Christine Westermann, preisgekrönte Journalistin und Bestsellerautorin, genießt mit ihren Buchempfehlungen großes Vertrauen bei einem breiten Publikum. Bücher sind aus ihrem heutigen Leben nicht wegzudenken, sie sind für sie Fenster in ein fremdes Leben. Dabei war ihr Weg zu den Büchern kein selbstverständlicher, eher ein Hindernislauf. Elegant, ehrlich und mit wunderbarer Selbstironie erzählt Christine Westermann, wie sie zu den Büchern (und Thomas Mann) fand – und begibt sich dabei auf eine fesselnde Zeitreise in ihre eigene, von Brüchen gezeichnete Familiengeschichte.
Eine Bibliothek mit Leiter wünscht sich Christine Westermann. Damit sie auch mal an die Bücher in der obersten Reihe kommt. An den Zauberberg von Thomas Mann aus dem Regal der Eltern zum Beispiel, an den sie sich lange nicht gewagt hat. Mit welchen Büchern ist sie aufgewachsen, welche sind noch heute eng mit ihrem Leben verknüpft? Warum hat Lesen lange Zeit nur eine kleine Rolle in ihrem Leben gespielt? Warum ist sie aus allen Wolken gefallen, als sie gefragt wurde, ob sie Lust habe, Buchempfehlungen fürs Radio zu machen? Wie schreibt man eine Empfehlung und warum soll es bei ihr nie ein Verriss sein?
Christine Westermann schreibt über die Lust zu lesen. Und damit eng verbunden über die Neugier auf das Leben der anderen. Mit ihrem neuen Buch erlaubt sie einen Einblick ins eigene Leben. Und in die vielen Bücher, die darin vorkommen.
„Das Leben der anderen, da möchte ich reingucken, das ist es vielleicht auch, was mich zu Büchern hinzieht. Lesen, wie es auch gehen kann mit dem Leben.“ (Zitat Pos. 129)
Inhalt In fünfzehn Kapiteln, von denen jedes als Überschrift ein Zitat von einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerinnen zum Thema Bücher trägt, schreibt Christine Westermann über ihr Leben. Ihre Geschichte beginnt mit den zwei sehr unterschiedlichen Bücherregalen ihrer Kindheit und Jugend, eines in der Wohnung ihrer Mutter und das andere in der Wohnung ihres Vaters. Sie schildert ihren Werdegang als Journalistin, wobei sie ursprünglich nicht damit gerechnet hatte, dass ihre beruflichen Wege sie zu den Büchern führen würden und dass es ihr gelingen würde, Menschen für Bücher zu begeistern. Ihr Schwerpunkt waren immer Romane, in denen es um Menschen, Familien, Beziehungen ging und siebenundvierzig davon stellt sie in diesem Buch vor. Sie hat nie negative Bewertungen geschrieben, ihr war und ist es wichtig, Bücher zu empfehlen und dabei zu erklären, warum ihr ein Roman gefallen hat und ihre Gedanken und Eindrücke während des Lesens zu schildern.
Umsetzung Mir gefällt die ungewöhnliche Art, wie Christine Westermann ihr Buch aufgebaut hat. Viele Jahrzehnte lang hat sie sich buchstäblich um den dicken Wälzer hinter Glas im Regal herumgeschlichen, „Der Zauberberg“ von Thomas Mann. Als sie begonnen hat, an diesem Buch zu schreiben, hat sie auch begonnen, "Der Zauberberg" zu lesen, in kleinen Schritten, mit Unterbrechungen, knapp vor dem Scheitern und dies ist so etwas wie eine Rahmenhandlung zu den Geschichten ihres Lebens in Büchern. Christine Westermann berichtet über Erlebnisse während ihrer Lesereisen, über die vier Jahre als Mitglied des „Literarischen Quartett“, über ihre Sendungen in Radio und Fernsehen, ihre Kolumnen. Sehr spannend und interessant ist das Kapitel über ihre Teilnahme am Deutschen Literaturpreis als Mitglied der Jury. Ich konnte mir nie vorstellen, wie es funktioniert, im ersten Durchgang Hunderte von Büchern zu lesen, hier bekommt man einen Einblick und sieht die Arbeit der Jury und die komplizierten Auswahlverfahren der einzelnen Listen nun mit anderen Augen. Die siebenundvierzig in diesem Buch besprochenen Romane sind je nach Stichwort in die Texte eingebunden, im Anhang findet sich eine Liste aller Romane, geordnet in der Reihenfolge, in der sie im Buch vorgestellt werden. Das Kapitel fünfzehn beginnt mit folgendem Zitat: „Wenn der Funke nicht überspringt, ist nichts zu machen. Die Klassiker liest man nicht aus Pflicht oder Respekt, sondern nur aus Liebe.“ Italo Calvino (Zitat Pos. 2159). Damit schließt sich der Kreis zu Thomas Mann und dem Zauberberg.
Fazit Eine unterhaltsame, interessante Zeitreise durch die Geschichten eines Lebens als Journalistin, Moderatorin, Autorin, Leserin und Vorleserin. Die Art, wie sie Bücher vorstellt, macht neugierig auf jene Romane, die man noch nicht kennt, die persönliche Wunschliste wird auch mit diesem Buch wieder länger – und bei mir der Vorsatz, trotzdem, den Zauberberg auch aus meinem Regal zu nehmen und endlich zu lesen.
„Das Leben der anderen, da möchte ich reingucken, das ist es vielleicht auch, was mich zu Büchern hinzieht. Lesen, wie es auch gehen kann mit dem Leben.“
Ein kurzweiliger Einblick in das (Lese)Leben der Autorin und Moderatorin Christine Westermann. Sehr persönlich, sehr offen, sehr herzlich und mit vielen Buchtipps, von denen einige auch auf meiner Wunschliste gelandet sind. Gelesen von der Autorin selbst.
»Ob ich all die Romane, die ich empfehle, auch wirklich immer bis zum Ende lese, werde ich oft gefragt. Eine Frage, die mich leicht verwirrt. Nur kurz die ersten zehn Seiten lesen, dann in der Mitte noch mal durchgeblättert, damit ich nichts Wichtiges verpasse und die letzten paar Seiten natürlich, damit ich den Buchtipp zu einem guten Ende bringen kann? Was für eine Mogelpackung wäre das denn?« (S.84)
Genau diese charmante Ehrlichkeit und unkonventionelle Art bei der Literaturanalyse/-kritik machen Journalistin, Autorin und Literaturkritikerin Christine Westermann so sympathisch! In ihrer Autobiografie »Die Familien der anderen. Mein Leben in Büchern.« schreibt sie in 15 Kapiteln (alle beginnen mit tollen Zitaten übers Lesen) über ihren Werdegang, ihr Leben, Bücher und das Lesen des Klassikers »Der Zauberberg« von Thomas Mann. Das Buch verspricht eine Autobiografie in Bücher zu sein. Das stimmt insofern, als dass die Autorin Details aus ihrem Leben beschreibt, aber zu einem Großteil schreibt sie über den Inhalt von (insgesamt 47) Büchern, die sie sehr gerne gelesen hat. Das war mir einfach zu viel Inhaltsangabe/Buchempfehlung im Buch, auch wenn sie natürlich begründet, warum sie ihr Leben stückweit mit Büchern erzählt: »Ich habe jene Romane gelesen, weil sie gut erzählt waren, mich unterhalten, mich oft genug auch etwas gelehrt haben. Über das Leben der anderen, in denen ich meines wiedergefunden habe.« (S.8) Genau diese Verbindung zu ihrem eigenen Leben hat mir gefehlt und hätten diese Buchbeschreibungen für mich in den passenden Kontext gesetzt, wenn Bücher zur Erzählung eines Lebens genutzt werden (was ich als Booklover by heart sehr berechtigt finde!).
Insgesamt eine sehr interessante Autobiografie, die viele Fragen zur Person (wahrscheinlich sehr bewusst) offen lassen, dafür gibt die Autorin - ganz in ihrem Element - umso mehr Buchtipps. Leseempfehlung für alle Fans von Frau Westermann 💖
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[3.5/5 ☆ ]
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»I am often asked whether I really always read all the novels I recommend to the end. A question that slightly confuses me. Just read the first ten pages briefly, then flick through again in the middle so that I don't miss anything important, and the last few pages, of course, so that I can bring the book recommendation to a good end? What kind of cheating would that be?« (Own translation; p. 84)
It is precisely this charming honesty and unconventional approach to German literary analysis/criticism that makes journalist, author and literary critic Christine Westermann so likeable! In her autobiography »The Families of Others. My Life in Books« (German language, published Nov.’22) she writes in 15 chapters (all beginning with great quotes about reading) about her career, her life, books and reading the classic »The Magic Mountain« by Thomas Mann. The book promises to be an autobiography in books. This is true insofar as the author describes details of her life, but to a large extent she writes about the content of (a total of 47) books she has read with great pleasure. For me, that was just too much content/book recommendation in the book, even if she does of course explain why she tells her life through books: »I read those novels because they were well told, they entertained me, and often enough they also taught me something. About the lives of others in which I found mine again.« (Own translation; p.8) It is this connection to her own life that I missed and would have put these book descriptions into the appropriate context for me when books are used to narrate a life (which as a booklover by heart I find very justifiable!).
Overall, a very interesting autobiography that leaves many questions about the person (probably very deliberately) unanswered, but the author - completely in her element - gives all the more book tips for it. Recommended reading for all fans of Ms Westermann 💖
Irgendjemand hat geschrieben, das Buch sei was für Fans des 2-Seiten-Podcasts - ja, stimmt durchaus. Und ein paar Buchtipps - z.B. "City of Girls" oder die Bücher von Friedrich Ani und Gregoire Delacourt - hat Frau Westermann da ja auch schon lobend erwähnt.
Oft fahre ich mit ihren Tipps ganz gut - City of Girls fand ich toll. Manchmal ist's aber auch nicht so ganz meins -Gregoire Delacourt fand ich nicht sooo toll. Aber im Buch bekommt frau auch noch viiiiiele andere Tipps, im Anhang alle übersichtlich aufgelistet - meine Wunschliste ist ein ganze Stück gewachsen.
Außerdem erfahren wir noch ein bissle etwas über Frau Westermanns Kindheit und Jugend und blicken kurz hinter die Kulissen des "Literarischen Quartetts" und gehen mit ihr auf Lesereise. Frau ist schnell durch mit diesem Buch, ich habe es aber sehr gern gelesen, nicht nur, aber vor allem auch wegen der vielen Buchtipps. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen.
Christine Westermann gibt uns in diesem Buch einen Einblick in ihr Leben und wie Bücher es beeinflusst haben. Ausgangspunkt ist hierbei die Bibliothek ihres Vaters, die sie selbst nie wirklich lesen konnte, da ihr Vater schon recht alt war, als sie auf die Welt kam und dementsprechend früh in ihrem Leben verstorben ist. Dieser Umstand wird sie ein Leben lang beschäftigen.
Aus dem Bücherschrank ihrer Mutter stammt der Zauberberg von Thomas Mann, den die Autorin in ihrem Leben nie gelesen hat und das Projekt jetzt endlich einmal angeht. Denn den Zauberberg sollte man als Buchkritikerin doch gelesen haben. Dieses Projekt zieht sich durchs ganze Buch und hat mich davon überzeugt doch eher die Finger davon zu lassen.
In den 15 Kapiteln erfahren wir dann auch chronologisch mehr aus dem Leben der Autorin. Und von den Büchern, die ihr zu diesen Lebensabschnitten einfallen. Ich habe dabei festgestellt, dass ich vom Buchgeschmack her sehr bei der Autorin bin. Einige der Bücher, die sie erwähnt habe auch ich schon gelesen und für gut befunden. Von daher werden wohl vielleicht noch einige der im Buch erwähnten Bücher auf meine Leseliste wandern.
Alle Bücher werden auch noch einmal am Ende des Buches zusammengefasst, so dass man sich daraus auch eine Leseliste erstellen kann.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, ich mag Frau Westermanns Humor, ihren Buchgeschmack und ihre Art zu schreiben. Wobei ich auch schon zu ihrer Zimmer frei Zeit ein Fan von ihr war.
Ich kann das Buch daher nur empfehlen. Es zeigt eine sympathische Frau und beinhaltet nebenbei noch ein paar gute Buchtipps. Von mir Daumen hoch!
Christine Westermann verknüpft auf charmante Weise ihr eigenes Leben mit - aus ihrer Sicht - empfehlenswerten Büchern. Ihre Begeisterungsfähigkeit für diese Bücher hat mich so angesteckt, dass ich all diese am liebsten sofort lesen möchte, kennen tue ich bisher nur zwei. Interessant auch, wie sie sich - nun endlich - Thomas Manns Zauberberg angenommen hat, was jedoch dazu geführt hat, dass ich dieses Werk nie lesen werde... 😉
Nachdem ich dieses Jahr einfach nur gelesen habe, wozu ich Lust hatte, passt sowohl das Buch von Elke Heidenreich, dass ich vor ein paar Tagen rezensiert habe, als auch dieses hier von Christine Westermann gut, um mein Lesejahr abzuschließen. Ich kannte Christine Westermann zunächst von "Zimmer frei!". Dort war sie mir sofort sympathisch und mich hat oft geärgert, wie ihr Götz Alsmann über den Mund gefahren ist oder sich über sie lustig gemacht hat. Irgendwann habe ich dann bemerkt, dass sie im Fernsehen und auch im Radio gelegentlich über Bücher spricht. Ihre Tipps höre ich mir immer gern an und viele der von ihr empfohlenen Bücher habe ich gelesen und sehr gemocht, zuletzt "22 Bahnen" von Caroline Wahl. In ihrem Buch "Die Familien der anderen" erzählt sie davon, was sie normalerweise liest und wie und warum. Anhand von Thomas Manns "Der Zauberberg" redet sie auch über sogenannte Klassiker und da geht es mir wie ihr: Manche sind einfach überschätzt. Nur dass die höfliche Frau Westermann das so nie sagen würde. Sie redet eigentlich möglichst immer nur über Bücher, die sie mag. Sie will sich nicht anmaßen, ein Buch schlecht zu bewerten, nur weil es ihr nicht gefällt. Schließlich könnte es ja sein, dass es einer anderen Person sehr gut gefällt und sie es vielleicht sogar dringend braucht. Da will sie nicht im Wege stehen. Aber es ist schon amüsant zu lesen, wie sie sich an diesem angeblichen Klassiker abarbeitet. Mir genügt inzwischen der Wikipedia-Artikel, wenn mir ein Klassiker nicht gefällt, damit ich wenigstens weiß, worum es geht. Das Leben ist zu kurz, um sich mit blöden Büchern zu quälen. Die Zeit reicht doch eh schon nicht, um alle guten, schönen oder wichtigen Bücher zu lesen! "Die Familien der anderen" hat mir sehr gefallen, ich mag einfach, wie Christine Westermann über Bücher oder auch über andere Dinge redet. Ihr Buch zu lesen ist wie mit einer Freundin den ganzen Tag zu verbringen und die ganze Zeit über Gott und die Welt zu reden.
Ein Blick ins Bücherleben von Christine Westermann
Christine Westermann, eine bekannte deutsche Fernseh- und Radiomoderatorin, Journalistin und Autorin, nimmt ihre Leser:innen in diesem Buch mit auf eine persönliche Reise durch ihre Leseerfahrungen. Sie erzählt, wie sie zum Lesen gekommen ist, welche Bücher sie durch ihr Leben begleitet haben und welche Werke für sie besonders bedeutsam geworden sind. Dabei verbindet sie autobiografische Episoden mit inspirierenden Buchempfehlungen, die sie passend zu den jeweiligen Lebensumständen einfügt.
Ich habe Christine Westermann erst vor Kurzem durch den “Zwei-Seiten”-Podcast kennengelernt und fand sie auf Anhieb sympathisch. Ihre Gedanken und Ansichten decken sich oft mit meinen, was mein Interesse an ihrem Buch geweckt hat. Durch die Lektüre konnte ich einen noch tieferen Einblick in ihr Leben und ihre Liebe zu Büchern gewinnen. Besonders schön finde ich ihren Ansatz, das Lesen als Fenster in andere Lebenswelten zu betrachten: „Wo wollen andere mit ihrem Leben hin und wie machen sie das? Ich mag es, beim Lesen im Leben anderer zu stöbern, mich in andere hineinzudenken …“ (S. 40).
Christine Westermann schafft es, ihre Begeisterung für das Lesen auf ansprechende und unprätentiöse Weise zu vermitteln. Ihr Schreibstil ist leicht verständlich, humorvoll und ohne abgehobene intellektuelle Begriffe – genau das macht dieses Buch so zugänglich und charmant. Beim Lesen musste ich oft schmunzeln, da ihr Humor genauso authentisch wirkt wie ihre Erzählungen.
Das Buch enthält zudem 47 Buchtipps, die am Ende übersichtlich in einer Liste zusammengefasst sind. Eine wahre Fundgrube für alle, die nach neuen Inspirationen suchen oder einfach die literarischen Empfehlungen einer belesenen Autorin entdecken möchten.
Dieses Buch ist perfekt für alle, die mehr über Christine Westermann erfahren möchten, und ebenso für jene, die sich von ihrer Liebe zu Büchern anstecken lassen wollen.
Ich mag die Buchempfehlungen von Christine Westermann und ich muss gestehen, dass ich auch eine der Personen bin, die zugreift, wenn ein Buch von Frau Westermann als lesenswert beurteilt wird. In diesem Hörbuch erzählt Christine Westermann von ihrem Leben und darin eingeflochten sind mehrere Bücher, die sie in ihrem Leben begleitet haben oder zumindest einen bleibenden Eindruck hinterließen. Die Autorin liest das Hörbuch selbst und so kam ich mir oft so vor, als ob wir zusammen bei Kaffee und Kuchen sitzen und sie mir nebenbei lustige und aber auch prägende Anekdoten aus ihrem Leben erzählt.
Würde ich dieses Hörbuch weiterempfehlen? Nur bedingt! Denn ich glaube, dass es nur für "Fans" ist. Also weder als hochspannende Autobiographie noch als Inspirationsquelle verstanden werden kann. Aber wer Frau Westermann mag, sie etwas näher kennenlernen möchte und nebenbei noch ein paar Leseempfehlungen mitnehmen will, dem kann ich dieses (Hör)Buch zur Unterhaltung empfehlen.
Zum Inhalt: Christine Westermann liebt und liest Bücher und sie spricht auch Empfehlungen aus und mitunter traut sie sic auch an Bücher, die man vermeintlich gelesen haben muss wie den Zauberberg. Und um das Lesen dieses Buches erzählt sie uns einiges über Bücher aber auch über ihr Leben. Meine Meinung: Christine Westermann zeigt einem immer einem besonderen Blick auf meistens besondere Bücher, klar geht es auch hier um Bücher und warum sie ihr Leben in der ein oder anderen Weise verändert hat oder eben auch nicht. Auch warum sie lange Zeit eher wenig gelesen hat. Und immer wieder bekommen wir auch kleine Einblicke in ihr Leben, wie sie Dinge empfunden hat und wie sie das tut, ist einfach schön. Die Autorin liest ihr Buch selbst und das hat mir auch gut gefallen. Fazit: Schönes Hörbuch
Christine Westermann füllt auch hier Empfehlumgem mit Leben! Christine Westermann hat sich einer Namen in der Literaturwelt verschaffen. Ohne Prestige, ohne elitären Blick empfiehlt sie, was ihr tatsächlich gefällt. Dass auch sie manchmal unter den Hochstapler-Syndrom leidet, wundert mich nicht, wenn man bedenkt, dass in der Literaturwelt Studium und mind. 5 Fachbegriffe pro Meinung vorausgesetzt werden. Gleichzeitig hat sie das meiner Meinung nach nicht nötig: ihre Empfehlungen und Expertise sind verlässlich, alleine aus diesem Buch habe ich 6 auf meine Wunschliste verfrachtet. Ihre Begründung, warum sie Bücher mag ist so plausibel und nahbar, eng verknüpft mit ihrer eigen Biographie: Das Leben der anderen. Wie kann so ein Leben noch aussehen? Ich hoffe sie empfiehlt noch viele Bücher!
Christine Westermanns Buch über ihre eigene Reise hin zu den Büchern - zu einigen davon spricht sie konkrete Empfehlungen aus - hat mir sehr gefallen, auch wenn ich wahrscheinlich nur wenige der empfohlenen Bücher selber lesen möchte. Sie schreibt darüber, wann welches Buch für sie welche Bedeutung gehabt hat und streut dazwischen immer wieder die Information, wie weit sie mit Thomas Manns Zauberberg schon gekommen ist. Locker und leicht zu lesen, hat definitiv Spass gemacht. Und ich hatte beim Lesen immer ihre Stimme im Ohr... .
Christine Westermann erzählt aus ihrem Leben und macht damit gleichzeitig einen Streifzug durch die Bücher, die sie dabei begleitet haben, denn die Journalistin hat nicht nur selbst Bücher geschrieben, sondern auch in den Medien so einige besprochen. Die Autorin wirkt dabei stets authentisch und nahbar. So berichtet sie beispielsweise von ihren Selbstzweifeln, dass sie sich im Literarischen Quartett kleiner fühlte als die anderen drei Teilnehmer oder wie ihre lesbaren Buchtipps in der Jury für den Deutschen Buchpreis überstimmt wurden. Jene gibt sie aber ganz selbstverständlich und nebenbei auch hier, wo es eigentlich um ihr Leben geht. Mit ihr erklimmen wir außerdem den „Zauberberg“, sind sozusagen ihr Antrieb, dass sie diese Lesereise endlich angeht. Ich habe diese Bücherbiografie bewusst als Hörbuch gewählt, denn so konnte ich Christine Westermann in ihrem Metier erleben. Es blieb dabei natürlich nicht aus, dass ich mir Notizen machte, welche Bücher ich nun unbedingt noch lesen muss. „Die Familien der anderen“ ist jedenfalls ein großes Vergnügen für jeden Büchernarren.
Locker-leicht geschrieben. Christine Westermann verwebt Buchempfehlungen mit ihrer Lebensgeschichte (und quält sich nebenbei durch den Zauberberg). Macht Lust aufs Lesen und fast alle vorgestellten Bücher!
ein wunderbares Buch, das Lust aufs Lesen der vorgestellten Bücher macht - und nebenbei liest man einige Anekdoten der sympathischen Autorin. Jede*r, der*die gerne liest und Frau Westermann schätzt, wird sich gut aufgehoben und bereichert fühlen.
Eine Lebensgeschichte erzählt anhand von Büchern. Ein spannendes Konzept und sehr inspirierend. Zwischendurch habe ich immer mal wieder den Faden verloren, was aber nicht so schlimm war. Ein wirklich interessantes und bewegendes Leben toll und neuartig erzählt.