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Jenseits der Mur

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Ein feinsinniger und detailreich recherchierter historischer Kriminalroman aus der Kaiserzeit. Steiermark, 1882: In einem gestrengen Mädchenpensionat in der Nähe von Graz ereignen sich mysteriöse Todesfälle unter den Schülerinnen. Alle Opfer tragen eine rosafarbene Schleife an ihrer Kleidung. Als der jungen Lehrerin Ida Fichte noch weitere merkwürdige Details auffallen, beginnt sie gemeinsam mit dem feschen Gendarmen Wilhelm Koweindl zu ermitteln. Doch bald schon werden die beiden in ein abgründiges Spiel hineingezogen, in dem nichts ist, wie es scheint.

288 pages, Kindle Edition

Published August 25, 2022

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About the author

Gudrun Wieser

7 books3 followers

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Community Reviews

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4 (8%)
1 star
2 (4%)
Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Marice.
399 reviews8 followers
November 19, 2022
'Jenseits der Mur' hat mich gleich zu Beginn durch den einnehmenden und zum Teil humoristischen Schreibstil begeistert. Mit einem Augenzwinkern wird hier ein durchaus spannender Mordfall in einem historischen Mädcheninternat erzählt. Die besonnene Hauptfigur Ida und der Gendarm Wilhelm könnten kaum unterschiedlicher sein und ihre Zusammenarbeit, die nicht von einer Romanze überschattet wird, sowie das schnelle Erzähltempo fallen positiv auf.
Mein einziger Kritikpunkt: ich hätte gern mehr. Die Figuren haben Charakter, aber ich hätte sie gerne näher kennengelernt sowie mehr vom Internatsleben gesehen.
Profile Image for Marimirl.
227 reviews4 followers
September 10, 2022
Ich habe mir einen spannenden regionalen Krimi erwartet, der auch ein bisschen auf die Region eingeht. Ich lese sehr gerne Bücher, die in Österreich spielen, vor allem in Gegenden, die ich kenne.

Leider wurde meine Erwartung so gar nicht erfüllt: Es war weder spannend, noch wurde die Region eingebaut. Noch schlimmer: Der Hauptschauplatz ist der Annaberg nahe Graz. Das hat mich schon mal verwirrt, ist der Annaberg doch gar nicht bei Graz, sondern bei Mariazell. Es hat sich dann im Nachwort herausgestellt, dass der Ort erfunden ist. Das ist ja grundsätzlich ok, aber dann muss ich 1. nicht schon im Titel einen bekannten geografischen Begriff wählen (die Mur kommt auch gar nicht vor...) und 2. sollte man bei der Namenswahl dann etwas erfinderischer sein und nicht einen existierenden Ort nehmen.

Auch die Sprache hat mir gar nicht gefallen. Es wird sehr geschwollen geschrieben, was vielleicht zur Sprache des Jahres 1882 passen mag, aber es ist ja doch moderne Literatur. Der Lesefluss war dadurch für mich erheblich gestört und selbst wenn die Geschichte ganz interessant gewesen wäre, hat mir der Stil die Freude am Lesen weitestgehend genommen.
Ich habe nachdem ich das Buch beendet hatte, andere Rezensionen gelesen. In diesen wurde der Sprachstil durchgehend in den Himmel gelobt und auch der Humor hervorgehoben. Also in meiner Version war leider keine Spur von Humor enthalten - aber vielleicht ist mir dieser auch einfach entgangen.
Aufgrund der gewählten Sprache hab ich damit gerechnet, dass die Autorin bereits etwas älter ist. Es hat mich dementsprechend überrascht, dass sie erst 35 ist. Ich nehme an, dass sie die Sprache der damaligen Zeit treffen wollte. Ob ihr das gelungen ist, kann ich nicht beurteilen.

Der Kriminalfall an sich hätte ganz spannend sein können, die Idee ist ja nicht schlecht. Ich wusste aber so ziemlich sofort, wer der Täter war und durfte dann noch seitenlang die erfolglosen Ermittlungen begleiten. Dennoch: wäre der Stil nicht so mühsam gewesen, wär es auf jeden Fall eine durchschnittliche Geschichte gewesen.

Für mich war es leider nicht das passende Buch und ich bin froh, es hinter mir zu haben. Wieso ich es zu Ende gelesen habe? Es bestand ja doch eine klitzekleine Chance, dass ich den falschen Täter in Verdacht hatte...

Profile Image for Wal.li.
2,556 reviews70 followers
April 7, 2023
Mädchenpensionat

Im Jahr 1882 hat es Ida Fichte gleich zwei Mal gewagt, Heiratsanträge abzuwehren. Und nun ist sie in einem der wenigen Berufe tätig, die Frauen offen stehen. Im Mädchenpensionat der gestrengen Oberlehrerin Stieglitz. Nach einem der seltenen Tanzvergnügen in den Räumen des Hauses wird eine Schülerin tot aufgefunden. Sie trägt ein weißes Gewand mit rosa Schleifen, dabei hat sie Rosa überhaupt nicht gemocht. Und nun ist selbstverständlich die Polizei da. Der ansehnliche Gendarm Wilhelm Koweindl und seine Kollegen sollen herausfinden, wieso die junge Dame getötet wurde. in den Augen der Schulleiterin Stieglitz geht dieser entsetzliche Vorfall glimpflich aus, weil nicht gleich alle Mädchen von der Schule genommen werden.

Bei Ida Fichte handelt es sich um ein gewitztes und intelligentes Frauenzimmer. Sie macht sich eigene Gedanken, die sie gerne mit Wilhelm Koweindl teilt. Der Gendarm glaubt zunächst nicht, dass eine Frau etwas Hilfreiches zu seinen Untersuchungen beitragen kann, schnell stellt er jedoch fest, dass er sich da mächtig getäuscht hat. Das fängt schon bei den rosafarbenen Bändern an, deren Tönung er wegen seiner Farbenblindheit nicht genau erkennen kann. So richtig kommen die Untersuchungen zunächst nicht voran. Allgemein scheinen alle froh zu sein, dass sie weiter im Pensionat sind und bald herrschen wieder die gewohnten alltäglichen Abläufe.

Wenn man die schönen Blumen auf dem Cover sieht, denkt man, das passt zum Frühling. Ganz so frühlingshaft geht es in dem Krimi allerdings nicht zu. Es wird schon sehr deutlich, dass Frauen es alles andere als leicht hatten, ein eigenständiges Leben zu führen. Die Mädchen werden für die Ehe ertüchtigt. Einem Mörder sollen sie natürlich nicht begegnen. Doch die Lehrerin Ida Fichte erweist sich als kluge Ermittlerin, die sich schon bald auf den Austausch mit dem Gendarmen freut. Das zarte Pflänzchen an Gefühlen zwischen den beiden ist der Zeit angemessen zurückhaltend geschildert, ebenso wie die kleine Tolpatschigkeiten des Wilhelm Koweindl, der das Herz am rechten Fleck hat. Die Sprache, die die Autorin in ihrem Roman verwendet, ist der Zeit angemessen, in der die Handlung angesiedelt ist. Zu Beginn benötigt man etwas Zeit, um sich daran zu gewöhnen, später hilft es eher, sich in die Zeit hineinzuversetzen. Im Spätsommer kann ein zweiter Band mit diesen sympathischen Ermittlern erwartet werden.

Profile Image for luisa_reads.
37 reviews
December 11, 2022
Das Buch hat mir gut gefallen. Es war seit seeehr langer Zeit mein erster Krimi und hat auch wirklich Spaß gemacht!
Ich hatte so ein bisschen meine Probleme mit dem Schreibstil - ist aber eben ein historischer Roman und deswegen war mir vorher klar, dass der Schreibstil dem angepasst ist!

Die Protagonistin Ida mochte ich sehr und ich fand es wirklich toll, dass man miträtseln konnte. So super spannend war es für mich erst gegen Ende, aber eine ausreichende Spannung, dass man weiterlesen möchte war auf jeden Fall vorhanden!

Profile Image for Sabrina.
87 reviews4 followers
December 1, 2024
[2.5 Sterne] Alles im allen war die Geschichte okay und unterhaltsam. Ich mochte den Schreibstil (auch wenn er teilweise aufgesetzt wirkt) und auch den Humor. Der Kriminalfall war allerdings, meiner Meinung nach, sehr vorhersehbar und lässt einen an der Klugheit jeglicher Figur des Buches zweifeln (da komplett offensichtliche Hinweise nicht beachtet werden). Ich weiß nicht ob das absichtlich so geschrieben wurde und lustig sein sollte? Aber ich persönlich fand es sehr irritierend beim lesen. Außerdem fand ich, dass das Buch unnötig viele diskriminierende Kommentare hat. Davon muss man ja schon genug in tatsächlicher Literatur dieser Epoche lesen, ich brauche das nicht noch in moderner Literatur. Vor allem weil die meisten dieser Kommentare einfach aus dem nichts kamen und absolut keinen Zusammenhang oder Bedeutung für die Geschichte hatten.
Profile Image for Johann.
234 reviews3 followers
February 17, 2023
Ein überaus ereignisreicher Krimi im 19. Jhdt. am Rande von Graz, der aber durch die Wirrungen und Irrungen des Gendarms lange dauert, bis auf den/die tatsächlichen Mörder mehr oder weniger durch Zufall gestoßen wird.
Profile Image for naturallybooks.
106 reviews
January 21, 2023
Was für eine Zeit, das 19. Jahrhundert doch war. Kaum zu Glauben, wenn man als Frau arbeiten wollte und dann hatte man keine andere Wahl als ledig zu sein. Denn wenn man Heiraten wollte, durfte man nicht arbeiten. Keine Ahnung was das für einen Sinn gehabt haben soll aber egal. In « Jenseits der Mur » geht es um ein Pensionat, für Junge Mädchen, das von einer strengen Oberlehrerin geführt wird und die beiden Lehrkräfte die bei ihr angestellt waren konnten nicht unterschiedlicher sein. Die eine war mitfühlend und Liebevoll, während die andere ihrer Oberlehrerin in der hinsicht strenge mit nichts nachstand. Nun ja, kommen wir zum Punkt, an einem nahe zu normalen Tag, wurde nicht weit von dem Pensionat ein Junges Mädchen gefunden, Tot versteht sich natürlich und das schreckliche daran war, es war eins der Mädchen, die dem Pensionat angehörten. Der Schock saß tief, als die Mädchen und ihre Lehrerinnen, das Mädchen am Waldrand entdeckt hatten. Während alle außer sich waren, war es Ida (die Junge mitfühlende Lehrerin), die versuchte die Ruhe zu bewahren und die Umgebung sowie die Leiche näher betrachtete. Ida ist eine Frau die sich Freiweillig gegen die Ehe entschieden hat und somit keine andere wahl hatte als, als Lehrerin in dem Pensionat an der Annerberg zu unterrichten. Wie gesagt, das 19. Jahrundert. Ida war bestürzt und fühlte den Verlust, genau wie jeder andere an diesem Pensionat. Doch als sie dem Gendarmen Wilhelm begnetete, entsteht gleich ein wunderbares Ermittlungsduo.
Ich hatte am anfang etwas schwierigkeiten in den Schreibstil hinein zu finden, doch spätestens seit Kapitel 6 war dies Vergangenheit, denn ich konnte, dass Buch nicht mehr weg legen. Die Charaktere und die Ermittlungen haben mich in Spannung versetzt und die Geschichte, hatte mich nicht so schnell zu einem Verdächtigen kommen lassen, wie ich es bei den meisten Büchern die ich bisher gelesen hatte gewohnt war, was mir nur mehr Freude bereitete. Und als ich dann endlich einen Verdächtigen hatte, nun ja lag ich tatsächlich falsch. Und das machte mir natürlich die schönste Freude. Spannung und Neugierde hat mich während des Lesens aufrecht gehalten und führte dazu, dass ich diesem Buch 4 von 5 Sternen gegeben habe.
26 reviews
January 2, 2023
Die Geschichte war sehr kurzweilig und spannend. Es gab immer wieder neue Twists, Hinweise und Erkenntnisse. Es war auch interessant die Geheimnisse der beteiligten Personen zu lüften. Mir hat das Buch gut gefallen! Die Charaktere und deren Entwicklung waren nachvollziehbar und glaubhaft und die beiden Hauptcharaktere Ida und Wilhelm hatte ich von Beginn an ins Herz geschlossen.
Displaying 1 - 8 of 8 reviews

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