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Aus dem Bauch heraus: Wir müssen über Mutterschaft sprechen

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Superheldinnen des Alltags, sanft, geduldig, Mutterschaft gilt noch immer als das größte Glück und die wahre Erfüllung im Leben einer Frau. Kein Wunder, dass dieses hohe Ideal Erwartungen weckt und dass uns jede Abweichung davon wie Scheitern vorkommt. Als die Autorin Jana Heinicke Mutter wird, könnte der emotionale Spagat zwischen Vorstellung und Realität nicht größer sein. Muttergefühle hat sie jede Menge – aber Liebe ist nur eines unter vielen. Sie beginnt, den Raum zwischen Ideal und Wirklichkeit zu Woher kommt die Vorstellung der allzeit glücklichen Mutter? Welche Erwartungen, Ängste und Zweifel schürt dieser Mythos? Wie wirkt er sich ganz konkret auf Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett aus? Wer profitiert davon? Und wieso geht es in Mutterschaftsratgebern eigentlich nie um die Mutter, sondern immer nur ums Kind? Jana Heinicke seziert mit sprachlicher Präzision, emotionalem Tiefgang und einer Prise Selbstironie das Ideal der guten Mutter und zeigt, warum es sich lohnt, ihm eben nicht gerecht zu werden. »Aus dem Bauch heraus« ist ein persönliches wie feministisches Plädoyer für selbstbestimmtes Muttersein und ein Appell an Gesellschaft, Forschung und Mütter sind Menschen, keine Superheld*innen.

257 pages, Kindle Edition

Published November 9, 2022

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Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Profile Image for DeteHört.
153 reviews1 follower
April 25, 2023
Heyho!

Eigentlich wollte vorrangig meine Freundin dieses Buch lesen, doch ich finde das Thema sehr interessant und denke, dass Männer sich generell viel mehr mit dem Thema Mutterschaft auseinandersetzen sollten. Als Jungvater sehe ich, was meine Freundin jeden Tag leistet, während der Schwangerschaft sowie Geburt leistete und wie sehr sich ihr Leben verändert hat - meines schließlich auch.

Und ich finde es toll, dass Jana Heinicke solch ein ehrliches sowie wichtiges Buch geschrieben hat. Es ist nicht besonders lang, aber das Geschriebene hat Hand und Fuß, was ein Blick in das Glossar mehr als nur bestätigt. Es ist Wahnsinn, wie persönlich Heinicke hier von ihren eigenen Erfahrungen, Gedanken, Erfolgen und Fehlschlägen berichtet. Ich finde so etwas generell wahnsinnig mutig. Aber „Aus dem Buch heraus“ hilft mir noch weiter dabei, unsere Gesellschaft in Sachen Mutterschaft besser zu verstehen.

Spätestens seit der Geburt - aber auch schon vorher - haben wir uns mit solchen Themen, die Heinicke in ihrem Buch behandelt, auseinandergesetzt. Gerade dann, wenn man sich in der Mutterschaftsblase gewisser sozialer Netzwerke bewegt, bekommt man schon eine ganze Menge mit und ich als Buchhändler kann mitverfolgen, wie immer weitere Bücher zu diesem Thema erscheinen. Dahingehend mein Tipp: Hört oder lest unbedingt „Die Wut, die bleibt“ von Mareike Fallwickl!

Ich stelle hier jetzt die Dinge heraus, die mich nachhaltig am meisten beschäftigen:

1. Erwartungen und Realität an die Mutterschaft (in meinem Fall natürlich an die Vaterschaft, um die es hier natürlich nicht geht, aber wenn ich über die Erfahrungen anderer Personen lese, gleiche ich das direkt mit meinen eigenen ab), die bei Jana Heinicke sowohl durch ihr soziales Umfeld, als auch durch Medien stark beeinflusst wurden. Was die Gesellschaft sagt und die Realität zur gegebenen Zeit richtigstellt, könnte manchmal widersprüchlicher nichts ein. Wahnsinn, wie stark sie hier über ihre Gefühle schreibt. Vor allem das Thema „Scham“ bleibt mir im Gedächtnis, denn dort gab es gewisse Überlegungen und Gedankengänge, die ich auch schon hatte.

2. Der psychologische Faktor von allen Aspekten in Bezug aufs Eltern werden. Das reicht von der Schwangerschaftsphase, über die Geburt bis hin zum Wochenbett und darüber hinaus. Jene Vorgänge, die sich wirklich nur sehr schwer beschreiben lassen, versucht Jana Heinicke zu defragmentieren und das finde ich richtig toll. Andererseits kann ich ebenfalls in keiner Weise nachvollziehen, weswegen sich die Wochenbettphase vorrangig um die körperlichen Befindlichkeiten der Mutter, das Stillen usw. dreht und der psychologische Faktor keine große Aufmerksamkeit erfährt. Könnte oder sollte es nicht von Vornherein ein psychologisches Angebot seitens der Hebammen(eher unwahrscheinlich, weil die für das, was sie tun, so verdammt wenig Geld verdienen), Frauenärztinnen und -ärzte oder Krankenkassen geben, welche sich ausschließlich mit der Psyche der Mutter beschäftigen? Den Begriff „Muttertät“ habe ich jetzt gelernt und den werde ich nicht mehr vergessen, sondern weitertragen.

Wer sollte das Buch lesen? Alle, damit sich in unserer Gesellschaft endlich etwas ändert. Vorzugsweise lesen am besten die Menschen „Aus dem Bauch heraus“, die entweder

- Eltern sind
- bald Eltern werden
- Eltern werden wollen
- MÄNNER sind, damit das Verständnis endlich bei uns ankommt, was eine Mutter da überhaupt leistet und wie sehr sie dafür unsere Wertschätzung verdient
- Menschen, die Eltern kennen.

Ich glaube, das ist der Kern. Lest dieses Buch und am besten noch weitere aus diesem Segment, damit noch mehr dazukommen!
Profile Image for janasbuecherwelt.
304 reviews21 followers
December 5, 2022
"Aus dem Bauch heraus: wir müssen über Mutterschaft sprechen" von Jana Heinicke ist ein überaus wichtiges Buch, das ich - Achtung Spoiler! - allen ans Herz legen möchte.

"Mein Wohlbefinden schien von nichts anderem mehr abhängig zu sein als von der Existenz des in mir heranwachsenden Kindes." - S. 63

Ja, ich befinde mich gerade in der Schwangerschaft. Und vielleicht finde ich auch gerade deswegen dieses Buch so unglaublich bereichernd und wichtig. Aber Heinicke hat in diesem Buch so viele Punkte angesprochen, bei denen ich mich gesehen habe. Viele Punkte, die nicht ganz auf mich zutrafen. Aber wo ich definitiv zustimme ist, dass wir über Mutterschaft sprechen müssen!
Heinicke schreibt in diesem Buch sachlich, gut recherchiert und zielführend. Die Kapitel sind gut durchdacht. Es werden ab und an eigene Erfahrungen mit ins Spiel gebracht.

"[...] Damit Liebe das bleiben kann, was sie eigentlich ist: frei, absolut persönlich - und vor allem bedingungslos." - S. 193

Mir bleibt wirklich nicht viel zu sagen. Für mich ist das ein sehr wichtiges, gutes Werk.
Am liebsten würde ich das allen eintrichtern, in die Handdrücken und aufschwatzen. Es muss definitiv gelesen werden.

Buchdetails: erschienen am 09. November 2022 im Goldmann Verlag | gelesen als Paperback | Seitenzahl: 256 | 17,00 €
Profile Image for Kim Har.
29 reviews1 follower
November 22, 2024
„Müssen ist ein hartes Wort. Es passt nicht zu Mutterschaft,“

Ein must-read Buch!
Profile Image for Laura.
129 reviews1 follower
May 11, 2023
Hart und schön.
Jana Heinickes Buch ist nicht das einzige Buch über Mutterschaft, das in den letzten Jahren rauskam, die Schnittmenge mit anderen Büchern ist auch durchaus sichtbar, aber trotzdem steht es komplett für sich.
Sprachlich schöner kann man ein Sachbuch vermutlich nicht schreiben. Harte Fakten tun in schöne Sprache gepackt anders weh, treffen vielleicht aber nochmal krasser.

Man sollte als Leser*in eigene Geburtserlebnisse aber schon einigermaßen verarbeitet haben. Für mich war das Buch nach drei Jahre nach Geburt emotional anstrengend aber irgendwie auch heilsam. "Im emotionalen und körperlichen Extremstress vereint" oder so.

Wichtiges Buch, wichtige Inhalte, aber seid gut zu euch, wenn ihr es lest.
Profile Image for Beohitezet.
11 reviews
November 19, 2022
Absolutes Jahreshighlight für mich. Alle, die Eltern werden wollen, alle, die schon Eltern sind und eigentlich auch alle, die Eltern im Umfeld haben (also einfach alle Menschen dieser Erde) sollten dieses Buch lesen.
Jana Heinicke zerlegt den Muttermythos und beschreibt schmerzhaft genau, wie die Mutterschaft das Leben auf den Kopf stellt, den Körper auf links dreht und das Denken für immer verändert.
Ich krame schon mal ein bisschen Geld zusammen, um dieses Buch in Zukunft zu jeder sich bietenden Gelegenheit verschenken zu können.
15 reviews
November 22, 2025
Wichtige Fakten, ein kritischer Blick, aber mir ist es stellenweise zu sehr aus der eigenen Erfahrung und Emotion herausgeschrieben. An manchen Aussagen wird sich abgearbeitet, obwohl sie willkürlich herangezogen und in einer bestimmten Richtung ausgelegt werden. Der Argumentation und der
Emotionsregulation so sicher dienlich, aber auch beschränkt und weniger reflektierend. Das finde ich schade.
Profile Image for Susi.
54 reviews2 followers
October 30, 2024
Wertvolle Denkanstöße auf Basis persönlicher Erfahrungen & zitiert aus anderen Werken. Schön geschrieben. Für alle die sich bereits mit dem Thema gerechte Aufteilung care Arbeit/ feministische Elternschaft etc auseinander gesetzt haben, wenig Neues. Ende etwas abrupt
56 reviews
May 11, 2025
Ein sehr gutes Buch, mit sehr vielen neuen Eindrücken - auch gerade dann zu empfehlen, wenn man noch kein Elternteil ist. Ich hätte mir an einigen Stellen noch ein wenig mehr Tiefgang gewünscht, aber es wird auf die jeweiligen Quellen zur weiteren Recherche verwiesen.
Profile Image for Sarah.
10 reviews
May 8, 2023
must read - smashed through it in one sitting. i recommend every mother (to be) a read-through for some valuable perspective on motherhood.
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