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Wege des Schicksals #1

Der Hunger nach Leben

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Kindle-Storyteller-Gewinnerin Ella Zeiss erzählt anrührend und mitreißend die Geschichte eines jungen Mannes in der Ukraine vor dem Zweiten Weltkrieg. »›Danke.‹ Er drückte ihre Hand. ›Ich werde deine Hilfe nie vergessen.‹ Er würde sie nie vergessen.« Ukraine 1930: Fassungslos muss der elfjährige Noah zusehen, wie sein Vater als Volksverräter verleumdet und verurteilt wird. Die Familie verliert alles, was sie je besaß. Von nun an versucht Noah alles, um seine Mutter und seine Geschwister vor dem Verhungern zu bewahren. Als er auf einem seiner Streifzüge Jakobine kennenlernt, wird sie sein Lichtblick in der harten Zeit. Auch wenn die Not groß ist, gibt er nie auf. Zehn Jahre später hat Noah sich endlich eine sichere Zukunft erarbeitet und den Mut gefunden, um Jakobines Hand anzuhalten, da zwingt ihn das Schicksal erneut auf einen anderen Weg …

384 pages, Paperback

Published August 16, 2022

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About the author

Ella Zeiss

8 books43 followers
pen name of Elvira Zeißler

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Community Reviews

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2 (2%)
1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for Tinstamp.
1,144 reviews
October 21, 2022
Ella Zeiss hat mich mit ihrer "Tage des Sturms" Dilogie vor Jahren extrem begeistert. Band eins "Wie Gräser im Wind" ist ein absolutes Lieblingsbuch von mir.
Nun hat die Autorin eine weitere Dilogie um das Schicksal Russlanddeutscher veröffentlicht. Diese ist ähnlich angelegt, erzählt jedoch über das Schicksal von Menschen in einer deutschen Siedlung in der damaligen Gegend rund um Chortitza, der heutigen Ukraine.

Auch der erst elfjährige Noah Haffner wohnt mit seiner deutschstämmigen Familie in der damaligen russlandmennonitischen Siedlung Großweiden. Wir erleben, wie sich das Leben durch die Zwangskollektivierung und die Herrschaft der Sowjets nach und nach verändert. Viel zu schnell müssen Noah und seine kleinen Geschwister erwachsen werden, als der Vater eines Tages unschuldig als Volksverräter verhaftet wird. Die Familie wird enteignet und muss im Stall unterkommen. Die hochschwangere Mutter und Noahs kleine Geschwister hungern und er muss als Ältester irgendwie für Essen sorgen. Als Betteljunge versucht er jeden Tag verzweifelt Nahrung für die Familie zu finden. Doch die Ausgrenzung innerhalb der Siedlung und auch durch das Regime wird immer schlimmer...
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verschlechtert sich die Situation der deutschstämmigen Russen noch mehr.

Auch in diesem Roman erzählt die Autorin wieder über das Schicksal der Russlanddeutschen. Im Nachwort erzählt Ella Zeiss, dass ihre Geschichte auf Aufzeichnungen eines Zeitzeugen basiert. Dies lässt die wirklich grausamen Schilderungen noch furchtbarer erscheinen. Wir erfahren von Denunzierungen und Enteignungen. "Politische" Säuberungen und Massenexekutionen sind Gang und Gäbe. Ganze Familien werden inhaftiert oder nach Sibirien ins Straflager geschickt. Es ist schier unglaublich was Menschen einander antun können und was man alles aushält. Ich fragte mich immer wieder, wie viele Schicksalsschläge ein einzelner Mensch ertragen kann.

In diesem ersten Teil bleibt die meist hoffnungslose Grundstimmung das ganze Buch über erhalten. Das war für mich nicht immer einfach, denn diese Hoffnungslosigkeit zieht einem beim Lesen ziemlich runter.
Für Noah ist seine Liebe zu Jakobine ein großer Hoffnungsträger und etwas, was ihn immer wieder an eine positive Wandlung des Schicksals glauben lässt. Für mich war diese Liebe aber leider nicht richtig greifbar. Obwohl es auch kleine positive Entwicklungen gibt, endet der erste Teil mit einem weiteren schlimmen Schicksalsschlag und einem Cliffhanger.
Natürlich werde ich weiterlesen und hoffe, dass der zweite Teil etwas positiver in seiner Grundstimmung sein wird, was ich aber nach diesem Ende und dem Zeitraum in dem er spielt, bezweifle.

Ich habe neben der oben erwähnten Dilogie bereits ein weiteres Buch zu diesem Thema gelesen, welches sich auf ein Tagebuch der Schwiegermutter des Buchautors bezieht. "Roter Herbst in Choritza" von Tim Tichatzki kann ich euch sehr ans Herz legen. Es beginnt bereits 1919 mit dem Sturz des Zaren und endet 1945. Wer sich für das Schicksal der Russlanddeutschen und deren Vertreibung interessiert, dem kann ich dieses Buch ebenfalls sehr ans Herz legen.

Fazit:
Ella Zeiss schreibt mitreißend und bildhaft. Die sehr intensive Geschichte hat mich tief bewegt und erschüttert, kommt für mich aber nicht ganz an die "Tage des Sturm" Dilogie heran. Trotzdem möchte ich diesen Roman empfehlen, denn er erzählt über ein wichtiges zeitgeschichtliches Thema der Russlanddeutschen.
Profile Image for Gerwine Ogbuagu.
15 reviews
August 18, 2022
Reviewed in Germany on 17 August 2022
Reading this book: it triggers so many different feelings. The cover alone gives an idea of how much suffering this boy has to endure in this story. It is Noah who has to overcome great challenges in his young life. Not only him, his entire family. The father is innocently stamped a traitor to the country, and his wife and children experience unspeakable suffering as a result. Noah keeps the family together, a starving, exhausted family. The arbitrariness that entire peoples had to experience in the 20s and 30s, followed by years of war up to our time... it is unimaginable for anyone who has human feeling within them. Noah's family is an example of thousands of families who had to suffer so indescribably in the hard decades mentioned above. Stalin's iron hand, indeed his entire callous regime, influenced the fate of countless innocent people, men, women, children. “Ways of Destiny” is the subtitle. How humans were able to survive this fate is unimaginable. This story is shaken aside in order to be clear about what is described on these pages. The events reported here from the settlement of Großweide in Ukraine exemplify many other settlements of Germans who became Russians. Read everything if you look at the time of Catherine the Great (May 2, 1729 — November 17, 1796) Empress of Russia, who brought Germans into the country. It is a deeply frightening story that is described here and disturbs you. It's unbelievable what people do to other innocent people. And that wasn't just the case back then, it's still everywhere in the world today where people torment others mercilessly.
Nevertheless, it is possible that a tender love can arise between Noah and Jacobine in these horrible times. A sign that love can overcome many things, if not everything.
Especially in the face of the Ukrainian struggle for freedom, this book is so worth reading. Ella Zeiss revives the people who were abused, tortured and treated extremely inhumanely by Stalin in this story. The communist dictatorship and its effects on every area of life are vividly told. Ukraine, which once saw itself freed from this yoke in the wake of the dismantling of the USSR in 1991, is now once again threatened by a gruesome, misanthropic dictatorship. The fight is for this freedom and detachment from the clutches of merciless people.
Ella Zeiss's books are important contributions from a time that has passed and yet wants to raise her head up again and again. And it does. The author tells her story as it was described by a contemporary witness. It exemplifies so many. You can't and won't forget this book. “Defend the Beginnings” has unfortunately already passed.

Profile Image for Pocahontas.
214 reviews10 followers
August 17, 2022
Ukraine 1930: Fassungslos muss der elfjährige Noah zusehen, wie sein Vater als Volksverräter verleumdet und verurteilt wird. Die Familie verliert alles, was sie je besaß. Von nun an versucht Noah alles, um seine Mutter und seine Geschwister vor dem Verhungern zu bewahren. Als er auf einem seiner Streifzüge Jakobine kennenlernt, wird sie sein Lichtblick in der harten Zeit. Auch wenn die Not groß ist, gibt er nie auf.
Zehn Jahre später hat Noah sich endlich eine sichere Zukunft erarbeitet und den Mut gefunden, um Jakobines Hand anzuhalten, da zwingt ihn das Schicksal erneut auf einen anderen Weg …
Meinung
Der schreibstil ist leicht und locker.
Die Protagonisten sind authentisch.
Die Hauptperson Noah, lebt zusammen seinen Eltern sowie 2 Geschwistern in einem Haus in der Ukraine.
Der Wunsch nach Veränderung ist so groß, dass der Vater beschließt, mit seinen Lieben das Land zu verlassen.
Doch sie werden gefasst. Müssen in ihre alte Heimat zurück, sie sie fast vollständig ausgeräumt vorfinden.
Der Vater wird verhaftet, von nun an müssen sie um ihr Überleben kämpfen.
Eine mitreißende Tiefgreifende Geschichte, die einen fast verzweifeln lässt.
Große Lese Empfehlung
Profile Image for Moni2506.
401 reviews
August 20, 2022
„Der Hunger nach Leben“ von Ella Zeiss ist der erste Band einer Dilogie, beider es um die Zwangskollektivierung und dem schweren Leben als Angehöriger eines verurteilten Volksverräters ergeht. Erschienen ist der Roman im August 2022 bei Tinte und Feder.

Ukraine 1930: Schwere Zeiten brechen für die Familie Haffner an, als der Vater als Volksverräter verurteilt wird. Schon vorher hatte die Familie nur wenig, doch ab dann wird das Leben fast unmöglich. Noah bemüht sich verzweifelt darum, seine Mutter und seine jüngeren Geschwister zu ernähren und vor dem Verhungern zu bewahren. Auf diesen Streifzügen begegnet er eines Tages Jakobine, die zu einem leuchtenden Stern in seinem trostlosen Leben wird.

Ich habe mich sehr gefreut als ich von dieser neuen historischen Reihe von Ella Zeiss gelesen habe, denn die „Tage des Sturms“-Dilogie hat mich sehr berührt und mir die Geschichte der Russlanddeutschen in der Sowjetunion näher gebracht. Diese Reihe ist nun recht ähnlich angelegt, allerdings geht es hier nicht um die Zwangsumsiedelungen, sondern das harte Leben in einer deutschen Siedlung in der Ukraine.
Ich bin der Geschichte des Buches in weiten Teilen gerne gefolgt und die ein oder andere Sache im Buch hat mich dazu angeregt auch selber etwas zu recherchieren. Den Ort Großweide, der zusammen mit der gesamten Region in diesem Buch im Mittelpunkt steht, gibt es wirklich. Wir erfahren, welche Menschen sich in diesem Landstrich angesiedelt haben, etwas über ihren Glauben, wohin die Menschen auswandern wollten und wie sich das Leben durch die Zwangskollektivierung und die Herrschaft der Sowjets nach und nach verändert hat.
Ella Zeiss versteht es die Härten des Lebens unter dem Sowjetregime eindrücklich darzustellen. Ich war schnell in der Geschichte drin und habe mit Familie Haffner mitgefühlt. Auch wenn ich diese Schikanen bereits aus der ersten Reihe der Autorin kannte, haben mich diese doch wieder sehr mitgenommen. Allerdings war es mir diesmal fast schon etwas zu krass. Die erste Hälfte des Buches besteht eigentlich nur aus Hunger und immer größer werdender Hoffnungslosigkeit. Wie sich hier überhaupt jemand seinen Lebenswillen bewahren konnte, ist mir schleierhaft und leider konnte die Autorin dies ihrem Titel entsprechend zumindest für mich nicht klar herausstellen.
Ich war froh als es für die Familie wieder bergauf ging. Was diesen Wechsel bewirkt hat, wird allerdings nicht beschrieben. Es gibt einen Zeitsprung und das Leben ist noch immer nicht leicht, aber die Situation der Familie und Noahs hat sich bereits gebessert und geht weiterhin stetig bergauf. Es gibt plötzlich wieder Menschen, die nett zur Familie sind und wo vorher absolute Ablehnung war, wird ihnen wieder eine Chance gegeben in der Gesellschaft Fuß zu fassen.
Leider konnte mich die Liebesgeschichte in diesem Roman nicht erreichen. Jakobine erscheint einfach und Noah verliebt sich in sie. Das an sich wäre für mich sogar noch in Ordnung, aber die beiden gemeinsam hatten für mich nicht so wirklich die richtige Chemie miteinander. Die Liebesgeschichte wird quasi als Fakt mit eingeworfen, die einfach existiert. Sie ist einfach da, sie entwickelt sich nicht. Vielleicht bin ich da auch einfach anders, aber mir war das in dieser Hinsicht zu wenig. Da war für mich nichts, wo ich mitfühlen kann und daher habe ich das nicht so intensiv empfunden, dass sie Noah dem Lebenswillen gibt, der ihn die schlimme Zeit durchhalten lässt.
Es tut mir schon fast leid, dass ich auch recht viel zu kritisieren habe. Der Klappentext gehört auch dazu, denn dieser verrät die Handlung des Buches komplett. In meiner Beschreibung habe ich daher den zweiten Teil des offiziellen Klappentextes weggelassen. Das Buch erzählt eine interessante Geschichte und ich mag es gerade, dass es mal nicht in Deutschland oder England spielt. Ich bin immer wieder erstaunt darüber in welchen Gegenden Deutsche gesiedelt haben und die Geschichte der Russlanddeutschen finde ich so und so total spannend.
Um auch noch zu ein paar positiven Dingen zu kommen: Noah mochte ich gerne. Er ist zielstrebig und für seine Familie würde er alles tun und hat dementsprechend in diesem Teil auch viel gegeben. Dass er sich seinen Überlebenswillen bewahrt hat, finde ich absolut klasse und seinen Fleiß und den unbedingten Willen seinem Leben eine positive Wendung zu geben, bewundere ich sehr.
Jakobine hingegen ist in diesem Teil für mich sehr blass geblieben, es gab allerdings Anklänge, dass sich das im zweiten Band ändern könnte. Trotz meiner Kritikpunkte bin ich gespannt, wie es weiter gehen wird und welche Wendungen Noah, seine Familie und Jakobine erwarten werden.

Fazit: Ein solider historischer Roman über die Schreckensherrschaft der Sowjets, der in der Ukraine als Handlungsort, angesiedelt ist. Ella Zeiss versteht es den Leser emotional zu berühren, allerdings hätte ich mir ein bisschen mehr organische Entwicklung statt abrupter Wechsel gewünscht. Leider konnte mich die Liebesgeschichte nicht für sich einnehmen. Neugierig auf den nächsten Teil bin ich dennoch.
Profile Image for Azyria Sun.
664 reviews4 followers
August 28, 2022
Wenn Kinder erwachsen sein müssen

Worum geht’s?
Großweiden 1930: Der Vater des 10jährigen Noah wird als Volksverräter verhaftet. Kurz darauf verliert auch seine hochschwangere Mutter ihre Arbeit und es ist an dem kleinen Noah, die Familie durch den strengen Winter zu bringen und sie zu versorgen.

Meine Meinung:
Mit „Hunger nach Leben“ (Amazon Publishing Deutschland, August 2022) startet Ella Zeiss ihre Wege-des-Schicksals-Reihe. Auf eindrucksvolle Weise bringt sie uns in diesem historischen Roman in die Ukraine der 1930-1940er Jahre zurück.

Im Mittelpunkt steht der kleine Noah, der mit seiner Familie in Großweiden wohnt. Viel zu schnell muss er erwachsen werden und für seine Familie sorgen. Wir erleben seinen Weg in dieses Erwachsenwerden mit. Wie er zu kämpfen hat, in der Gesellschaft anerkannt zu werden und wie ihm immer wieder das angebliche Verbrechen seines Vaters im Wege steht. Und mit Jakobine sehen wir das genaue Gegenteil. Die Gesellschaftsschicht der volkstreuen Bürger, denen es gut geht, die keinen Hunger und kein Leid kennen. Die es einfach haben in der Schule, der Ausbildung und auch sonst überall im Leben. Und wie einfach es für diese Gesellschaftsschicht ist, den anderen Steine in den Weg zu legen.

Auf eindrucksvolle Weise stellt die Autorin den Hunger und das Leid dar. Zeigt, wie schnell man durch falsche Anschuldigungen in eine Mühle gerät, aus der man nicht mehr hinauskommt. Sie erzählt vom Schicksal der Russlanddeutschen in der Ukraine aber auch, wie die Sowjetunion mit Menschen umgegangen ist. Wir lesen von Enteignungen. Von Denunzierung Einzelner, die ganze Familien in einen Abgrund stößt. Das ist ein Teil der Geschichte, den ich so in der Schule nicht mitbekommen habe, der aber wirklich interessant zu lesen ist. Und in ihrer Art zu Schreiben bringt die Autorin die Gefühle dieser Zeit, insbesondere die Ängste, den Hunger und die Verzweiflung, absolut authentisch zu Papier. Anfangs hat es etwas gedauert, bis ich wusste, wohin die Reise der Autorin führt. Und bis zum Ende wurde mir nicht klar, was die Geschichte mit dem Glauben der Menschen zu tun hatte und welcher Religion Noah und seine Familie angehörten, dafür muss ich leider einen Stern Abzug geben. Aber die Geschichte selbst, die Entwicklung und der Kampf von Noah und den anderen Protagonisten war so fühlbar lebendig, ich konnte mich absolut hineinversetzen in die einzelnen Personen, habe einen sehr guten Einblick in die Politik dieser Zeit erhalten und bin mehr als gespannt, wie es mit Noah und Jakobine weitergehen wird!

Fazit:
In dem ersten Band ihrer Wege-des-Schicksals-Reihe zeigt uns Ella Zeiss mit der Familie von Noah den „Hunger nach Leben“, den die Menschen dieser Zeit hatten. Wir erleben das Schicksal der Russlanddeutschen in der Ukraine. Erfahren, wie die Sowjetunion mit Volksverrätern umgegangen ist und wie schwer auch deren Familienmitgliedern das Leben gemacht wurde. Dann die harten Winter und die Hungersnot in den 1930er Jahren, der Kampf ums nackte Überleben. Eindrucksvoll hat die Autorin die Bilder und Gefühle dieser Zeit transportiert. Und mit Noah haben wir erlebt, wie hart das Leben war. Wie schwer er kämpfen musste, um trotz der ungerechtfertigten Verurteilung seines Vaters eine Stellung in der Gesellschaft zu finden und mussten erleben, wie er immer wieder gegen Mauern gerannt ist und wie ihm die sog. volkstreuen Genossen Steine in den Weg legen konnten, obwohl er sich nie etwas hat zuschulden kommen lassen. Seine Geschichte hat mich tief berührt. Anfangs war mir nicht ganz klar, was mit der Religion der Familie gemeint war und worauf genau die Autorin hinausmöchte; einige Dinge musste ich zum Verständnis im Internet nachsehen. Daher muss ich leider einen Stern Abzug geben.

Daher 4 Sterne für dieses beeindruckende Buch und eine klare Leseempfehlung von mir – ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Noah und den anderen weitergehen wird!
Profile Image for Lowin1000.
659 reviews5 followers
October 25, 2022
Rezension 


Könnt ihr das ertragen, wenn ihr in einer Geschichte große Ungerechtigkeiten lest? 


Für mich war es sehr schwer auszuhalten. Die Geschichte :     ,, Der Hunger nach Leben (Wege des Schicksals) ", von Ella Zeiss. 


Hat mich sehr erschüttert. Leider bin ich ein zu empathischer Mensch, wenn ich nicht meine Ohren schließen würde, könnte ich es nicht aushalten. Denn das, was Noah im Buch erfährt, gehört nicht nur zur Vergangenheit. Nein, sowas passiert heute noch. Menschen werden durch die Regierung unterdrückt und verhungern. Sie kämpfen ums Überleben. Und viele Menschen sterben jeden Tag und es interessiert doch keinen gefühlt. Denn jeder Mensch denkt an sein eigenes Befinden. Das Lesen dieser Leidensgeschichte hat mich sehr bekümmert, weil der Protagonist früh erfährt, was es heißt, in die untere Nahrungskette zu gehören. Mit 11 Jahren erlebt er, was Hunger bedeutet, was es heißt, ausgegrenzt zu werden und  wenn man zu Unrecht verurteilt wird. Es gibt so viele Dinge im Buch, die mich wütend machen. Warum Menschen anderen Menschen so wehtun. Es gibt wenige Figuren im Buch, die meinen Respekt verdienen. Die meisten sind einfach traurige Gestalten und ungerecht. 


Je grausamer es wird, ich konnte nicht wegschauen. Ich konnte das Buch nicht weglegen, auch wenn ich zutiefst betroffen war beim Lesen und immer noch bin. Der Drang, Noah zu begleiten und wissen zu wollen, dass es ihm gut geht, hat mich dazu getrieben und auch die Hoffnung, dass alles sich  zum Guten wendet. 


Wie viel kann ein Mensch ertragen? Einiges.. Das habe ich zumindest von Noah gelernt. Ich denke, dass heutzutage nicht sehr viele sowas ertragen könnten. Ich persönlich, weiß ich nicht. Ich würde alles tun für meine Kinder und doch wüsste ich nicht, ob ich so stark sein könnte wie Noahs Mutter und Noah selbst. 


Nur eins kann ich sagen: Das waren harte Zeiten. Die Handlung spielt von 1929 bis 1940. Es wird alles aus Noahs Sicht wiedergegeben. 

Die Handlung basiert auf den Aufzeichnungen eines Zeitzeugenberichts.


An alle, die Ungerechtigkeiten erdulden. An alle, die eine schwierige Zeit erleben. Ihr seid stärker, als ihr glaubt. Ihr seid Helden *innen. Immer wieder aufzustehen und nicht aufzugeben, egal, wie oft man den Fußboden küsst. Ihr seid überlebende! Danke für euren Mut, ihr seid die Hoffnung. 


Ich freue mich auf den zweiten Band und hoffe das Noah ein happy end bekommt. Er hat es verdient


Vielen Dank an Buchcontakt für das Bereitstellen des Leseexemplars! 


Alles Gute, eure Jassy! 
731 reviews2 followers
August 4, 2022
1930 verliert der 11jährige Noah Haffner durch Verleumdung seinen Vater und die Familie verliert ihr gesamtes Hab und Gut. Die Menschen in der Ukraine leiden unter dem Holodomor und Noah versucht alles, um seine Mutter und die Geschwister vor dem drohenden Hungertod zu bewahren. Auf seinen Streifzügen nach Nahrungssuche lernt er das Mädchen Jakobine kennen. Sie wird für ihn ein Lichtstrahl in dieser schrecklichen Zeit. Und Jakob gibt nicht auf.
Zehn Jahre später glaubt Jakob sich eine sichere Existenz aufgebaut zu haben. Er will nun um Jakobines Hand anhalten, doch das Schicksal schlägt erneut zu.
Dieser Roman basiert auf den Aufzeichnungen eines Zeitzeugen. Die grauenhaften Handlungen an den Menschen unter Stalin hat die Autorin feinfühlig und nachvollziehbar beschrieben. Es ist ein Stück ukrainischer Geschichte, die noch heute gerne verschwiegen wird. Die Willkür der Staatssicherheit und ihren Schergen ist unvorstellbar unmenschlich und brutal. Sehr oft dachte ich, jetzt kann es nicht schlimmer werden, doch da irrte ich mich ganz gewaltig. Mit einem einfühlsamen und bewegenden Schreibstil führt Ella Zeiss durch die aufwühlende Handlung, auf deren Fortsetzung ich sehr gespannt bin.
Mein Fazit:
Ein meisterhaft geschriebenes Stück Zeitgeschichte, das ich bedingungslos weiter empfehlen kann.
5 Sterne
Profile Image for Laima | Knygų_avele .
49 reviews12 followers
January 23, 2025
Jautri ir tikrais faktais paremta istorija knygoje pasakojama apie berniuko kovą už išlikimą, viltį ir žmogiškumo paieškas karo bei bado niokojamoje sovietinėje Ukrainoje, atskleidžiant jo vidinį augimą ir žmonių gerumo kibirkštis net tamsiausiais laikais.
Profile Image for MariJana Konfy.
1 review
February 18, 2025
I liked the book, although at the beginning I found it a bit boring, but after that I was reading it gladly.
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