Maries Leben ist gar nicht mal so übel: Gemeinsam mit ihrem Freund lebt sie in einem beschaulichen Dorf bei Bamberg und arbeitet als Floristin in einer kleinen Gärtnerei. Es hätte sie definitiv schlechter treffen können. Und dennoch fragt sie sich: Gibt sie sich mit allem zufrieden, weil es sicher ist, oder weil sie es wirklich will? Was wäre gewesen, wenn sie im Leben mal eine andere, riskantere Abzweigung genommen hätte? Sähe ihr Schicksal anders aus? Als Marie sich auf den Weg zu einem Spa-Wochenende mit ihrer Tante macht, ahnt sie nicht, dass sie auf dieser Fahrt eine ganz besondere Entscheidung treffen wird. Eine Entscheidung, die scheinbar unbedeutend ist, die ihr Leben aber für immer verändern könnte. Wenn sie sich darauf einlässt … Ein Roman. Zwei Geschichten. Und ein Happy End für die Liebe.
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Was war ich überrascht, als ich "Sonnenblumentage" in den Händen hielt: über 600 Seiten! Wow! Aber bald war mir auch klar, warum die Geschichte ein kleiner Wälzer ist: Frieda Bergmann erzählt uns hier eine Geschichte mit zwei Wegen. Die Ausgangsgeschichte ist gleich, doch das Schicksal der Protagonistin zweigt ab einem bestimmten Punkt in verschiedene Richtungen ab und wir erhalten zwei parallel laufende Handlungsalternativen. Beide Plots hätten Potential für eine eigene Geschichte.
Ich liebe solche "Was wäre wenn" Erzählungen, wie "Sliding Doors - Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht". Kennt jemand den Film aus dem Jahre 1998 mit Gwyneth Paltrow? Aber zurück zu "Sonnenblumentage".
Wir lernen Marie kennen, die nach dem Tod ihrer Mutter in einem kleinen Dorf in der Nähe von Bamberg lebt. Sie arbeitet als Floristin in einer Gärtnerei, die der Mutter ihres Freundes gehört, wo sie auch eine kleine Mansarde bewohnt. Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Spa-Wochenende mit ihren Tanten erhält Marie einen Anruf. Diesen nimmt sie einmal an und im parallel laufenden Handlungsstrang nicht. Ab diesen Zeitpunkt teilt sich die Geschichte und diese kleine Entscheidung führt Marie in zwei unterschiedliche Leben. Je nachdem, welchen Weg Marie einschlägt, entwickelt sich daraus ein weiteres Ereignis, welches ihr Leben beeinflusst.
Von Beginn an hatte ich einen Handlungsstrang lieber, weil er aufzeigt, dass sich Marie weiterentwickelt und sich ihren Problemen stellt. Dies passiert im anderen Strang erst im letzten Drittel. Trotzdem waren beide Wege sehr interessant zu lesen. Die Autorin schafft es ausgezeichnet, dass man sich mit der jeweiligen Situation auseinandersetzt und selbst Überlegungen anstellt, wie man selbst gehandelt hätte.
Durch Marie und ihre Mutter, die eine begnadete Künstlerin war, erfahren wir auch viel über Kunst, Restauration und Floristik. Spannende Themen, über die ich gerne gelesen habe. Dabei kommt auch das Bild "Sonnenblumentage", Maries Lieblingsbild, gemalt von ihrer Mutter, öfters vor. Der Titel des Bildes findet man auch als Buchtitel am Cover wieder und ist auch für den Inhalt wichtig.
Ich erwartete mir eigentlich, dass beide Geschichten ein gleiches Ende haben werden, was jedoch nicht eintraf. Und genau hier setzt auch mein Kritikpunkt an. Ein Ende hatte ich so nicht erwartet und war nicht ganz nach meinem Geschmack. Das andere Ende war mir etwas zu schnell herbeigeführt und wirkte bei einigen Punkten unglaubwürdig. Der Weg zum Ziel hat mir gut gefallen, aber beide Enden waren mir etwas zu dramatisch.
Der Schreibstil von Frieda Bergmann hat mir sehr gefallen. Er ist fesselnd und bildhaft. Die Charaktere sind facettenreich und wirken glaubwürdig.
Jedem Kapitel wird ein Sprichwort beigefügt, welches sich auf dem nachfolgenden Abschnitt bezieht. Durch die Überschriften "Was wäre, wenn sie geht.." und "Was wäre, wenn sie bleibt..." erkennt man sofort, in welchem Handlungsstrang man sich befindet. Ein weiterer Hinweis sind die Schriftarten, die zwischen den zwei Erzählsträngen wechseln.
Fazit: Ein Roman, der zum Nachdenken anregt und uns überlegen lässt, welche Kleinigkeiten oftmals unser Leben beeinflussen und ihm eine neue Richtung geben können. Die Idee dahinter finde ich toll. Ich empfehle den Roman sehr gerne weiter, auch wenn ich mit den beiden Enden etwas hadere...
Da mir das erste Buch von Frieda Bergmann vor einiger Zeit sehr gut gefallen, war ich sehr gespannt auf ihren neuen Roman "Sonnenblumentage".
Die Idee mit den zwei verschiedenen Lebenswegen der Protagonistin Marie hat mir im Vorwege sehr gut gefallen, aber ich muss leider sagen, dass mir die Umsetzung nicht so gut gefallen hat. Ich habe mich sehr schwer getan, die beiden Leben von Marie auseinander zu halten und ich habe mich immer wieder gefragt, in welchem der beiden Leben der beiden ich gerade bin bzw. was inhaltlich wo hingehört. Die beiden Perspektiven waren zwar auch in der Schriftart unterschiedlich, aber mir hat dies hier leider nicht so gut geholfen.
Die Geschichte selbst war ganz unterhaltsam und mir hat das Leben mit Sean sehr viel besser gefallen. Es war vom Setting her schöner und deutlich mehr Wohlfühlatmosphäre. Zudem fand ich Sean sehr sympathischer als Fabian. Marie war ebenfalls sympathisch, aber insgesamt ist sie doch ein wenig blass geblieben und war für mich nicht ganz so greifbar.
Das Buch hatte zudem einige Längen und hätte für meinen Geschmack kürzer sein können. Ich bin wirklich traurig, dass ich das Buch nicht besser bewerten kann, aber leider konnte es nicht völlig meinen Geschmack treffen.
Mein Jahreshighlight, wunderschön und sehr emotional
*Klappentext(Übernommen)* Was wäre, wenn … du dich einfach mal traust?
Maries Leben ist gar nicht mal so übel: Gemeinsam mit ihrem Freund lebt sie in einem beschaulichen Dorf bei Bamberg und arbeitet als Floristin in einer kleinen Gärtnerei. Es hätte sie definitiv schlechter treffen können. Und dennoch fragt sie sich: Gibt sie sich mit allem zufrieden, weil es sicher ist, oder weil sie es wirklich will? Was wäre gewesen, wenn sie im Leben mal eine andere, riskantere Abzweigung genommen hätte? Sähe ihr Schicksal anders aus? Als Marie sich auf den Weg zu einem Spa-Wochenende mit ihrer Tante macht, ahnt sie nicht, dass sie auf dieser Fahrt eine ganz besondere Entscheidung treffen wird. Eine Entscheidung, die scheinbar unbedeutend ist, die ihr Leben aber für immer verändern könnte. Wenn sie sich darauf einlässt …Ein Roman. Zwei Geschichten. Und ein Happy End für die Liebe.
*Meine Meinung* "Sonnenblumentage" von Frieda Bergmann ist ein sehr emotionaler Roman, der mit seinen zwei Erzählsträngen etwas besonderes ist. Als mich die Autorin gefragt hat, ob ich ihren Roman lesen würden, hat mich die Thematik sofort fasziniert. Gerade in letzter Zeit habe ich mich oft gefragt, was wäre wenn gewesen, wenn ich einfach eine andere Abfahrt genommen hätte. Und aus solch einer Situation einen Roman zu schreiben finde ich echt klasse. Also habe ich zugesagt und ich bin nicht enttäuscht worden. Die Geschichte ist richtig gut, und auch überraschend. Mir gefällt der Schreibstil der Autorin, er ist lebendig, leicht und locker, aber auch ziemlich emotional. Gleich mit den ersten Worten hat die Autorin mich in den Bann gezogen und nicht wieder losgelassen. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Meine Gefühle sind Achterbahn gefahren und ich habe sehr mit Marie mitgefiebert. Die beiden Erzählstränge wechseln sich ab, es wird parallel die gleiche Zeit beschrieben. Ich konnte auch gut zwischen den beiden Strängen wechseln. Anhand der Überschrift weiß der Leser sofort, ob er sich im Strang "Was wäre, wenn sie bleibt…" oder im Strang "was wäre, wenn sie geht …" befindet, sehr hilfreich. Darunter befinden sich kleine Sprüche und Lebensweisheiten. Eine sehr schöne Gestaltung des Buches.
Die Charaktere sind lebendig und authentisch, haben Ecken und Kanten. In Marie habe ich mich sofort verliebt. Sie ist sehr sympathisch, geht mir manchmal zu schnell einen Kompromiss ein. Gerade deshalb kann ich mich gut in sie hineinversetzen, da ich genauso in jungen Jahren war. Ich bewundere ihren Mut, etwas zu verändern und bin gespannt, wie sich ihr Leben dadurch verändert. Egal in welchem Strang, sie ist auf jeden Fall bereit etwas zu verändern. Wird es besser, wenn sie geht, wird sie glücklicher werden. Oder ist es besser zu bleiben? Und auch die anderen Charaktere sind bildhaft beschrieben, ich kann sie mir alle gut vorstellen, egal ob sie mir sympathisch sind oder nicht.
Das Cover ist wie die Geschichte lebendig und farbenfroh, sie macht einem gleich gute Laune. Eine bunte Wiese mit wunderschönen Sonnenblumen und verschieden anderen Blumen, der jungen Frau im Sommerkleid neben ihrem Fahrrad zaubert mir ein Schmunzeln ins Gesicht.
*Fazit* "Sonnenblumentage" ist ein zauberhafter Sommerroman, der nicht nur unterhalten, sondern einen auch nachdenklich macht. Ab und zu habe ich das Buch aus der Hand gelegt und über mein eigenes Leben nachgedacht. Auch bei mir gab es so zwei/drei Abzweigungen, die ich im Nachgang anders gemacht hätte. Aber ob mein Leben dadurch besser geworden wäre? Ich weiß es nicht und werde es auch nie erfahren. Auf jeden Fall ist diese Buch mein Jahreshighlight und ich kann es jedem empfehlen, der sich auf solch ein Experiment einlassen mag. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.
Mein Dank gilt der Autorin Frieda Bergmann und dem Blanvalet Verlag, die mit das Taschenbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Es hat meine Meinung nicht beeinflusst.
Meine Meinung Sonnenblumentage“ von Frieda Bergmann hat mich von der ersten Seite an gepackt nicht mit Spannung im klassischen Sinn, sondern mit einer leisen, ehrlichen Wärme, die mich sofort in Maries Welt hineingezogen hat. Marie führt eigentlich ein gutes Leben: Sie lebt mit ihrem Freund Fabian in einem kleinen Dorf bei Bamberg und arbeitet als Floristin. Alles ist ruhig, sicher, vertraut – und doch spürt man schon früh, dass sie innerlich unruhig ist. Ich konnte so gut nachvollziehen, wie sie sich fragt, ob sie wirklich glücklich ist oder ob sie sich einfach nur mit dem abgefunden hat, was sie kennt. Diese Gedanken fand ich unglaublich menschlich und echt – ich glaube, jeder hat sich schon einmal gefragt: Was wäre, wenn ich damals einen anderen Weg gewählt hätte? Als Marie gemeinsam mit ihrer Tante zu einem Spa-Wochenende aufbricht, beginnt für sie (und auch für mich als Leserin) eine ganz besondere Reise. Eine kleine Entscheidung verändert alles und plötzlich gibt es zwei Wege: „Wenn sie geht“ und „Wenn sie bleibt“. Anfangs hat mich dieses Hin- und Herspringen zwischen den beiden Handlungssträngen etwas verwirrt, aber schon nach wenigen Kapiteln habe ich mich gut hineingefunden. Ich fand es dann richtig spannend, beide Lebenswege zu verfolgen und zu sehen, wie unterschiedlich Maries Leben verlaufen könnte – und wie beide Entscheidungen ihre eigenen schönen, aber auch schmerzhaften Seiten haben. Marie war mir als Figur schnell sympathisch, auch wenn ich sie zwischendurch wirklich gern mal geschüttelt hätte – vor allem, wenn es um ihren Freund Fabian ging, der für mich ziemlich kühl und distanziert wirkte. Trotzdem mochte ich, wie ehrlich und verletzlich sie dargestellt wurde. Ich habe richtig mit ihr mitgefühlt, besonders gegen Ende, als es noch einmal richtig emotional wurde. An einer Stelle musste ich das Buch sogar kurz zur Seite legen, weil mich die Szene so berührt hat. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass das Buch so viele Gefühle in sich trägt es gibt traurige, nachdenkliche, aber auch humorvolle und hoffnungsvolle Momente. Genau diese Mischung hat es für mich so besonders gemacht. Ich habe gelacht, mit gefiebert und manchmal auch ein bisschen geweint. Frieda Bergmann schreibt mit einer wunderschönen, warmen Sprache, die trotzdem nie kitschig wirkt. Man spürt, dass sie ihre Figuren liebt und ihnen Raum gibt, Fehler zu machen und zu wachsen. Sonnenblumentage ist kein lauter Roman, sondern einer, der ganz sanft ins Herz kriecht und dort bleibt.
Dieses Buch hat mich tief berührt und zum Nachdenken gebracht. Es erinnert daran, dass jede Entscheidung egal wie klein sie scheint unser Leben verändern kann. Sonnenblumentage ist ein gefühlvoller, lebensnaher Roman über Mut, Liebe und das Glück, seinen eigenen Weg zu finden.
Ich liebe den Film "Sie liebt ihn - sie liebt ihn nicht" mit Gwyneth Paltrow aus den 90ern. Da wird die Geschichte ihrer Figur in zwei Versionen erzählt. Einmal erwischt sie die U-Bahn noch und damit ihren Freund inflagranti mit einer anderen im Bett. In der zweiten Version muss sie die nächste U-Bahn nehmen, und ihr Leben läuft - vorerst - weiter wie bisher.
Ein ganz ähnliches Konzept präsentiert Frieda Bergmann in "Sonnenblumentage". Wir lernen Marie kennen, deren Lebensweg sich ab Kapitel 3 in 2 Versionen aufsplittet. Einmal verbringt sie ein inspirierendes Wochenende weg von zu Hause, lernt nette Leute kennen und stellt die Weichen für ihren kurze Zeit später erfolgenden Umbruch. In der anderen Version sagt sie das Wochenende ab, startet dafür aber einen kleinen "Neuanfang" in ihrer gewohnten Umgebung. Viel mehr kann man gar nicht verraten, ohne zu viel zu spoilern. Nur so viel kann ich noch sagen: es gibt was zum Schmunzeln, zum Lachen, zum Weinen, zum Träumen, zum romantisch sein, und ein paar schöne Musik-Tipps, die es wert sind sich mal anzuhören. Für alle ist was dabei!
Ja, ich hatte meine Lieblingsgeschichte, und hab in dieser auch Marie "angefeuert" ihren Weg zu gehen. Doch auch die andere Variante wurde mir mit der Zeit immer sympathischer und interessanter, je mehr wir in der Zeit voran schritten. Langweilig wurde es mir jedenfalls nie, und das obwohl das Buch immerhin 640 Seiten umfasst. Aber im Gegensatz zu manch anderen dicken Büchern merkt man das hier fast gar nicht, da es sich wirklich leicht wegliest - und Frieda Bergmann bringt darin ja auch immerhin gleich 2 Geschichten unter.