Der Maler Unsmoler ist auf die Insel seiner Jugend zurückgekehrt, um hier, fern von politischen Zwängen, zur künstlerischen Vollendung zu finden. Den Inselbewohnern ein Fremder und dem »Inselchef« und dem »Mitarbeiter« ein Unliebsamer, merkt er jedoch schnell, dass es keinen Ort der Zuflucht gibt. Von 1970 bis 1989 geschrieben, ohne Aussicht auf Veröffentlichung: ein großes Epos über vierzig Jahre deutscher Geschichte.
Der Roman "Die Insel" ist ebenso eine Chronik eines ostdeutschen Malers, der sich auf die Insel Usedom zurückgezogen hat, wie ein Abbild einer Miniatur-DDR. Der atmosphärisch dichte Roman mit Rückblenden und zeitgeschichtlichen Erläuterungen lässt eine längst untergegangene Welt wieder auferstehen, in der Männer im Krieg zurückgeblieben waren und Frauen - oftmals nach Flucht, Vertreibung oder Ausbombung - harte Zeiten meistern mussten. Warum dieser Roman bislang nicht deutlich mehr Aufmerksamkeit im Literaturbetrieb erhalten hat, ist unverständlich.