West-Berlin, 1980: Zwischen Musik und Liebe sucht eine junge Frau ihren Weg
Als ihr Freund Robert aus der Münsterländer Provinz nach West-Berlin geht, wirft die behütete Jenny ihre Pläne fürs Lehramtsstudium über Bord und folgt ihm. Statt der großen Liebe erlebt sie jedoch einen Berliner Alltag mit Klo auf halber Treppe, Punks und einem rauen Ton, der bald auch zwischen ihr und Robert herrscht. Aber dann beginnt sie, die Freiheit der Kreuzberger Nächte zu entdecken und den neuen Sound, der überall zu hören ist. Und sie merkt, dass sie genau am richtigen Ort ist, um das zu machen, was sie schon immer wollte – Musik.
Der Roman über die schillernde Musikszene der Mauerstadt in den 80ern – aufregend, wild und lebendig. Mit dem Sound von David Bowie und Inga Humpe.
Dieses Buch hat mich richtig umgehauen. Obwohl mir der Anfang schwerfiel zu lesen, konnte ich es schon bald kaum noch aus der Hand legen. Denn was den Anfang etwas trocken zu lesen macht, entpuppt sich schnell als wichtige Einleitung, den Auftakt für eine unglaublich schön zu beobachtende charakterliche Entwicklung. Die gesamte Kulisse mit ihren Beschreibungen fand ich toll und angenehm rund geschrieben. Ich konnte alles verstehen ohne dabei alles nachvollziehen zu müssen oder eben zu können. Das Buch hatte ein angenehmes Tempo und genau den richtigen Punkt für Anfang und Ende gefunden. Über die Zeit ist Jenny mir richtig ans Herz gewachsen und das, obwohl mir das bei Büchern aus Erzählweise in dritter Person normalerweise schwerfällt. Ich würde dieses Buch immer wieder empfehlen!