Laut zu sein ist immer auch ein bisschen unangenehm, vor allem als Frau. Da wird man schnell mal als »hysterisch« oder »dramatisch« abgestempelt. Doch das sind nicht nur Begriffe, die von Männern genutzt werden – auch Frauen verwenden sie, um andere Frauen zu degradieren: »Ich bin nicht so wie die anderen« oder »Männer sind einfach viel weniger Drama« sind nur ein Bruchteil der Sätze, die man selbst im Jahr 2022 noch hört. Doch woran liegt das eigentlich? In ihrem neuen Buch widmet sich die Kulturwissenschaftlerin und erfolgreiche Influencerin Tara-Louise Wittwer der offensichtlichen und unterschwelligen Abwertung von Weiblichkeit. Sie legt offen, dass nicht nur Männer misogyn – also frauenfeindlich – handeln, sondern auch Frauen untereinander. Durch das Aufwachsen und die ständige Konditionierung in patriarchalen Strukturen hat sich Misogynie in unseren Köpfen verfestigt. Die Aktivistin hinterfragt schonungslos ihre eigenen Verhaltensmuster und die der anderen. Sie reflektiert ihre Rolle als Frau in der Gesellschaft – zwischen Be- und Verurteilung – und zeigt Wege auf, wie wir als Frauen (und Männer!) solidarisch miteinander umgehen können.
Super schönes Buch, was ich mal in zwei Tage weggelesen habe, weil es mich echt gefesselt hat. Die Autorin nimmt die Leser an die Hand und begleitet einen in die Welt der Misogynie. Als männlicher Leser kann ich natürlich nicht 1:1 die Fälle nachvollziehen, einfach weil sie für mich nicht existieren. Doch hoffe ich, dass mich das Buch für das Thema sensibilisiert hat. Ich hoffe, dass ich zukünftig mein eigenes Verhalten besser reflektieren kann.
Ich liebe Tara auf Tiktok und ihr Buch war genauso lustig und informativ wie es auch ihre Videos sind! Das ganze Buch ist voller Informationen, aber einfacher verpackt als manch andere Bücher die ich gelesen habe zu mehreren Themen.
Yes. Weil ich Fußball und Bier mag und Metal und Rock. Und Taylor Swift. Ich liebe Taylor Swift. Fast so sehr wie ich Essen liebe - Essen ist die Liebe meines Lebens! Auch wenn ich dafür komisch angeguckt werde, weil Essen doch der Feind ist. Nein. Essen ist nicht der Feind. Ich kann mögen, was ich will und ob das einem anderen Menschen (egal, ob Mann, Frau oder alles dazwischen) passt, braucht mich nicht zu kratzen. Ver- und beurteilt werden wir doch sowieso. Das heißt aber nicht, dass wir uns das gefallen lassen müssen. Ich finde, Tara hat das sehr gut aufgeschlüsselt und verständlich dargestellt, wo einem im Alltag überall Misogynie begegnet. Kann ihren Instagram-Kanal nur wärmstens empfehlen! (Und dieses Buch btw auch ;D)
Für mich das erste Buch in dieser Welt/Genre und direkt gemerkt, wie wichtig es ist sich dazu nehr zu belesen. Viel gelernt, viele Augenöffner gehabt und auch realisiert, wie viel ich selbst noch zu lernen habe und wie viele Lücken ich entdeckt habe, die ich nun mir Wissen befüllen möchte. Sehr, sehr empfehlenswert!
Ganz interessante Blickwinkel auf Misogynie und co. Vor allem, der Blickwinkel auf Frauenhass in modernen Medien hat mich gecatcht. Hätte es schön gefunden, wenn manche Ideen/ Begriffe ein wenig mehr beleuchtet & belegt worden wären, anstatt sie einfach grob aneinander zu reihen. Definitiv ein guter Einstieg in die Thematik, wenn man sich noch nicht so sehr damit auseinandergesetzt hat.
Es war zum Glück nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch ultra lustig geschrieben. Sonst hätte man bei den Zuständen im Patriatcharat, die erklärt wurden, glatt heulen können. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert!
4 Sterne weil's ein super Buch ist, für mich persönlich war es aber - auch dank Taras sollen social Media Inhalten und weil das Thema mich auch akademisch schon seit 10 Jahren begleitet - teilweise nicht tief genug. Go Tara!
Die Frau muss der Rest sein, die Frau muss alles sein und immer, die Frau muss alles sein, was andere wollen, und nichts vom Rest.
Boah ich hab auf der letzten Seite gerade echt gedacht: Das kann doch jetzt nicht vorbei sein? Ich vermisse es jetzt schon, dass Tara die Lesenden mit ihrer ehrlich offenen und lustigen Art an die Hand nimmt und dazu einlädt, nicht nur sämtliche Begrifflichkeiten zu durchleuchten, sondern auch sich selbst zu reflektieren. Und ja, es ist komisch, wenn man sich eingestehen muss: Hm, ich bin ja doch gar nicht frei von internalisierter Misogynie. DANKE für deine Arbeit und Offenheit, Tara! Das brauchen wir alle.
Ich hab mich so oft ertappt in meiner eigenen internalisierten Misogynie. Da ist noch echt ein Weg vor mir, dass aufzubrechen. Es hat aber so Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und auch Tara’s eigene Reflexion zu lesen (was es irgendwie auch leicht gemacht hat mich selbst zu reflektieren). Normalerweise reicht meine Aufmerksamkeit nicht aus um so non fictional Bücher durchzulesen, aber der Schreibstil hat mich echt abgeholt.
GROSSARTIG, inspirierend und wichtig!! Ein Lesegenuss von Vorwort bis zur Danksagung (ja sogar die liest man aufgrund ihrer charmanten Wahl von Sprache gerne). Es fühlt sich an, als würde Tara das Buch mit dir im Moment mitlesen und dich über sensible Themen mit den Worten einer engen Freundin aufklären und abholen.
Inhaltlich bekommt das Buch von mir 5 Sterne. Anfangs kam ich mit den kurzen Kapiteln nicht so zurecht, dachte mir ständig "Wann kommt sie denn jetzt mal zum Punkt?", das gab sich dann aber, die Kapitel bauen auch logisch aufeinander auf. Da ich zu dem Thema doch schon einiges gelesen habe, war jetzt nicht die überwiegende Mehrheit der Infos neu für mich, dennoch war es interessant zu lesen - ich glaube ganz allgemein ist das Buch super als Einstieg ins Thema. Der Schreibstil der Autorin ist erfrischend und flüssig, das hat sich wirklich schön lesen lassen.
Einen Stern Abzug gibt es leider dennoch, und zwar für zwei Punkte, für die ich die "Schuld" gar nicht so sehr bei der Autorin sehe, sondern eher beim Lektorat. Da wird im allerersten (!) Satz des Buches darauf hingewiesen, dass im Buch durchgehend das generische Femininum verwendet wird und Männer einfach mitgemeint werden. Soweit, so gut. Dann gibt es aber doch mindestens eine Stelle im Buch, wo das vergessen wurde ("der letzte Urlaub mit Freunden in Italien"). Das kann doch mal durchrutschen, werden die meisten jetzt denken. Darf es meiner Meinung aber nicht, wenn es so prominent angekündigt wird. Ähnlich auch der 2. Kritikpunkt: Da wird beim 1. Erwähnen des Wortes "Patriarchat/patriarchalisch" dieses falsch geschrieben mit dem Hinweis, dass die Autorin sich absichtlich keine Mühe machen möchte, es richtig zu schreiben. Auch hier: Soweit, so gut. Allerdings passiert es auch hier an mindestens einer Stelle im Buch, dass es doch richtig geschrieben ist. Und auch hier finde ich, dass es, wenn so darauf hingewiesen wird (extra mit einer Fußnote!), eben nicht durchrutschen darf.
So ein schönes Buch! So eine Weiterempfehlung! Ein Buch, das Themen wie internalisierte Misogynie, male gaze und vieles mehr in unterschiedlichsten Themen durchleuchtet und für alle verständlich, zum reflektieren anregt. Und am Ende merkt man: dass man irgendwie selber auch aus toxischen Verhaltensmustern ausbrechen sollte. Einfach Liebe für dieses schön geschriebene, relatable Buch!
Ein wahnsinnig bereicherndes Buch. In manchen Punkten fühlt mensch sich verstanden, in anderen auf den Schlips getreten. Und das ist auch richtig und gut so - denn diese Konfrontation ist notwendig!
Ein fesselndes Buch einer wahnsinnig spannenden Autorin. Ich war wirklich von Anfang bis Ende hundertprozentig bei ihr, weil sie einen so humorvollen und spannenden Erzählstil hat.
Meiner Meinung nach ist das Buch für ALLE geeignet! Perfekt für Menschen, die in das Thema einsteigen wollen, aber auch grandios für alle, die sich schon viel mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Ich zähle mich eher zu der zweiten Kategorie und schätze dieses Buch ungemein für die nahbare und beispielhafte Schilderung von Misogynie. Die persönlichen Erzählungen haben bei mir nochmal eine ganz andere Art der Auseinandersetzung mit mir selbst, meinem Alltag und Feminismus/ Misogynie/ Patriachalachat (if you know, you know) angeregt. Für Einsteiger:innen werden viele Themen aufgenommen und mit Informationen gefüttert, sodass neue Einblicke gewonnen werden können, die zum Reflektieren anregen.
Besonders hervorheben möchte ich zwei Dinge: einmal die wirklich grandiose Aufteilung und die witzigen Fußnoten. Die Kombination aus beidem hat dieses Buch einfach so „kurzweilig“ (bezogen auf den Lesefluss! NICHT Inhalt) gemacht, dass damit ein wirklich großes Publikum angesprochen wird. Die Struktur der kurzen Kapitel und die angesprochenen Themen haben für mich absolut Sinn ergeben, weil sie somit viel abdecken konnten und gleichzeitig Raum zur eigenen Reflexion geboten haben.
Ich bin einfach so begeistert von Tara-Louise Wittwers Gabe diesen bildungsreichen Inhalt auf eine so wundervolle und unterhaltsame Weise darzustellen. Ich wünschte sie würde jede gesellschaftskritische Thematik auf diese Art runterbrechen. Ich würde jedes einzelne dieser Bücher verschlingen und freue mich jetzt schon ungemein auf „Sorry, aber…“
„Die Frau muss der Rest sein, die Frau muss alles sein und immer, die Frau muss alles sein, was andere wollen, und nichts vom Rest. Sie muss alles sein und vor allem muss sie da sein, bis nichts mehr von ihr da ist, bis alles so viel ist und so laut […]“
Tara Louise-Wittwer klärt in ihrem Buch über internalisierte Misogynie auf und zeigt dabei wie tief verinnerlicht diese in den Denkmustern der Menschheit ist. Beim Lesen reflektiert man automatisch Erlebtes und wird sich der patriarchalen Strukturen erst richtig bewusst.
Selten habe ich mich von einem Buch so abgeholt und verstanden gefühlt. Gleichzeitig hat mich vieles auch unfassbar wütend gemacht. Als Frau hat man es schwer, sich in einer Welt zu behaupten, die von Misogynie durchdrungen ist.
Grundsätzlich: super zum lesen, gut geschrieben und oft lustige Passagen. Aber: auf manche Themen hätte man ruhig mehr eingehen können, anstelle häufig was auf zu reißen. Und, was viel wichtiger ist, wären mehr trigger warnungen. Auf der Seite 137 wird über Anschläge gesprochen, die Antisemitisch und Islamophob waren. Als jüdische Person, die selber ähnliches mitbekommt und mitbekommen hat, wäre eine Warnung angemessen gewesen. Auch bei anderen Fällen wäre ein kurzes: hier kommt Häusliche Gewalt vor, etc. Sehr angebracht gewesen. Es wurde bei einem anderen Kapitel nämlich auch gemacht. Es wiederholt sich gegen Ende auch ein wenig zu viel, für meinen Geschmack, aber das ist natürlich vollkommen subjektiv. Ansonsten: ich liebe die Autorin, Tara hat ein unheimliches Wissen, großartigen Humor und ist sehr sympathisch, auch, oder vielleicht wegen, ihrer ehrlichen und kritischen Art.
Must-read!!! Ich möchte, dass alle die ich kenne das Buch lesen! Ich wurde zwischenzeitlich einfach nur wütend, auch wenn ich vieles davon schon wusste, aber wenn man Zahlen und Fakten zu der ganze Scheiße bekommt, die Ungerechtigkeiten und andere Schreckliche Dinge aufweisen, dann entfacht das bei mir einfach erneut Wut und Unverständnis. Ich liebe den Schreibstil, liebe es, dass Tara alle Begriffe erklärt und ihre Punkte somit versucht jede:m zugänglich zu machen.
Tara-Louise Wittwer, Kulturwissenschaftlerin und Content Creatorin, hat mit "Drama Queen" ein feministisches Werk über internalisierte Misogynie geschrieben. Sie geht dabei vor allem auf neue Medien und Trends ein und beleuchtet, dass auch heute frauenfeindliche Denkmuster noch tief in uns verwurzelt sind.
"Drama Queen" ist trotz des Themas ein eher leichtes und durchaus auch humorvolles Buch. Vor allem für einen Einstieg in den Feminismus ist es sehr zu empfehlen. Auch so kann man aus dem Text aber noch einiges mitnehmen und erhält einen sehr persönlichen Einblick in das Leben einer feministischen Influencerin. Ich kannte den Social Media Auftritt der Autorin nicht, bin aber im Nachhinein sehr froh, auf diesem Wege auf sie aufmerksam geworden zu sein. Dass es laute und kluge Gegenstimmen zu sexistischen Tik Tok Trends und Bewegungen wie Incels oder Pick Up Artist gibt, stimmt mich ein klein bisschen optimistischer.
Dieses Buch war ein gesunder Mix zwischen Humor, ernsten Themen und eigenen Erlebnissen/Meinungen. Ich hatte richtig viel Spaß beim Lesen! Warte schon freudig auf ihr nächstes Buch! ^^
I didn't necessarily learn anything new but the book is great for calling your own biases into question. And that goes for men and women (speaking of these genders as the book does under a gender-norm-heavy patriarchal view). The book makes you analyze how deep rooted your own internal misogyny is alongside the author. Easy to read, easy to become infuriated while reading, easy to recommend to everyone else living in this system built for white men.
Ich liebe Tara und ihre Videos so sehr 😍 Wie kann jemand so klug, so witzig und so wenig von oben herab Feminismus für jede:n erklären? 😊 Auch ihr Buch war in dem Stil, einfach zu lesen, zu verstehen und zwischendurch zwischen all der Ernsthaftigkeit echt witzig. Den einen Stern Abzug habe ich nur gegeben, weil ich mich schon lange mit dem Thema Feminismus und Misogynie beschäftige und es daher für mich persönlich zu wenig Neues war, aber als Einstiegslektüre ist es wirklich toll! 😍✨
Eine gute Einstiegs-Lektüre zu Feminismus. Es werden Begriffe erklärt und sehr ausführlich über Misogynie und internatlisierte Misogynie gesprochen. Hier kann sich jede(r) ganz sicher selbst an die Nase fassen. Besonders spannend und neu für mich, das Kapitel zu Frauenhass (im Netz). Manche Kapitel sind einfach nur WTF. Unterhaltsam etwas über Feminismus lernen, mit Quellen belegt und zum Nachdenken anregend - i like.
Als ich das Buch gekauft habe, war ich erst unsicher, ob es -hauptsächlich weil es so kurz aussieht- die ganzen Thematiken nur kurz und oberflächlich anreißen würde. Mittlerweile finde ich, dass das Buch wirklich zu kurz ist, allerdings nicht, weil es alles nur oberflächlich abgehandelt hätte, sondern weil es mir so gut gefallen hat und ich einfach noch gerne mehr von Tara's Sicht und ihren persönlichen Erfahrungen gelesen hätte. Sie schreibt selbst, dass ein Kritikpunkt sein könnte, dass sie manche Themen nur kurz anspricht und nicht ganz so ausführlich abhandelt, aber dafür verweist sie so gut wie immer auf andere Quellen, die man dann stattdessen lesen kann, wenn man mehr zu dem Thema wissen will. Dafür, dass das Buch für viele Menschen, vor allem für ihre Follower, vermutlich eine Art Einstieg in literarische Lektüre zum Thema Feminismus sein wird, finde ich, dass das Buch gut gelungen ist. Der Schreibstil ist typisch Tara, so wie man sie kennt und mag, teilweise ein bisschen repetitiv, aber das liegt halt auch daran, dass viele Punkte oder Merkmale der Misogynie eng zusammenhängen - und das man manchmal Sachen mehrmals sagen müssen, damit sie zum Lesepublikum wirklich nachhaltig durchdringen. Alles in Allem ein leicht zu lesendes Buch, dass dafür aber deutlich mehr Tiefgang hat, als man so denken könnte. Es ist immer sehr erleichternd zu hören, dass Menschen, die so reflektiert und informiert auftreten wie Tara, ähnliche Fehler und Erfahrungen gemacht haben wie man selbst. Was weniger schön war -was jedoch wirklich nicht Tara's Schuld ist-, ist die Tatsache, dass unsere "moderne Gesellschaft" doch nicht so gleichberechtigt ist, wie sie uns gerne glauben macht und dass wir uns momentan eher rückwärts als aufwärts bewegen.