Der zweite Liebesroman von Gabriella Gruber entführt den Leser zunächst nach München und später nach Irland - die Protagonisten lernen sich dabei über einen modernen Weg online über eine App!
»Manchmal müssen wir erst einige Umwege gehen, bis wir erkennen, was uns schon immer wichtig war.«
Verchattet - Verliebt in Irland Ihre Beziehung mit David nimmt ein jähes Ende, als Wilhelmine ihn beim Fremdgehen in der Schule erwischt. Um sich abzulenken, tauscht sie sich unter dem Namen Hermine1001 in der App MagicTable mit anderen Fantasy-Begeisterten aus. Ganz besonders gern chattet sie mit ArtusLöwenherz86. Mit seiner humorvollen Art und den gleichen Interessen kommt er wie gerufen, um sie von ihrem Liebeskummer zu erlösen. Am Smartphone schreibend kaufen sie zusammen ein, schauen sich einen Film an und telefonieren schließlich miteinander. Schnell wird für Wilhelmine und ihren Chatpartner klar, dass sie sich offline treffen wollen. Auch während einer Party, zu der Wilhelmine mit ihrer besten Freundin Thea, ihrem Bruder Patrick und dessen Kumpel Adrian geht, ist Artus online schreibend mit dabei. Zu gerne würde sie mit ihm auf der Tanzfläche stehen, doch stattdessen fordert Adrian sie zum Tanzen auf. Schließlich hält es Wilhelmine nicht mehr aus und verabredet sich mit Artus. Doch das Treffen muss verschoben werden, denn Wilhelmine und ihre Familie reisen mit Thea und Adrian über die Osterferien in die irische Heimat. Und in ihr wächst der Verdacht, wer hinter ArtusLöwenherz86 stecken könnte ...
Ich denke, ich war definitiv nicht mehr die richtige Zielgruppe für dieses Buch. Zwar lese ich hin und wieder sehr gerne eine Young Adult Romance, doch dieses Buch würde ich wirklich nur sehr jungen Lesern (ca. 12, 13 Jahre) empfehlen. Die Story hätte an und für sich ganz nett sein können, wurde so ähnlich auch schon in anderen Büchern erzählt (z.B. „Annähernd Alex“ von Jenn Bennett), bot für mich aber leider keinerlei Überraschungen oder etwas Besonderes. Ich muss sagen, dass die Beschreibungen der Autorin nicht besonders gut waren, so erfuhr man erst super spät, wie alt die Protagonistin Wilhelmine eigentlich sein soll und wie sie aussieht. Ich muss sagen, dass mich so etwas stört, weil sich dann schon ein Bild in meinem Kopf gefestigt hat, dass plötzlich wieder zerstört wird. Die Textnachrichten zwischen Hermine und Artus fand ich okay, man hat gemerkt, dass die Autorin versucht hat, Humor reinzubringen, dieser konnte bei mir jedoch nicht zünden. In den Dialogen hatte ich oft das Gefühl, dass eine sehr altbackene Sprache verwendet wurde, die nicht zu Teenagern gepasst hat. Und wenn die Jungs sich unterhalten haben, hatte ich oft das Gefühl, dass zwei Mädchen miteinander reden. Die Reise nach Irland kam erst relativ spät im Buch und war leider nicht das schön beschriebene malerische Abenteuer auf der grünen Insel, das ich erhofft hatte. Dass ArtusLöwenherz Adrian ist, wurde ziemlich schnell aufgeklärt. Wie dadurch der Verlauf der Geschichte war, schien mir nicht immer schlüssig und teilweise sehr naiv, was wieder dafür sorgt, dass ich denke, dass dieses Buch eher etwas für sehr junge Leser ist. Zugutehalten muss man der Autorin, dass sie eine schlüssige Geschichte geschrieben hat, die ohne große Logiklücken auskommt und die jüngere Leser bestimmt gut unterhalten und zum Träumen bringen kann. Ich als Erwachsene konnte zwischen den Zeilen nun nicht die großen Gefühle spüren, aber im Prinzip ist es eine niedliche Lovestory.
Schon nach dem Lesen des Klappentextes konnte ich mir denken, wer Wilhelmines (Mines) geheimnisvoller Schreibpartner ist. Dadurch, dass das Buch aus zwei Perspektiven geschrieben ist, erfährt man quasi sofort (in Kapitel 2), wer er ist. Doch er weiß nicht, dass sie Wilhelmine ist, denn sie hat nichts von sich preisgegeben, keinen richtigen Namen und auch keinen Wohnort und ich meine auch kein ungefähres Alter, aber im Chat zuvor beendete sie damit, dass sie nun zur Schule muss, bzw hatte sie die Tage zuvor wohl von der Schule berichtet.
Auf der einen Seite macht es das herauszögern spannend, aber auf der anderen Seite finde ich es von Adrian (aka Artus) nicht gut, sie so lange im ungewissen zu lassen.
Ich fande es gut, wie Mines Bruder reagiert hat, dass er überhaupt nichts dagegen hat und sich eher freut und ihm verspricht, sein bester Freund zu bleiben.
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