findet.

288 pages, Kindle Edition

Published October 4, 2022

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Marie Sand

4 books

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Displaying 1 - 24 of 24 reviews
Profile Image for Kathrin Schröder.
Author 11 books3 followers
July 3, 2024
Gelesen dank Netgalley.
Elly Berger, Köchin aus Leidenschaft, geht in ihrer Arbeit für die jüdische Familie Sternberg auf. Ein eigenes Leben führt sie eigentlich nicht, der kleine Sohn Leon ist ihr der wichtigste Mensch der Welt. Seine Mutter, die begabte Pianistin, die wegen des Kindes den Beruf aufgab, ist für sie ein weiteres Projekt, das sie beschützen will. Das ist der Beginn des Romans „Ein Kind namens Hoffnung“, der laut Klappentext die Geschichte einer unbekannten Heldin in der Nazizeit schildert.
Die Eltern Sternberg werden abgeholt, Ellie trickst um Leon zu schützen und flieht mit ihm, zunächst zu ihren Eltern, dann zu einer Zufallsbegegnung aufs Land. Sie stellt Leon an erste Stelle und alles und alle anderen dahinter und ist damit gefühlt nicht die Heldin, die ein fremdes Leben schützt, sondern „nur“ ein Mensch, der das für sie Wertvollste bewahrt.
Elly ist eine schwierige Heldin, in die ich mich kaum hereindenken kann. Sie kreist um Leon, stellt selbst später das eigene Kind zurück und lässt die Stiefsöhne nach dem Krieg ohne einen Gedanken beim erkrankten Vater um Leon zurück zu seiner Familie zu begleiten.
Sie handelt für Leon, doch zugleich zutiefst egoistisch, doch sie kommt immer damit durch. Jede gefährliche Situation wird von ihrem Umfeld entschärft, es kommt in der gesamten NS-Zeit zu keiner wirklichen Bedrohung für sie.
Im ersten Teil des Buches bis sie aus ihrem Elternhaus flieht, ist das Buch recht angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, doch die zeitliche Abfolge ist strukturiert und Handlungen sind in etwa nachvollziehbar.
Ab dem Teil, wo Elly im Dorf bei ihrem späteren Ehemann lebt, wird es für mich eher chaotisch. Die Söhne, die Leon ausgrenzen und ärgern, der Mann, der eine Frau für die Arbeit sucht, die möglichst auch noch ein schöner Anblick am Abend ist, die schwierige Situation im Ort mit dem Nazi gegenüber – all das fließt ohne zeitliche Struktur, so dass die Dauer des Aufenthaltes im Buch nicht fühlbar ist. Konflikte im klassischen Sinn gibt es nicht, denn alle Bedrohungen zerfallen und keine mögliche Gefahr tritt ein. Es ist nur harte Arbeit und ein harter Alltag- freudlos aber sicher.
Das Kriegsende kommt dann fast unerwartet und recht schnell beschließt Elly die erste Möglichkeit zur Rückkehr zu nutzen. Die Logik nach Leons Familie zu suchen, ist klar, doch auch hier wählt sie eine Holzhammermethode ohne auf irgendjemand Rücksicht zu nehmen. Sie holt sich das Beste für Leon heraus und schützt ihn auch über seinen Kopf hinweg, als er bereits erwachsen ist.
Elly ist mir von Herzen unsympathisch, weil keine Motivation außer der abgöttischen Liebe zu Leon nachvollziehbar ist. Der Schreibstil ist etwas sperrig – doch mit angenehmeren Personen wäre das kein Problem gewesen. Oder zumindest mit einem Umgang miteinander, der sich aus dem Verhalten und den Gefühlen speist.
Es war lesbar, aber nicht erinnerungswürdig nach meinem Empfinden.
#EinKindnamensHoffnung #MarieSand #NetGalleyDE! #KathrinliebtLesen #Bookstagram #Rezension #NetgalleyDE!Challenge2024
Profile Image for Karina.
240 reviews2 followers
October 13, 2022
In dem Roman 'Ein Kind namens Hoffnung' geht es um die Geschichte der sogenannten stillen Heldin Ellie. Ellie ist Köchin in dem Haushalt der jüdischen Familie Sternberg. Sie fühlt sich dort sehr wohl und hat Herr und Frau Sternberg sowie deren kleinen Sohn Leon ins Herz geschlossen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf als Sara und Hanns Sternberg von den Nazis geholt werden und Ellie, trickreich wie sie ist, Leon als ihr Kind ausgibt und ihn so rettet. Ab da gehen viele turbulente und ereignisreiche Jahre ins Land in denen Ellie und Leon nie die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Herr und Frau Sternberg aufgeben. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht erzählen um die Spannung zu erhalten.
Mir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil liest sich schön flüssig. Viele Charaktere sind interessant und gut gewählt. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten. Ellie lässt einen auch als Leser nicht so ganz an sich ran, aber das spiegelt meines Erachtens auch diese schwierige Kriegszeit gut wieder.
Ich habe eine gute Zeit beim Lesen gehabt und kann den Roman mit ruhigen Gewissen empfehlen.
104 reviews2 followers
June 4, 2023
Das Buch ist als E-Books im Kindle Format aufgelegt. Außerdem gibt es das Buch als Paperback und Hörbuch.
Marie Sand hat in dem Buch der Geschichte einer jungen Frau gewidmet, die Widerstand auf ihre Weise geleistet hat. Sie hat ihrem Vater widerstanden und sich selbst eine Arbeitsstelle als Köchin gesucht, danach sollte sie verheiraten werden und Leon ins Heim. Zu guter Letzt hat sie nach 7-jähriger Ehe ihrem Ehemann widerstanden und ist zum Wohl ihres Sohnes Leon nach Berlin zurückgegangen, um ihm eine gute Ausbildung zu bieten.
Jedes der Widerstände war schmerzhaft, aber notwendig, um dem einen Versprechen um Leon treu zu werden. Die Treue zum Versprechen geht so weit, dass aus der Ehe Bauer ein Kind stirbt, in welchem Elly keine Zukunft sieht.
Das Buch ist eine Zerreißprobe zwischen dem Versprechen der Familie Sternberg oder dem Eheversprechen mit Stefan Bauer.

Am Buch hat mir besonders die Einleitung und Abschluss gefallen, das sich mit dem Mittelteil des Buches wunderbar zusammenfügt.
Den Titel des Buches kann ich nur erklären, dass Elly, mit dem Einhalten des Versprechens sich um Leon zu kümmern, sich die Hoffnung bewahrt, Sarah ihren Sohn wieder zurückzubringen.
Profile Image for DoomKitty.
61 reviews23 followers
December 25, 2022
Elly Berger, die Köchin der jüdischen Familie Sternberg, erlebt mit wie die Eltern des Jungen Leon von nationalsozialistischen Soldaten aus ihrem Haus gezerrt werden. Sie schafft es den Sohn als ihren eigenen auszugeben und flieht mit ihm ins Ungewisse. Da sie ihn jedoch bereits vorher tief in ihr Herz geschlossen hat, tut sie alles, um ihn auch die weiteren Kriegsjahre zu schützen.

Bei 'Ein Kind namens Hoffnung' handelt sich sich um den Erstlingsroman von Marie Sand. Personen und Geschichte sind darin an der Realität orientiert, eine historische Deckungsgleichheit mit konkreten Begebenheiten wurde dabei allerdings nicht angestrebt.

Zunächst einmal, finde ich die Inhaltsangabe etwas irreführend. Die Geschichte beginnt mit Elly in der Stellung als Köchin der Sternbergs und erst im weiteren Lauf erfährt man langsam auch ein bisschen über ihre Vergangenheit.
Der Handlungsverlauf selbst ist gut, spannend und packend, er regt zum Mitfiebern an.

Mir selbst kam leider der Charakteraufbau bzw. das Verbunden-fühlen mit Charakteren bei diesem Roman zu kurz. Generell ist es mir beispielsweise von der Zeichnung der Charaktere schwer gefallen überhaupt jemanden wirklich sympathisch zu finden. Aber auch die Nationalsozialisten in dem Buch sind für mich zu eindimensional rübergekommen.

Teilweise mag dieser Eindruck auch dem Schreibstil von Marie Sand geschuldet sein. Dieser hat mir zwar gefallen, war für mich aber doch härter und weniger flüssig, als ich es zum Beispiel bei 'Das letzte Versprechen' von Hera Lind empfunden habe. Er hat wenig zu einer Verbundenheit mit Charakteren beigetragen.

Die Geschehnisse ganz am Ende mögen in der Realität vielleicht auf die Hauptgeschichte gefolgt sein, hatten für mich jedoch wenig Gehalt für einen Abschluss der Geschichte. Ich habe einfach keine Wichtigkeit mehr für das eigentlich Erzählte wahrgenommen.

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gefallen, hat als Debütroman jedoch noch seine Schwächen. Trotzdem würde ich ihn empfehlen, da er auch definitive Stärken aufweisen kann und das Buch einfach etwas aus einer geschichtsträchtigen Zeit unseres Landes am Einzelschicksal widergibt und miterlebbar macht.


Auch der Titel 'Ein Kind namens Hoffnung' wurde mir von NetGalley und dem DroemerKnaur Verlag als Rezensionsexemplar überlassen, wodurch meine Meinung nicht beeinflusst wurde.
219 reviews
October 19, 2022
In ihrem Roman ,, Ein Kind namens Hoffnung-Die Geschichte einer heimlichen Heldin" nimmt Marie Sand den Leser mit in das Leben von Elly Berger.

Elly ist eine Pfarrerstochter aus Bonn , lebt aber seit einigen Jahren in  Berlin,  zunächst als Köchin im Hotel Adlon, dann im Haushalt der jüdischen Familie Sternberg in Dahlem. Sie versorgt hingebungsvoll den Haushalt von Hanns, Arzt, seiner Frau Sara , die talentierte Pianistin und ihren kleinen Sohn Leon. Die Bedrohung durch die Nazi rückt näher, so darf Hanns nicht mehr als Arzt arbeiten.  Er glaubt, daß es nur eine vorübergehende Phase ist, während Sara die Gefahr erkennt und bereits Pläne für eine Ausreise nach Schweden organisiert.  Doch sie sind zu spät.. Im Winter 1938 steht die Gestapo im Haus und nimmt Hanns und Sara in Gewahrsam. Ohne zu zögern,  innerhalb eines Augenschlages, gibt Elly den erst 5jährigen Leon als ihren eigenen Sohn aus und verschont ihn dadurch vor der Deportation.  Mir den Augen verspricht sie Sara, ihren Sohn zu beschützen und sie eines Tages wieder zuvereinen. Noch in dieser Nacht packt Elly ihre Sachen und fährt mit Leon zu ihrer Familie nach Bonn. Sie hofft dort Zuflucht zu finden, doch sie wird arg enttäuscht.  Obwohl ihr Vater als Pfarrer Nächstenliebe predigt,  ist er nicht bereit ,ein jüdisches Kind in seinem Haus zu versorgen.  So geht die Flucht für Elly weiter. Auf dem Bahnhof trifft sie auf ihren Retter in der Not. Stephan , ein Witwer mit 3 Söhnen,  nimmt sie mit auf seinen Hof. Sie arrangieren sich, heiraten,  in erster Linie,  um Leon zu schützen.  

Das Leben auf dem Hof ist geprägt von anstrengender Arbeit,  der Ablehnung durch die Söhne,  ewigem Hunger und der tiefen Traurigkeit und Depression von Stephan. Doch Elly nimmt alles hin, ohne an sich selbst zu denken, bis zum eigenen Zusammenbruch, immer den Gedanken hegend, daß sie eines Tages Leon zu seiner Mutter zurückbringen wird. 

Der Krieg endet , sie geht zurück nach Berlin  und macht sich auf die Suche nach Sara und Hanns. Wird sie erfolgreich sein ? Was ist Sara und Hanns in der Gefangenschaft und den Kriegsjahren widerfahren? 

Marie Sand beschreibt in schnörkelloser Weise 20 Jahre des Leidensweges von Elly und Leon. Ohne zu beschönigen,  daß es ein harter und entbehrungsreicher Weg ist. Elly ist geprägt von der Zuneigung und mutigen Fürsorge gegenüber Leon. Dabei ,, vergisst " sie die Liebe zu ihrer eigenen Tochter Mathilda.  Sie hat viele Ecken und Kanten,  spricht so manches unverblümt aus und gerade das macht sie mir umso sympathischer und bewundernswert.  Durch Elly hat Marie Sand ein überaus realistisches und authentisches Bild einer heimlichen , stillen Heldin gezeichnet. Sie wurde durch ihre eigene Großmutter inspiriert, die in einem jüdischen Haushalt als Köchin tätig war, als diese Familie zur Deportation verschleppt wurde. 

Schonungslos und schroff sind die Leiden, der Hunger und die allgegenwärtigen Nöte dargestellt.  Das gefällt mir besonders gut. Der Roman ist aufrüttelnd, zuweilen schmerzhaft.  Ellys Geschichte hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht. 

Vielen Dank an Marie Sand und den Droemer Verlag,  daß ich diese wichtige,  berührende Geschichte als Rezensionsexemplar lesen durfte.  

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich empfehle es von ganzem Herzen weiter, denn die stillen Helden dieser Zeit sollten nicht vergessen,  sondern gewürdigt werden.  
390 reviews
October 15, 2022
Berlin, 1938: Elly stammt aus einem Pfarrerhaushalt und hat sich gegen den Willen ihres Vaters durchgesetzt. Statt ein Studium aufzunehmen, lernte sie Köchin und ist in einem jüdischen Haushalt beschäftigt – sie mag die kleine Familie und ihre Arbeit. Vor allem der kleine Leon hat es ihr angetan. Eines Abends kommen die Nazis und sie gibt den Jungen als ihren Sohn aus, damit er eine Chance hat, während seine Eltern verhaftet werden. Eine Flucht beginnt…

Was würde man selbst tun? Die Frage, ob ich wirklich den Schneid hätte, habe ich mir einiges Male gestellt und selbst nach der Lektüre bin ich nicht sicher. Klar ist man geneigt zu sagen, dass man das Kind natürlich retten würde, aber wäre man auch noch so mutig, ständen Naziverbrecher direkt vor einem? Ich weiß es nicht. Sicher hingegen war, dass ich unbedingt die Geschichte dieser stillen Heldin kennenlernen wollte. Wie hat sie es geschafft mit dem Jungen zu entkommen? Welche Opfer musste sie bringen und wo fand sie vielleicht Hilfe? Wie war dieses Unterfangen ein jüdisches Kind großzuziehen möglich? Würden sie überhaupt überleben? Bombenhagel, Kälte und Hunger trotzen können? Könnte Elly vielleicht eines Tages den Jungen zurück in die Obhut der Eltern geben? Fragen über Fragen, auf die der Roman Antworten liefert. Die Rettung des Junges wird zu Lebensaufgabe Ellys – sogar ihre eigene Tochter vergisst sie darüber regelrecht. Fast durchgängig ist der Schreibstil angenehm zu lesen, während der Inhalt teils sprachlos, wütend oder auch mal traurig machte. So etwas darf es einfach nicht noch einmal geben. #GegendasVergessen

Und auch wenn mich das Thema begeistert hat, ich Elly sympathisch und mutig fand, so hat mich die Umsetzung nicht immer ganz überzeugt. Mancher Zeitsprung war unnötig irritierend, auch inhaltlich hab es den einen oder anderen Moment, der mich nicht wirklich mitgenommen hat. Wirklich unnötig fand ich den Epilog, der aus meiner Sicht wie ein Fremdkörper wirkte. Das Buch war für mich schon davor gut abgeschlossen. In Summe waren das aber wenig Aspekte, sodass ich dieser Geschichte um eine stille Heldin 3,5 Sterne vergebe.
1,300 reviews2 followers
October 17, 2022
Elly Berger stammt aus einer Pfarrerfamilie, der es gelingt in Berlin eine Stellung bei der jüdischen Familie Sternberg zu finden, die ihr fortan ein Zuhause bietet. Eines Tages wird die Familie bei den Nazis denunziert und die Eltern verhaftet. Elly muss unbedingt den kleinen Leon, Sohn der Familie retten. Sie gibt ihn als ihr eigenes Kind aus und flieht mit ihm aufs Land...

Ich lese immer wieder sehr gerne historische Romane die rund um den zweiten Weltkrieg handeln und hatte mich hier deshalb auf eine tolle, spannende und vorallem berührende Geschichte rund um das Thema Rettung eines jüdischen Kindes gefreut!

Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht ganz leicht, man wird direkt mitten ins Geschehen rund um die Denunzierung hineingeworfen und hat als Leser nicht viel Zeit die Personen richtig kennen zu lernen. Als Elly dann mit Leon auf der Flucht ist gelingt einem dies aber nach und nach besser.

Der Schreibstil bleibt jedoch immer etwas distanziert, sodass ich es schwer fande eine Verbindung zu den Protagonisten aufzubauen oder ihre Handlungen zu verstehen und nachzuvollziehen. Leider blieb mir Elly bis zum Schluss fern und fremd. Ausserdem war sie mir durch ihre egoistische Art wenig sympathisch und natürlich ist es gut und richtig Leon zu retten, aber sie lässt dafür sehr viele andere im Stich was mir nicht gefallen hat.

Schön fand ich, dass einmal auf das ländliche und bäuerliche Leben im zweiten Weltkrieg eingegangen wird. Einige Stellen wenn es um das Schlachten von Tieren geht, hätte ich jedoch nicht so detailliert gebraucht.

Die Handlung an sich war gut, aber nicht so mitreißend wie ich das nach dem Klappentext vermutet hatte, für mich lag das einerseits am Schreibstil und zum anderen an der unsympathischen Protagonistin mit der ich einfach nicht richtig warm wurde.

Die Sprecherin dagegen hat ihre Aufgabe sehr gut gemacht und die Geschichte schön vorgelesen. Die Stimme war angenehm und deshalb kann ich auch Interessierten auf jeden Fall das Hörbuch weiterempfehlen!

Fazit: Man bekommt sehr schön einmal das bäuerliche Leben im zweiten Weltkrieg mit, aber die Geschichte und die Protagonisten konnten mich leider nicht berühren.
Profile Image for Carmen-Francesca Banciu.
Author 19 books8 followers
March 16, 2023
EIN KIND NAMENS HOFFNUNG von Marie Sand


Mit ihrem Roman EIN KIND NAMENS HOFFNUNG lässt Marie Sand unsere Herzen zittern. Manchmal vor Angst. Manchmal vor Freude. Elly ist eine Freiheit und Gerechtigkeit-liebende junge Frau und Pastorentochter, die nichts sehnlicher wünscht, als Köchin zu werden. Mit dieser Figur berührt uns die Autorin des Romans und lässt uns wieder an das Menschliche in uns glauben. An das Menschliche, dass in einer Zeit des Terrors, des Kriegs und der Grausamkeit stärker ist als die Angst um das eigene Leben.


EIlly, eine junge Frau, Köchin einer jüdischen Anwaltsfamilie, riskiert ihr eigenes Leben währen der ganzen Kriegszeit hinweg, um das Versprechen einzuhalten, das Kind ihrer Arbeitgeberin zu retten. Dabei stößt sie an ihre gesundheitlichen und seelischen Grenzen. Bis zur Selbstaufgabe. Als ihre Kräfte nicht mehr reichen, beginnt sie, die eigene Tochter zu benachteiligen.Sie benötigt all ihre Kräfte im täglichen Überlebenskampf.Ihre Liebeskraft, Liebesfähigkeit wird aufgefressen von den erschöpfenden, andauernden Herausforderungen während des Krieges, der auch ihre eigene Familie bedroht. Es bleibt nicht mehr genug übrig für die eigene Tochter.

Elly lebt nicht nur unter ständiger konkreter Gefahr. Sie lebt in einem nicht endenden inneren Konflikt, der sie seelisch und physisch erschöpft. Ihre Tochter ist das Ergebnis einer Liebesnacht mit ihrer Jugendliebe Horst,

einem Mitläufer, der sie auf allen Ebenen enttäuscht und verraten hat und zum glühender Nazianhänger wurde.

Mit Feingefühl und schriftstellerischem Können erzählt uns Marie Sand diese Geschichte von Liebe, Treue, Verrat und Heldentum und lässt uns darin die Komplexität der menschlichen Seele erkennen, die Widersprüchlichkeit und die Tragik, aber auch die Großartigkeit der Figuren erkennen.

Elly gehört zu den „Silent heroes“, die vom Leben nie entschädigt worden. Die in den seltensten Fällen, erst viel später von der Geschichte erkannt und geehrt wurden. EIN KIND NAMENS HOFFNUNG ist spannend, berührend, ermutigend und wunderbar erzählt. Ich kann diesen Roman mit Nachdruck empfehlen.



Profile Image for Marie.
68 reviews3 followers
October 6, 2022
Die Geschichte von Elly, Köchin einer gut situierten jüdischen Familie in Berlin, welche bei Festnahme ihrer Arbeitgeber durch die Nationalsozialisten deren Sohn Leon als ihren eigenen ausgibt, um diesen zu beschützen. In dem Buch verfolgt der Leser die Geschichte von Elly und Leon, welche in den Kriegs- und Nachkriegsjahren die Hoffnung nie aufgeben, irgendwann nach einer langen Reise wieder in ihre Heimat und zu ihrer Familie in Berlin zurückzukehren.

Auf emotionale und feinfühlige Art und Weise schildert Marie Sand die Geschichte einer stillen Heldin, welche ihr komplettes Leben aufopfert, um ihrem Versprechen der jüdischen Familie gegenüber nachkommzukommen, deren Sohn zu beschützen.

Nach einigen Seiten kam ein richtiger Lesefluss auf und ich genoss den ruhigen und unaufgeregten Schreibstil des Debütromans. Einmal in die Geschichte eingestiegen konnte ich das Buch kaum zur Seite legen, hätte mir allerdings an einigen Punkten ein paar mehr Ausführungen gewünscht. Teilweise hatte ich das Gefühl, ein paar Seiten mehr hätten dem Buch gut getan, um eine bessere Beziehung zu den Charakteren aufbauen zu können.



Fazit: Ein trotz einiger kleiner Mäkel lesenswertes Buch über die schwierigen Kriegszeiten und eine Frau, welche entgegen aller Widrigkeiten große Stärke beweist und an Herausforderungen wächst.
205 reviews
September 17, 2025
Was man gibt um jemanden zu retten
Elly, Tochter eines Pfarrers, verschlägt es entgegen dem Willen ihres Vaters nach Berlin. Dort arbeitet sie bei der jüdischen Familie Sternberg. Als Sara und Hanns im Dezember 1938 von den Nazis verschleppt werden schafft Elly es deren Sohn Leon als ihren eigenen auszugeben und zu fliehen. Sie landet auf einem Bauernhof und hat nur ein einziges Ziel, Leon beschützen, die Krieg zu überstehen und die Eltern wieder zu finden. Dabei gibt es einige Hürden zu überwinden.

Die Thematik des Buches fand ich sehr interessant, da mich vor allem Geschichten der ‚heimlichen‘ Helden während der Kriegszeit packen. Auch wenn Ellys Geschichte nur erfunden ist, so ist sie doch an wahren Begebenheiten angelehnt. Elly ist ein sehr starker Charakter, der manchmal vielleicht nicht ganz so handelt, wie man es sich wünschen würde, jedoch für damalige Zeiten durchaus nachvollziehbar. Die Geschichte ist unterteil in vier Teile, welche jeweils eine gewisse Zeitspanne abdecken. Hier haben mich beim Lesen ab und an jedoch die Zeitsprünge stört. Denn auch wenn man weiß, in welcher Zeitspanne man sich gerade befindet, so weiß man nicht die genaue Jahreszahl. Oftmals habe ich dann anhand der Alter der Kinder versucht zu rechnen, in welchem Jahr die Handlung gerade stattfindet.

Auch wenn man anhand des Prologes das Ende der Geschichte teilweise erahnen kann, so hat sie mich dennoch gefesselt und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Schade fand ich, dass am Ende der weitere Verlauf einiger Charaktere nicht mehr beleuchtet wurde, was jedoch auch damit zusammenhängt, dass hier vor allem Elly im Vordergrund steht.

Alles in allem ist Ein Kind namens Hoffnung eine sehr tolle Geschichte, die nichts verschönert oder versucht eine ‚schöne‘ Geschichte zu erzählen. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung.
1,056 reviews9 followers
September 15, 2022
Nur eine Liebe
Ella rettet Leon, das erste Mal als sie ihn als ihren Sohn ausgibt. Dann immer wieder. Es gibt jedes mal eine Situation in der Leons Leben in Gefahr gerät. Immer wieder setzt Ella ihre ganze Kraft, ihren Mut, ihren Verstand und auch ihre Verführungskünste ein um den Jungen zu retten. Ihr Versprechen es wird alles gut, hält sie ein. Das dafür alles andere hinten anstehen muss, egal wer oder was, hält sie für richtig. Sie liebt diesen Jungen, mehr als ihr eigenes Kind und andere angenommene Kinder.
Diese Liebe zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Es ist schwer zu beurteilen ob Leon diese unbedingte Liebe erwidert oder nur trotz seiner jungen Jahre tiefe Dankbarkeit empfindet.
Dieses Buch ist wie ein 1-Personenstück im Theater, alle anderen Personen stehen weit hinter Ella zurück. Selbst Leon ist einfach nur ein Requisit in der Geschichte um eine heimliche Heldin. Der Pragmatismus mit dem Ella alles in ihrer Macht Stehende tut, ist schwer zu verstehen. Sie weiß es gibt eine Mutter und der Junge sehnt sich über Jahrzehnte nach ihr. Sie hilft ihm sich immer wieder zu erinnern. Sie tut nichts für sich selbst. Ihr Sieg erfüllt sie nicht mit Stolz, sie hat es geschafft, fertig.
In dem Buch haben große Emotionen keinen Platz, ab und zu blitzen sie auf, verschwinden aber schnell wieder.
Trotzdem hat mich das Buch sehr berührt und es bleibt im Gedächtnis.
Eines hat mich gestört: Warum musste die Familie wieder Sternberg heißen, es ist das dritte Buch von zwei Autoren:innen deren verfolgte Familienname so lautet. Eigentlich eine Kleinigkeit, aber ich habe ein gutes Gedächtnis für gelesene Bücher und dadurch blitzen immer wieder Gedanken zu den anderen Büchern und Vergleiche derselben auf. Das stört.
11 reviews
October 26, 2022
Das Buch erzählt von einer Köchin, die schon lange Jahre bei einer jüdischen Familie angestellt ist. Diese wird jedoch im Jahr 1938 festgenommen und Elly Berger rettet den Sohn dieser Familie und versucht ein Zuhause für ihn zu schaffen.
Es ist ein sehr interessantes Thema und es bringt dem Leser die schwierige Hungerzeit und Nachzeit des zweiten Weltkrieges näher. Die Geschichte erzählt von einer sehr starken und selbstlosen Frau, die mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat und sie trotzdem irgendwie alleine bewältigt. Sie muss für viele Leute in diesen schwierigen Zeiten sorgen und ihr eigenes Wohlbefinden komplett in den Hintergrund rücken. Sie muss oft schwierige Entscheidungen treffen für sich und Leon und abwägen, was das Beste für alle ist. Manchmal ist es allerdings schwer nachzuvollziehen warum eine Person so handelt oder jenes sagt. Es kann sein, dass es einfach an der Zeit liegt, in der die Geschichte spielt oder an der Autorin.
Die Kapitel enden manchmal sehr abrupt. Und das nächste Kapitel fängt dann wieder mit einem ganz neuen Thema an. Das ist manchmal ein bisschen verwirrend aber nicht weiter schlimm. Da das Buch über einen Zeitraum von insgesamt 19 Jahren spielt ist es manchmal ein bisschen schwer sich zu erinnern, wann gewisse Dinge passiert sind und es ist schwer sich die Entwicklung von Leon vorzustellen, weil das sehr rasant passiert.
Trotzdem ist es ein sehr gutes Buch, was auch wichtige und ernste Themen anspricht wie psychische Krankheiten, häusliche Gewalt und das Entfernen von der eigenen Familie. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.
Profile Image for Dragonreading.
296 reviews1 follower
October 31, 2022
Das Buch von Marie Sand beschreibt, nach der Geschichte ihrer Großmutter, die Lebensgeschichte von Elly, die als Köchin bei einer jüdischen Familie Sternberg, in Berlin eine Anstellung findet. Eine interessante Geschichte, was auch die Leseprobe verhieß. Als die Familie Sternberg von den Nationalsozialisten abgeholt wird, gibt Elly den Sohn der Familie als ihr eigenes Kind aus und setzt sich mit ihm ab aus Berlin - erst zu ihren Eltern nach Bonn, einer Pfarrersfamilie, die aber Elly nur verheiraten wollen und Leon, den 'Sohn' abschieben möchten, da er Jude ist - dann weiter irgendwo hin aufs Land. Dort lernt sie einen verwitweten Bauern kennen und heiratet ihn. Alles schein in Butter. Bis dahin klingt die Geschichte so, als wenn sie vielleicht, mit Abstrichen wirklich geschehen sein könnte. Auch die Figuren sind bis dorthin ganz gut beschrieben und ihre Handlungen durchaus nachvollziehbar. Danach wird die Handlung wirr und Ellys Reaktionen und Emotionslosigkeit speziell ihrer Tochter Mathilda gegenüber verstehe ich nicht. Gut, ich habe diese Zeit nicht erlebt, aber gegen Ende der Geschichte, ist auch die Geschichte der Familie Sternberg nicht realistisch und sehr übertrieben dargestellt. Eins am Rande, auch wenn es ein Roman ist, dass sich Helene Bechstein so verhalten haben könnte wie dort geschildert, ist unter historischen Gesichtspunkten nicht im mindesten nachvollziehbar. Deshalb leider nur *** Sterne für ein ansonsten interessantes Buch mit mehr Potential.
Profile Image for Melanie Müller.
254 reviews
September 28, 2022
Marie Sand präsentiert mit Ein Kind namens Hoffnung einen gelungenen historischen Roman.

Die Erzählweise fand ich sehr passend und hat einen gut mitgenommen. Man kann sich richtig vorstellen welche Not in den Kriegsjahren geherrscht hat und welche mentale Stärke die ersten Nachkriegsjahre gekostet haben. Auch den Kampf das Durchgestandene zu vergessen und in der Freiheit anzukommen kann man hier gut nachempfunden.

Unsere Hauptprotagonistin konnte mir jedoch nicht Nahe kommen. So hat sie bei all der Härte dieser Zeit immer wieder das großes Glück, auf unterstützende Hände zu treffen und kann das nicht wirklich wertschätzen. Geht man doch davon aus, dass harte Zeiten einen aneinander schweißt. Doch Elly geht ohne Reue, ohne Abschiedsschmerz. Ihr Herz hängt von Begin an immer an der Familie Sternberg und deren Villa. Selbst die eigene Tochter geht bei all der Suche und der Sorge um Sara und Leon unter. Dieses kleine Mädchen streift alleine durch die zerbombten Strassen Berlins und bleibt bis zum Schluss hinter Leons Bedürfnissen und Wünschen zurück.

Alles in Allem kann ich die Lektüre des Buches jedem empfehlen, der nachempfinden möchte wie sehr ein Krieg Menschen entwurzelt, wie lange es dauert wieder im Frieden anzukommen und das Freiheit nicht automatisch Frieden bedeutet.
374 reviews4 followers
September 17, 2022
Sehr bewegend

Ich lese sehr gerne historische Bücher, vor allem die, die zur Zeit des Nationalsozialismus spielen. Hier hat mich sowohl das Cover als auch die Leseprobe gleich überzeugt und das Buch hat diesen ersten Eindruck voll bestätigt.
Elly arbeitet bei einer jüdischen Familie als Köchin. Als diese von den Nazis deportiert werden, nimmt sie das Kind als ihr eigenes an sich und begibt sich mit ihm auf eine riskante Flucht.
Die Autorin hat einen sehr einfühlsamen Schreibstil. Sie schreibt sehr lebendig und flüssig, so dass man sich total in das Buch vertiefen kann. Die Geschichte über die gewaltsame Trennung der leiblichen Eltern von ihrem Kind und Ellys Mut geht einem sehr nahe und bringt einen zum Nachdenken.
Die Protagonistin ist eine sehr starke und beeindruckende Frau, die bereit war, ihr Leben für den Jungen zu riskieren. Die Protagonisten wurden alle facettenreich angelegt, haben ihre Ecken und Kanten, sind sehr interessant und glaubwürdig. In die schwierigen Lebensumstände konnte man sich gut hineinversetzen.
Das Buch hat mich gefesselt, bewegt und gut unterhalten.

Profile Image for Zimtstern'S Bücherregenbogen.
657 reviews
October 3, 2022
Die Pfarrerstochter Elly ist bei der jüdischen Familie Sternberger in Berlin als Köchin angestellt. Die Zeit ist gerade nicht die beste & es ziehen immer mehr dunkle Wolken über der Familie auf. Bald wird die Familie verhaftet & Elly bleibt nur, dass sie den kleinen Leon so eben noch retten konnte. Sie fliegt in die Eifel & gibt Leon als ihren Sohn aus. Immer mit der Angst, dass er als Judenjunge identifiziert werden könnte. Die Zeit ist für beide nicht einfach. So landet sie bei einem Bauern in der Eifel, den sie dann auch heiratet. Immer ist da im Hintergrund, dass Elly Leon's Mutter wiederfinden möchte.

Eine sehr emotionale Geschichte, die mich total berührt hat. Der Schreibstil ist einfach mega, fantastisch, leicht, emotional, spannend & fessend. Wenn ich ein Buch schon in wenigen Stunden durchgelesen habe, bedeutet das schon einiges. Elly war mir als Protagonistin sympathisch, sie riskiert so vieles. Alles in allem ein tolles & gelungenes Buch. Würde mich freuen, mehr von der Autorin zu lesen.
Profile Image for Karola.
823 reviews7 followers
October 25, 2022
Gelungener Debutroman
Berlin, Poppelsdorf bei Bonn, Kerndorf in der westlichen Eifel und München sind die Schauplätze im Zeitraum von 1938 bis 1957 mit den Hauptpersonen Elly Berger, Köchin, 39 Jahre alt, und Leon, 6 Jahre alt, Sohn der jüdischen Arztfamilie Sara und Hanns Sternberg. Deren Berliner Villa wird von den Nazis geplündert nach Inhaftierung der Eltern, während Elly in leisem Versprechen Leon als ihren Sohn ausgibt, mit ihm flieht zu den abweisenden Eltern, um in Kerndorf schließlich den Bauern Stephan Bauer mit drei Kindern zu ehelichen, der auch Leon adoptiert. Nach Hitlers Tod kehren sie mit Ellys Tochter Mathilde nach Berlin zurück, um sich auf die Suche nach Sara Sternberg zu machen. Über den Suchdienst des Roten Kreuzes findet sich endlich in München eine Spur von ihr, während ihr Sohn mit Abitur und Studium in Nachrichtentechnik ein Anstellung bei Siemens in Argentinien antritt nach ihrem Treffen in München. Hoffnung hilft über viel Negatives hinweg, erst recht in Kriegszeiten Deutschlands mit viel Hunger, Angst und Gefahren – hier eindrucksvoll beschrieben.
226 reviews
May 17, 2023
Das Cover interessierte mich auf den ersten Blick und nach dem ich den Kurzinhalt gelesen hatte, musste ich das Buch unbedingt lesen. Die Autorin Marie Sand schreibt hier einen anrührenden und brillanten Roman, der auf einer wahren Geschichte beruht, und ein Kapitel deutschen Widerstands, das man in keinen Geschichtsbüchern findet.
Eine berührende Geschichte über Mut, Verantwortung und Mitmenschlichkeit, in der eine Frau unter Lebensgefahr ein jüdisches Kind rettet. Ich habe von Anfang an mit den Charakteren gelitten, gebangt und gehofft. Ich wurde sehr unterhalten, da das Buch mich tief berührt hat.
Die Geschehnisse aus der damaligen Zeit werden offen dargelegt, so das ich mich mitten drin in der Hungersnot befand und das Elend der Menschen, aber auch die Hoffnung miterlebt habe. Der Schrecken, welches das Naziregimes über die Menschen gebracht hat, wurde mit all seiner Kettenreaktion sehr gut erzählt und verdeutlicht.
Aber auch die Zeit nach dem Krieg, wo alles in Schutt und Asche lag und es einfach Chaos herrschte, kam in dem Buch perfekt zum Ausdruck.
137 reviews2 followers
November 22, 2022
Die Rezension zu diesem Buch fällt mir sehr schwar, da es mich emotional so mitgenommen hat und mich nicht mehr loslässt. Die stille Heldin Elly Berger, die sich so selbstlos für den jüdischen Jungen im Zweiten Weltkrieg einsetzt, ihn beschützt und durch die schweren Kriegsjahre bringt, um danach seine hoffentlich überlebenden Eltern wieder zu finden. Schonungslos, ohne Situationen zu beschönigen wird man mit der Angst, dem Warten und Hoffen aufs nackte Überleben konfrontiert. Die Hungersnöte, das Leid, aber auch Hilfe, Hoffnung und Zusammenhalt und am Ende auch die Spätfolgen; man durchlebt alle Emotionen und hofft einfach nur, dass es bald ein Ende hat und die Protagonisten eine Zukunft. Diesen Debütroman durfte ich als Hörbuch hören und mit meinen eigenen Worten rezensieren. Die Sprecherin hat das Hörbuch sehr gut eingelesen und ich habe ihr sehr gerne zugehört.

Vielen Dank an den Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar.
2,299 reviews13 followers
September 16, 2022
Zum Inhalt:
Elly konnte ihren Wunsch erfüllen und als Köchin arbeiten und das obwohl der Vater ganz andere Pläne für sie hatte. Sie arbeitet für die jüdische Familie Sternberg in Berlin und ist glücklich. Doch von jetzt auf gleich ändert sich alles. Die Familie Sternberg wird verhaftet und Elly flieht mit deren Sohn Leon, den sie unbedingt retten will und gibt ihn als ihren Sohn aus.
Meine Meinung:
Mal wieder eine Geschichte über eine wahre Heldin, der es wichtiger ist, das Leben eines Kindes zu retten als an sich selbst zu denken. Ja, es ist Fiktion, aber eben so verstellbar, dass es eben Menschen gegeben, hat die genauso gehandelt haben. Das Leid der Zeit kam sehr gut rüber, das wirklich schwere und von Verzicht geprägte Leben wurde greifbar. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch war sehr kurzweilig aber auch sehr intensiv durch die Geschichte.
Fazit:
Berührt
Profile Image for Elke.
1,916 reviews42 followers
August 12, 2024
Elly rettet den Sohn der jüdischen Familie, in deren Haushalt sie als Köchin gearbeitet hat, indem sie ihn als ihr eigenes Kind ausgibt. Von ihrer eigenen Familie verstoßen, findet sie auf einem Bauernhof eine zweite Heimat und einen Neuanfang für sich und Leon. Doch dann naht das Kriegsende und die Hoffnung, Leons Mutter wiederzufinden.
Obwohl ich die Geschichte spannend und dramatisch fand, konnte sie mich nicht wie so viele andere historische Romane fesseln. Ich kann nicht genau sagen warum, aber die Charaktere blieben mir unerwartet fern und die Handlung war bisweilen sehr sprunghaft und nahm sich nicht die Zeit, sich im Hier und Jetzt der Geschichte zu entwickeln. Einerseits wurde es dadurch garantiert nicht langweilig, andererseits hätte ich mir an manchen Stellen mehr Tiefe und ein Innehalten gewünscht, um Emotionen und Gedanken zu sortieren.
Fazit: Geschichte über eine mutige Frau, die für das Leben eines Kindes ihr eigenes Glück hintenan stellt.
Profile Image for Martyna.
4 reviews
December 13, 2022
Das Buch war angenehm zu lesen. Es war nur nicht ganz so detailliert geschrieben und daher eher etwas oberflächlich, konnte man aber schnell und einfach verstehen.
Profile Image for Nathalie.
181 reviews9 followers
February 28, 2023
Eine durchwachsende Geschichte mit einer Protagonistin, die meiner Meinung nach keine große Charakterentwicklung durchfährt.
Displaying 1 - 24 of 24 reviews

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