Elvira war viel zu jung, um selbst Kinder zu haben – und ihre Söhne Kevin, Robin und Marvin haben es nicht gerade leicht mit ihr. Als eines Tages herauskommt, dass Kevin seine große Liebe Aicha geschwängert hat, noch bevor beide ihren Schulabschluss in der Tasche haben, kommt es beinahe zur Katastrophe. Denn Aichas Eltern setzen alles daran, dass das Kind nicht zur Welt kommt. Was tun? Marvin hat einen irrwitzigen Plan. Und für einige Wochen wird ihrer aller Leben kräftig durcheinandergewirbelt …
Rita Falk hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer (Winterkartoffelknödel, Dampfnudelblues und Schweinskopf al dente) in die Herzen ihrer Leser geschrieben. Von sich selber sagt die Autorin, dass sie die schönste Zeit ihres Lebens in Oberbayern verbracht hat. Dort hat sie ihre Kindheit verbracht, wuchs bei der Oma auf. Dem ihr so vertrauten Landstrich ist Rita Falk auch als Erwachsene treu geblieben. Sie lebt heute in München. Rita Falk ist mit einem Polizisten verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
Die Kindheitserfahrungen sind der Schatz, aus dem Rita Falk als Schriftstellerin schöpft. In ihrem Franz-Eberhofer-Krimi bildet ein bayerisches Dorf den Mittelpunkt des Geschehens. Keine Frage, dass es Rita Falk exzellent gelingt, dieses Bild authentisch in Szene zu setzen. Vor allen Dingen die kleinen und großen Schwächen der Menschen sind es, die sie ihren Lesern kenntnisreich und mit einer gehörigen Portion bissigem Humor serviert. Sie hat ihrem Protagonisten, dem Dorfgendarmen Franz Eberhofer, einen original bayerischen Ton auf den Leib geschrieben, der hart aber herzlich ist. Der Franz sagt halt, was er denkt.
Rita Falk ist sich also beim Schreiben treu geblieben. Ihre eigenen biografischen Wurzeln liefern den Grundstock für amüsante und geistreiche Unterhaltung der besten Lesart. Es bleibt weiterhin spannend - sicherlich wird sie noch viel von sich reden machen, mit ihren Geschichten von 'dahoam'.
Es zog sich sehr, die Geschichte an sich war gut und hat tolle Themen und Problematiken aufgegriffen, aber die Schreibweise fand ich oft langweilig. Es hat mich nicht mitgerissen
Das Buch wird gelesen von Johannes Raspe, der deutschen Synchronstimme von Robert Pattinson ( Edward in Twilight ). Ähm ja, da war ich zu Beginn doch ganz schön skeptisch, wurde aber direkt auf CD 1 positiv überrascht, denn Johannes Raspe hat nicht nur eine sehr angenehme warme Stimme, er liest auch einfach wunderbar. Er spricht jeden Charakter anders und liest nicht einfach nur glatt den Text runter. Es war eine Freude ihmzuzuhören.
In "Funkenflieger" geht es um den 15-jährigen Ich-Erzähler Marvin, genannt Locke, um seine beiden älteren Brüder Kevin und Robin und die lethargische Mutter Elvira, die, seit sie ihren Job verloren hat, eigentlich nur noch auf der Couch vor sich hin vegetiert. Die Jungs sind komplett auf sich allein gestellt und Elvira bekommt weder etwas davon mit, das Kevins Freundin Aicha ein Kind erwartet, von zuhause ausbüxt und sich Dank Marvins Einfall im alten Casino versteckt, weil ihre Eltern sie in die Türkei schicken wollen, noch davon das Robin von einer Bande Jungs bedroht wird.
Erst als man ihn krankenhausreif prügelt, wacht Elvira auf. Im Krankenhaus lernt sie die resolute Krankenschwester Annemarie kennen, die sich plötzlich in die Probleme und das Leben der Familie einmischt. Erst missfällt das den Jungs, doch langsam aber sicher zeigt sich, das Annemarie nur helfen will und das sich durch diese Hilfe alles irgendwie zum Guten wendet.
Es ist gar nicht möglich in wenigen Sätzen wiederzugeben, was Rita Falk hier geschrieben hat. Die Handlung ist sehr sehr dicht und schon irgendwie aus dem Leben gegriffen, auch wenn die Familie hier wirklich irre viele Probleme hat und immer noch mehr anzuziehen scheint.
Erst als Annemarie auf der Bildfläche erscheint, kommt so etwas wie "Rettung" in Sicht, denn Annemarie sorgt nicht nur dafür, das Elvira ihren Hintern wieder hochbekommt, sie kümmert sich auch um die Probleme von Aicha und Kevin. Und sie ist nicht die Einzige, die Hilfe leistet, auch ihren Bruder, praktischerweise Polizist, holt sie mit ins Boot und Kunstlehrer Conradow, der seine Schüler kennt und schätzt, mischt sich ein.
Gemeinsam, Erwachsene und Jugendliche, sind sie stark, doch das müssen sie erstmal lernen und das ist kein leichter Prozess, aber ein wunderbar geschilderter.
Die Protagonisten sind wirklich toll und superauthentisch, wie ich finde. Es hat Spaß gemacht, sie auf ihrer Reise zueinander zu begleiten.
Das Ende ist rund und lässt mich zufrieden zurück.
Fazit:
"Funkenflieger" ist ein wunderbares Buch, mit dem mich Rita Falk erneut begeistern konnte. Authentische Charaktere, eine dichte, recht realistische Handlung und ein toller Sprecher machen das Ganze zu einem echten Hörgenuss.
This is a book in which you have to invest a lot of patience. Although only worth your time as a boring Sunday afternoon lecture, the book kicks off its story at a way too high level. Through cheap thrills, twists and actions which, even for the sake of fiction, are way too unreal, the modern love story tries and ultimately fails to remain relevant. Ms. Falk relies too much on the principle of "practice makes perfect", seeming to have a rather limited vocabulary of German slang and overusing it to the point where, when you're done with the book, you won't remain with any positive memories, just with a carefully manufactured disgust towards these hip teenager words.
I think this book is for young adults . In the beginning there are three brothers and not a happy home. Susan Hinton' s Outsiders come to mind . It is about growing up ,friendship and love in a small town somewhere in Bavaria.
Funkenflieger ist die Geschichte von Jugendlichen in einem sozial schwachen Umfeld. Locke und seine Brüder müssen sich irgendwie allein durchschlagen, von der lethargischen Mutter erhalten Sie keine Unterstützung. Und das in einer Situation, wo sie es mit einem schwangeren Mädchen und einer herumpöbelnden Bande zu tun haben. Das Buch wird aus der Sicht von Marvin alias Locke erzählt, und so mischen sich Jugendsprache und bayrisches Lokalkolorit, das dem Handlungsort Rechnung trägt. Den anspruchsvollen Leser mögen dabei die Einfachheit der Sprache und häufige Wiederholungen stören. Immerhin gibt Sprecher Johannes Raspe stimmlich Unterschiede in die Ausgestaltung der diversen Personen. Funkenflieger soll Jugendliche ansprechen, ihnen zeigen, dass auch in ausweglos scheinenden Situationen Hoffnung besteht. So gelangt die Geschichte von einem deprimierenden Umfeld über unerwartete Unterstützung zum großen Happy End. Das ist in Teilen gut, in Teilen etwas übertrieben, meine ich, als kritische Erwachsene.