Zwänge und Zwangsgedanken loswerden: Zwangsstörungen ohne Medikamente und Konfrontation schnell und dauerhaft überwinden - SPIEGEL Bestseller (Mentale Gesundheit)
Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an einer Zwangsstörung, und täglich werden es mehr. Doch wo beginnt eine Zwangserkrankung? Wann sind Wasch-, Kontroll-, Ordnungs- oder Wiederholzwänge mehr als nur ein harmloser Tic? Und ab wann sind Gedanken, die sich wieder und wieder aufdrängen, behandlungsbedürftig? Klaus Bernhardt erklärt, was hinter Zwängen steckt, wie sie entstehen und wann Betroffene sich Hilfe holen sollten. Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und anhand konkreter Beispiele gibt er Betroffenen alltagstaugliche Werkzeuge zur Selbsthilfe an die Hand. Zudem beschreibt er viele hilfreiche Therapieansätze, die leider noch viel zu selten zum Einsatz kommen. Mit ihnen ist es möglich, Zwangsstörungen deutlich schneller in den Griff zu bekommen und häufig sogar dauerhaft zu überwinden.
Als selbst von einer Zwangserkrankung – Kontrollzwänge bezüglich vieler Elektrogeräte, Wasserhähnen, Lichtschaltern und Türschlössern – habe ich mich dem Buch Zwänge und Zwangsgedanken loswerden von Klaus Bernhardt mit einem großen persönlichen Interesse genähert, denn mit Konfrontations- und Verhaltenstherapien habe ich gemischte Erfahrungen gemacht: Die Zwänge sind zwar immer noch da, besonders stark in Phasen, in denen ich mit viel negativem Streß zu kämpfen habe, doch im Grunde sind sie auch schwächer und teilweise beherrschbar geworden. Für mich kann ich sagen, daß ich mit ihnen zu leben vermag, aber es durchaus auch begrüßen würde, wenn sie eines Tages ganz verschwinden würden.
Bernhardt geht davon aus, daß Zwänge ja letztlich Gedanken sind, die auf bestimmten Denkroutinen im Gehirn basieren, und daß man folglich durch die Umprogrammierung dieser Denkroutinen den Zwängen oftmals den Garaus machen kann. Indem man sich beispielsweise, mit Hilfe der sog. 10-Satz-Methode, regelmäßig möglichst intensiv vorstellt, wie es ist, eine bestimmte Alltagssituation ohne Zwangshandlungen bzw. -gedanken zu durchleben, und dabei alle Wahrnehmungskanäle in die Vorstellung mit einbindet, erleichtert man sich den Schritt, dies auch in die Wirklichkeit umzusetzen. Bernhardt illustriert dieses Prinzip mit dem Satz, daß man gegen imaginierte Drachen am besten mit imaginierten Schwertern kämpfe. Dies scheint auch einiges für sich zu haben, aber mitunter klingt mir Bernhardt auch zu selbstgewiß, wenn er etwa Erfolge innerhalb kürzester Zeit in Aussicht stellt oder immer wieder betont, wie wichtig der Humor bei der mentalen Bekämpfung von Zwängen sei. Ich lebe mit meinen Kontrollzwängen schon sehr viele Jahre und halte es nicht für sehr wahrscheinlich, daß sie sich, beispielsweise durch Anwendung der 10-Satz-Methode, nun mit einem Male innerhalb weniger Wochen beseitigen ließen. Außerdem kann ich sie auch nicht einfach so ohne weiteres mit absurden Gedanken weglachen. Alles in allem erscheint mir Bernhardt deshalb bisweilen als zu vollmundig.
Ein weiterer Punkt, der mich nicht recht überzeugt, ist seine sehr kritische Haltung gegenüber Psychopharmaka. Ich denke schon, daß mit ihnen allein die Bewältigung der Zwänge nicht gelingen wird, jedenfalls nicht, wenn man sie irgendwann wieder absetzen möchte. Allerdings denke ich, daß sie sich als begleitende Maßnahme eignen, um die Anwendung anderer Methoden und Therapien, sicher auch einiger, die auf Bernhardts Prinzip beruhen, zu erleichtern.
Insgesamt denke ich, daß ich einige der von Bernhardt genannten Methoden in der nächsten Zeit gut ausprobieren kann, wenngleich ich ein gerüttelt Maß an Skepsis mitbringe. Damit allerdings dürfte ich mich schon um den Placebo-Effekt bringen, von dem der Erfolg solcher Maßnahmen zu einem guten Teil abhängen könnte.
Einige Konzepte aus diesem Buch finde ich sehr ansprechend, jedoch finde ich folgende Punkte etwas fragwürdig: - Antidepressiva werden über alle Kapitel hinweg als schlecht verurteilt, obwohl bekannt ist das sehr viele Menschen von Psychopharmaka profitieren. Der Autor vertritt auch eher unkonventionelle Methoden, was mich nicht unbedingt angesprochen hat. Außerdem fühlen sich viele Stellen des Buches wie eine Schleichwerbung für andere Werke des Autors an. - Angehörige werden in dem Buch ermutigt mit Zwängen humorvoll umzugehen. Kann ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen und unterstützen, jedoch bring eine Zwangsstörung viel Stress für den Betroffenen mit sich und es ist nicht immer die beste Methode über Zwangshandlungen zu lachen. Man sollte ja auch Depressionen nicht auf die leichte Schulter nehmen. - In dem Buch wird auch geschrieben, dass es nicht immer die richtige Methode ist ein Trauma komplett aufzuarbeiten, wegen der Gefahr einer erneuten Traumatisierung. Auch hier ist meine Meinung anders. Ich denke die Aufarbeitung eines Traumas sollte grundsätzlich das höchste Ziel einer Therapie sein (wenn vorhanden) - Der Autor spricht von vielen geheilten Patienten, welche nur ein paar Sitzungen benötigten um geheilt zu werden. All das möchte ich nicht in Frage stellen, jedoch denke ich eine klassische Konfrontation eignet sich immer noch am besten, um mit einer Zwangsstörung gut klar zu kommen. Zwar finde ich, wie schon oben gesagt, einige Strategien aus dem Buch hilfreich, jedoch glaube ich nicht, dass sie für eine stark ausgeprägte Zwangsstörung reichen. Außerdem glaube ich auch nicht, dass jemand mit einer starken Zwangsstörung so schnell geheilt werden kann. Eine Zwangsstörung gilt grundsätzlich als eine chronische Erkrankung und ich glaube eher nicht, dass dafür nur zwei Stunden Therapie ausreichen würden. Es wird in dem Buch viel über moderne Therapiemöglichkeiten gesprochen, was ich auch sehr interessant finde, aber ich denke trotzdem, dass es eine Kombination aus klassischen und unkonventionelleren Methoden braucht (falls man solche überhaupt ausprobieren möchte). Ich persönlich kann das Buch nicht empfehlen, jedoch sind einige interessante Achtsamkeitsübungen und Gedankenexperimente enthalten.
Od autora u nás už vyšli dve knižky- Panické ataky: Čo sa vám snažia povedať?, Ako sa zbaviť depresie a syndrómu vyhorenia. Všetky tri sú podobne spracované. Ide o to ako prekonať určitú psychickú poruchu bez liekov. V každej knižke a nebolo tomu inak ani tu ponúka rôzne cvičenia, ktoré majú pomôcť prekonať psychickú poruchu, v tomto prípade obsedantno-impulzívnu poruchu.
Ku koncu knihy ponúka aj tipy pre príbuzných obsedantno-impulzívnych pacientov. Samozrejme kniha je aj pre tých, čo sa len o danú tému zaujímavo.
Mňa osobne kniha nenadchla tak veľmi ako predchádzajúce dve knihy. Ale to je pre to, pretože sa o túto tému tak veľmi nezaujímam. Avšak bolo určite zaujímavé dozvedieť sa konečne aj o niečom inom ako len o depresii. Niektoré veci ma aj zaujali a dalo sa to prebrať aj inak ako len na obsedantno-impulzívnu poruchu.
Autor ako terapeut má zmysel pre humor, čo dokazujú jeho zážitky z praxe, ktoré používal ako príklady. Čiže kniha nie je len na teoretickej úrovni. Veľmi sa mi páči aj to jeho poukazovanie na zastarané metódy, ktoré sú občas dosť mylné a nepomáhajú v takej veľkej miere ako nové metódy, ktoré sa ale využívajú zriedkavo
Ich habe „Zwänge und Zwangsgedanken loswerden“ von Klaus Bernhardt gelesen – und dabei etwas Wichtiges erkannt: Ich habe gar keine echten Zwänge.
Das Buch erklärt sehr verständlich, wo der Unterschied zwischen normalen Gedanken, lästigen Grübeleien und tatsächlichen Zwangsstörungen liegt. Genau das hat mir geholfen, meine eigenen Muster besser einzuordnen und mir viel unnötige Sorge genommen.
Es ist leicht verständlich geschrieben, mit vielen Beispielen und praktischen Tipps. Für alle, die sich fragen, ob sie vielleicht von Zwängen betroffen sind oder einfach mehr über das Thema erfahren wollen, eine klare Empfehlung.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich das Buch finden soll. Teilweise sind gute Tipps und Anhaltspunkte enthalten und es kann sicherlich für viele Betroffene helfen, jedoch wird in sämtlichen Fallbeispielen immer nur von Idealverläufen erzählt, die innerhalb kürzester Zeit die Erkrankung besiegen konnten. Aber so einfach ist es leider nicht immer und daher war das Buch oftmals eher frustrierend als hilfreich...
Ich leide selber seit Jahren unter einer Zwangsstörung, genauer gesagt unter einem Wasch- und Reinigungszwang. Und für Personen die unter einer Zwangsstörung leiden ist es ein sehr gutes Buch. Weil es beschreibt den Aufbau der verschiedenen Zwänge und was mach dagegen machen kann, genauso sind hilfreiche Ratschläge für Angehörige der Betroffenen enthalten.
Herr Bernhardt ist kein Psychotherapeut, er ist Heilpraktiker. Die Methoden die er in seinem Buch beschreibt entsprechen nicht den aktuellen therapeutischen Standards.