Der letzte Kampf der Talente gegen die Faune hat nicht alle Widersacher vernichtet. Nun erwacht die alte Feindschaft aus einem achtzehnjährigen Schlaf.Leon und Leyla Sommer sind in dem Glauben aufgewachsen, das Leben wäre einfach und gut. Doch eines Tages kehrt Nayo auf den Hohenfels zurück - und bringt ihre Familie aus Transsilvanien mit. Erst da erfahren Leon und Leyla, dass ihre Eltern einst Talente waren und gegen mystische Wesen gekämpft haben. Diese erschütternde Nachricht nehmen die Geschwister äußerst unterschiedlich auf.Bald stellt sich heraus, dass die Geschehnisse von damals ihre Spuren hinterlassen haben. Die Armee wählt einen obersten General, während Nayos Gefährte sich zum König der Faune aufspielt. Schneller, als die Talente gedacht haben, schaukelt sich der Konflikt zu einer neuen Endzeit hoch.
18 Jahre später: Die nächste Generation wird in den Krieg zwischen Mensch und Faun reingezogen. Ganz vorne mit dabei,die Zwillinge von Melek und Erik. Leon und Leyla. Die Welt der Zwei wird von heute auf morgen auf den Kopf gestellt, als sie von der Welt der Fauen und der Talente erfahren. Sie müssen mit ihren gerade mal knapp 17 Jahren schwere Entscheidung treffen. Die Geschichte der Zwillinge geht einen unter die Haut. Das Ende war einfach der Wahnsinn. Da brauch ich noch eine Weile um das zu verarbeiten. 🙈
Besonders schön fand ich das wir hier viele der alten Talente wiedersehen und erfahren was aus ihnen geworden ist.
Zurück zu den Talenten – damit hatte ich überhaupt nicht mehr gerechnet. Umso schöner war es, alte Bekannte wiederzutreffen und erneut in diese Welt abtauchen zu können. Wer die erstem Bände gelesen hat, sollte sich diesen hier nicht entgehen lassen, wenngleich er mich nicht so sehr packen konnte, wie es der Auftakt seinerzeit geschafft hat. Melek und die anderen waren mir einfach zu sehr ans Herz gewachsen und mein Herz blieb nach drei Bänden gebrochen zurück, weil sie so grandios war und doch nicht so ausging, wie ich es mir erhofft hatte. Auf Nayo zu treffen, war wie nach Hause zu kommen. Auf den Stil der Autorin oder das sagenhafte Setting muss ich wohl nicht mehr eingehen, meine Lobeshymnen lassen sich in anderen Rezensionen nachlesen. Obwohl wir also alte Bekannte treffen, wurde ich mit einer gänzlich neuen Geschichte überrascht. Es war gleichermaßen vertraut und fremd, ein neues Abenteuer, das ich genossen habe. Leon und Leyla vermochten mich aber leider nicht so sehr abzuholen wie die Protagonisten Jahre zuvor. Wer aber, wie ich, ohne die Faune nicht länger leben möchte, der muss sich auf dieses Abenteuer einlassen.
Mein Fazit: Wer unsere Talente und Faune vermisst hat, sollte sich diese Fortsetzung nicht entgehen lassen, wenngleich sie für mich leider nicht an ihre Vorgänger herankam. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen!