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Berlin 1929: Marlene genießt ihren Erfolg als Ärztin an der Kinderklinik Weißensee, privat aber leidet sie unter ihrer Kinderlosigkeit. Nach einem Unfall wird ihr klar, dass sie kürzertreten muss, wenn sie weiterhin auf Nachwuchs hoffen will. Doch dann wird das Antibiotikum Penicillin entdeckt, und Marlene brennt darauf, das Wundermittel zu erforschen. Es könnte Tausenden Kindern das Leben retten. Marlene ist hin- und hergerissen zwischen beruflicher Erfüllung und privatem Glück. Ihre Schwester Emma, inzwischen Oberschwester der Kinderklinik, hat Sorgen ganz anderer Art: Ihr Sohn Theodor verbringt immer mehr Zeit mit Freunden, die sich politisch radikalisieren. Theodor droht ihr zu entgleiten, doch Emma ist fest entschlossen, um ihren Sohn und gegen die neuen politischen Kräfte zu kämpfen.

473 pages, Kindle Edition

Published September 29, 2022

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Antonia Blum

8 books1 follower

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Displaying 1 - 20 of 20 reviews
Profile Image for Steffi.
3,282 reviews183 followers
October 5, 2022
"Tage des Lichts" ist der dritte Teil rund um die Kinderklinik Weißensee und ich war sehr gespannt wie es mit den Schwestern Marlene und Emma weitergeht.

Ich habe ein wenig gebraucht, wieder in die Handlung reinzufinden und die Charaktere zuzuordnen, aber dann hat mir die Geschichte wieder richtig gut gefallen.

Die Geschichte um die Schwestern Marlene und Emma wird wieder sehr gut in die aktuellen Geschehnisse der Zeit eingebunden. Da gibt es die Forschungen rund um das Penicillin, die Wirtschaftskrise und der bereits beginnende Nationalsozialismus. Diese Themen werden von den Charakteren wirklich gut getragen udn insbesondere Emmas Sorgen, dass ihr Sohn in den Nationalsozialismus abrutscht und wie dieser in diese Gemeinschaft hineingezogen wird, fand ich sehr überzeugend.

Auch die Geschichte rund um die Klinik und ihre kranken Patienten hat mir wieder gut gefallen und die Kombination mit dem Zeitgeschehen macht das Buch zu einer wirklich gelungenen Unterhaltung.

Ich bin gespannt wie es mit den Charakteren weitergeht und freue mich auf den vierten Teil der Reihe.
Profile Image for Geli.
247 reviews11 followers
June 8, 2025
Ich habe ein wenig gebraucht, um wieder reinzukommen, denn Band 2 habe ich 2022 gelesen.


Der Roman spielt Ende der 20er Jahre. So langsam wird die wirtschaftliche Not in Deutschland immer größer, so dass auch Marlene und Emma zu spüren bekommen, dass Geld eine große Rolle spielt.


Emma wird zur Oberschwester befördert, was sie sehr freut, denn ihre Arbeit wird anerkannt. Doch ausgerechnet ihre Widersacherin Marie Luise Fischer wird ihre Vorgesetzte und macht ihr das Leben schwer. Ihr Mann Kurt erfährt als Reporter Anerkennung, doch ist seine Chefin wirklich nur beruflich an ihm interessiert? Zudem ist auch ihr Sohn Theodor Grund zur Sorge. Bisher war er immer ein guter Schüler, doch am Gymnasium legen ihm Lehrer und Mitschüler Steine in den Weg, auch wegen seiner Eltern und ihrer sozialen Gesinnung. Erst, als er sich einem Mitschüler anschließt und der ihn schließlich in die Hitlerjugend mitnimmt, werden seine Noten besser. Doch zu welchem Preis?


Marlene dagegen ist zwar als Ärztin erfolgreich, doch ihre Kinderlosigkeit macht ihr zu schaffen. Als sie dann einen Autounfall baut, bei der ihre Nichte in ihrem Auto saß und diese davon schwer traumatisiert wird, gibt sie ihren Job auf, um kürzer zu treten und durch weniger Streß vielleicht doch schwanger werden zu können. Doch dann tritt ihr Doktorvater an sie heran und möchte sie für Forschungen heranziehen zu einem Stoff, der zukunftsweisend in der Medizin sein könnte: Penicillin.


Ich habe den dritten Teil dieser Serie wirklich verschlungen, denn zum einen ist die historische Einbindung sehr interessant, zum anderen aber die persönliche Entwicklung der Protagonisten mitreißend geschrieben.


Wir erleben die Schwierigkeiten des schwarzen Freitags mit, die Kämpfe um die Schließung der Kinderklinik wegen schlechter Presse und schwindender Patienten nicht zuletzt aufgrund des schlechten Rufs der durch Marie Luise Fischer veränderten Ausbildung der Schwesternschülerinnen.


Ich habe mitgefühlt, wie sehr Marlene sich ein Kind wünscht und dafür ihren Job aufgibt und dann doch plötzlich in ein Loch fällt, weil ihr der so wichtige Lebensinhalt des Klinikalltags fehlt. Auch Emma hat ihre Probleme mit Kurt, der aufgrund seiner sozialisten Einstellung als Reporter kaum noch Aufträge bekommt, so dass ihr die Veränderungen an ihrem Sohn Theodor kaum auffallen. Dieser hat soviel zu erleiden, dass er alles hinschmeißen möchte, doch ein Klassenkamerad nimmt ihn unter seine Fittiche, leider auf den falschen Weg.


Der Roman mit senen knapp 500 Seiten war schnell ausgelesen und so freue ich mich auf den 4. Band, der dann aber erst nach dem 2. Weltkrieg spielt, da die Autorin ihren Romanfiguren und auch dem Leser die Zeit des 2. Weltkriegs ersparen will.


Profile Image for Dani_liest.
432 reviews29 followers
October 8, 2022
Mit „Tage des Lichts“ geht Antonia Blums „Kinderklinik Weißensee“ Reihe in die mittlerweile dritte Runde. Die Schwestern Marlene und Emma sind inzwischen erwachsene Frauen, die mitten im Leben stehen. Es gefällt mir gut, dass wir die Entwicklung der beiden über die Jahre miterleben und es ist toll, welchen weiten Weg die ehemaligen Waisenmädchen bereits gegangen sind.
Grundsätzlich finde ich den Schreibstil von Antonia Blum immer sehr bildhaft und leicht zu folgen. Während Band 2 eine deutliche Weiterentwicklung war, ist sie mit dieser neuen Fortsetzung wieder auf den Standard von Band 1 gefallen. Die Autorin hat eine Angewohnheit, ihre Beschreibungen um Adjektive zu ergänzen, die die Sätze teilweise unnatürlich und übertrieben klingen lassen. Außerdem ist ihre Vorliebe für das Wort „vornehm“ erneut aufgeflammt. Die Leute lächeln vornehm, tragen vornehme Kleidung etc. Ich musste manches Mal schmunzeln, weil es in meinen Ohren einfach so sonderbar klingt.
„Tage des Lichts“ ist kein literarischer Erguss aber angenehme Unterhaltungsliteratur, bei der ich gut entspannen kann.
Sehr interessant finde ich immer wieder auf Neue, die Einblicke in den Stand der Medizin. Dass Erkrankungen wie Mittelohrentzündung oder Keuchhusten damals häufig tödlich endeten ist schockierend.
Etwas schade, fand ich, dass beide Schwestern mit Eheproblemen zu kämpfen hatten. Insbesondere die Konflikte zwischen Marlene und Maximilian fand ich nicht ganz passend zur bisherigen Charakterbeschreibung. Maximilian agiert hier zwar durchaus wie ein Mann der damaligen Zeit, aber wir haben ihn bisher etwas fortschrittlicher kennengelernt. Er hat bewusst eine Ärztin geheiratet und Marlene immer unterstützt, deswegen wunderte es mich, dass er plötzlich nur noch eine Gebärmaschine in ihr sah, für die es sich nicht gehört, zu arbeiten.
Der Schluss war mir persönlich ein wenig zu viel plötzlicher Friede-Freude-Eierkuchen.
Wen ich in diesem Band so richtig ins Herz geschlossen habe, war der ehemalige Hausmeister, mit seinen legendären Zauberauftritten.
Sehr interessant waren auch die Parallelen zur heutigen Zeit, wie die hohe Inflation und die Energiekosten. Es ist beängstigend, wie sich manche Dinge wiederholen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich „Tage des Lichts“ gerne gelesen habe. Mein bisheriger Favorit aus der Weißensee Reihe bleibt allerdings Band 2.
Mit freudiger Überraschung habe ich aus dem Nachwort erfahren, dass noch nicht Schluss ist, sondern dass es ein viertes Buch geben wird, welches in 2024 erscheinen soll.
486 reviews
November 28, 2022
Politische und private Krisen in der Weimarer Republik - mitreißende, lesenswerte Fortsetzung

„Es fühlte sich an, als würde sie von einem Zeitstrudel durch jeden einzelnen Tag gewirbelt werden. Nicht einmal auf dem See kam sie zur Ruhe. Ihr Blick glitt nicht, er huschte über die Umgebung, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Dabei hätte ein Herbsttag kaum idyllischer sein können als der heutige.“

Während sich in der Weimarer Republik die politische Lage immer prekärer entwickelt, finden auch die Schwestern Marlene und Emma nicht zur Ruhe. Marlene und ihr Mann Maximilian hadern mit ihrer Kinderlosigkeit. Marlene, Ärztin in der Kinderklinik Weißensee, ist völlig überarbeitet und beschließt schweren Herzens, die Klinik zu verlassen. Sie hofft, dass sich ihr Traum vom Muttersein leichter verwirklichen lässt, wenn sie weniger Stress hat. Doch dann hört sie von Alexander Flemmings zufälligen Entdeckung des Penicillins. Sie erkennt die unglaublichen Möglichkeiten, die das Medikament bietet. Schnell gerät ihr Entschluss, sich aus der Medizin zurückzuziehen, ins Wanken…Ob das ihrem Mann Maximilian gefällt?
Für Marlenes Schwester Emma läuft es beruflich prima. Bis zur Oberschwester hat sie sich hochgearbeitet, doch dann taucht eine ehemalige Widersacherin an der Klinik auf und Emma bekommt mächtig Gegenwind. Emmas Sohn Theo hat ebenso Probleme. Am Gymnasium läuft es nicht gut für ihn. Dann lernt er einen Mitschüler näher kennen, der ihm neue Möglichkeiten aufzeigt, die seinen sozialdemokratischen Eltern gar nicht gefallen dürften…

Autorin Antonia Blum erzählt abwechselnd aus Marlenes und Emmas Sicht. Sie schreibt leicht, gut verständlich und flüssig.
Das einprägsame Cover, diesmal sind zwei Kinder von hinten zu sehen, die auf die Klinik blicken, ist sofort als Teil der Buch-Reihe zu erkennen.

Beide Protagonistinnen Marlene und Emma werden sehr sympathisch und einnehmend dargestellt. Die Schwestern sind absolut ehrlich, denken stets an andere und haben sich durch harte Arbeit selbstständig aus der Armut befreit. Ihre Disziplin ist bewundernswert. Marlene ist noch ein bisschen ehrgeiziger als ihre Schwester, für Emma steht mehr das Menschliche, der Umgang mit den Patienten und weniger die Forschung in der Medizin im Vordergrund. Dass die beiden bemerkenswerten Frauen schwere Krisen durchlaufen, ließ mich beim Lesen nicht kalt. Ich litt mit ihnen und hoffte für sie. Eine Reihe weiterer netter Figuren bereichern die Geschichte, Willy Pinke, Albert Kolpetzky oder Elwira Scharinski. Aber auch wirklich unangenehme Zeitgenossen wie Theodors Lehrer Rademacher oder die neue Oberin mischen das Geschehen kräftig auf und sorgen für viele Konflikte.

Auch der dritte Teil liest sich wunderbar leicht und unkompliziert. Die gesamte Geschichte um Emmas und Marlenes Schicksal ist derart fesselnd, dass es für mich unmöglich ist, die Serie nicht weiterzulesen.
Die Sorgen von Emmas Sohn Theo, seine ersten Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Bewegung stimmen nachdenklich, gehen nahe, machen traurig. Einmal mehr wird klar, wie stark Politik in das Leben der Menschen eingreifen kann.
Wer die ersten beiden Bücher der Reihe mochte, wird sicher auch vom dritten Band um die Kinderklinik Weißensee „Tage des Lichts“ begeistert sein. Allen anderen Fans von historischen Schmökern seien zunächst die ersten Bände ans Herz gelegt, denn mit Vorwissen bietet der dritte Band ein umso größeres Lesevergnügen.
Profile Image for Wiebke.
689 reviews4 followers
January 19, 2023
Nicht ganz so gut, wie die Vorgänger

Berlin 1929: Marlene von Weilert genießt ihren Erfolg als Ärztin an der Kinderklinik Weißensee, privat aber leidet sie, weil ihre Ehe mit Maximilian bisher kinderlos geblieben ist. Marlene entscheidet sich schließlich, für die Familienplanung beruflich kürzer zu treten. Doch dann wird das Antibiotikum Penicillin entdeckt, und Marlene brennt darauf, das Wundermittel zu erforschen. Es könnte Tausenden Kindern das Leben retten. Marlene ist hin und hergerissen zwischen beruflicher Pflicht und persönlichem Glück. Ihre Schwester Emma, inzwischen Oberschwester der Kinderklinik, hat Sorgen ganz anderer Art: Ihr Sohn Theodor verbringt immer mehr Zeit mit Freunden, die sich politisch radikalisieren. Theodor droht ihr zu entgleiten, doch Emma ist fest entschlossen, um ihren Sohn und gegen die neuen politischen Kräfte zu kämpfen.

„Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts“ von Antonia Blum, ist der dritte Band der Reihe um die Ärztin Marlene und die Krankenschwester Emma.
Band eins spielt 1911, Band zwei 1918 und dieses Buch 1929. Die Bücher sind zwar in sich abgeschlossen, sollten meiner Meinung nach aber in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, um die Entwicklung der Figuren und der Klinik richtig mitzuverfolgen.
Wer die ersten beiden Bücher kennt weiß, dass die Autorin gut über die jeweilige Zeit recherchiert und immer so einiges Wichtiges aus der Zeit behandelt.
Dieses Mal geht es um die Entdeckung des Penicillins, die stetig steigende Macht der NSDAP, der Wechsel der Denkweise von jungen Frauen und über das Rollen- und Familienbild der damaligen Zeit.
Schade fand ich, dass die Entdeckung und Erforschung des Penicillins nur am Rande behandelt wird und keine so richtig große Rolle spielt. Da hatte ich durch den Klappentext mehr erwartet.
Gut gefallen hat mir der Umgang mit der NSDAP. Die Autorin hat auch in den Bänden zuvor, den Krieg gekonnt aus der Sicht der Daheimgebliebenen behandelt und sich nicht in politische Erläuterungen verstrickt. Auch dieses Mal erleben wir es eher aus der Sicht von Emma und ihrem Sohn Theodor. Theodor gerät immer wieder in Schwierigkeiten, weil Emma und Kurt Sozialdemokraten sind und dies auch an ihre Kinder weitergegeben haben. Um dazuzugehören eignet sich Theodor das Gedankengut aus Hitlers „Mein Kampf“ an und verbringt immer mehr Zeit mit der Hitlerjugend. Die Autorin beschreibt sehr gut, wie die Jugendlichen damals für die Partei gewonnen wurden und sich teils aus Überzeugung und teils durch das Gruppengefühl engagiert haben. Daneben haben wir Emmas Sicht, die als besorgte Mutter zwischen den Stühlen Familie und Arbeit steht.
Ein bisschen übertrieben fand ich es, dass beide Schwestern Eheprobleme haben und beide Ehen kurz vor dem Aus stehen.
Die Probleme der Kinderklinik durch die neue Oberin fand ich spannend, denn so hat die Autorin nebenbei den Wandel der Gedanken von jungen Frauen eingeflochten. Die Selbstdarstellung und das Selbstausleben durch Make-Up, Schmuck und Kleidung wurden damals immer wichtiger. Das wurde gut dargestellt.
Es ist wieder sehr viel in diesem Buch passiert und ich muss gestehen, dass ich manche Erzählstränge nicht unbedingt gebraucht hätte. So war alles ein wenig oberflächlich und sprunghaft. Aber trotzdem war die Geschichte wieder spannend und gut recherchiert. Das Ende hat mir auch gefallen. Ich freue mich schon auf das nächste Buch.
1,411 reviews7 followers
October 3, 2022
Auch Band 3 ist ein Highlight
Berlin 1929:
Marlene von Weilert hat sich als Kinderärztin einen Namen gemacht.
Privat leidet sie darunter, dass die Ehe mit Maximilian bisher kinderlos geblieben ist.
Nachdem sie von der vielen Arbeit in der Kinderklinik an Überlastung leidet gibt sie Maximilian das Versprechen ihren Beruf hintanzustellen und sich auf ihre Familienplanung zu konzentrieren.
Von Professor Czerny hört sie von der Entdeckung des Antibiotikum Penicillin.
Es weckt in ihr den Wunsch das Wundermittel zu erforschen und vielleicht vielen Kindern das Leben zu retten.
Dafür müsste sie aber das Versprechen, dass sie Maximilian gegeben hatte brechen.
Emma wird zur Oberschwester der Kinderlink.
Die neue Aufgabe fordert ihre ganze Kraft.
Dabei entgehen ihr die Probleme die Theodor an der neuen Schule hat.
Um dazuzugehören verbringt Theodor immer mehr Zeit mit seinen neuen Freunden.
So kommt es, dass er sich der neuen politischen Bewegung anschließt.
Als Emma das erfährt ist sie fest entschlossen Theodor da raus zu holen.

„Kinderklinik Weißensee-Tage des Lichts“ ist der 3. Band der Buchreihe „Die Kinderärztin“ von Antonia Blum.
Nach ein paar Seiten war ich wieder in der Kinderklinik angekommen.
Die Hauptpersonen sind die Schwestern Marlene und Emma die ich schon seit dem ersten Band ins Herz geschlossen habe.
Marlene ist inzwischen mit Maximilian von Weilert verheiratet.
Als Kinderärztin ist sie erfolgreich und beliebt.
Doch der Wunsch nach einer Familie blieb ihr bisher versagt.

Emma ist inzwischen mit dem Journalisten Kurt verheiratet.
Mit ihrem Sohn Theodor und ihrer Tochter Elisabeth scheint das Familienglück perfekt zu sein.
Auch beruflich läuft es für Emma gut.
Sie wird zur Oberschwester der Kinderklinik ernannt.
Doch als sie bei der Ernennung die neue Oberin kennenlernt, eine alte Bekannt von Marlene und Emma, da weiß sie das ihre neue Aufgabe alles andere als einfach werden wird.

Interessant sind die Einblicke die man in die Kinderheilkunde bekommt.
Die damaligen Hygienebestimmungen und die Aufgaben einer Krankenschwester.
Auch die Erforschung des Penicillin wird sehr interessant erläutert.

Antonia Blum hat diese Geschichte wunderschön geschrieben.
Von Marlene und Emma, ihrem Werken in der Kinderklinik, ihre Liebe und ihre Sorgen hat man sehr schnell Bilder im Kopf.
In dieser Geschichte steckt viel Emotion, viel Liebe und einiges an historischen Informationen.
Die Kinderklinik Weißensee wurde tatsächlich 1911 eröffnet, heute befindet sich dort nur noch eine Ruine.
Die Geschichte der beiden Schwestern geht einen beim lesen richtig ans Herz.
„Kinderklinik Weißensee-Tage des Lichts“ war, wie schon die beiden vorherigen Bände ein echtes Highlight.
Nach der aufregenden Geschichte war der ruhige Epilog ein schönes Ende.
Man darf sich aber auf einen weiteren Teil freuen.
Im Februar 2024 erscheint der 4. Band Kinderklinik Weißensee–Geteilte Träume.
Hier wird es einen Zeitsprung geben und die kleine Elisabeth wird in die Fußstapfen ihrer Tante Marlene treten.
Ich bin schon sehr gespannt.
226 reviews
June 14, 2023
Inhalt:

Berlin 1929. Marlene ist inzwischen eine erfolgreiche Kinderärztin. Doch privat läuft es bei ihr nicht gerade rund. Ihr Ehemann Maximilian ist seit seiner Rückkehr aus dem Krieg nicht mehr derselbe, zudem ist ihr Kinderwunsch noch immer unerfüllt. Deshalb plant Marlene, beruflich kürzer zu treten. Doch dann wird der Wirkstoff Penicillin entdeckt, der die Medizin zu revolutionieren vermag und Marlenes Forscherdrang weckt. Ihre Schwester Emma hingegen ist inzwischen Oberschwester in der Kinderklinik Weißensee. Doch ihr Sohn Theodor bzw. dessen Umgang macht ihr zunehmend Sorgen.

Meine Meinung:

„Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts“ ist der dritte Band der Romanreihe um die beiden Schwestern Marlene und Emma Lindow. Da die Entwicklung der beiden Frauen eine vorherrschende Rolle spielt und die Handlung der Bücher aufeinander aufbauen bzw. aneinander anschließen, empfiehlt es sich, die Bücher chronologisch zu lesen.

Die Protagonistinnen der Reihe, die intelligente Marlene, genannt Lene, und die warmherzige Emma, sind mir bereits in den beiden Vorgängerbänden ans Herz gewachsen. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter sind die beiden im Heim aufgewachsen und hatten es alles andere als leicht. Umso mehr freut es mich zu sehen, dass sie es geschafft haben, der Armut zu entfliehen und beruflich erfolgreich sind – Lene als Ärztin und Emma als Krankenschwester. Privat hingegen haben beide aktuell Sorgen, weswegen ich mit ihnen im Laufe des Buches mitgefühlt und –gehofft habe.

Der Plot des Buches ist gleichermaßen spannend wie interessant. Gefühlvoll erzählt Autorin Antonia Blum Lenes und Emmas Geschichte weiter. Gleichzeitig webt sie auch dieses Mal eine Vielzahl historischer Ereignisse und Daten mit ein, die nicht nur von der Recherche der Autorin zeugen, sondern auch von ihr Interesse an der damaligen Zeit und der Geschichte der Medizin sowie insbesondere der Klinik Weißensee. Diese ist nämlich keinesfalls erfunden, sondern wurde als erstes Kinderkrankenhaus Berlins bis 1997 betrieben. Nach dem Ende des Krieges und der Spanischen Grippe im vorherigen Band, spielt dieses Mal die Entdeckung und Erforschung des Antibiotikums Penicillin eine vorherrschende Rolle. Gleichzeitig passiert auch politisch Ende der 20er Jahre viel in Berlin, denn die NSDAP befindet sich im Aufschwung. Autorin Antonia Blum gelingt es, ein authentisches Bild dieser spannenden Zeit zu zeichnen und nicht zuletzt dadurch den Leser zu fesseln.

Fazit:

Gelungener dritter Teil der Reihe, in der dieses Mal die Erforschung des Penicillins sowie die turbulente politische Lage Ende der 20er Jahre eine große Rolle spielen. Einfach interessant und gleichzeitig spannend. Nicht zuletzt aufgrund der großartigen Charaktere. Ich freu mich schon auf Band 4!
390 reviews
October 15, 2022
Berlin-Weißensee, 1929. Zum dritten Mal entführt und die Autorin in vergangene Zeiten und in die Kinderklinik, die Fans der Reihe gefühlt schon in und auswendig kennen, in der jedoch die Schicksale der kleinen und großen Menschen und der medizinische Fortschritt immer wieder für gute, ja schon spannende Unterhaltung sorgen.

Sowohl Emma als auch Marlene haben in diesem Band ihre Päckchen in beruflicher wie auch privater Hinsicht zu tragen. Marlene möchte Mutter werden und im Beruf erfolgreich sein, Emma hat nicht nur Schwierigkeiten mit ihrem Sohn Theo, der droht ins rechte Milieu abzurutschen…dazu läuft es auch in der Kinderklinik alles andere als rund. Durch eine neue Oberschwester weht ein anderer Wind – mit Folgen, nicht nur für den einen oder anderen kleinen Patienten.

Der Schreibstil ist gewohnt rund, leicht zu lesen, sowie bildhaft. Darum hatte ich das Buch wieder in Rekordzeit gelesen, einfach, weil ich es kaum zur Seite legen konnte. Die Schwestern haben mein Herz erreicht, die kranken Kinder erweichen es ein ums andere Mal und dieses Mal ist auch der Schicksal der Klinik als solcher ein großes Thema.

Zeitlich ist Wahl von der Autorin nicht nur nachvollziehbar, sondern auch sehr gut getroffen. Es tut sich so einiges, es sind unruhige Zeiten und das wird in diesem Buch auch deutlich. Wie die Jugend mitten in den nationalsozialistischen Sumpf gezogen wird, wie die Armut und Inflation wirken und vieles mehr. Auch interessant: Die medizinische Entwicklung um das Penicillin (okay, da erklärt die Autorin im Nachwort, wo und wie sie sich etwas weniger an den faktischen Ablauf gehalten hat und warum) oder auch die Entwicklung in Sachen Radio. Und trotz all dieser Themen kommen die Schwestern und die Kinderklinik nicht zu kurz. Mich hat es einfach begeistert, wenn es auch wieder einiges in Sachen Liebesdingen gibt, was ja an sich nicht so meins ist – es war aber nie so extrem ausgebaut, dass es mich genervt hätte bzw. waren die Liebesdinge gut in die laufende Geschichte eingebunden. Auch war das eine oder andere zum Ende hin vorhersehbar, aber hier habe ich es mir auch genauso gewünscht. Anderes hatte jedoch auch überrascht und wahrscheinlich hätte mir das weniger gefallen, als dieser Ausgang. Die Mischung hat für mich wieder gestimmt.

Bei diesen Büchern lese ich sogar das Nachwort und das war ebenfalls informativ und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band der Reihe! Derweil empfehle ich alle drei Teile (bitte der Reihe nach lesen) gerne weiter.
218 reviews
October 22, 2022
Der 3. Teil der Reihe,, Kinderklinik Weißensee - Tage des Lichts " hat mich so gefesselt, daß ich traurig war, als ich das Buch zuende gelesen hatte.

Auch in diesem Teil läßt Antonia Blum in gewohnt packender Schreibweise den Leser am Leben und Wirken der ehemaligen Waisenkinder Emma und Marlene teilhaben. Er umfast die Zeit von Oktober 1930 bis August 1930, bzw im Epilog Dezember 1931.
Die Schwestern arbeiten weiterhin mit Herzblut in der Kinderklinik. Emma wird zur Oberschwester befördert, bekommt es dabei aber mit ihrer alten Widersacherin Marie Louise Fischer zu tun, die als neue Oberin ihre Vorgesetzte wird. Sorgen bereitet ihr Theodor, ihr Sohn, der sich durch andere Jugendliche von der NSDAP beeinflussen lässt. Der Aufstieg der Partei ist ein wichtiges Thema des Romans. Der geschichtliche Aspekt fügt sich realistisch und sehr gut in die Handlung ein führt dadurch zu einigen spannenden Situationen.
Marlene arbeitet wie gewohnt mit sehr viel Einsatz als Ärztin in der Klinik, steckt all ihre Kraft, bis zur Erschöpfung hinein. Gleichzeitig belastet ihr nicht erfüllter Kinderwunsch ihre Ehe mit Maximilian. Als sie sich eine Auszeit von der Arbeit nimmt , wird sie so unglücklich, daß sie zum Dienst zurückkehrt und außerdem an den Forschungen zum neu entdeckten Penicillin teilnimmt. Dadurch verstärkt sich die sehr ernste Ehekrise.
Antonia Blum hat in gewohnt flüssiger und sehr schön bildhafter Weise die Arbeit in der Klinik, die Familiensituationen , die Gedanken und Gefühle der Protagonisten geschildert. Ich fühlte mich beim Lesen, als sei ich dabei.
Der Aufstieg der Nazis , welche gerade die jungen Menschen beeinflusst, wird sehr anschaulich an Theodor beschrieben. Fortschritte in der Pflege und die Forschung zum neuen Penicillin war sehr informativ und interessant durch die Arbeit in der Klinik mit dem Geschehen verwoben.
Emma und Marlene sind sehr sympathische Charaktere mit Herz , gerade weil sie so liebenswert sind und auch ihre Schwächen haben. In beiden Familien gibt es nicht nur ,,Friede, Freude, Eierkuchen " , das macht die Geschichte umso realistischer und greifbarer. Ich habe mit ihnen gelitten, gehofft, geweint und mich gefreut.
Durch die packende Schreibweise war ich sofort von der Handlung so gefesselt, daß ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich warte ( un- ) geduldig auf den 4. Teil , der im Februar 2024 erscheinen wird. Er befasst sich dann mit den Jahren 1948/ 49.
Profile Image for tansmariechen.
372 reviews2 followers
October 6, 2022
Es ist das Jahr 1929. Marlene von Weilert liebt ihren Beruf als Kinderärztin an der Kinderklinik Weißensee. Sie leidet sehr unter ihrer Kinderlosigkeit. Sie entscheidet sich, kürzer zu treten. Als das Antibiotikum Penicillin entdeckt wird, brennt Marlene darauf, das neue Wundermittel zu erforschen. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrem Beruf und ihrem privaten Glück mit dem Kinderarzt Maximilian von Weilert, der sich nichts mehr wünscht, als eine eigene Familie. Ihre Schwester Emma hat gerade ganz andere Sorgen. Ihr Sohn Theo verbringt immer mehr Zeit mit Freunden, die sich politisch radikalisieren. Emma ist fest entschlossen: Sie wird um ihren Sohn kämpfen!
Den Roman Kinderklinik Weißensee, Tage des Lichts, hat Antonia Blum am 29. September 2022 herausgebracht. Das perfekt zum Genre passende Cover ist auf Anhieb als Teil der Reihe um die erste Kinderklinik Berlins erkennbar. Es handelt sich um den 3. Band. Er ist ohne Vorkenntnisse der vorigen Bände gut zu lesen. Ich empfehle jedoch diese Reihe von Beginn an in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn dann entwickelt sie erst ihren ganzen Charme.
Im Mittelpunkt steht die Kinderärztin Marlene, die ebenso wie Emma detailliert und facettenreich dargestellt wird. Mein Herz schlägt für Emma und so habe ich mit ihr gefiebert, gehofft und gekämpft. Nicht nur um ihren Sohn Theo sondern auch um die Klinik, um ihren Job als Oberschwester und um ihre Dauerfehde mit Marie Luise Fischer. Marlene hat mir oft leid getan. Sie ist überlastet, Arbeit und Privatleben fordern zu viel von ihr. Maximilian setzt sie zusätzlich unter Druck. Zu jeder Zeit sind die Belastungen der Haupt- und Nebenfiguren deutlich. In ihren Persönlichkeiten handeln sie nachvollziehbar, das lässt sie lebendig erscheinen.
Die Autorin hat einen sauberen Spannungsbogen durch ihre Geschichte gelegt, den sie immer wieder mit neuen Informationen füttert. So bleibt das Buch von vorne bis hinten unterhaltsam und informativ. Mit diesem Buch habe ich viele unterhaltsame Lesestunden verbracht. Ich empfehle es gerne all denen Lesern weiter, die fiktive Geschichten in einem historischen Rahmen mögen.
Antonia Blum hat mit einer geschickten Mischung aus Liebe, Drama und Geschichte einen spannenden Roman geschrieben, der sich mit der ersten Kinderklinik Berlins beschäftigt. Im Mittelpunkt stehen die Schwestern Marlene und Emma, die wir in der Zeit um 1929 lesend begleiten. Ganz nebenbei erleben wir die Entdeckung des Penicillins mit.
Profile Image for mellidiezahnfee.
1,031 reviews6 followers
November 6, 2022
Auch im dritten Teil ist man hautnah mit dabei. Ein wundervoller Pluspunkt der Autorin. Ihre Sprachgewandtheit lässt die Figuren regelrecht lebendig werden. Es geht um die Zeit zwischen den Weltkriegen. Hier findet sich etwas Licht, sowohl beruflich als auch privat, als auch politisch.
Doch schnell schleicht sich Finsternis ins Licht und versucht auf allen Ebenen den beiden Schwestern das Licht zu entziehen. Die Klinik soll geschlossen werden, die Nazis gewinnen an Einfluss und privat kriselt es leicht bis mittelschwer in den Familien.

Trotzdem fand ich es nicht zu viel , eher eine gleichbleibende Spannung, die durch die damaligen Lebensumstände sehr gut genährt und erklärt wurde. Das Hauptaugenmerk des Krankenhauses fand ich klasse umgesetzt, gerade die Erfindung des Penicillins ist toll beschrieben. Welch ein Heilsbringer auch heute noch!

Der Schreibstil ist wie immer wortgewaltig, sensibel und sehr empathisch, gerade was die Protagonistinnen angeht. Obwohl seit dem zweiten Teil einige Zeit ins Land gegangen ist, habe ich mich sofort wieder in diesem Band zurechtgefunden, dies ist eine tolle Leistung, wenn ein Autor es schafft, dass seine Protagonisten so lange im Gedächtnis bleiben, dass man allen auf der ersten Seite ein fröhliches" Hallo" zurufen kann und sich Lesen wie nachhause kommen anfühlt.
Fazit: Eine klare Leseempfehlung mit der Bitte, die Bücher in ihrer Reihenfolge zu lesen.
27 reviews
November 1, 2022
Mein Fazit: ausgezeichnet

Das Cover reiht sich perfekt in die Serie ein und zeigt Albert und Gertrude, zwei junge Patienten der Kinderklinik Weißensee.

Im Prolog holt Antonia Blum die Lesenden 1919 ungefähr dort ab, wo der zweite Band endete. In den nächsten 30 Kapiteln befinden wir uns in den Jahren 1929/1930 und damit zur Zeit der Weltwirtschaftskrise und dem Aufstieg der Nationalsozialisten. Nicht nur politisch ist es eine schwierige Zeit, auch die Protagonistinnen Marlene und Emma werden vom Schicksal gebeutelt: Ehekrise, schwierige Kinder, Probleme mit Mitarbeitenden, schwerstkranke Kinder und vieles mehr macht ihnen das Leben schwer. Andererseits macht es die Geschichte für die Lesenden vielseitig und spannend. Wir treffen auf alte Bekannte und schließen neue Bekanntschaften. Der Epilog spielt Weihnachten 1931 und rundet die Geschichte ab.

Das Nachwort ist wie gewohnt aufschlussreich und informativ als Ergänzung zum fiktiven Inhalt. Zudem enthält es einen Ausblick auf den nächsten Band, der für Februar 2024 angekündigt ist und auf den ich bereits sehr gespannt bin.

Auch die Lektüre des dritten Bandes habe ich wieder sehr genossen und meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Ich mag den flüssigen Schreibstil der Autorin und die abwechslungsreiche Geschichte rund um die Kinderklinik, die mir erneut entspannte Lesestunden beschert hat.
368 reviews4 followers
September 30, 2022
Interessante Geschichte

Die ersten beiden Bände kannte ich noch nicht. Aber ich habe ohne Probleme direkten Zugang zu den Protagonisten und der Geschichte gefunden. Das Buch hält einen vom ersten Moment an fest. Die Protagonistin Marlene ist eine äußert sympathisch geschriebene Person, aber auch in Emma kann man sich gut hineinversetzen. Die historischen Begleitumstände werden passend beschrieben und die Handlung fügt sich großartig in die damalige Weltanschauung ein. Auch die überall spürbaren neuen politischen Bewegungen werden aufgegriffen und verleihen dieser ansonsten eher leichten Unterhaltungslektüre doch stellenweise überraschend viel Tiefgang.
Der Schreibstil ist sehr authentisch und liest sich schnell und flüssig weg. Der Roman ist sehr berührend und unterhaltsam. 5 Sterne gebe ich und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

Profile Image for Karola.
812 reviews7 followers
September 30, 2022
Berlin um 1929 und 1930

Rund um die Kinderklinik Weißensee in Berlin um 1929 spielen sich private und auch politische Ereignisse ab zur Zeit der Weimarer Republik. Neben der Familienplanung geht es bei der Kinderärztin Marlene von Weilert neben der Erfüllung in ihrem interessanten Beruf auch um die Anfänge der Erforschung des Antibiotikums Penizillin. Politisch zieht das Scheitern der Weimarer Republik herauf und das Erstarken der NSDAP und seiner drohenden Infiltration in der Gesellschaft. Ihre Schwester Emma kennt sich als Oberschwester sehr gut mit den Regularien und Vorschriften in der Kinderkrankenhaus-Pflege aus. Natürlich kommen beide Frauen bei ihrer Jagd nach dem persönlichen Glück und dem ihrer Familie sehr menschlich, warmherzig, offen, energisch und sympathisch rüber. Insgesamt scheint der Zeitgeist durch, aber auch die Lebensumstände der ärmeren Bevölkerung.
2,282 reviews13 followers
October 5, 2022
Zum Inhalt:
Marlene genießt ihren Erfolg als Ärztin, ist auf der anderen Seite aber auch traurig, weil ihre Ehe bisher kinderlos ist und deshalb beschließt sie beruflich kürzer zu treten. Doch als das Antibiotikum Penicillin entdeckt wird, brennt sie darauf bei der Erforschung mitzuwirken. Ihre Schwester Emma plagen derweil andere Sorgen, die Klinik soll geschlossen werden und auch privat läuft es nicht gut, doch sie gibt nicht auf und setzt alles daran, beides zu retten.
Meine Meinung:
Auch dieser Teil um die Kinderklinik hat mir wieder gut gefallen. Die Protagonisten bei ihren Wegen über lange Zeit zu begleiten gefällt mir. Auch der aufkeimende Nationalsozialismus wird gut eingeflochten, nimmt aber noch nicht einen zu großen Teil ein. Der Schreibstil warcwieder gut, ich habe genossen, das Buch zu lesen und hoffe auf eine Fortsetzung.
Fazit:
Hat mir wieder gut gefallen
Profile Image for Dragonreading.
296 reviews1 follower
November 16, 2022
Das Cover fügt sich perfekt in die anderen der Reihe ein und auch die Geschichte beginnt mit dem Ende der letzten, so dass ich gleich wieder mittendrin war. Marlene und Emma haben beide ihre eigenen Schwierigkeiten zu lösen - beruflich wie privat. Antonia Blum schafft es, die Zeit um 1929 und die Geschehnisse lebendig werden zu lassen. Sehr plastisch wird beschrieben, wie bald jeder einzelne Bereich davon durchdrungen wird. Die Klinik muss mit einer neuen Oberin klar kommen und mit prekären wirtschaftlichen Verhältnissen. Ich hätte nie gedacht, dass Marie-Luise und Emma jemals zusammen arbeiten würden. Privat sieht es bei den Schwestern auch nicht unbedingt rosig aus. Mit ihrem eingängigen Schreibstil vermittelt die Autorin alle Gefühlsebenen der Figuren eindringlich, so dass ich total mitgefiebert habe. Das war ein tolles Lesehighlight und ich bin auf den nächsten Band gespannt.
Profile Image for Marimirl.
227 reviews3 followers
October 10, 2022
Der dritte Teil der Serie rund um die beiden Schwestern Emma und Marlene konnte mich wie die beiden Vorgänger überzeugen. Ich dachte eigentlich, dass es sich um eine Trilogie handelt, aber es erscheint noch ein vierter Band.
Emma und Marlene sind beide mittlerweile erfolgreich in ihren Jobs als Kinderkrankenschwester und Kinderärztin tätig. Doch die Vergangenheit soll sie auf verschiedenen Ebenen einholen.
Neben den beruflichen Strapazen spielt auch das private Leben der beiden eine große Rolle. Wie in den ersten Bänden erfährt der Leser wieder so einiges über Medizin (zum Beispiel wird Penicillin in dieser Zeit erfunden) und die Pflege von kranken Kindern.
Das Buch ist sehr kurzweilig, unterhaltsam und auch spannend. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und ich konnte mich gut in die beiden Frauen, die trotz ihrer Ähnlichkeit auch sehr verschieden sind, hineinfühlen. Aber auch in ihre Ehemänner und andere Charaktere.
Auch dieses Mal ist das Nachwort der Autorin sehr aufschlussreich, da sie über ihre Recherche und die historischen Hintergründe schreibt. Sie verrät auch schon ein paar kleine Details über den nächsten Band, auf den ich schon sehr gespannt bin.
72 reviews
October 23, 2023
So gut es eben sein kann in diesem Genre (ich wiederhole mich 😅). Dieses empfand ich persönlich tatsächlich als schwächeren Band der Serie. So viele Themen in einen Topf geworfen, Trennung, Eifersucht, Klinikrettung, Nationalsozialismus (plus Homosexualität, puh!). Und am Ende doch Friede Freude Eierkuchen, das war mir diesmal doch viel zu glückselig.
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59 reviews1 follower
April 19, 2025
Es ist wieder eine sehr gut gebaute, spannende Geschichte.
Meine Kritikpunkte: Kein Jugendlicher erzählt seiner Mutter von seinen sexuellen Abenteuern. Wer bitte, außer in amerikanischen Serien, soricht sein Kind mit "Großer" an. Die Wandlung von Marie Luise ist unglaubwürdig.
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