„Schnabeltier deluxe“ ist das dritte Jugendbuch der Autorin Sarah Jäger. Hier erzählt sie von Kim.
Sarah Jäger hat wieder einen Volltreffer gelandet! Ihre Sprache ist poetisch und ausdrucksstark. Ihre Charaktere sind alle so unterschiedlich und liebenswert – egal, ob es sich um die Protagonisten oder die vermeintlich kleinen Nebenfiguren handelt. Vermeintlich deshalb, weil sie die Geschichte mittragen und Stellschrauben für die Entwicklung der Handlung und der Hauptfiguren sind. „Schnabeltier deluxe“ ist eine Geschichte der Heilung. Kim, immer auf der Suche nach dem Warum, findet am Ende Akzeptanz und Verständnis – bei anderen, aber auch und vor allem bei sich selbst!
Kim hat gerade die Kaffeemaschine aus dem Fenster ihrer Schule geworfen. Hinterher noch ein paar Untertassen, weil „der Gedanke an fliegende Untertassen so lustig“ ist. Jetzt fliegt auch Kim – von der Schule. Weil es sich scheinbar von Schule zu Schule herumgesprochen hat, wird Kim in ihrer Stadt an keiner anderen Schule angenommen. Da fällt ihrer Mutter ihr Ex-Freund ein. Dieser lebt jetzt in einem kleinen Dorf und ist mit dem dortigen Schulleiter bekannt. Also soll Kim jetzt für ein Jahr dorthin ziehen – ohne ihre Mutter.
In der Provinz angekommen, macht Kim sich zunächst keine Freunde – im Gegenteil: sie gerät mit dem Busfahrer und mit der Tante des Ex-Freundes aneinander. Kim lässt niemanden an sich heran und baut die Mauern um sich immer höher. Als sie einen Job an der Tankstelle annimmt, trifft sie auf Janne. Janne mit dem roten Haarreif und einem silbernen, aber nur für Feiertage. Janne schafft es, Kims Mauern ein wenig einzureißen und gegen Kims Willen werden sie sowas wie Freunde – oder zumindest Bekannte. Dann taucht Alexandra Sophie auf. Plötzlich sind da Gefühle im Spiel, die über Freundschaft hinausgehen. Aber wer was für wen empfindet, wissen sie selbst nicht so genau.
Und dann muss Kim sich endlich noch dem Drang stellen, alles zu zerstören, was ihr zu nahe kommt.