Virginia Hill stammt aus ärmlichsten Verhältnissen und arbeitet sich mit Sex-Appeal, Dreistigkeit und Entschlossenheit hinauf in die höchsten Kreise der Cosa Nostra, der amerikanischen Mafia. Sie bedient sich der Männer gnadenlos, um ihre Ziele zu erreichen, wird die Geliebte und Vertraute von Gangsterbossen wie Joe Adonis und Bugsy Siegel, dem Gründer von Las Vegas. Bis sie sich in Sun Valley in den österreichischen Skilehrer Hans Hauser verliebt. Für ihn bricht sie mit der Mafia und lässt ihr bisheriges Leben hinter sich. Doch ihre Vergangenheit ist noch sehr lebendig …
Das bewegte Leben der Gangsterbraut Virginia Hill ist es wirklich wert, erzählt zu werden, sie war die Geliebte von vielen Mafiosi wie Bugsy Siegel und hat auch selbst für die Mafia Geld und Drogen geschmuggelt. Als schöne Frau mit riesiger Garderobe und vielen Hutschachteln wurde sie weder von Grenzbeamten noch von der Polizei kontrolliert. Zudem war sie eine knallharte Frau, die Sex, Intrigen, Lügen und Verrat gezielt einsetzte, um sich ein Leben im Luxus zu sichern. Nie wieder wollte sie die Armut der Kindheit und Jugend erleben. Sie spielte sogar die Mafiafamilien aus Chicago und New York gegeneinander aus.
Erst als sie sich in Sun Valley in den österreichischen Schilehrer Hans Hauser verliebt, befindet sich ihr Stern im Sinken. Mit einer Anklage wegen Steuerhinterziehung konfrontiert, zieht sie nach Salzburg und kommt mit dem Alltag einer normalen Frau, die nicht mehr das Geld mit beiden Händen hinauswerfen kann, einfach nicht zurecht. Als sie nach Jahren infolge von Geldbeschaffung drauf und dran ist, mit dem Schweigegesetz der Omertá zu brechen und droht, ihr Tagebuch zu veröffentlichen, wenn ihr die Mafia kein Schweigegeld zahlt, wird die ehrenwerte Gesellschaft erneut aktiv und handelt brutal.
Die fiktionalen Ausarbeitungen der Details der Biografie bezüglich Ideen sind ganz ordentlich gelungen. Stilistisch, also dramaturgisch und sprachlich ist der Roman, der auf biografischen Daten beruht, meiner Meinung nach bedauerlicherweise unterdurchschnittlich und handwerklich schlecht gemacht.
Fazit: Eine Frau, deren turbulentes Leben es wirklich wert ist, eine Geschichte darüber zu erzählen.- Ich hätte mir gewünscht, diese Aufgabe hätte ein anderer Autor übernommen.
Hab’s abgebrochen. Die Idee an sich is gut aber es sind so viele Namen die man sich merken muss und es passieren so unnötige Sachen und meine Motivation weiter zu lesen is weg