Willkommen im Foresta, dem Regenwald der Pflanzen haben die Spitze der Nahrungskette erreicht und machen, angelockt von ihren Emotionen, Jagd auf ein junges Mädchen. Der neue Roman der Tolino media Newcomer Preisträgerin 2021.Shortlist Skoutz Award Science Fiction 2023 Franziska Szmania schreibt einfach gute Geschichten mit Protagonisten, mit denen man sich identifizieren ganz normale Mädels oder junge Frauen, die aus ihrer Komfortzone geworfen werden und sich bewähren müssen. Keine Superheldinnen per se, sondern Heldinnen, die sich dafür entscheiden, einen neuen Weg zu beschreiten. www.monis-buecher-piazza.de
Was ist Mensch ohne seine Emotionen?
Der Foresta – ein weißer Regenwald, der die unterschiedlichsten Pflanzen beherbergt. Wunderschön sind sie, doch genauso tödlich. Zeigen Menschen in ihrer Gegenwart Emotionen, verfärben sie sich; und locken fleischfressende Pflanzenmonster an.
Das Leben der sechzehnjährigen Valerie wird von den Regeln der Götter bestimmt. Die Gemeinschaft steht über dem Individuum. Wer seine Gefühle nicht unterdrückt, gefährdet das Dorf. Als bei ihrem Bruder die Magie erwacht und er zum Kontrolleur erhoben wird, wird sie von ihren Emotionen überwältigt und anschließend verbannt. Nach sieben Tagen in der Wildnis darf sie zurückkehren. Doch niemand überlebt allein im Foresta, denn hier herrschen die Pflanzen. Angezogen von ihren Gefühlen, machen sie Jagd auf Valerie. Wird sie den Kampf ums Überleben gewinnen und in ihr altes Leben zurückfinden?
Eine fantastische Dystopie. Düster. Beklemmend. Dystopisch.
*** LESEPROBE***
Nervös trotte ich Adelyna hinterher. Meine heutige Partnerin fliegt regelrecht durch den Regenwald. Wie gelbe Sonnenstrahlen tanzen ihre blonden Haare durch das fahlweiße Gestrüpp des Foresta. Wir bezeichnen den Foresta als Regenwald, weil Hitze und Regen so rasant wechseln. Im einen Sonnenstrahl brütest du unter der heißen Sonne, im nächsten wirst du nass bis auf die Haut. Das perfekte Wetter für die Bewohner und Herrscher dieses die Pflanzen. Ihr Rascheln und Wispern vermischt sich zu einem Rauschen, das an meinen Nerven zerrt. Ich fühle mich wie ein zu fest geknüpftes Seil in einem Netz. Als könnte ich jederzeit zerreißen. Ich kämpfe mich mit meiner Machete durch das Gewirr aus weißen Blüten, Blättern und spitzen braunen Ästen. Die Zweige verheddern sich in meinen schwarzen Locken. Ich reiße den Kopf hin und her, um mich zu befreien. Das Ziepen und Zerren treibt mir Tränen in die Augen. Doch ich höre nicht auf. In Bewegung zu bleiben, ist das Einzige, was in dieser Situation hilft. Und Ruhe zu bewahren. Letzteres fällt mir am schwersten. Ich weiß genau, warum mich die Pflanzen angreifen. Mein Sensus bebt unaufhörlich. Im Sensus sitzen unsere Gefühle. Um zu überleben, müssen wir ihn verschlossen halten. Und genau da liegt das Problem. Statt mit meinem sechzehnten Lebensjahr die Kontrolle über meinen Sensus erlangt zu haben, fällt es mir mit jedem Sonnentag schwerer, meine Gefühle zu unterdrücken. Sie brechen hervor wie die Wurzeln eines Baumes beim Wechseltag. Nur dass ich in diesem Wald keinen neuen Platz finde, sondern gefressen werde, wenn meine Stimmungen an die Oberfläche kommen.
Franziska Szmania wurde 1984 in Berlin geboren. Sie schreibt Geschichten, seit sie denken kann, und verliert sich ebenso gerne in diesen. In ihren dystopischen Geschichten stellt sie sich der Frage: Was wäre, wenn.
Ich war eine der Glücklichen, die FLORA vorab lesen durfte und bedanke mich dafür von Herzen bei der Autorin!
"Ihr seid keine Fehler. Wir sind Human. Menschen."
Es war meine erste Dystopie und ich muss sagen, dass sie mich sehr überzeugt hat. Bereits die Leseprobe hatte ich direkt in wenigen Stunden verschlungen und auch mit dem Buch war ich schnell in 1-2 Tagen durch, da die Handlung dich definitiv packt und in ihren Bann zieht.
Franziska Szmania führt einen sehr geschickt in die Umgebung ein, in die Regeln des weißen tödlichen Regenwaldes. Der Foresta ist grausam, tödlich. Beneiden wird man keinen, der sich auch nur eine Stunde darin aufhalten muss. Die Protagonistin, Valerie, muss einiges durchmachen - nicht nur körperlich, da sie stets unter Angriff der Pflanzen steht, sondern auch seelisch. Schnell gerät ihr allzu vertrautes Weltbild ins Wanken. Sie muss sich auch mit ihren Gefühlen aussetzen, versuchen sie zu beherrschen, denn: nur wer seine Gefühle kontrolliert, überlebt den Foresta. Ich fand es sehr einfach, sich in die Protagonistin einzufühlen und auch die übrigen Charaktere waren schillernd und bunt wie ein Blütenmeer. Während Valerie mit ihren Gefühlen zu kämpfen hatte, geht auch der Leser alle Ebenen der Emotionen durch: Schrecken, Wut, Mitgefühl, Freude, etc. Auch der Perspektivenwechsel war sehr willkommen und half zwei so unterschiedliche Charaktere besser zu verstehen, sowie die Tragik der Handlung.
Besonders interessant fand ich die Verzerrung der uns bekannten Welt. Das "was wäre wenn", das die Autorin uns hier sehr bildhaft vor Augen führt. Die Frage, was ein Mensch ohne Emotionen sein kann, sowie welche Emotionen wertvoll und richtig sind. Die Frage nach der Bedeutung von Gemeinschaft. Alles in allem ist das Konzept samt Charaktere sehr interessant und auch das Worldbuilding fand ich kreativ und erfrischend neu. Wichtige Themen wurden spannend und gefühlvoll bearbeitet. Man fühlt, denkt und fiebert mit. Dann nimmt der Plot auch noch eine überraschende Wendung - ein Funken Hoffnung?
Ich kann es nur empfehlen und bin mir sicher in Zukunft auch andere Dystopien (vor allem von Franziska Szmania) zu lesen. Ich empfehle auf jeden Fall ihre Instagram-Seite, sowie ihre Homepage incl. Newsletter, wo ihr noch einige interessante Background-Informationen, wie z.B. die Bedeutung der Farben und zu den Charakteren, uvm. erfahren könnt.
Schnappt euch eine Machete und stürzt euch in den Foresta - wenn ihr euch traut! Mal schauen, wie gut ihr eure Gefühle kontrollieren könnt. ;)
Ich durfte das Buch „Flora“ von @franziska_szmania , das mittlerweile überall erhältlich ist, vorablesen und will euch gern ein paar Eindrücke spoilerfrei dalassen. Ich weise darauf hin, dass das eine rein subjektive Einschätzung ist. Am besten lest ihr es selbst, gleich recht, wenn euch dieser Klappentext anspricht:
Der Foresta – ein weißer Regenwald, der die unterschiedlichsten Pflanzen beherbergt. Wunderschön sind sie, doch genauso tödlich. Zeigen Menschen in ihrer Gegenwart Emotionen, verfärben sie sich; und locken fleischfressende Pflanzenmonster an.
Das Leben der sechzehnjährigen Valerie wird von den Regeln der Götter bestimmt. Die Gemeinschaft steht über dem Individuum. Wer seine Gefühle nicht unterdrückt, gefährdet das Dorf. Als bei ihrem Bruder die Magie erwacht und er zum Kontrolleur erhoben wird, wird sie von ihren Emotionen überwältigt und anschließend verbannt. Nach sieben Tagen in der Wildnis darf sie zurückkehren. Doch niemand überlebt allein im Foresta, denn hier herrschen die Pflanzen. Angezogen von ihren Gefühlen, machen sie Jagd auf Valerie. Wird sie den Kampf ums Überleben gewinnen und in ihr altes Leben zurückfinden?
So, jetzt zu meinem Eindruck. Die Kurzfassung für Lesefaule: Ich habe das Buch genossen und kann es guten Gewissens weiterempfehlen. 😉
Die Idee finde ich echt cool. Pflanzen, die auf Menschenjagd gehen. Aber nicht einfach so, erst wenn Gefühle ins Spiel kommen. Das zeigt sich schnell, denn die Pflanzen nehmen die Farben der Gefühle an. Wie genau es zu dieser Welt kam, wird eher allgemein erzählt. Es scheint jedoch unsere Welt zu sein, die von mutierten Pflanzen übernommen wurde. Ein Prequel dazu fände ich sehr interessant, denn das Wie würde mich sehr interessieren.
Die Geschichte ist in der ersten Person (Valerie) und in der dritten Person (ihr Bruder) geschrieben. Die Eindrücke von Valerie kommen super rüber, schön bildlich geschrieben und die Geschichte lässt das Kopfkino rattern. Der Lesestil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen.
Valerie lebt in einem Dorf, in dem die oberste Regel ist, den Sensus (die Emotionen) unter Kontrolle zu halten, denn starke Gefühle locken menschenfressende Pflanzen an. Valerie hat Schwierigkeiten, ihren Sensus zu kontrollieren, und das wird noch schlimmer, als ihr Bruder das Dorf verlässt. Sie wird verbannt und muss nicht nur ums Überleben kämpfen, sondern muss sich dem Gedanken stellen, dass ihre ganze Weltanschauung womöglich falsch ist. Eine Charakterentwicklung ist vor allem im zweiten Drittel sehr deutlich zu bemerken, als sie beginnt, ihr Leben zu hinterfragen. Vom grauen Mäuschen zum Paradiesvogel könnte man sagen. Es macht Freude, die Entwicklung zu lesen. Teamgeist und Loyalität sind nicht ihre größten Stärken, aber die Helden sterben meist auch früh. ;) Die meiste Zeit ist alles auch nachvollziehbar, leider handelt sie gegen Ende, als es auf das Finale zugeht, stark entgegen ihrer Natur. Dadurch bin ich aus ihrem Kopf rausgeflogen und erst kurz vorm Schluss fand ich wieder in die Gesichte. Das war ein wenig schade. Vielleicht hätte sich eine andere Lösung finden können. Da ich nicht spoilern möchte, gehe ich hier nicht näher ins Detail. Aber ich kann verraten, dass ich trotz des Schnitzers (oder der Sturheit von Protagonisten beim Schreiben ;)) definitiv unterhalten wurde.
Der zweite Charakter aus dessen Sicht erzählt wird, ist Jarlan, Valeries Bruder. Er macht sich auf den Weg zu seiner Ausbildung der Kontrolleure. Er will ein Kontrolleur werden und sein Traum erfüllt sich, als sein Körper Magie offenbart. Während der Ausbildung fällt es ihm immer wieder schwer, seinen Sensus zu kontrollieren und am Ende endgültig loszuwerden. Tatsächlich kommt Jarlan zu kurz. Anfangs hoffte ich, es würde da noch ein gewichtiger Subplot entstehen, aber irgendwie verwuchs sich das. Die Geschichte wäre für mich ohne die Kapitel von Jarlan noch einen Tick besser gewesen. Die Handlung hätte nicht an Inhalt verloren, die Stolperer durch die Perspektivwechsel wären nicht gewesen und obengenanntes Problem bei Valerie wäre gar nicht nötig gewesen. Jarlan gibt jedoch ein paar Möglichkeiten, in die Welt der Kontrolleure einzutauchen, von der ich gern mehr erfahren hätte. Interessant waren die Kapitel dennoch, es fehlte für mich nur noch das gewisse Etwas. Ich hätte mir einen Plot gewünscht, der Jarlan fest eingewoben hätte. Weitere Charaktere sind individuell und liebevoll ausgearbeitet. Natürlich nenne ich hier keine Namen. Sie sind nicht nur Deko, sondern Teil der Welt und könnten unterschiedlicher nicht sein. Diese Herausarbeitung ist der Autorin wunderbar gelungen. Dadurch wird die Geschichte sehr lebendig und greifbar.
Die Story kommt mit einer längeren Einleitung daher, für meinen Geschmack ein wenig zu lang. Bevor es aber langatmig wurde, kam die Verbannung und der Überlebenskampf. Anfangs bleibt die Spannung dauerhaft auf so einem konstanten hohen Level, dass ein Gewöhnungseffekt eintritt. Auch da schafft es die Autorin, mit weiteren Figuren eine neue Linie reinzubringen, und von da an ist die Geschichte angenehm abwechslungsreich. Von dort an zog mich das Buch zunehmend mehr in seinen Bann. Auch das Ende war stimmig und bietet sogar Potential für eine Fortsetzung, finde ich. Ich persönlich würde mich über eine freuen. ;)
Fazit: Holt euch das Buch, lest es und lasst eine Meinung da, wie ihr es seht. Ich kann sagen, ich habe das Buch genossen und auch kleinere Schnitzer machen es nicht weniger lesenswert. Vielleicht macht auch gerade das den Charme einer Geschichte aus? Von mir gibt es solide 4 Sterne für „Flora“.
FLORA – Jagd durch den weißen Regenwald von Franziska Szmania war das erste Rezensionsexemplar, das ich jemals bekommen habe und es war eine ganz wunderbare Erfahrung.
Das Leben der 16-jährigen Valerie wird von den Regeln der Götter bestimmt. Nur wer seine Gefühle unterdrückt, überlebt. Die Gemeinschaft steht über dem Individuum. Das Forum wacht über die Regeln und die Menschen. Mithilfe von Magie können sie erkennen, wer seine Gefühle nicht unter Kontrolle hat und das Dorf gefährdet. Als bei ihrem Bruder die Magie erwacht, verliert Valerie die Kontrolle und wird verbannt. Doch niemand überlebt allein im Foresta. Hier herrschen Pflanzen, angezogen von ihren Emotionen, machen sie Jagd auf Valerie. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, den sie nicht gewinnen kann.
Vorneweg möchte ich direkt mal anmerken, dass es ein Verzeichnis der Pflanzen, Farben und Zeiteinheiten gibt und am liebsten hätte ich noch einen Tolkien-esken Anhang mit 200 Seiten Erklärungen gehabt, um noch mehr über die Geschichte der Götter und der vorherigen Zivilisationen zu erfahren 😉 Am Anfang habe ich ein paar Kapitel (die meisten sind nicht so lang) gebraucht, um mich in der Geschichte zurechtzufinden. Aber dann bin ich komplett darin versunken und habe das Buch innerhalb weniger Tage beendet. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und vor allem die Wortneuschöpfungen haben mir gut gefallen (Pflänzlinge, ist das nicht großartig?). Der Spannungsbogen der Geschichte war für meinen Geschmack ein zu perfektes Auf und Ab, aber das ist im Großen und Ganzen leicht verzeihbar. Denn das Thema fand ich super interessant, ich habe keine Ahnung von Pflanzen und eine Welt mit so vielfältigen Pflanzen, die das Leben bestimmen, zu erleben, war mega spannend. In Valerie konnte ich mich so gut reinversetzen, dass ich ganz überrascht war, wenn die Kapitel von Jarlan (ihrem Bruder) kamen und mir eine andere Sicht auf ihr Welt gezeigt haben. Um meinem Versprechen Spoiler-frei zu schreiben, treu zu bleiben, überspringe ich den Teil, in dem man über seine Lieblingscharaktere redet. Aber es gab sie! Die Charakterentwicklungen von Valerie und Jarlan Seite an Seite zu sehen, war spannend, weil sie sich in zwei so unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Die Welt der Pflanzen hat die Gedanken und Gespräche der Figuren so sehr dominiert, dass mir manchmal die Charakterisierung von Nebenfiguren fast ein wenig zu seicht war. Die zwei Hauptthemen, Umweltveränderungen und Gefühle haben eine schöne Brücke zu aktuellen Themen geschlagen, ohne zu offensichtlich zu sein. Was wäre denn, wenn wir wirklich ohne unsere Gefühle auskommen müssten. Was hätten wir noch, was unser Leben lebenswert macht, wenn wir nicht mehr als Mensch existieren können? Und bei den Umweltveränderungen bin ich mir nach FLORA sicher: Wissenschaftler, bitte passt auf, was ihr da in euren Laboren anstellt!!!
Die Welt war so groß, dass Valerie meiner Meinung nach noch nicht genug davon gesehen hat, denn am Ende war meine Neugier noch nicht ganz befriedigt; wäre da nicht noch Luft für einen zweiten Band? 😉 Die Geheimnisse um die Magie herum, bleiben aber genau das – magische Geheimnisse, wie es sein soll… Eine große Lesempfehlung für Action, Gefühle und eine ganz neue Welt, die mich traurig zurückgelassen hat, das es schon wieder vorbei ist.
Was soll man sagen außer perfekt? In dieser Dystopie von Franziska Szmania tauchen wir ein in die fantastische Welt des weißen Forestas, der dich wegen deiner Gefühle umbringt. Valerie lebt in einem Dorf innerhalb des Forestas zusammen mit ihrem Bruder Jarlan und vielen anderen. Man lebt nach dem Prinzip unterdrücke deine Gefühle dann passiert dir nichts. Valerie schafft das nicht besonders gut und als dann auch noch die Magie in Jarlan erwacht steht ihre Welt Kopf.
Wie immer bei Franziska Szmania kann man sich sehr gut in die Charaktere einfühlen und sie werden (mir zumindest) sehr schnell sehr sympathisch. Es macht Spaß zu verfolgen welche Auswirkungen die Emotionen haben. Mich haben vor allem die Pflanzen des Forestas interessiert. Tödliche Pflanzen, was gibt es besseres?
Valeries Depression fand ich sehr schön und greifbar dargestellt. Ein Mensch ohne Emotionen zu sein, scheint zumindest für sie (und noch ein paar andere in dem Buch, keine Angst) nicht so zu funktionieren. Das Worldbuilding war schön verständlich und der Roman hat mich eingesaugt und ich hatte ihn schnell gelesen.
Es ist eine Abenteuergeschichte die verschiedene Lebensmodelle innerhalb dieser tödlichen Welt aufzeigt und die Frage stellt wie oder ob man ohne Gefühle überhaupt leben kann. Spoiler: Zu meiner Freunde zeigt die Autorin ihre Grausame Seite und es sterben sehr viele. Wer nicht so mit dem Tot klar kommt, sollte das lassen.
Also nochmal zum Anfang, ich fand es perfekt. Ein schönes Buch zum eintauchen in eine fantastisch, dystopische Welt mir tödlichen Pflanzen und gefühlvollen Charakteren.
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Nachdem ich das Buch “Marjola” der Autorin schon toll fand, hat mich dieses noch heftiger gepackt. Schon auf den ersten Seiten wird eine unfassbar beklemmende Stimmung aufgebaut, sodass ich schnell wusste: Das Buch wird heftig! Und so war es auch.
Es handelt sich hier um eine fantastische Dystopie, in der die Menschen in Dörfern leben und versuchen, zwischen den Pflanzen zu überleben. Dafür müssen sie jedoch ihre Gefühle - ihren Sensus - kontrollieren. Gelingt dies nicht, färben sich die Blätter der Pflanzen und es werden menschenfressende Pflanzen angelockt. Zeigt man Gefühle, machen sich die Pflanzen auf die Jagd. Wer im Dorf seine Gefühle nicht unter Kontrolle hat, wird von den Kontrolleuren bestraft oder entfernt. Ein Leben in der Gesellschaft ist nicht viel wert.
Der Schreibstil hat mich total gepackt. Es war sehr intensiv und ich konnte mit Valerie, der Hauptprota, so gut mitfühlen. Auch der Nebenstrang mit Valeries Bruder, der zum Kontrolleur ausgebildet wird, war sehr heftig.
Das Thema der unterdrückten Gefühle fand ich sehr heftig (und gut). Valerie Verzweiflung, wenn sie das nicht schaffte, hat mich geschafft. Der Wald muss weiß bleiben, sonst wirst du gejagt und gefressen. Und doch wird ein so schönes Bild eines bunten Waldes gezeichnet, als mehrere Menschen ihre Gefühle zulassen. Dass sich die Natur den Lebensraum irgendwann wieder holt, ist ein tolles Thema. Eventuell habe ich jetzt etwas Angst vor meiner Monstera.
Das Ende des Buches war sehr temporeich und spannend und mich würde brennend interessieren, was Valerie dann findet!