Als Kuratorin eines renommierten Museums sorgt Regina Steinbruch für Aufsehen in der Kunstwelt. Sie ist Karrierefrau durch und durch;um ihre Ziele zu erreichen, geht sie rücksichtslos ihren Weg – flink vorbei an den verachteten männlichen Kollegen. Als Regina bei einem One-Night-Stand schwanger wird, gerät ihre Welt aus den Fugen, und selbst, als sie entscheidet, das Kind ihrer besten Freundin zur Adoption zu übergeben, findet sie nicht zur Ruhe. Baby Toms unwiderstehlicher Geruch bringt die knallharte Fassade der Kuratorin zum Bröckeln und Stück für Stück tritt ein empfindsamer und verletzlicher Mensch in Erscheinung.
Norbert Maria Krölls dritter Roman ist eine schwarzhumorige Satire auf den Kunst- und Kulturbetrieb und stellt provokant weibliche und männliche Rollenzuschreibungen infrage. In einem schrankenlosen Gedankenstrom erzählt „Die Kuratorin“ vom Mut, stark zu sein, und der manchmal noch größeren Herausforderung, auch Schwäche zeigen zu können.
„Es ist herrlich, als Frau kann man Männer, jedenfalls die gebildeten Exemplare, schlagen, so oft und so fest man möchte, sie werden sich nicht wehren. Als wüssten sie, tief vergraben in ihren Kleinhirnen, dass sie die Schläge im Grunde mehr als verdient haben.“
Die garstige Regina. Die Kuratorin ist ein etwas garsties Buch, man muss sich erst mit der Protagonistin anfreunden, warm bin ich mit ihr nicht geworden. Sie will den Erfolg als Frau und der Weg dahin war hart und steinig. Sie ist d arüber wohl selber hart und steinig geworden. Sie nutzt gerne die Leute aus, die abhängig von ihr sind, für einen Gefallen für Sex für die Karriere. Sie will Erfolg als Kuratorin und als Frau und geht über alles hinweg. Eine ungewollte Schwangerschaft lässt sie leicht schwanken, aber sie bleibt tough. Auch wenn Kröll ihr noch eine schwierige Kindheit gibt, eine Sympathieträgerin wird Regina nicht. Die Welt der Kunstvermarktung kann man auch nicht wirklich entdecken, jeder versucht sich selbst zu erfinden und sich zu verkaufen. Die immer wieder gestellte Frage: Was ist Kunst? wird wohl nie geklärt. Wenn es sich gut verkauft als Ausstellung oder als Bild etc. dann muss es wohl Kunst sein. Mir ist die Frau ziemlich fremd geblieben, ihre brachiale Art ihr Leben zu gestalten, um irgendwas zu beweisen, was gar nicht bewiesen werden muss. Die garstige unverblümte Sprache hat teilweise Spass gemacht, das Cover ist ein Hingucker, aber es war nicht meine Welt #netgalley#
Die regina mag eine sehr furchteinflössende frau sein, aber ich hab mir oft gedacht: mah endlich, jemand, der es ausspricht 😂 Die frauenwelt mit all ihren rollen und erwartungen, den gezwungenen verhaltensregeln in zwischenmenschlichen beziehungen - die ganze performance der heutigen weiblichkeit - adieu! Regina räumt auf! Die wirkliche ausstellung, die sie kuratiert, ist ihr leben als frau!