Wie der Staat dem größten Steuerdiebstahl zusah Banker, Topanwälte, Wissenschaftler – ein perfides Netzwerk von Experten hat sich formiert, um deutsche Steuerzahler zu bestehlen. Die Beute: rund zwölf Milliarden Euro. Der Cum-Ex-Skandal beschäftigt die Justiz seit Langem, nun überzieht eine Prozesswelle das Land. Dabei wird offenbar: Der Staat war keinesfalls ahnungslos. Zahlreiche Finanzbeamte, Steuerfahnder, Amtsträger wussten von diesem Diebeszug, doch niemand setzte den kriminellen Umtrieben ein Ende. Auf Basis exklusiven Recherchematerials leuchtet dieser Pageturner die skrupellosen Machenschaften der Betrüger und das Staatsversagen erstmals vollumfänglich aus – ein fesselnd erzählter Wirtschaftskrimi, der unhaltbare Missstände in unseren Behörden und der Politik aufdeckt.
Cum-Ex - hat man schon mal gehört, aber wahrscheinlich in der Gesamtheit nicht überblickt - hier gibt es ein Buch, in dem das Vorgehen der Investmentbanker und ihrer Juristen geschildert wird - und dagegen das Vorgehen einer Staatsanwältin. Die Schilderung reicht bis zu den Verwicklungen in Hamburg - nennt Ross und Reiter. Durch miese Trickserei bedienen sich Investmentbanker direkt aus der Steuerkasse in Milliardenhöhe- und das Buch zeigt das nicht vorhandene Moralgerüst der Branche - und wie zahnlos staatliche Stellen dagegen halten. Nichts lässt einen vermuten, dass diese Investmentbanker nicht längst schon den nächsten Trick am Kochen haben.
Angesichts der Komplexität der miesen Geschäfte, der langjährigen Nachforschungen der Staatsanwaltschaft, der zahlreichen Verwicklungen öffentlicher Stellen - der Autor schafft es, die gesamte Gemengelage fassbar zu machen.
Interessantes Buch, das den Cum-Ex-Skandal gut beleuchtet. Stellenweise wirkte mir die Wortwahl des Buches jedoch etwas zu informell für ein Sachbuch und abseits von "Ich habe mit einigen Leuten geredet" gab es hier auch keine wirklichen Quellenangaben.
Sehr interessant, wenn man sich für die Thematik interessiert. Ist verständlich geschrieben. Er geht eher auf den Ablauf der Geschehnisse ein, anstatt auf die Gestaltung von Cum Ex, was aber auch verständlich ist, da es für einen Laien auch sehr schnell sehr kompliziert werden kann.