»Ich bin ich selbst, und ich habe Macht. Die einzige, die ich mir jemals gewünscht habe. Die über meinen Körper.«
Köln, in der Gegenwart. Medusa lebt. Jahrtausendelang musste sie sich vor den Göttern und Menschen verstecken. Sie hat es satt, das Monster ihrer eigenen tragischen Geschichte zu sein, und wagt das Undenkbare: Sie stellt Poseidon und Athene, die Götter des Olymps, die sie zum Monster gemacht haben, vor ein internationales Göttergericht. Dieser unerhörte Vorfall sorgt unter den Unsterblichen dieser Welt für einen Aufruhr, denn Medusa ist nicht die Einzige, die etwas zu sagen hat gegen die Ungerechtigkeiten der Götterwelt...
‚Medusa – Verdammt lebendig‘ von Lucia Herbst war ein Retelling genau nach meinem Geschmack. Modern, humorvoll und dabei ernste Themen respektvoll behandelnd, mit tollen Frauen und viel Kampfgeist. Herbsts Schreibstil ist sehr eingängig, leicht und witzig. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht für jeden Lesenden das richtige ist und eventuell als etwas zu flapsig empfunden wird, für mich hat es von der ersten Seite an gepasst. Medusas Geschichte spielt in der heutigen Zeit und startet überraschender- und witzigerweise zum Kölner Karneval. Ich hatte Urban Fantasy erwartet, doch genau dieser Zeitpunkt hat für Medusa mit dem Schlangenhaupt eine ganz besondere Bedeutung. Hauptschauplatz ist jedoch ein Gerichtssaal und die dort stattfindende Gerichtsverhandlung, die das meiste der Handlung einnimmt. Ich liebe solche Settings und es eröffnet auch hier unglaubliches (Götter-) Potential. So trifft man nicht nur griechische Götter, nein, auch beispielsweise nordische oder ägyptische. Dieser Mix der Mythologien hat mir unglaublich Spaß gemacht und ich ziehe meinen imaginären Hut vor der Recherchearbeit. Und der Fähigkeit, alle Verbindungen und Verwandtschaften in eine Story einfließen zu lassen, ohne dass es nach Geschichtsunterricht klingt. Der Ausgangspunkt von ‚Medusa‘ bietet nicht nur der titelgebenden Figur die Bühne, die sie verdient, sondern allen Frauen, die unter Gottheiten gelitten haben, die seit Jahrtausenden nicht zur Rechenschaft gezogen wurde. Sie haben gedemütigt, vergewaltigt, eingesperrt, gezwungen und gespielt, heute bekommen sie ihre gerechte Strafe dafür. Ich liebe diese Idee und bin auch von Umsetzung und Stil begeistert. Selbst meine Bedenken bezüglich einer Liebesgeschichte wurden gekonnt zerstreut und zeigen erneut, dass Lucia Herbst Frauen ihren Weg gehen, ihre Freiheit genießen und einfach leben lässt. 5 Sterne.
3.5/5 Puh...endlich fertig mit dem Buch und für mich gar nicht so einfach zu bewerten 🤔 Einerseits ist das Thema der Story so unheimlich wichtig und brandaktuell und zudem merkt man wie gut die Autorin sich mit den mythologischen Gestalten/Göttern auskennt. Doch andererseits war mir das zeitweise einfach viel zu viel Info Dumping über das Who is Who der antiken Mythologien und stellenweise war mir der Gerichtsprozess zu langatmig 😩
Y'all better pray this book comes out in English ASAP.
First, a little blurp for all my english friends. This is modern-day Medusa. 3000 years after the possibly most famous rape in all of mythological and other history that woman finally decides to make Poseidon and Athene pay for what they did to her. And how do you do that in 21st century? You sue them. So here we are, having our very first mythological lawsuit against two of the most (in)famous gods in the world. And as things progress secrets and chaos unfold, of course ...
So far so good. Now to the story. The characters were *chef's kiss*. Normally I can't really connect to the female main character in a book because they're so shallowy written but Medusa was a sight (or read?) for sore eyes. Also the Olympians were so well-written I wanted to throw my book against the wall and personally go down to the fucking Olymp to burn it all to the ground. Throughout mythology the Olympians, most notoriously Zeus, Poseidon, Athene and Hades, have done some VERY cruel things and it was such a relief to read this book and see them portrayed as the monsters they truly are.
Of course you can't expect Lucia Herbst to write a court hearing like a John Grisham but it was good enough. It didn't need expertly juridical details.
What I REALLY enjoyed was the weaving in of other cultural gods. Not to spoil anything but the Greek mythology isn't the only one sitting in that court and that was perfect..
Now, to that one missing star in my final rating:
I did not like how one little part of the ending unfolded. That's all. I won't say more, I won't spoil stuff but let me just say that romance-wise this was a bit too feminist for me.
Overall, if you're a german-reading buddy - go get that book right now!!! - and if you're english reading ... read that first line of my review again, please.
Can I just add as a post scriptum that I LOVE that we reached the level where we're seeing Medusa for what she really is or was? A poor, innocent victim of rape, power play and envy if you can't follow me. I JUST LOVE THAT.
Die Autorin erzählt hier in ihrem Buch eine alternative Version der Geschichte rund um die Figur der Medusa. Die hat in ihrer Geschichte überlebt und lebt in unserer Welt versteckt in Köln. Jetzt hat sie sich entschieden, gegen Athene und Poseidon vorzugehend, wegen dem, was die beiden ihr angetan haben.
Der Schwerpunkt liegt bei der Gerichtsverhandlung, wodurch die Geschichte was von Law and Order mit Göttern bekommt. Neben den griechischen Götter tummeln sich auch noch jede Menge ägyptischer Götter bei Verhandlung herum. Dieses Konzept hat mir richtig gut gefallen.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus der Sicht von Medusa, die im Laufe der Geschichte eine erstaunliche Wandlung durchmacht. Sie entwickelt sich wirklich toll. Ich mochte sie unheimlich, sie ist ein toller Charakter und sehr sympathisch.
Eine klassische Romanze gibt es nicht, aber durchaus Ansätze in diese Richtung. Die Autorin hat den Fokus halt mehr auf die Entwicklung von Medusa gelegt.
Mir hat diese Geschichte unheimlich gut gefallen. Sie ist humorvoll, nachdenklich und spannend, also genau die richtige Mischung. Am Ende sind alle Frage beantwortet und es gibt von mir die volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung.
Ich war erstmal erstaunt über die Thematik. Ein Gerichtsverfahren rund um Medusa, ihre vergewaltigung und verwandlung. Nach 150 Seiten war mir dann klar, das das gesamte Buch davon handeln wird.
An sich wichtige Themen, verpackt mit Göttergestalten.
Aber ans sich waren es immer nur kleine Abschnitte, bei denen ich in den Lesefluss gekommen bin.
Viel war für mich zu ausgeschmückt, nicht zielführend und überladen. Auch wenn man sich mit den mythologien auskennt, wird man von einer unzahl überrannt.
Mal abgesehen von ihrem Trauma hat mir dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite sehr viel Freude bereitet. Ich habe mich wirklich sehr oft dabei ertappt, wie ich schmunzeln musste. Ganz besonders haben mir ihre Schlangen gefallen, dass sie alle Namen und Persönlichkeiten hatten, sowie die innige Beziehung zwischen ihnen und Medusa. Vielleicht überragt ja irgendwann mal die Faszination für diese Tiere, statt Angst, die ich ihnen gegenüber empfinde. Ich bin Medusa nach wie vor verfallen. Und habe es natürlich gefeiert, dass sie nach all der Zeit ihre Gerechtigkeit bekommen hat und am Ende sogar ihr selbstbestimmtes Leben wieder hatte.
Achja, und die Figur Ereschkigal hatte eventuell nicht nur auf Medusa, sondern auch auf mich als Leserin eine ganz besondere Wirkung. 😮💨
Eine wunderbare feministische Geschichte über meine absolute Lieblingsfigur aus der griechischen Mythologie.
Was für ein wichtiges Buch. Die Message, die Aufarbeitung. Dieses Verständnis. Diese Einordnung von Gerechtigkeit und Rache. Wow.
Diese Geschichte hat mich allein beim Klappentext schon begeistert und als ich gerafft habe, dass mir hier sowohl griechische als auch ägyptische Mythologie begegnen werden. 👌🥰
Wir begleiten Medusa in ein das-ganze-Buch-anhaltendes Gerichtsverfahren bei dem sie darum kämpft, sich nicht mehr verstecken und sich nicht mehr für sich schämen zu müssen. Sie zieht in einen Kampf für Gerechtigkeit, um ihre göttlichen Peiniger zur Verantwortung zu ziehen und ihren Ruf wiederherzustellen.
Ja - die Autorin taucht hier natürlich in die Mythologie ein und es geht tief in fantastische Verstrickungen hinein und doch möchte ich festhalten, dass all diese Themen in unserer menschlichen Welt so relevant sind:
Menschen, oft Frauen, die Machtmissbrauch in allen möglichen Formen erlitten haben und denen nicht geglaubt oder ihre Bedeutung abgesprochen wird. Klar wollen wir das nicht wahr haben, aber es geschieht wirklich bis heute. Täglich. Täter-Opfer-Umkehr: "Du hast es doch so gewollt, sonst wärst du anders gekleidet gewesen." ist wohl einer der unterirdischsten und leider auch beliebtesten Sprüche, die sich Frauen immer wieder anhören dürfen.
Medusa als Protagonistin ist unheimlich stark, ihrem Vergewaltiger Poseidon und Athene, die sie verflucht hat, gegenüberzutreten.
Und gleichzeitig erleben wir Medusas Zweifel, ihre innere Zerrissenheit und die Selbstgespräche, in denen sie sich immer wieder selbst anklagt und sich fragt, ob sie nicht doch selbst die Schuldige sei. Über Jahrtausende wurde sie als Monster dargestellt und glaub inzwischen fast selbst, dass sie genau das ist.
Man möchte sie umarmen und wiegen und ihr zusprechen, dass sie wertvoll und wunderbar und unschuldig und stark ist. Ihre Reise in dieser Geschichte ist berührend, aber nicht so innerlich zerstörend, wie sie sein könnte. - Und dafür bin ich sehr dankbar. 🙏
Auch die fast schon unterschwellige Aufklärung zum Thema "Abhängigkeit und Schutz mit Liebe verwechseln" mag ich total: In vielen Fantasyromanen geschieht es oft, dass eine eher hilflose Prota von einem eher starken Helden beschützt wird und im Zuge dessen entwickelt sich die ganz ganz große Liebe. Das wird hier sehr erwachsen thematisiert und hat mich staunend und beeindruckt und schmerzlich glücklich zurückgelassen. Mehr kann ich dazu jetzt nicht schreiben ohne Spoiler, also lies selbst. 🤭✌️
Meine Mini-Kritikpunkte sind, dass es eeeecht viele Namen und Charaktere sind, die hier zum Teil hintereinander weg eingeführt werden und einem den Kopf glühen lassen. Zwischendurch war ich etwas lost. Gut zu wissen: Hinten im Glossar sind alle Götter und Charakterbezeichnungen einmal aufgelistet - das hilft enorm, um klarzukommen. 😅 Also: Glossar lesen! (Aber nicht das Glossar zu den Schlangen, das könnte ein wenig spoilern.)
Da die Reihe weitergeht, denke ich, dass es durchaus seinen Sinn hat, dass gefühlt alle Götter der griechischen und ägyptischen Mythologie hier schon einmal auftreten. Bin echt gespannt, was in Teil 2 geschieht... 😎
>> "Es war nicht deine Schuld", flüstere ich dem Spiegelbild zu, und zum ersten Mal glaube ich es. (...) Sie hatten kein Recht, in meinen Kopf zu kriechen und mich vergessen zu lassen, dass mich niemand gegen meinen Willen anfassen darf. <<
An sich mochte ich das Thema und das Buch super gerne, aber ich hätte es noch besser gefunden wenn diese kitschigen Passagen zwischen Asklepios und Horus nicht gewesen wären 😅
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‘*‘ Meine Meinung ‘*‘ Es ist sehr gut, dass das Buches mit einer Triggerwarnung beginnt, denn es geht in dem Buch um Missbrauch und Vergewaltigung und wie Opfer behandelt werden. Medusa wurde von Athene und Poseidon mit den Schlangen auf ihrem Kopf und dem Blick, der Menschen versteinern lässt, bestraft. Doch das Verbrechen, das ihr damals vorgeworfen wurde, ist gar nicht geschehen. Es war alles ganz anders und im Laufe der Geschichte erfuhr ich, wie es wirklich war. Welche Beweggründe Athene und Poseidon besaßen und was sie Medusa über das Sichtbare hinaus angetan hatten. Ich war mittendrin und ich bin mir sicher, dass viele Vergewaltigungsprozesse genau so ablaufen; Verleumdungen, Schuld beim Opfer suchen und Marginalisieren der Geschehnissen. Es ist erschreckend und zum Glück gibt es bei den Göttern viele Möglichkeiten, der Wahrheit auf die Sprünge zu helfen. Wo ich gerade bei Göttern bin. Es ist ein wilder Mix an Göttern des Olymps, ägyptischen und sumerischen Göttern. Und ich verrate es euch schon mal, die meisten Götter des Olymps sind keine Sympathieträger. Es wurde absolut realistisch dargestellt, welche innere Zerrissenheit Medusa durchmachte. Mal war sie ganz stark, dann wiederum zweifelte sie an sich und ihrer Klage gegen die Götter. Und ihr Wachstum wurde von der Autorin grandios in Szene gesetzt. Dabei halfen ihr auch andere Figuren, die mir alle sehr an Herz gewachsen sind, und es gab auch immer wieder Überraschungen, wer auf Medusa Seite steht. Ja, das Thema ist harter Tobak, doch es gab trotz allem Humor, Ironie und Sarkasmus, die das Ganze auflockerten. Auch ist Herbst die Gratwanderung zwischen „schweres Thema“, „Voyeurismus“ und kurzweiliger „Unterhaltung“ gelungen. Die Spannung kam in Wellen daher und zwischen den Wellen konnten wir alle durchatmen, neue Kraft schöpfen und das weitere Vorgehen planen. Diese Mischung aus Verhandlung und Vorbereitung derselbigen, ist der Autorin gelungen und ließ bei mir keine Langeweile aufkommen. Denn sie hat auch Überraschungen und Twist geschickt platziert. Der Schreibstil ist locker-flockig und Viola Müller hat Allem Leben eingehaucht. Ich hörte durch ihre fantastische Sprechweise Verzweiflung, Wut, Resignation und Freude. Das Thema ist kein leichtes, aber Herbst hat es geschafft, es angemessen zu verarbeiten und trotzdem kurzweilig in Szene zu setzen. Ich vergebe 5 Schlangen-Sterne. ‘*‘ Klappentext ‘*‘ "Ich bin ich selbst, und ich habe Macht. Die einzige, die ich mir jemals gewünscht habe. Die über meinen Körper." Köln, in der Gegenwart. Medusa lebt. Jahrtausendelang musste sie sich vor den Göttern und Menschen verstecken. Sie hat es satt, das Monster ihrer eigenen tragischen Geschichte zu sein, und wagt das Undenkbare: Sie stellt Poseidon und Athene, die Götter des Olymps, die sie zum Monster gemacht haben, vor ein internationales Göttergericht. Dieser unerhörte Vorfall sorgt unter den Unsterblichen dieser Welt für einen Aufruhr, denn Medusa ist nicht die Einzige, die etwas zu sagen hat gegen die Ungerechtigkeiten der Götterwelt ...
Jahrtausende versteckte sich Medusa, doch jetzt hat sie genug. Sie klagt Athene und Poseidon vor einem internationalen Göttergericht an. Und damit bringt sie einen Stein ins Rollen, denn Medusa ist nicht die einzige, die eine Rechnung offen hat… . Medusa ist einfach eine tolle Protagonist. Man kann sich so gut in sie hineinversetzen und man entwickelt wahnsinnig schnell Mitleid für sie und ihre Situation. Umso schöner ist es zu lesen, wie sie immer weiter über sich hinauswächst und einfach ihren Weg geht. Die Charakterentwicklung über den Verlauf des Buches ist perfekt und liest sich unglaublich realistisch. Natürlich sind einige Aspekte der Mythologie schon bekannt, aber sie werden wundervoll in das moderne Setting eingebaut. Außerdem ist es echt cool, dass nicht nur die griechische Mythologie in das Buch eingebunden wird, sondern auch Götter aus anderen Kulturen ihren Platz finden. Deswegen fand ich gerade Horus als Nebencharakter total interessant spannend. Auch die Handlung ist super spannend und man kann bei dem Prozess wirklich sehr stark mitfiebern. Abgerundet wird dieses tolle Buch durch den tollen Schreibstil. . Absolutes Highlight
Griechische Mythologie meets Moderne. Eigentlich nicht ganz das, was ich normalerweise lese, aber mich hat die Idee der Story sehr neugierig gemacht. Mir hat das Buch gut gefallen. Ich mochte die kleine Romanze, auch wenn es manchmal etwas „plump“ war. Die große Kampfszene war mir irgendwie zu undurchsichtig. Overall kann ich gar nicht genau sagen, was mich final dazu bewegt, 4 Sterne zu geben. Ich habe das Gefühl, dass noch Potenzial nach oben da gewesen wäre.
Vorab vielen Dank an den SAGA Egmont Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.
Nach Büchern wie diesem weiß ich jedes Mal wie sehr ich Neuerzählungen der griechischen Mythologie doch liebe! Ich kann schon zu Anfang an sagen, dass ich die weiteren zwei Bände der Autorin auf jeden Fall lesen werde.
Anfangs dachte ich noch, dass das Geschehen mehr in der Gegenwart spielt, aber davon bekam man dann doch wieder weniger mit. Nichtsdestotrotz fand ich die Geschichte wirklich unglaublich spannend, dadurch dass sie die meiste Zeit aus einem Prozess bestand.
Durch diese juristische Atmosphäre könnte man meinen, dass die Geschichte etwas eintönig wirkte, aber dies war zu keinem Zeitpunkt der Fall. Nicht nur machten die Charaktere die Handlung lebendig, auch die Taten einzelner Mitwirkender brachten immer wieder neue Wendungen mit sich.
Generell wusste ich nie, wem man vertrauen konnte, wer es nur gut mit Medusa meinte und wer doch mehr in den Konflikt verstrickt war als gedacht. Genau das hat dem Buch die nötige Spannung verliehen, weshalb ich unbedingt immer weiterhören wollte. Nicht nur gab es Liebe zwischen den Personen, auch Intrigen und Mordanschläge wurden gesponnen.
Ein außergewöhnliches Highlight, das dieses Buch von anderen Medusa-Neuerzählungen abhebt, ist die Einführung einer weiteren Glaubensrichtung. So habe ich das noch nie gelesen und ich finde, dass die beiden Mythologien sich sehr gut ergänzt haben.
Wie schon gesagt, kann ich das Buch jedem weiterempfehlen, der sich für griechische Mythologie interessiert. Wer zusätzlich noch ein Fan der Medusa ist wie ich, der wird sich noch mehr an dieser Geschichte der Gorgone erfreuen. Die zwei weiteren Bände ziehen dann hoffentlich auch ganz bald bei mir ein!
Medusa ist der Debüt von Lucia Herbst, der im Piperverlag erschienen ist. Schon beim Cover kommt die Vermutung auf, es handle sich um eine spannende, andersartige Geschichte. Der Eyecatcher des Bildes ist eine Statue von Medusas Kopf, der zwischen zwei Säulen eine Wand ziert. Umrahmt wird das ganze mit grünen Pflanzen. Am rechten Rand sehen wir kleine Lichtpunkte. Welcher Gott da wohl seine Finger im Spiel hat? Ihren Roman hat Lucia in der Götterwelt angesiedelt. Genaugenommen in der griechischen Mythologie. Diese überträgt sie in die Gegenwart, wo Medusa im heutigen Köln lebt. Versteckt, abgeschottet von der Außenwelt, da niemand weiß, dass sie lebt und die Menschen sie nie so akzeptieren würden, wie sie ist. Viele kennen die Mythen über sie, aber ist das auch ihre wahre Geschichte? In diesem Roman stellt Lucia die Grausamkeiten der Götter dar, denn sie sind nicht nur die allmächtigen Herrscher über den Himmel, das Meer und die Unterwelt. Unsterbliche Wesen mit magischen Kräften. Nein. Viele von ihnen sind Vergewaltiger, Mörder und so einiges anderes. In der heutigen Zeit findet Medusa den Mut, ihre wahre Geschichte öffentlich zu machen und ihre Peiniger anzuklagen. Sie will Gerechtigkeit und hat zu Beginn nicht mal de Hauch einer Ahnung, was die damit alles lostritt, denn es gibt so viele ungesehen und ungehörte Opfer der Götter die durch Medusa vielleicht auch ihren Mut finden könnten, sich zu wehren. Lucia hat eine wahrhaft einzigartige Geschichte erschaffen. Sie spricht in ihrem Roman offen über das Thema Vergewaltigung und bringt sehr authentisch rüber, wie es einem das Leben bestimmen kann. Wir erleben durch Medusa, dass es dazu führt sich verstecken zu müssen, in Angst zu leben, sich zu schämen und sogar zu glauben man selbst hätte Schuld daran, es auf irgendeine Art und Weise provoziert. Ihre Peiniger schaffen es ihre Gedanken soweit zu vergiften, dass sie in jedem Mann erst einmal einen potenziellen Feind sieht und sich selbst hasst, zweifelt ob sie das falsche Signal gesendet haben könnte, und sich nicht mal mehr traut, das anzuziehen was sie gerne würde. Denn wenn sich nicht verhüllte, könnte man sie ja für eine Verführerin halten. Die Autorin schenkt mit diesem Buch eine spannende Geschichte, mit einer sehr entschlossenen Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt, egal welche miesen Tricks ihre Feinde auch aus dem Hut zaubern und eine ganze Lawine ins Rollen bringt. Meiner Meinung nach schafft sie es, den Bezug auf die Realität gekonnt herzustellen, sodass man die Ernsthaftigkeit der Situation erkennt und sie durch die Mythologie doch nicht zu erdrückend rüberkommt. Sie schenkt neben allem anderen Menschen in solchen Situationen Mut, denn durch die Geschichte merken sie, dass sie nicht allein sind und vielleicht trauen sie sich auch, die Wahrheit zu sagen und ihre Peiniger zu überführen. Auch wenn wir leider nicht so einen genialen Spiegel haben, der uns auf der Suche nach der Wahrheit hilft. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass nicht nur griechische Götter eine Rolle spielen, sondern auch die ägyptischen, nordischen, indischen und viele andere übernatürliche Wesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
I love discovering amazing books that pretty much noone has ever heard of. They're the reason I put a separate tag on goodreads called "underrated hidden gems". I'm so sad that this series hasn't been translated into english - can't we use technology for good to quickly get international books on the ebook market at least? I'll keep an eye out and check the author's profile religiously to notify all you non-german-speaking bookish friends on here cause I wanna share the love for Medusa. As for my german-speaking bookies that love greek mythology, please consider picking this one up!
Regarding the plot, it's not a retelling of Medusa's story per se, though there are some changes, the obvious one being she's alive and well in the 21st century. Long story short, Medusa with the help of her supernatural friends and family tries to get justice for what was done to her by Poseidon and Athena. She does this by putting them on trial in front of a committee of other gods from sumerian, egyptian and viking mythology and let me tell you, I was blown away by the premise alone. It's the MeToo movement on a divine scale and there's never a dull moment. You have court drama, family drama, romance, fight scenes, and adorable animal companions! Medusa's snakes really stole the show. They all have different personalities, share Medusa's emotions, and kept her from going mad for those many lonely centuries.
Medusa herself was an amazing protagonist. She and her character development actually reminded me of Ava Reid's writing. She starts off as a traumatised, meek and self-hating, insecure woman who is bravely trying to move past her trauma and by the end of the book she's come into her own and sparks a revolution by inspiring all the othe victims of the Olympians.
I also loooved all the egyptian and numerian gods. Horus was a great bodyguard/friend/love interest and his admiration and fear for Medusa really endeared me to him even when he went against what she wanted to protect her. Even better, he learns from his mistakes and they have a strong friendship first.
Speaking of friendship, the women support network in here was so great to see/read about. Medusa makes so many well-deserved friends, one of them being Persephone. I can't wait to see what's gonna happen with Persephone's story in the second book since Lucia Herbst took a very different approach to most retellings and makes it clear that the romanticised version of the Hades and Persephone is just that. Romanticised and too horrible to tell the truth about.
I think I've probably gushed enough about this book but I wanna ask you all: Do you know any books featuring egyptian or other non-olympian gods you'd recommend? This has really whetted my appetite for more stories about them.
Genau das wünscht sich die Gorgone Medusa schon seit langem. Für sie steht fest, dass sie sich endlich nicht mehr verstecken muss für ein Verbrechen das ihr angetan wurde. Deshalb stellt sie die Götter des Olymps vor Gericht und will Athene und Poseidon verklagen und Gerechtigkeit für ihre Verbrechen. Was dabei in Gang kommt, damit hätte selbst Medusa nicht gerechnet. Denn vor dem Göttergericht kommen Wahrheiten ans Licht, die alles verändern.
Meine Meinung
Ich liebe die Story die mich zuerst mit dem Cover in seinen Bann gezogen hat und dann mit der unvergleichlichen Story die mich an den Seiten kleben ließ.
Hier trifft man auf eine junge Frau, deren Name in aller Munde ist als Monster, Medusa. Medusa die man hier kennenlernt ist so ganz anders als in den Sagen und für mich eine absolut tolle, taffe Person die ihre Liebe zur Wissenschaft auslebt und versucht anderen zu helfen. In ihrem Versteck wird es aber auch einer Medusa mal langweilig, wenn man die Menschen auf den belebten Straßen Kölns nur durch die Fenster beobachten kann. Medusa sehnt sich nach Gerechtigkeit und nach langer Zeit hat sie endlich die Chance darauf das das Unrecht das ihr angetan wurde geahndet wird. Sie findet eine tolle Anwältin die keine geringere ist als Maat, die mächtige altägyptische Gottheit die Medusa vor der UGO vertreten will. Dort will Medusa, das Athene und Poseidon bestraft werden für das Unnrecht das sie ihr angetan haben.
Ich bin restlos begeistert und für mich ein absolutes Lese-Highlight. Hier trifft man nicht nur auf die Geschichte einer jungen Frau die mit Gewalt gezwungen und für ein Verbrechen bestraft wurde das man ihr angetan hat. Sondern man trifft auf eine Frau, die merkt das Schweigen noch nie eine Option war und ist. Das die Täter die einem etwas antun einfach weiterleben und mit ihren Machenschaften denken sie kommen immer so durch. Ich bin begeistert was Medusa sich traut, wie sie sich im Laufe der Story verändert, taffer, befreiter wird und vor allem wie sie für sich selbst kämpft. Von mir ein absoluter Buchtipp!
In dem Buch "Medusa - verdammt lebendigt" erzählt die Hauptprotagonistin Medusa Ihre Geschichte. Die ist nämlich ganz und gar nicht so abgelaufen wie sie über Jahrtausende hinweg niedergeschrieben und erzählt wurde. Nein, Medusa ist in dieser Geschichte nicht die Böse als die Sie immer dargestellt wird. Sie ist in Wahrheit das Opfer.
"Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt, sie wird gesponnen aus den Entscheidungen, die wir treffen." Der Schreibstil von Lucia Herbst hat mir schon zu Beginn des Buches sehr gut gefallen. Es ist ein detaillierter und angenehmer Schreibstil. Dadurch lässt sich das Buch sehr gut und flüssig lesen. Was mich am Anfang, zugegebener Maßen, erst etwas verwirrt hat war, dass es so viele Namen und Beschreibungen der einzelnen Götter auf einmal gab. Das war etwas viel Input.
Die Protagonistin Medusa hat eine sehr schöne Entwicklung in dem Buch durchlebt. Zu Beginn war Sie unsicher und ängstlich, zum Ende hin war Sie aber selbstsicher und stark. Das fand ich sehr schön und machte Sie sympathisch. Die Nebencharaktere werden auch detailliert beschrieben aber eine Verbindung konnte ich nicht so richtig zu ihnen aufbauen.
Die Geschichte dreht sich um das Gerichtsverfahren gegen Poseidon und Athene. Man bekommt einen Eindruck davon, wie hinterlistig die Götter des Olymps sich in den letzten tausenden Jahren verhalten haben und wie weit Sie gehen um zu bekommen, was sie wollen.
Das Buch behandelt wichtige Themen (TW: Vergewaltigung, Rufmord, Unterdrückung) verpackt in einem Fantasy-Setting. Hierzu muss ich daher sagen, dass ich mir unter dem Klappentext eine etwas andere Geschichte vorgestellt habe. Eine Triggerwarnung zu Beginn wäre schön gewesen.
Fazit: Das Buch hat mich gut unterhalten, auch wenn es nicht ganz das war, was ich mir erhofft habe. Die Protagonistin war sympathisch und eine Geschichte über die griechische Mythologie zu lesen, die die Götter mal nicht als die Guten darstellt, fand ich sehr erfrischend. Dennoch fand ich, dass das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft wurde.
3,5/5
This entire review has been hidden because of spoilers.
Ich habe schon einiges von dem Buch gehört und war wirklich gespannt was mich erwartet, aber mit sowas habe ich überhaupt nicht gerechnet.
Medusa verlässt nach 3000 Jahren endlich ihr versteck und klagt die olympischen Götter an. Diese müssen sich für ihr Verbrechen an ihr vor einem Göttlichen Gericht verteidigen. Ganz ohne Gefahr für Medusa geht das ganze natürlich nicht von statten. Medusa ist ein sehr zurückgezogenes Wesen und versteckt sich so gut es geht. Sie ist schüchtern und hat viele Ängste. Im Laufe der Geschichte wird sie immer mutiger, was sie vielen Göttern zu verdanken hat, die sie mehr und mehr in ihrem Kampf unterstützen. Ich mochte sie sehr gerne und auch die Schlangen auf ihrem Kopf habe ich während dem Lesen immer lieber gewonnen. Besonders Ares die streitsüchtige Schlange hat es mir angetan. Sie ist einfach eine unglaublich Liebevolle und mutige Persönlichkeit. Horus ihr Leibwächter hat es mir auch angetan, ich habe ein klein wenig in ihn verliebt. Er hat eine Spitze Zunge, aber er ist einfach sympathisch und liebenswert. Man kann ihm gar nicht lange böse sein und er würde alles für Medusa tun.
Der Schreibstil ist leicht, modern und mit viel Spannung und Humor gespickt. Trotz der wirklich traumatischen Thematik, schafft die Autorin es eine Leichtigkeit hinein zu bringen, ohne diese abzuwerten. Durch die Spannung und die vielen Ereignisse, ist man sehr schnell durch Buch. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, ich musste wissen wie es ausgeht und ob Medusa ein gutes Ende bekommt. Ich war so überrascht über die Wendungen und natürlich das Ende. Dies bleibt natürlich offen und vielleicht dürfen wir die Götter bald wieder begleiten. Für michvwar das Buch ein Jahreshighlight. Es hat so viel Spaß gemacht.
Fazit Ein richtig tolles Buch, mit vielen Göttern aus allen Ländern und Kulturen. Eine tolle und starke Protagonistin und eine Story die Fesselt bis man das Buch beendet hat. Ein wahres Highlight für mich und eine klare Leseempfehlung an euch.
"Verdammt lebendig: Medusa" ist tatsächlich der Debütroman der Autorin. Ich kann das gar nicht glauben... OMG was für ein Debüt.
Ich habe dieses Buch und die Autorin über eine andere Autorin entdeckt und kennenlernen dürfen. Als ich dieses wunderschöne Cover gesehen und gelesen habe, das es eine Göttergeschichte ist, war es auf der Stelle um mich geschehen, ich war ganz einfach Schockverliebt. Obwohl ich ja sagen muss, das ich Medusa bisher noch gar nicht so auf dem Schirm hatte. Natürlich kannte ich sie, aber eigentlich kannte ich sie nur als die Böse, die alle Menschen versteinert, die sie angesehen hat. Das Setting das die Autorin hier erschaffen hat, war ganz einfach der Hammer. Hier haben sich die verschiedensten Mythen miteinander vereint. Hier spielen nicht nur die griechischen und ägyptischen Götter eine Rolle auch einige andere über die ich bisher noch nicht wirklich etwas gehört hatte. Ich durfte so einiges neues lernen. Mir haben es seit frühster Kindheit ja besonders die ägyptischen und griechischen Götter angetan, über die habe ich schon so einige Bücher gelesen. Genau deswegen kann ich das hier auch sagen... "Verdammt lebendig: Medusa" gehört einfach zu den Besten. Es ist ein absolutes Highlight für mich in diesem Jahr und ihr würdet definitiv etwas verpassen wenn ihr das Buch nicht lest.
Der Schreibstil der Autorin hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Er ist flüssig, spannend und einfach so mitreißend und auch bildhaft. Einmal damit angefangen kann man kaum damit wieder aufhören. Ich freue mich jetzt schon auf alles was da noch so kommen wird von ihr. Dankeschön das ich es lesen durfte.
Medusa lebt, seit Jahrtausenden gut versteckt, mittlerweile in Köln. Doch es reicht ihr immer als die Böse dargestellt zu werden und sich verstecken zu müssen. Sie reicht Klage gegen Poseidon und Athene vor dem Göttergericht ein und will endlich Gerechtigkeit.
Grandioses Buch! Dieser Fantasy Roman hat alles, was ich mir von einer guten Geschichte wünsche: Eine inspirierende Heldin, die für eine bessere Welt kämpft, Drama und Action, ein paar kitzelige Eifersüchteleien, und unerwartete Wendungen, deren Spannung nicht enttäuscht.
Ich bin absolut begeistert von dieser Geschichte. Eine Fantasy-Autorin, die Bücher mit Bezug auf Märchen und antike Sagen schreibt - genau mein Ding. Toll fand ich die Thematik der antiken Gottheiten, auch persönlich einfach sehr interessant (wie gesagt - genau mein Ding), kreativ den Bezug zu unserer Gegenwart und das Ende überragend gut. Ich fand es überragend gut, gerade weil ich mich nicht entscheiden kann, ob ich mir doch ehrlicherweise eingestehen muss, ein klein wenig enttäuscht zu sein, ob ich einfach nur Stolz für die Charaktere empfinden sollte.
Besonders möchte ich auch hervorheben, dass mich der Umgang mit der sensiblen Hintergrundgeschichte bewegt hat. Ich finde es gut, dass gesellschaftlich relevante Themen wie Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt in der neueren Literatur immer öfter zum Thema gemacht werden und offen diskutiert werden. Jede Person wird einen eigenen Umgang mit den Themen finden und mit einer individuellen Reaktion umgehen müssen. Ich habe auch schon Buchbewertungen geschrieben, in denen ich mich sehr darüber echauffiert habe, wie (in meinen Augen) nachlässig die Thematik eingefädelt und dann für den Zweck der herkömmlichen Narration beiseite gekarrt wurde, damit die Heldin wahre Vollkommenheit in der Liebe finden kann, weil es darauf am Ende immer ankam. Hauptsache glücklich und bis in alle Ewigkeit vereint sollten sie sein, das war immer das Ziel. Ich hätte mir als junges Mädchen mehr Geschichten wie diese von Lucia Herbst gewünscht, in der die Heldin selbstbewusst, reflektiert und mit Respekt und Güte agiert, aber ihre Heilung und Standfestigkeit am Ende zu priorisieren weiß.
Ich liebe so einiges an dem Buch. Der Schreibstil ist wunderbar. Flüssig, emotionsreich und spannend. 🤯 Für mich war das Buch ein echter Pageturner, den ich kaum noch aus der Hand legen konnte. Es ist so großartig, wie wir die Geschichte aus der Perspektive von Medusa miterleben – und das in der Moderne. Seit ihrem Fluch sind Jahrtausende vergangen, in denen ihr Leben weiterging und auch das aller anderen Götter.
Die Transition in die Moderne ist für mich sehr gelungen. 👍🏻 Wie manche Götter sich integriert haben, andere zurückgezogen lebten, einige vergessen wurden. Und wie Medusas Prozess die ganze Götterwelt erschüttert. Besonders schön fand ich, dass Götter aller Kulturen eingebracht wurden. Wir mischen hier die Griechischen mit den Altägyptischen, den Nordischen, verschiedenen Asiatischen, Naturgeistern etc. Besonders gefallen haben mir die Parallelen und doch auch Unterschiede zwischen den Göttern ähnlicher Funktionen aus verschiedenen Kulturkreisen. 🤩
Aber das Beste an dem Buch war Medusa selbst. Wie sie mutig über sich hinauswächst. Wie sich ihr Selbstbild ändert. Wie sie erkennt, dass man als Opfer keine Schuld an dem Verbrechen trägt, welches an einem begangen wurde. Sie ist so stark und schön und wunderbar. 😍 Ich liebe es, wie sie nach und nach ihre Gefühle sortiert, ihre Weiblichkeit entdeckt und erkennt, dass auch sie liebenswert ist. Dahingehend finde ich auch das Ende in Bezug auf ihre als Nebenstrang erzählte Liebesgeschichte perfekt gewählt. 👌🏻
Das Ende ist nicht offen, aber zumindest bietet es noch Raum für Fantasie. Und für Hoffnung. ✨ Ich finde es gelungen. Dennoch bleiben bei mir ein paar Fragen offen, wo mich die weiteren Entwicklungen noch sehr interessiert hätte. Z.B. Was Persephone noch zu sagen hat, das Thema von Medusas Schwestern etc. Ich hätte auch nichts dagegen gehabt, noch länger in Medusas Welt zu verweilen. 😉
Medusa Verdammt lebendig von Lucia Herbst Autorin aus dem Piper Verlag entpuppt sich als unerwartet überraschend.
Lucia hat Medusas Geschichte in ein ungewöhnliches Setting gesetzt und daraus eine ganz neue Variante des Mythos geschaffen.
Tiefgründig, fantastisch aber auch schwermütig, mitfühlend und ernst tritt Medusa den Göttern des Olymps entgegen um Gerechtigkeit zu erlangen.
Unterstützung erfährt sie von den ägyptischen Göttern. Ein epischer Schlagabtausch führt zu Intrigen aber auch Zusammenhalt.
Stilistisch einfach aber bildhaft und einfühlsam zieht die Autorin Leser in ihren Bann um die grausame Wahrheit hinter Medusas Fluch zu erkunden. Hier wird nicht verschönt oder gut geredet.
Dabei ist das Thema "Me Too" respektvoll, nachvollziehbar und mit all seinen Schrecken realistisch aufgearbeitet. Zumindest konnte ich, als selbst Betroffene, Medusa und ihre Ängste sehr gut nachempfinden und teilweise sogar mich selbst darin sehen.
Meine einzige Kritik gilt der leichten Romance in dem Buch. Die Endlösung von Medusa hat mir zwar gefallen, aber der romantische Gefühlsaufbau mit inneren Diskussionen hat mich nicht wirklich überzeugen können, dies tut der Gesamtheit aber nur einen geringen Abbruch, ist das restliche Buch absolut überzeugend.
Fazit: Ein Fantasy Roman der so viel mehr bietet als Unterhaltung und mich sehr überrascht hat. Den Tiefgang und die Emotionen, sowie das Thema haben mich unerwartet getroffen und begeistert.
Für Liebhaber von Mythologie in einem modernen Setting mit wichtiger, ernsthafter Thematik.
Ich bin lang darum herumgestrichen und weiß eigentlich gar nicht, wieso. Wahrscheinlich weil ich Angst hatte, dass mich der Hype um diese Reihe enttäuscht. Aber dem war nicht so. @luciaherbst_autorin hat uns im @piperverlag eine grandiose Reihe geschenkt und ich liebe alles daran.
📗Zunächst - Hut ab. Die Reime zu Beginn sind weder kitschig, noch nach dem Prinzip "Reim dich oder ich beiß dich" gemacht (ein Phänomen, das sich immer häufiger beobachten lässt), sondern sanft und klug gewoben. Auch als Anti-Lyriker (Grüße gehen raus an meine Dozenten) mochte ich sie.
📗 Die Charakterbeschreibungen sind sehr eindringlich und fein gesponnen - ich liebe alles daran.
📗Man merkt hier sehr genau, dass sauber und liebevoll recherchiert wurde, gründlich und auch mit Bedacht - die verschiedenen Mythologien sind feinsinnig miteinander verbunden und ich bin schwer beeindruckt.
📗 Man merkt deutlich, dass der Kern der Geschichte nicht der Konflikt zwischen den Göttern ist, sondern Medusas innerer Struggle; die Akzeptanz sich selbst gegenüber und Selbstliebe. Lucia hats aber auch geschafft, den Schmerz, die Traumata und auch die Entwicklung von "es ist meine Schuld" zu "es ist nicht meine Schuld" ist unfassbar gut gelungen.
📗 Die Dynamik mit den ägyptischen Göttern ist großartig und ich liebe es, dass endlich Hel ihren Auftritt hat (dafür seh ich über die Darstellung von Hades hinweg).
Fazit: Ich liebe alles an diesem Buch und besonders die Idee der UGO. Ich bereue es auch nicht, die Nacht durchgelesen zu haben anstatt zu schlafen :D ganz klar, dass jetzt Band 2 weggeatmet wird!
Ich war wirklich sehr gespannt was mich hier erwartet hat. Den Medusa wird ja nicht grad nett beschrieben. Und hier bekommt man mal eine ganze andere Sichtweise. Das Götter nicht immer nett sind habe ich mir schon gedacht, denn sie haben meist 2 Gesichter. Auch schon in anderen Geschichten kommen sie nicht immer gut weg. Medusa klagt hier vor Gericht nach 10000 Jahren ihre Peiniger an. Kein leichtes Unterfangen. Aber neben den griechischen Götter, sind auch welche aus anderen Mythologien vertreten. Ich fand sie allesamt sehr gut dargestellt. Die Handlung an sich hat mich etwas zwiegespalten zurück gelassen. Auf der einen Seite fand ich sie interessant, auf der anderen hatte sie ihre Längen und war mir zwischenzeitlich nicht sicher ob man noch wusste wohin man will. An sich gibt es aber auch ein schönen Hintergrund dabei, dass man nicht nach den Äußeren gehen sollte. Es gibt auch viele Emotionen, da nicht nur Medusa missbraucht wurde, sondern es auch noch andere Opfer gibt. Ich fand die Geschichte zwar interessant, aber nicht spannend und irgendwie fand ich es schade um die anbandelnde Lovestory. Da gab es so schöne und witzige Momente bei. Der Schreibstil ist flüssig gewesen, daher läßt sich die Geschichte recht gut lesen.
Was für ein wahnsinns Buch. Das Ende bzw. die Story-Dimension zum Ende hin ist mir zwar etwas weit ausuffernd, dennoch gelungen. Die Story an sich ist keine "leichte Kost" doch ist sie so gelungen - besonders durch die Charaktere von Medusa's Schlangen 🐍 - , dass es sich leicht lesen lässt. Die Handlung beinhaltet neben dem Offensichtlichen: Gerechtigkeitssinn, sich gegenüber einer Allmacht zu sehen und durchzuhalten sowie zu sehen, wie sich ein furchtbares Trauma noch nach Jahrtausenden auf betroffene Personen und ihr Umfeld auswirken. Das Ganze verpackt in die Welt der Götter im hier und jetzt. Eine der mich am meisten berührenden Quintesse ist die Botschaft, dass Menschen mit ähnlichen Schicksal nicht allein sind und diese Erkenntnis ihnen Mut machen soll!
Wer sich mit verschiedenen Mythologie auskennt, wird dieses Buch tendenziell mögen. Es ist aber auch ohne Kenntnisse der diversen Mythologie verständlich. Zudem gibt es ein Glossar am Ende des Buches, falls der Leser*in Kurzinfos zu den auftauchenden mythischen Gestalten haben möchte.
Ich persönlich hätte Medusa gern noch länger als dieses eine Buch begleitet 🙂.