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Wanderer zwischen den Welten: Was Vögel in Städten erzählen

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Die Stadt aus der Vogelperspektive

Halsbandsittiche im Rheinland, Nilgänse in Frankfurt, Nachtigallen in Die Vogelwelt in den Städten verändert sich. Menschen vernichten Lebensräume und schaffen andernorts neue. Wie unter einem Brennglas lässt sich in Städten beobachten, was es bedeutet, dass der Mensch den Lebensraum für andere Organismen formt.

Nature Writing im städtischen Lebensraum

Caroline Ring bereist das Land auf den Spuren seiner Vögel und erzählt ihre bedeutendsten vom Verschwinden der Spatzen bis zur Rückkehr der Mauersegler. Die Biologin zeigt, wie das Zusammenleben von Mensch und Tier funktioniert – und warum wir einander brauchen.

Hochwertige Geschenkausstattung mit von der Autorin gestalteten Illustrationen sowie einer Reisekarte

Warum Berlin die Hauptstadt der Nachtigallen ist – Wie Uhus den Dom von Hildesheim für sich eroberten – Als Amseln in Bamberg ihren Siegeszug in die Städte begannen – Ein Grünspecht treibt in Mainz sein Unwesen – Warum eine alte Frau in Weimar ihr Heim mit Mauerseglern teilt – Auf der Suche nach Haubenlerchen in Güstrow – Als Stadttauben-Stalkerin unterwegs in Bochum – Das halbjährliche Spektakel um die Höckerschwäne von Hamburg – Was Aaskrähen in Leipzig über die Geschichte Europas erzählen – Wie Halsbandsittiche in Köln eine neue Heimat fanden – Warum Nilgänse in Frankfurt/Main gejagt werden – Wieso Spatzen aus dem Münchner Zentrum verschwinden – Harte Maßnahmen sollen die Möwen von Kiel in Schach halten – Wie sich Austernfischer in Bremerhaven neue Wohnplätze erschließen

289 pages, Kindle Edition

Published October 27, 2022

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About the author

Caroline Ring

2 books1 follower

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Community Reviews

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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Rebecca.
14 reviews
October 10, 2024
Ein wirklich nettes Buch. In jedem Kapitel legt die Autorin den Fokus auf eine bestimmte Vogelart in einer deutschen Stadt. In angenehm leichtem Stil erzählt sie von den besonderen Eigenschaften und Herausforderungen, die den Vögeln in Städten begegnen, und wie sie ihre Beziehungen zu Menschen gestalten. Dabei flechtet sie immer wieder Gespräche mit Menschen ein, die auf die ein oder andere Weise eine besonders intensive Beziehung zu oder Kenntnis von den Vögeln haben. Besonders schön fand ich, dass sie nicht nur die "besonderen" Vögel beleuchtet, sondern vom Uhu über den Halsbandsittich bis hin zur Stadttaube vieles dabei ist.
Sowohl für Vogelkenner*innen als auch Neulinge ein schönes Buch, in dem man sowohl etwas lernen kann, als auch einfach nett unterhalten wird. Ideal, um ab und zu mal zwischendurch ein Kapitel zu lesen. Da die Kapitel nicht direkt miteinander zusammenhängen, verliert man auch nicht den Faden, wenn man es zwischendurch auch mal länger liegen lässt.
Profile Image for Max Kühlem.
48 reviews
February 24, 2023
Caroline Ring hat viele deutsche Städte bereist und in ihnen wirklich hochinteressante, manchmal sogar spannende Geschichten um bestimmte Vogelarten gefunden, die dort leben. Sie erzählt sie manchmal reportageartig, manchmal mit viel historischem Wissen, manchmal wie eine Entdeckungsreise, manchmal wie ein Plädoyer: Schützt die Umwelt um euch herum, gerade auch in den Städten gibt es viel wildes Tier- und Pflanzenleben, für das wir viel tun können.
Profile Image for Kirsten.
3,332 reviews11 followers
November 12, 2022
Vögel sind unsere täglichen Begleiter. Wir erfreuen uns an ihrem Gesang, beobachten ihre geschickten Flugmanöver und ärgern und vielleicht auch über ihren Dreck. Mehr interessieren sie uns nicht. Caroline Ring will das mit ihrem Buch ändern. Als studierte Biologin weiß die Autorin, wovon sie schreibt. Trotzdem erfährt sie während ihren Reisen durch Deutschland auch viel Neues über unseren gefiederten Freunde.

Der Mensch hat nicht nur den Vögeln über Jahre hinweg Stück für Stück ihren Lebensraum weggenommen. Die Landwirtschaft veränderte sich hin zu Monokulturen, in den Städten verschwanden viele Grünflächen zugunsten von Wohnparks mit gepflegtem Rasen.

Aber die Natur weiß sich zu helfen. Jede kleine Möglichkeit wird von den Vögeln genutzt, nicht immer zur Freude der Menschen. In Mainz kämpft die Stadtverwaltung gegen die Grünspechte, die die Mauern der öffentlichen Gebäude förmlich zerhacken. Natürlich finden sie keine Nahrung in den gedämmten Wänden, aber die Löcher werden von Halsbandsittichen zum Bau von Nisthöhlen genutzt. In den USA haben es Spechte sogar einmal geschafft, den Start eines Spacesuttles zu verhindern.



Den Dom zu Hildesheim hat sich jahrelang ein Uhu Paar als Nistplatz ausgesucht, sehr zur Freude der Dombesucher. Aber als Caroline den Dom besucht, verstecken sich die Vögel vor ihr. Das ist auch etwas, was sie auf ihrer Reise zu den Vögeln gelernt hat. Wir dürfen sie nicht für selbstverständlich nehmen und müssen uns auf der Suche nach ihnen zurückhalten, um sie nicht zu stören.



Gerade die Vögel, die früher fast schon zu zahlreich vorgekommen sind, verschwinden jetzt mehr und mehr aus dem Stadtbild. So gibt es immer weniger Spatzen. Das ist etwas, was mir noch nicht bewusst aufgefallen ist, auf das ich jetzt aber achten werde. Die Haubenlerche war gerade nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland sehr häufig vertreten, als Trümmervogel hat sie sich in den zerstörten Städten wohl gefühlt. Je mehr gebaut wurde, desto mehr wurde ihr Lebensraum eingeschränkt. Mittlerweile wurde sie auf die rote Liste der bedrohten Vögel aufgenommen. In diesem Jahr wurde sie der Öffentlichkeit bekannt, weil in Walldorf bei Heidelberg Hauskatzen im Sommer nicht mehr nach draußen durften. In Walldorf befindet sich ein großes Brutgebiet, das es zu schützen galt.


Sicherlich sind Katzen eine der größten Bedrohungen für Vögel. Sie plündern die Nester und töten Jungvögel. Nicht, weil sie wirklich Hunger haben, sondern aus Spieltrieb. Aber müssen sie deshalb das ausbaden, was der Mensch jahrelang aus eigennützigen Gründen falsch gemacht hat? Wie weit darf man in die Natur eingreifen?

Diese Frage stellt Caroline Ring nicht und dafür bin ich ihr dankbar. Sie will mit ihrem Buch nicht moralisieren, sondern sie zeigt, wie sich die Natur den neuen Umständen anpasst. Sicherlich ist das nicht immer zum Besten, wie zahlreiche Beispiele zeigen. Aber wir können das Rad der Zeit auch nicht mehr zurückdrehen und dort ansetzen, wo wir den Fehler gemacht haben.


Wanderer zwischen den Welten hat mich direkt angesprochen, als ich das Buch das erste Mal gesehen habe. Zum einen wegen des Themas, aber auch wegen des Covers, vom dem mich die gefiederten Protagonisten aus ansehen. Jedem Kapitel geht eine Zeichnung des jeweiligen Vogels voraus. Viele davon kannte ich vom Sehen und kann ihnen jetzt den richtigen Namen zuordnen.

Caroline Ring erzählt in ihrem Buch nicht nur von ihren eigenen Erlebnissen mit Vögeln und was sie ihr bedeuten. Zwischen den Zeilen erzählt sie auch von der Geschichte der jeweiligen Art. So habe ich ganz nebenbei noch viel Neues gelernt.

Für mich ist das Buch eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr. Nicht nur wegen des Themas, für das ich mich auch außerhalb von Büchern interessiere. Sondern auch wegen der Art, wie Caroline Ring mir einen neuen Blick auf etwas Bekanntes gewährt hat. Ich kann das nur jedem empfehlen, der sich für die Natur interessiert. Auch für Einsteiger in das Thema ist es ein wunderbares Buch, weil es nicht mit Informationen überhäuft, sondern den Blick aufs Wesentliche lenkt. Ich werde sicherlich im nächsten Frühjahr noch mehr darauf achten, was sich am Himmel und auf Bäumen und in Büschen alles tut.
756 reviews1 follower
December 11, 2023
Nachtigall ick hör dir trapsen … das wäre typisch für Berlin. Halsbandsittiche finden wir im Rheinland, Nilgänse in Frankfurt und dank dem Bemühen einer Frau sind die Mauersegler immer noch in Weimar ansässig: Die Vogelwelt in den Städten verändert sich. Menschen vernichten Lebensräume und schaffen andernorts neue. Wie unter einem Brennglas lässt sich in Städten beobachten, was es bedeutet, dass der Mensch den Lebensraum für andere Organismen formt.

«Städte müssen sich nicht zwangsläufig zu naturfeindlichen Räumen entwickeln. Wir alle können einen Beitrag dazu leisten, dass sich Tiere und Pflanzen auch in einem dicht besiedelten, urbanen Umfeld wohlfühlen. Das fängt bei Parks und Grünanlagen an, die einfach ein bisschen weniger gepflegt sein müssten, als es der menschliche Sinn für Ordnung verlangt. Das betrifft Architekten, die mit wenig Aufwand Nistkästen bei der Planung von Gebäuden berücksichtigen könnten.»

Apus apus, der Fußlose – bekannt als Mauersegler, hat sehr wohl Füße, wenn auch kleine, versteckte, mit denen er nur watscheln kann. Sie können sich damit auf keinem Ast halten, aber dafür an Felsen klettern, oder an Häuser. Haben sie einmal ein Nest gebaut, kommen sie jedes Jahr wieder zurück, schmeißen eventuelle Untermieter heraus. Wozu in Felsen brüten, wenn der Mensch so wunderbare Häuser mit Nischen zur Verfügung stellt, in denen man sich geschützt ansiedeln kann. Wären da nicht die Renovierungsarbeiten, bei denen die Menschen genau diesen Wohnraum zerstören. Kehren die Vögel aus dem sonnigen Süden zurück, hat man sie hinterrücks für die Tür gesetzt. Hoffentlich finden sie im Quartier einen passenden Platz, etwas Neues zu bauen. Helga Brunnemann in Weimar bemerkte genau dieses Desaster. Sie setzt sich dafür ein, Nistkästen für Mauersegler zu schaffen, damit die Vögel in Weimar nicht verschwinden.

«Aber eigentlich können alle Menschen, die in Städten leben, etwas tun. Auf Balkone, in Gärten und auf Fensterbretter gestellte insektenfreundliche Pflanzen bieten indirekt auch den Vögeln Nahrung.»

Höckerschwäne von Hamburg haben etwas mit der Hanse zu tun, ein Grünspecht treibt in Mainz sein Unwesen; man bekämpft ihn mit Spechtattrappen. Nilgänse in werden in Frankfurt am Main gejagt, weil die aggressiven Tiere die heimischen Vögel vertreiben. Haubenlerchen in Güstrow; Spatzen verschwinden aus dem Münchner Zentrum; ausgebüchste Halsbandsittiche verbreiteten sich in Köln (auch in anderen Städten), das sie zu ihrer Hauptstadt auserkoren haben; in Hildesheim rettet man Uhuküken. Die meisten Vögel finden wir in Berlin und es ist das Revier der Nachtigall. Taubenhasser gegen Taubenschützer, was ist dran? Caroline Ring bereiste zwölf Städte in Deutschland und offeriert hier jeweils einen besonderen Vogel. Sie passen sich den Lebensbedingungen an und vermehren sich unter guten Bedingungen, und mancherorts ziehen sie sich zurück. Was sind die Gründe? Wir lernen einiges über die Vogelwelt, humoristisch angereichert mit Anekdoten. Jedes Kapitel wird von der Autorin mit einer passenden Illustration eingeleitet und am Ende gibt es eine Karte zu den Besuchen. Ein erzählendes Sachbuch, das uns die Vogelwelt in den Städten näherbringt. Nature Writing im städtischen Lebensraum. Empfehlung!

Caroline Ring bereist das Land auf den Spuren seiner Vögel und erzählt ihre bedeutendsten Geschichten: vom Verschwinden der Spatzen bis zur Rückkehr der Mauersegler. Die Biologin zeigt, wie das Zusammenleben von Mensch und Tier funktioniert – und warum wir einander brauchen.

Profile Image for Piotr.
203 reviews
March 2, 2026
Each story takes a bird species, a city, and a problem. I read quite a few books on birds, so in some chapters I had an impression that they end too abruptly, without exploring the topic deeper satisfyingly. On the other hand, if you are not crazy about birds, such short chapters will probably avoid you getting bored. Still, I managed to learn lots of new things, and the storytelling is very good, the author puts much effort into keeping you surprised. It’s not facts or events gathered randomly; every chapter is a proper story unfolding in a controlled way, and all is put together in the afterwords in an overview of how those facts connect and what can be done to improve the situation. I liked the style and humour. There are sad parts and funny parts. I also like author’s humble position, listening to what people say and showing conflicting opinions (for example, on pigeons or on non-native species).

The book is only about places in Germany, but the knowledge of birds and cities applies to more than that, to the wide Central Europe for sure.

My favourite discoveries: how largely the pigeon ‘sport’ contributes to the problem of city pigeons. Whether genetics caused blackbirds to colonise cities. The narrow cross-breeding line of crows across Europe, and how two ‘colours’ of crows in Leipzig are closer to each other than to crows in Spain. ‘Swan father’ employed by Hamburg for centuries. Bold ibises bond with their caretakers.
Profile Image for Kenny.
53 reviews4 followers
Read
January 16, 2026
Es hätte so gut werden können aber der Schreibstil war irgendwie gewollt. Und bei einem Buch über Vögel das nahbar sein will, hätte ich irgendwie mehr, naja, Liebe und Leidenschaft für das Thema erwartet.
Hab es trotzdem zuende gelesen weil Vögel und ich hab neues gelernt. Leider hat der Schluss mir den Rest gegeben mit Konsumkritik zur Rettung des Planeten.
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