Knut Cordsen setzt den Aktivismus der Gegenwart – von »Fridays for Future« bis zu Greenpeace im Außenministerium – in einen historischen Kontext. Sein Buch ist reich an Lehren, die aus ihrer gut 100-jährigen Geschichte ziehen sollten.
»Dies ist ein mitreißendes Buch über die Kunst, andere mitzureißen. Es erzählt mit feinem Humor und tiefer Sachkenntnis von einem Jahrhundert voll Knut Cordsen zeigt, warum die Sehnsucht, die Welt zu retten, gerade bei uns Deutschen immer so riesig ist – und warum sich die Welt immer so trotzig dagegen wehrt.« Florian Illies.
Was die Beschreibung „feinen Humor“ nennt, würde ich als „herablassende Häme“ bezeichnen. Statt Einsichten über echte soziale Bewegungen zu geben, pickt sich der Autor die vermeintlich belächelnswerten Eigenheiten von „Aktivismus“ als Kultur heraus und beleuchtet in dem Zuge einige unbedeutende Figuren, die sich historisch als „Aktivisten“ bezeichneten, um sich aus einer unerträglich arroganten Position über deren Beiträge lustig zu machen. Völlig unnötig.
Eher enttäuschend. Der ganz böse linke Internetmob auf Twitter, der sich rechten, antifeministischen und queerfeindlichen Bewegungen entgegenstellt, wird belächelt und die erwiesenermaßen transfeindliche Alice Schwarzer unter anderem als Ikone dargestellt. Da hätte der Autor mehr recherchieren müssen. Naja