Glitzernd, glamourös und absolut grausam – willkommen im Schloss der tausend Spiegel!
Zum Wohle ihres verarmten Königreichs würde die junge Prinzessin Maren alles tun, dessen ist sie sich ganz sicher. Bis sie in das berüchtigte Schloss aus Silber und Eis geschickt wird, um den viel zu reichen und viel zu attraktiven Lord Willjareth zu heiraten. Den einen Mann, den sie eigentlich niemals wiedersehen wollte – und den sie leider viel zu gut kennt. Doch um ihr sterbendes Land zu retten, bleibt Maren nichts anderes übrig, als in das Schloss ihrer Albträume zurückzukehren, wo tagsüber funkelnde Bälle gefeiert werden und nachts finstere Kreaturen durch die Korridore streifen, von denen eine an Maren ganz besonders interessiert zu sein scheint. Und während Maren vergeblich versucht, sich nicht noch einmal in den hinreißenden Lord zu verlieben, der ihr Leben ruiniert hat, verstrickt sie sich immer tiefer in einem feinen Netz aus Lügen und Intrigen, das sie bald weit mehr als nur ihren Kopf kosten könnte …
Ein fesselndes Dark Fantasy Abenteuer über Liebe, innere Schönheit und den Mut, zu sich selbst zu stehen!
Arianne Luise Silbers ist eine Exzentrikerin im falschen Jahrhundert mit einer Liebe für alles Verstaubte und Fantastische. Passenderweise studiert sie momentan Geschichte und Literaturwissenschaft mit einem Schwerpunkt auf antiken Kulturen, wobei sie besonders die alten Völker Großbritanniens und Irlands in ihren Bann gezogen haben. Sie wurde 1998 auf Rügen geboren und lebt noch heute an der stillen norddeutschen Küste, wo sie mit Blick auf das weite Meer an ihren Romanen schreibt. Als Teilnehmerin literarischer Förderprogramme wie dem »Poetencamp« oder dem mentoringKUNST-Projekt 2019/20 hatte sie außerdem schon die Gelegenheit, mit erfahrenen Schriftstellern wie der Bestsellerautorin Jenny-Mai Nuyen an ihren Texten zu arbeiten.
Abseits des Schreibens kreiert sie Fantasy-inspirierten Schmuck, modelt für märchenhafte Fotoshootings, fertigt Illustrationen für ihre Romane an und züchtet Moos, Farn und andere Unkräuter in ihrem kleinen Hexengarten.
Einblicke in ihren Schreiballtag und in neue Projekte gibt sie auf Instagram unter: @arianne.l.silbers
Dieses Buch habe ich auf Instagram gefunden. Die Autorin hat fantastisch gute Werbevideos zu ihrem Buch gemacht, die sofort mein Interesse geweckt haben. Was mich vor allem am Buch gereizt hat? Enemies to Lovers natürlich! Und auch die Tatsache, dass Prinzessin Maren übergewichtig ist. Wisst ihr, wie viele Märchenprinzessinen es gibt, die übergewichtig sind? Schaut euch mal Disney an! Und danach alle Märchen. Und danach alle Fantasy-Bücher mit Prinzessinen. Ihr werdet da nicht viel finden - vor allem dann nicht, wenn es euch um die Protagonistinnen der jeweiligen Geschichten geht. Und dadurch, dass ich selbst schon mein Leben lang übergewichtig bin und schon als Kind und Jugendliche wusste, dass sich daran wahrscheinlich so schnell nichts ändern wird (nein, auch mit Sport und gesunder Ernährung nicht), weil das einfach mein Körper ist, hatte ich da schon damals einen guten Blick darauf. Heute weiß ich, dass mein Körper auch okay ist, wie er eben ist. Da ist nichts falsch daran, übergewichtig oder dick zu sein. Der Wert einer Person ist nicht an ihr Gewicht geknüpft. Als Jugendliche wusste ich das aber nicht. Da hatte ich sehr mit meinem Selbstwertgefühl zu kämpfen und mal eine Prinzessin zu sehen oder auch nur über eine zu lesen, die einen Körper hat, der dem meinen ähnelt, hätte mir viel bedeutet.
Ein Buch wie dieses hätte aber wohl alles nur viel schlimmer gemacht. Kleine Frage: Warum bewerbe ich ein Buch damit, dass die Protagonistin übergewichtig ist, und mache dann die Protagonistin in jedem Absatz wegen ihrem Gewicht nieder? Maren ist dick, sie hat eine Gehbehinderung und leidet an emotionalen Essattacken. Wenn sie unglücklich ist, isst sie. Eine Kombi, die es in Büchern nicht oft gibt und die hätte spannend sein können. Aber das war es leider nicht. Vor allem, weil Marens Selbstwahrnehmung nach einiger Zeit ermüdend wurde. Klar kann man in einem solchen Buch auch Selbstzweifel und vielleicht sogar Selbsthass darstellen, aber in diesem Hörbuch vergeht wirklich keine Minute, ohne, dass sich die Protagonistin als "fett" und "hässlich" beschreibt. Und in den 27 %, die ich angehört habe, habe ich auch keinerlei Entwicklung oder Veränderung wahrgenommen. Inzwischen habe ich bereits bei meinen Freund:innen verkündet, dass ich ein Trinkspiel zu diesem Hörbuch starten möchte, aber nicht kann, da ich sonst innerhalb einer halben Stunde eine Alkoholvergiftung hätte. Maren trägt unglaublich viel Selbstmitleid und Selbsthass mit sich herum und an dem Punkt, an dem ich abgebrochen habe, habe ich bemerkt, dass ich auch schon begonnen habe, Maren einfach zu verachten. Ja, sie mag dick sein. Ja, sie mag nicht konventionell schön sein. Aber muss man das in diesem Ausmaß darstellen? Ohne irgendwelche positiven Aspekte, ohne Stärken, ohne irgendeine Art von Ausgleich? Irgendeine Art von Stärke, die mir dabei helfen würde, zur Protagonistin zu halten und mit ihr mitzufiebern? Mir war dieser ganze Selbsthass einfach zu viel und ich habe es irgendwann nicht mehr ausgehalten. Und ich hoffe, dass sich Jugendliche, mit schlechtem Selbstbild, wie ich das vor zehn Jahren war, nicht dazu verleiten lassen, dieses Buch zu lesen. Denn ich glaube, dass mich diese Beschreibung der Innensicht der Protagonistin einfach zerstört hätte. Mobbing und Selbsthass habe ich schon in der echten Welt erlebt - warum sollte ich mir das in der fiktionalen Welt in diesem Ausmaß antun? Beides kann ja durchaus in Büchern vorkommen. Aber in dieser Menge? Puh! Hier passiert fast nichts, außer, dass sich die Protagonistin selbst hasst und dass andere sie niedermachen. Die restliche Handlung rückt ziemlich in den Hintergrund und nichts, was außerhalb von Marens Kopf passiert, scheint für die Geschichte irgendwie relevant zu sein.
Für problematisch halte ich auch die Auseinandersetzung mit Behinderung, wie sie zumindest zu Beginn des Buches erfolgt. Ob sich das später verbessern wird, kann ich natürlich nicht beurteilen - dafür habe ich nicht lang genug zugehört. Lord Willjareth nimmt Maren ihre Krücke weg - denn eine Behinderung ist "hässlich", damit "nicht akzeptabel" und scheinbar hat sich diese Behinderung nur entwickelt, weil Maren "zu faul" ist, um an sich zu arbeiten. Dass und warum das problematisch ist, muss ich euch wohl kaum erklären, oder? Wie gesagt: Vielleicht lernt der Lord später noch seine Lektion und damit auch, dass ein Mensch mit Behinderung nicht Schuld an dieser Behinderung hat, aber so wie er sich bisher gezeigt hat, habe ich keine große Hoffnung.
Endgültig verloren hat mich dieses Buch dann aber während der Hochzeitsnacht. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber: Wenn mir ein Typ sowas antut, dann ist es mir egal, wie arm mein Königreich ist. Ich bin weg. Und wenn es keine Möglichkeit gäbe, irgendwie wegzukommen, würde ich ihn nie lieben. Es gibt Dinge, die meiner Meinung nach nicht verzeihbar sind. In diesem Buch soll sich noch eine verdammte Liebesgeschichte entwickeln. Maren soll sich in diesen Kerl verlieben. Ich sehe keinen Weg, wie das glaubwürdig umgesetzt werden kann.
Mein Fazit? Ich bin definitiv nicht die richtige Leserin für dieses Hörbuch. Diese Geschichte hat mich belastet und nicht mehr losgelassen - und das meine ich ausnahmsweise nicht positiv. Warum sollte ich mir eine Geschichte antun, die mir nicht gut tut? Leider, aber das wahr nichts für mich.
Prinzessin Maren wird in das berüchtigte Schloss aus Silber und Eis geschickt, um Lord Willjareth zu heiraten. Leider kennt sie den attraktiven Junggesellen viel zu gut, schließlich hat er einst ihr Leben zerstört. Doch sie würde alles tun, um ihr Land samt seiner Bewohner zu retten, welches durch einen langen und andauernden Krieg verarmt und dem Untergang geweiht ist. So kehrt sie also zurück in das verhasste Schloss, in dem tagsüber funkelnde Bälle gefeiert werden und nachts finstere Kreaturen durch die Korridore streifen.
Auf der Insel Beli zählen ausschließlich Äußerlichkeiten. Wer nicht schön, gertenschlank und reich ist, wird ausgegrenzt und als wertlos betrachtet. Maren hat nie diesen Vorstellungen entsprochen: sie ist klein, rundlich und hat zudem noch ein schlimmes Bein. Die Grausamkeiten, welche sie auf der Insel bereits erdulden musste, sind ihr lebhaft im Gedächtnis geblieben und allein der Gedanke an eine Rückkehr kommt einem Albtraum gleich. Durch einige Rückblicke erfahren wir nach und nach, welchen Torturen Maren auf Beli in der Vergangenheit ausgesetzt war. Das ist wirklich heftig und einfach nur herzzerreißend zu lesen. Sie tat mir so unfassbar Leid. Sämtliches Selbstvertrauen und jegliches Selbstwertgefühl wurde auf Beli niedergebrannt, jeder noch so kleine Keim der Hoffnung direkt niedergetrampelt. Und ich kann euch sagen: auch in der Gegenwart wird es nicht besser.
Und deswegen ist es mir wirklich auch ein Rätsel, warum Maren seit Jahren in ihren Kindheitsfreund Will verliebt ist. Ich meine ganz ehrlich: wenn man ihn zum „Freund“ hat, braucht man keine Feinde mehr. Und selbst diese hat das arme Mädchen noch. Klar hatte Will auch seine „guten“ Momente. Aber für mich haben die absolut nichts gut gemacht. Er ist schwach, geltungsbedürftig und feige. Da muss echt einiges an Charakterentwicklung kommen, dass ich ihn wirklich sympathisch finden könnte..
Die Themen in diesem Buch sind ernst und sehr eindrücklich umgesetzt: Toxische Schönheitsideale, Body- und Fatshaming, Mobbing sowie Essstörungen. Marens Geschichte zeigt auf erschreckende Weise, was eine toxische Schönheitskultur besonders bei jungen Mädchen auslösen kann. Halleluja, das war wirklich schwer zu ertragen. Zum Glück geht es aber auch um innere Schönheit, Zivilcourage und den Mut, für sich selbst und für Schwächere einzustehen. Denn wer nur zuschaut, wird zum Mittäter.
Dieser Dark Fantasy - Auftakt kommt zwar glamourös und prunkvoll daher, ist aber ebenso grausam, bedrückend und düster. Im Schloss der tausend Spiegel war Maren definitiv nie wirklich willkommen.
Review folgt (Stand: 22.03.24) Stand 24.03.24: Ich glaube ich habe die Worte gefunden die ich brauche. Es kann sein dass ich einige Themen und damit Plotpoints leicht spoilere, also sei gewarnt Leser*in dieses Reviews.
Das ist die zweite Buchreihe die ich dieses Jahr beginne die von Märchen inspiriert zu sein scheint. Die erste Buchreihe war der Clusterfuck bekannt als ACOTAR (A Court of Thorns and Roses). Und Silber und Scherben funktioniert in meinen Augen genau an den Stellen wo ACOTAR versagt: denn statt die Protagonistin in die Falle laufen zu lassen und eine toxische Beziehung für wahre Liebe halten zu lassen (danke für gar nichts Maas) schafft es Arianne L. Silbers bei jeder Interaktion zwischen Will und Maren den Leser aufzuzeigen wie zerrüttet und verdreht die Beziehung der beiden ist. Und wie gefährlich es sein kann Verletzlichkeit und Hoffnung zu haben, wenn dein "Partner" diese Gefühle nicht erwidert und deinen guten Willen sowohl aktiv als auch unbewusst benutzt um die zu manipulieren oder einfach nur zu quälen. (Übersetzt: Will, du bist ein Arschloch). Aber es geht nicht nur darum wie das Opfer einer solchen Beziehung durch einen toxischen Partner emotional misshandelt und erpresst wird, sondern auch wie die Umgebung und Gesellschaft (in diesem Fall der Hochadel von Beli) den Täter formen und quasi dazu nötigen diese Taten zu begehen. Entschuldigt dass seine Taten? Nein, es wird gerade gegen Ende klar gemacht, dass es kein einfaches Vergeben und Vergessen gibt, aber die Rolle des gesellschaftlichen Drucks ist etwas das meiner Meinung in vergleichbaren Werken zu kurz kommt. Und danke an die Autorin dass dieses Mal nicht die "wahre Liebe" der Protagonistin den Mann läutert, sondern genau aufgezeigt wird dass unreflektierte Liebe in diesem Fall ein Mittel des emotionalen Missbrauchs ist und nicht die Lösung.
An der Stelle noch eine kleine Notiz an den Leser: wenn du erwartest, dass Maren sich in jeder Situation in der Will ein toxischer kleiner Motherfucker ist sich zu Wehr setzt und einen auf Girlboss machst hast du anscheinend nicht wirklich verstanden wie Missbrauch und toxische Beziehungen funktionieren. Ja es ist unangenehm zu lesen, weil es verdammt noch mal ein unangenehmes Thema ist. Als jemand, der glücklicherweise nur einmal in Teenagerjahren durch eine "leicht" toxische Beziehung gegangen ist (und das zum Glück nur für drei Monate): man kann sich aus eigener Kraft nur sehr schwer lösen (in meinem Fall hat meine damalige Partnerin mich fallen lassen) eben weil man trotz allem durch alles "gemeinsam" geht. Was glaubt ihr warum so viele Opfer häuslicher Gewalt ihren Partner/Täter nicht anzeigen? Eben weil er "für dich da ist" und du deshalb das Gefühl hast auszubrechen ist gleichbedeutend mit Verrat.
Fazit: ich werde diese Reihe gespannt weiterverfolgen und hoffe dass die Autorin mehr Aufmerksamkeit bekommt, eben weil ihre Herangehensweise an schwere Themen so herzzerreißend und unbequem sind.
Ein Buch, dass ich schon sehr lange auf meiner WuLi hatte ist
Ein Schloss aus Silber und Scherben von Arianne L. Silvers
nun durfte ich dank der Autorin das Buch lesen und rezensieren.
Prinzessin Maren, deren Schicksal an die kalten Mauern eines Schlosses aus Silber und Scherben gebunden ist, ist keine jener zarten Blüten, die im goldenen Käfig auf ihre Rettung warten. Vielmehr ist sie eine Figur von innerer Stärke, deren verborgene Schönheit wie ein warmer Schein inmitten der frostigen Umgebung leuchtet. Ihre Zwangsheirat mit Lord Willjareth, einem Mann, der von den Schatten der Vergangenheit umhüllt ist, ist kein Tanz auf Rosenblättern, sondern ein Schritt in ein Labyrinth aus unausgesprochenen Worten und wiederkehrenden Erinnerungen.
Die Dynamik zwischen den beiden ist komplex und von Misstrauen sowie einer unterschwelligen Anziehung geprägt. Maren erweist sich als eine starke und willensstarke Protagonistin, die sich den Herausforderungen ihrer neuen Umgebung stellt und nach Wegen sucht, ihre eigene Identität zu bewahren.
Die Geschichte ist nicht nur eine romantische Erzählung, sondern thematisiert auch innere Stärke und die Überwindung von Vorurteilen. Arianne L.Silbers scheut sich nicht, dunklere Elemente einzubauen, was der Geschichte eine gewisse Tiefe und Ernsthaftigkeit verleiht. Unerwartete Wendungen sorgen für einen konstant hohen Spannungsbogen.
Das Schloss selbst wird zu einer lebendigen Gestalt, dessen glitzernde Oberfläche dunkle Kammern und verborgene Gänge birgt. Gefährliche Kreaturen huschen durch die Nacht, und uralte Geheimnisse flüstern in den eisigen Winden. Doch inmitten dieser Dunkelheit erblüht zart eine Liebe, die sich nicht von Äußerlichkeiten blenden lässt, sondern die wahre Schönheit im Inneren erkennt.
Arianne L. Silbers gelingt es auf meisterhafte Weise, die Spannung bis zur letzten Seite aufrechtzuerhalten. Unerwartete Wendungen und enthüllte Wahrheiten halten den Leser in Atem, während er gemeinsam mit Maren die Schichten der Intrige und des Misstrauens abträgt.
"Ein Schloss aus Silber und Scherben" ist mehr als nur eine romantische Dark-Fantasy-Geschichte; es ist eine Parabel über die Kraft der inneren Schönheit, den Mut, sich den eigenen Ängsten zu stellen, und die befreiende Erkenntnis, dass wahre Liebe in den Tiefen des Herzens wohnt und nicht in glänzenden Oberflächen.
Wirst Du bereit sein über deinen Schatten zu springen?
Wenn es nach Maren geht würde sie für ihr Volk einiges tun bis auf eines. Den gutaussehenden Lord Willjareth zu heiraten. Der Mann der einst ihr Jugendfreund war und ihre Freundschaft eines Tags jäh zerstörte. Der Junge der bis jetzt ein Geheimnis vor ihr zu haben schien. Und genau der Junge der der letzte wäre den sie eines Tages heiraten wollte. Doch genau das muss Maren tun um ihr geliebtes Land zu retten. Sie muss in das berüchtigte Schloss aus Silber und Eis wo sie Will heiraten wird. Was Maren allerdings noch nicht ahnt ist …. Der Alptraum wartet dort auf sie um endlich sein Schicksal zu erfüllen.
Meine Meinung
Ich muss gestehen, das ich die Story emotional einfach klasse fand. Hier wird man mitgenommen in eine grausame, brutale Gesellschaft die sich nur aufs Aussehen beruft und ihre Gehässigkeit und ihre Wut hinter ihrem schönem Schein versteckt.
Hier werden die Themen Bodyshaming, Mobbing, Essstörungen in Szene gesetzt auf eine brutal ehrliche Weise die einen schockiert, aber auch fesselt. Denn aus grausamer Stärke erwacht auch Hoffnung und Mut.
Hier lernt man eine starke Persönlichkeit namens Maren kennen, die immer wieder in die Hilflosigkeit ihrer eigenen Strukturierten Ängste fällt und genau diese Maren, die auch taff ist um diese Martyrien auszuhalten. Bei ihr ist es ihre Figur, ihre Vorliebe für Süßes und ihre liebe Persönlichkeit die manche zum Anschein nehmen sie aufzuziehen oder sogar zu quälen.
Ich muss gestehen, das ich sehr gerne manches Mal ins Buch gehüpft wäre um manche mal zu schütteln um es nett auszudrücken. Umso wichtiger finde ich das genau vor diesen Themen nicht halt gemacht wird. Das man nicht das Opfer solch einer schlechten Gesellschaft sein muss, sondern das man selbst wertvoll ist und keiner das Recht hat darüber zu entscheiden wie man auszusehen hat um einem Ideal hinterherzurennen was manche wollen. Ich bin gespannt auf Band zwei denn das Ende macht definitiv sehr neugierig wie es mit der Charakterentwicklung und der Story weitergehen wird.
Okay, es ist wieder so einige Zeit vergangen und es stehen gleich so einige Rezensionen wieder offen. Manche von den Rezensionexemplaren, andere auch einfach, weil ich etwas dazu verfassen möchte. Darunter auch erst einmal dieses, welches schon wieder seit mindestens einer Woche fertiggelesen ist.
Das Buch hat mich schon, seit ich es zum ersten Mal gesehen habe, direkt angesprochen, denn das Cover ist schlicht und einfach ein Traum und der Klappentext entsprach genau meinem Geschmack. Ich liebe die Glitzer- und Glanzwelt von Königsschlössern und sage nie nein dazu, besonders wenn dann auch gleichzeitig hinter die Fassade geblickt wird.
Und hinter die Fassade wird hier wirklich gnadenlos geblickt. Die Autorin schafft es, dass man die Antagonisten der Geschichte auch so richtig gerne hasst und schreckt nicht davor zurück, den Glanz so richtig bröckeln zu lassen an allen möglichen Stellen und das kann man nur loben.
So bringt sie es auch fertig eine vielseitige Welt aufzubauen, mit einer Storyline, die an so manchen Stellen auch richtig überraschen kann und einem auch richtig neugierig auf die Fortsetzung macht. Gleichzeitig ist es ein guter Grundsatz. Man sitzt zwar noch mit einigen offenen Dingen da und das Buch wird auch mit einem richtig miesen Cliffhanger beendet, aber gleichzeitig steht man nicht völlig ratlos nach dem ersten Band da und hat schon einige Ansätze gut aufgebaut und erklärt und auch schon so einige Geheimnisse aufgedeckt. Die Balance stimmt also perfekt.
Auch die Figuren bekommen einen sehr komplexen Aufbau. Gerade Maren, die das grösste Opfer dieser kaputten Fassade des Königshofes ist, steht so einiges durch, weshalb man auch einen unglaublich guten Einblick in ihre Gefühlswelt bekommt. Will ist momentan schwierig. Er macht sich eindeutig keine Freunde, dafür umso mehr Fehler, aber man merkt, dass da wohl auch mehr ist und es auch noch andere Facetten an ihm gibt, auch wenn sie fast komplett begraben sind. Aber es macht ihn auch gleichzeitig zu einer unglaublich interessanten Figur. Nicht gerade sympathisch, aber als Figur aufgrund dessen umso besser.
Im gesamten als ein unglaublich positiver erster Eindruck. Momentan ist dies das erste Buch der Autorin, aber es wird nicht das letzte bleiben. Die Birkenbraut habe ich sowieso schon länger im Blick, aber nun liegt es bereits im Warenkorb. Das Buch hat sich rasend schnell in die Reihe der Favoriten geschlichen und wird auch dortbleiben. Von mir bekommt es jedenfalls fünf glänzende Sterne.
Ich habe mich schon wahnsinnig auf das Buch gefreut und war unheimlich gespannt. Ich wurde nicht enttäuscht, denn das Buch ist magisch fantastisch mit kleinen Schwächen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm. Es lässt sich gut ohne Stolperer lesen. An manchen Stellen ist es allerdings auch etwas schwer zu verstehen und nachzuvollziehen. Hin und wieder fiel es mir nicht so leicht dem Geschehen zu folgen und mir die beschriebenen Szenen auszumalen. Andererseits hat Silbers eine tolle magische Märchenwelt geschaffen, in der es so viele verschiedenen Orte zu entdecken und erkunden gibt. Es gibt Orte, die zum Verweilen einladen und Orte, von denen man schleunigst verschwinden möchte. Ich hoffe, dass es im zweiten Band noch viele weitere interessante und magische Orte zum Entdecken gibt, die mehr zum Verweilen einladen. Die Protagonisten Will und Maren sind einzigartige, individuelle, relativ gut konzipierte Charaktere. Maren entwickelt sich langsame zu einer sehr charakterstarken Heldin. Sie muss viel aushalten und beginnt sich durchzusetzen. Ihre Entwicklung vollzieht sich zwar nur schleppend, aber extrem authentisch. Ich habe richtig mit ihr gelitten. Maren ist keine typische Disney Prinzessin, weder vom Äußeren her noch durch ihre Art und Handlungsweise. Die anderen Figuren verurteilen Maren wegen ihres Aussehens. An der Stelle finde ich es besonders authentisch, dass Maren die Äußerungen der anderen Figuren selbst rezipiert und glaubt. Wenn man von klein an ständig die gleichen Aussagen über das eigene Aussehen hört, beginnt man sie auch selbst zu glauben und kann nicht mehr immer dagegen ankämpfen und sie revidieren. Ich bin gespannt, wie sie sich noch im zweiten Band entwickelt. Der zweite Protagonist Will ist einfach nur schrecklich. Es ist so ermüdend, darauf zu hoffen, dass er sich bessert. Es gibt immer wieder kleine Momente, wo man denkt, dass es jetzt bergauf geht, dass er sich bessert, dass er endlich zu Maren steht. Doch nahezu direkt zerquetscht Will diese winzige Hoffnung mit einer weiteren schrecklichen Tat oder Äußerung. An alle, die deswegen aufhören möchten zu lesen, hört nicht auf, es hat einen triftigen Grund, warum er sich so verhält! Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es hat definitiv etwas magisches und märchenhaftes an sich. Ich warte gespannt auf den zweiten Band.
Maren, a princess, needs to marry a lord from another country, to save her own. Though it is her childhood friend Will, she is scared of going back to Beli. She has been bullied by the other lords for not being beautiful and skinny like the beauty ideals are on the island. She needs to stay strong while enduring a lot of mental pain to help Will become King.
This book shows a broken society with messed up beauty ideals. Multiple times I asked myself during this book „why. Why. Just why are you so horrible and why are you doing this“ It pained me to read about Maren and how she got treated on court by all the other lords. She is so so so strong. I hope she will get treated in a better way and finds some self-confidence in the future… Even though Will is supposed to be the love interest, I can just not like him. There are many things he could have done better and I hope I get to see his character develop in the second book! The book is very well written and shows the cruelty and pain of bullying. The story is interesting throughout the whole book, but somehow it was a bit exhausting to read? I felt like I am progressing very slowly and wasn‘t fully captured into the story. I can still only recommend this book tho and al really really excited to find out what will happen in the second book!!
Echt schwierig. Ich habe mich bei diesem Buch rundum unwohl gefühlt. Ich fand durchgelesen alle Protagonisten unsympathisch. Vor allem Will ist einfach nur widerlich wo man sich echt fragt: warum hängt Maren nur an diesem Typ. Ich finde die Charakter Entwicklung ist kaum vorhanden. Zumindest 430 Seiten lang und dann plötzlich ist alles...immernoch nicht wirklich gut. Mir fehlt irgendwie eine Starke Persönlichkeit. Denn ich vermute zwar, dass Maren das sein soll, aber sie ist so von selbstzweifel zerfressen und lässt sich jede Gemeinheit gefallen, dass von Stärke nicht die Rede sein kann. Maren soll glaube ich einfach als gute Seele dargestellt werden. Für mich ist sie einfach nur naiv. Für mich war es leider nichts. Und ich werde auf keinen Fall den zweiten Band lesen.
"Ein Schloss aus Silber und Scherben" hat mir aus vielerlei Gründen nicht gefallen. Ich werde nur kurz darauf eingehen, da ich ja nicht mal 100 Seiten gelesen habe.
Aber erst einmal zum Positiven: Die IDEE einer Plus Size Protagonistin! Eine freaking Plus Size Prinzessin! Wie cool ist das bitte?
Gut, das war's eigentlich auch schon. Mich hat es so enttäuscht, wie unsere Plus Size Prota dargestellt wird. Man hat hier halt die perfekte Basis für body positivity, um zu zeigen, dass jeder Körper wunderschön ist. Gerade für die Jugendliche Zielgruppe von dem Buch. Was passiert stattdessen? Nicht nur die Prota selbst sondern jeder in ihrem Umfeld bezeichnet sie als "fett und hässlich". Ja, literally diese Wortwahl.
Unser Bad Boy, den sie heiraten soll, ist leider kein "Harte Schale, weicher Kern"-Bad Boy sondern einfach nur ein riesiges A******** :) Er macht sie nämlich nicht nur in der Öffentlichkeit runter, sondern bezeichnet sie auch in seinen Gedanken so abwertend.
Und zu allem Überdruss findet unsere Prota alle Menschen um sich herum wunderschön und das einfach nur weil sie dünn sind :) genau die Message die Jugendliche brauchen, juhu.
Davon abgesehen hat mir auch einfach der Schreibstil nicht gefallen. Die Protagonistin kommt aufgrunddessen sehr sehr jung rüber, ich hätte sie zunächst auf 14 geschätzt. Außerdem war sie mir zu kindlich, naiv und hat sich zu sehr unterbuttern lassen, dafür, dass sie eine Thronfolgerin sein soll.
Zum Wohle ihres verarmten Königreichs würde die junge Prinzessin Maren alles tun, dessen ist sie sich ganz sicher. Bis sie in das berüchtigte Schloss aus Silber und Eis geschickt wird, um den viel zu reichen und viel zu attraktiven Lord Willjareth zu heiraten. Den einen Mann, den sie eigentlich niemals wiedersehen wollte – und den sie leider viel zu gut kennt. Doch um ihr sterbendes Land zu retten, bleibt Maren nichts anderes übrig, als in das Schloss ihrer Albträume zurückzukehren, wo tagsüber funkelnde Bälle gefeiert werden und nachts finstere Kreaturen durch die Korridore streifen, von denen eine an Maren ganz besonders interessiert zu sein scheint. Und während Maren vergeblich versucht, sich nicht noch einmal in den hinreißenden Lord zu verlieben, der ihr Leben ruiniert hat, verstrickt sie sich immer tiefer in einem feinen Netz aus Lügen und Intrigen, das sie bald weit mehr als nur ihren Kopf kosten könnte (Klappentext Autorin).
Ein Schloss aus Silber und Scherben ist eine faszinierende Geschichte, die eine Vielzahl von Themen behandelt, darunter Grausamkeit, Liebe und die Auswirkungen von Mobbing. Prinzessin Maren, die wegen ihres Aussehens gemobbt wird, wird in eine arrangierte Ehe gedrängt, um ihr Königreich zu retten. Die Erzählung zeigt, wie toxisch Schönheitsideale und Gruppenzwang sein können. Die Autorin verwebt geschickt Fantasy-Elemente in eine emotionale Liebesgeschichte und thematisiert gleichzeitig ernste gesellschaftliche Probleme wie Mobbing und Bodyshaming. Trotz ihrer Stärke kämpft Maren gegen die Dunkelheit an. Der Schreibstil erzeugt eine märchenhafte Atmosphäre, aber das Buch behandelt auch ernste Themen. Die Charaktere, insbesondere Maren und Will, sind komplex und zeigen deutlich menschliche Schwächen. Obwohl die Geschichte fesselnd ist, können die wiederkehrende Selbstzweifel von Maren und auch Will manchmal anstrengend im Lesefluss sein.
Absolute Katastrophe. Ich hätte schon bei 20% abbrechen sollen. Charakter schwache Protagonisten in einer halbwegs interessant Welt.
Zitat „Er war ein Feigling. Und er war schwach. „
Das trifft es auf das ganze Buch. Ich fühle es!!! —————————-
🖤Meine Meinung „Er war ein Feigling. Und er war schwach. „
Und so fühlte ich es. Ihr kennt es doch, wenn man weiß ab der ersten Seite eines Buches- das ist was für mich! Tja, ich durfte jetzt auch mal die andere Seite kennen lernen. Leider, leider, fällt es mir sehr schwer Bücher abzubrechen. Ich denke mir immer „vielleicht wird es besser? Vielleicht gibt es ne Riesen Charakter Entwicklung?“ nope. Nicht immer. Das Buch in einem Satz für mich: Charakter schwache Protagonisten in einer halbwegs interessant Welt.🖍️ Die Idee der Welt wäre so gut. Oft dachte ich aber es gäbe zwei Versionen von dem Buch und die wurden hier einfach durcheinander gewürfelt. Dicke Prota? Dachte mir cool! Ja, leider war dem nicht so. Sie erwähnt in jedem Satz das sie „fett und dick und hässlich und unwürdig ist“ - bis zum Ende. Sie schämt sich, frisst aber VOR allen Menschen wie ein Schwein und wundert sich dann, obwohl sie diese Menschen kennt und weiß wie sie ticken. Das ändert sich bis zum Ende auch nicht. Und er ? Er sagt ihr in einer Tour wie hässlich und unwürdig und widerlich sie ist? Und im selben Satz / Atemzug erinnert er sich und sie aber daran das sie beste Freunde seien? Sie meint er sei oberflächlich und dumm und feige. Und sie? Sie liebt ihn wegen? Weil er gut aussieht!! WTF? Und es wird einfach nicht besser. Er lässt sie über Glasscherben laufen und sie denkt an den nächsten schokokuchen und wie schön er nicht wäre. Ich hätte bei 10% abbrechen sollen 😮💨 man hätte so viel raus holen können !! Auf jeden Fall hat das Buch sehr viele, negative, Gefühle in mir geweckt 😢
Ach ja die Moral von der Geschichte? Die fette Protagonistin wurde auf ne null Diät gesetzt damit ihr der dumme feige oberflächliche beste Freund endlich Aufmerksamkeit schenkt.
Für alle die das Buch toll fanden ! Geschmäcker sind verschieden! ☺️ freut mich für euch!! 🫶 Warum ich diese Rezension trotzdem poste? Weil ich euch mehr #realität auf Instagram zeigen möchte, meine Realität, meine Gefühle und meine Meinung. Nein, wir Blogger sind nicht (alle) speichellecker und schreiben nur 5 Sterne Rezensionen 🤫🤗
"Ein Schloss aus Silber und Scherben" handelt von der Prinzessin Maren, welche um ihre Heimat zu retten gezwungen ist eine Hochzeit mit ihrem Kindheitsfreund Will einzugehen, den sie eigentlich am liebsten vergessen würde. Der Klappentext verspricht eine Dark Fantasy Geschichte voller Spannung, Intrigen und fantastischer Kreaturen. Doch das kam meiner Meinung nach alles viel zu kurz.
Der ausschweifende Schreibstil der Autorin hat mir zu Beginn sehr gut gefallen. Sie schreibt sehr bildlich und ich konnte mir die Szenen immer gut vorstellen. Leider kam beim Lesen jedoch keinerlei Spannung auf. In jedem Kapitel standen Mobbing und Gesellschaftskritik im Vordergrund, so dass es mir wahnsinnig schwer fiel in die Geschichte rein zu finden. Die sehr langen Kapitel umfassten hauptsächlich Szenen in welchen Maren auf grausame Art gemobbt und gequält wurde, Will wegsah oder mitmachte und Maren sich infolgedessen selbst bemitleidete und runter machte. Die eigentliche Story plätscherte im Hintergrund vor sich hin und stand stets an zweiter Stelle.
Während wir endlich über eine nicht den klassischen Schönheitsidealen entsprechende Protagonistin lesen durften, wurden andere Körperformen permanent abgewertet. Ich hatte zu keinem Moment das Gefühl eine wirklich inklusive Geschichte zu erleben. Die adeligen Frauen wurden regelmäßig als hagere, knochige Hungerhaken beschrieben. Und in jeder Szene mit dem Bösewicht Cenric wurde auf seine kleine Körpergröße hingewiesen. Das hat mich wirklich enttäuscht und im Laufe der Geschichte immer mehr gestört und gegen Ende nur noch genervt. Diese Darstellung empfand ich als ebenso problematisch wie die Schönheitsideale, die das Buch angeblich kritisiert.
Insgesamt denke ich, dass das Buch eine wichtige Botschaft enthält, es der Autorin aber nicht gut gelungen ist das Ganze in einen spannenden Fantasy Roman (meiner Meinung nach ist das auch keine Dark Fantasy) zu verpacken. Ich mochte weder die Charaktere, noch hat mich die Story überzeugt. Für meinen Geschmack fehlte es an Fantasy Elementen und die aufgezwungene und stets im Vordergrund stehende Gesellschaftskritik hat die eigentliche Geschichte in den Hintergrund rücken lassen. Durch das letzte Drittel musste ich mich regelrecht durchquälen.
Ich hatte noch nie bei einem Buch so sehr den Eindruck, dass die Autorin ihre eigene Protagonistin hasst. Meine Frage wäre jetzt, warum man bei einem Buch, in dem der Hauptcharakter auf fast jeder Seite als dick und hässlich bezeichnet wird, eine schlanke, normschöne Frau aufs Cover packt? Schönheit mag ja subjektiv sein, aber diese Person da sieht definitiv nicht so aus, wie Maren im Buch beschrieben wird. Positiv erwähnen würde ich das Worldbuilding. Man merkt, dass die Autorin viel Liebe und Herzblut in ihr Werk gesteckt hat und die verschiedenen Sitten, Traditionen und Legenden, die sie erdacht hat, sind wirklich fantasievoll.
Mal schön ein Buch gelesen zu haben wo die Protagonistin ein mobbingopfer ist und versucht dazu zu gehören und alles recht zu machen. Maren tut mir richtig leid und sie hat einfach so viel Glück verdient und ich hoffe einfach dass sie ein Happy end hat. Es hat spaß gemacht in diese Welt einzutauchen und ich hoffe dass bald der zweite teil kommt um wieder diese welt zu leben und zu fühlen.
Ich bin echt zwiegespalten. Auf der einen Seite hat es mir schon gefallen: eine Curvy Protagonistin mit der ich mich in vielen Dingen identifizieren konnte, das Setting bzw. Worldbuilding... Aber auf der anderen Seite waren da auch einige Dinge, die ich nicht so mochte bzw. nicht gut umgesetzt fand. Das Mobbing dem Protagonistin Maren ausgesetzt war, war wirklich hart und kaum zu ertragen. Ich fand es jetzt nicht unrealistisch (so selbst als jahrelanges Mobbingopfer), aber insgesamt einfach too much und in Dimensionen, die echt ZU heftig waren. Vor allem weil kaum was Positives passiert ist und ständig nur eine traurige, bedrückte, düstere Stimmung herrschte und Maren sich auch nicht wirklich gewehrt oder irgendwelche Konsequenzen gezogen hat. Sie war ZU lieb und naiv und kindlich. Auch Loveinterest und Mobber Will war in seiner Feigheit ihr zu helfen auch einfach nur schwer zu ertragen... Ich hätte mir da viel eher und schneller eine Charakterentwicklung für beide gewünscht. Und auch einfach mehr von Bodypositivity statt dem ewigen Bodyshaming. Einfach auch damit es nicht so langatmig wird und auch mal eine andere Dynamik bekommt als nur dieses finstere, bedrückende. So empfand ich es leider als etwas unglücklich umgesetzt obwohl es viel Potential hatte.
Sorry, aber ich würde mich niemals so behandeln lassen und mich dann auch noch in so einen Kerl verlieben. Das hat nichts mit Romantik zu tun. Es gibt Dinge, die sind unverzeihlich! Der Selbsthass, den die Protagonistin an den Tag legt, ist auch einfach nur unangenehm.
In diesem Buch dreht es sich ausschließlich darum, dass die Protagonistin dick ist und immer dicker wird. Und das gefühlt in jedem zweiten Satz!
abgebrochen auf Seite 136 Ich kann das Bodyshaming von Maren echt nicht mehr ertragen. Ich will mit dem Buch absolut nichts zu tun haben😂 Ich dachte es wird heftig und düster so dark fantasy mäßig und nicht dass die Protagonistin für ihr Aussehen fertig gemacht wird und sie nur dick ist weil sie haufenweise Essen in sich reinstopft. Ich ertrage das Buch einfach nicht🫣
Abgebrochen auf Seite 56. Ich gebe zu, ich bin nicht weit gekommen. Das liegt aber einfach daran, dass ich es total bescheuert finde ... sorry. Der ganze Anfang ist schon völlig undurchdacht.
Aber um konkret zu werden - was mir nicht gefällt:
Maren lebt in einem Königreich, in dem als Einziges Blumen wachsen. Der Verkauf dieser ist auch ihre Art, dieses Reich zu finanzieren. Nachdem nun ein Krieg begonnen hat, kauft jedoch kein anderes Land mehr Blumen, weshalb es um die Finanzen des Landes sehr schlecht aussieht. Ganz ehrlich? So ein undurchdachter Rotz! Nie im Leben kann man über lange Zeit ein ganzes Reich finanzieren, nur weil man Blumen aus Dekozwecken verkauft. Viel eher eignen sich die Pflanzen sicher als Basis für Arzneien bzw auch Gift. Beides wird im Krieg von noch viel größerer Bedeutung sein, insbesondere Arzneien. Da kann man mMn nicht mal mit einem Boykott von Marens Land als Zulieferer argumentieren, da sie das Monopol haben und die anderen Länder darauf angewiesen sind. Für mich wirkt die Ausgangslage daher ziemlich billig konstruiert. Und selbst wenn ich das Ganze einfach so hinnehmen würde ... besonders viel Weitblick zeigen die Regenten nicht, wenn sie sich Jahrzehnte oder Jahrhunderte lang nur über eine Einnahmequelle finanzieren.
Die Autorin wirbt auf ihren Social-Media-Kanälen damit, wie stark Maren ist. Außerdem damit, dass sie durch ihre Statur (Plus Size) etwas Besonderes ist, sich aber auch charakterlich von dem "normalen" Prinzessinnen aus ähnlichen Büchern unterscheidet. Es ist Quatsch. Maren ist wie jede andere Prinzessin aus schlechten Büchern der Art auch eine Hohlbirne. Sie denkt nur von 12 bis Mittag und ebenfalls hat sie kein Rückgrat. Will muss nur einmal nett lächeln und schon darf er alles über ihren "hässlichen" Körper sagen - sie versteht ihn. Klar, vllt mag eine gewisse Statur und ein damit vllt einhergehendes Unwohlsein für Selbstzweifel sorgen. Aber dennoch lasse ich mich nicht anstandslos von anderen beleidigen ... zumindest nicht, ohne dass es mich wenigstens emotional tangiert.
Besonders hanebüchen finde ich aber auch grundsätzlich den Anfang. Wills Großvater schreibt einen Brief, um die Hochzeit von Will und Maren einzuleiten. Er argumentiert damit, dass Will bald Anspruch auf den Thron seines Landes erheben möchte und mit Maren eine erfahrene und taktisch kluge Herrscherin als Unterstützung hätte. Wir merken uns die drei Worte: erfahren, taktisch und klug. Nun ist es so, dass Marens Beraterstab nicht daran glaubt, dass Maren zu dieser Heirat Ja sagt. Also schreiben sie den Brief um, damit es wirkt, als käme er von Will selbst. Auch das beeindruckt Maren jedoch nicht und sie möchte das Angebot ausschlagen. Der Rat nimmt es so hin und Maren wundert sich kein bisschen, obwohl sie alle für die Hochzeit sind und anfangs diskutieren! Letzten Endes betäubt der Rat sie und schafft sie einfach gegen ihren Willen in das Reich von Will ... Die Autorin möchte mir also erzählen, dass eine Herrscherin, die nicht mal das Offensichtlichste hinterfragt und die nach Strich und Faden von ihrem Beraterstab vera*scht wird als erfahren, taktisch und klug gilt? Na dann gnade uns Gott, wenn das damit gemeint ist ... Auch dass Maren ständig vor allen und jedem heult, ist alles andere als souverän.
Oben drauf kommt neben diesen Punkten noch der absolut platte Schreibstil. Es wirkt wie eine eher schlechte, maximal mittelmäßige Fanfiktion ...
Ich finde es unspannend und unspektakulär. Die Autorin ist ein Ass, was Marketing angeht. Ich habe selten so schöne Werbevideos gesehen und war hin und weg. Auch wie sie ihr Buch verkauft, hat mich neugierig gemacht. Leider kann das Buch den Erwartungen aber nicht im Geringsten gerecht werden. Eigentlich ist es wie jedes andere schlechte Buch mit der Prämisse auch ...
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Manchmal beginnt ihr ein Buch und wisst sofort, dass ihr es mögen werdet. Das gilt aber auch in die andere Richtung, manchmal merkt man sofort, dass einem ein Buch nicht gefallen wird.
So war es hier bei diesem Buch. Der Stil war soweit in Ordnung, den kannte ich ja bereits, weil ich schon etwas von ihr gelesen habe. Mir ging direkt am Anfang dieses Prinzessinhafte und Gekünstelte auf die Nerven, das hat mir gar nicht zugesagt.
Ich muss auch gestehen, dass mich das Thema Mobbing in Büchern eher weniger interessiert. Ja, dass ist ein sehr wichtiges Thema und ich habe das in meiner Jugend zu genüge erlebt. Aber ich habe auch ein Alter erreicht, wo mich das überhaupt nicht mehr belastet. Wahrscheinlich bin ich nicht die richtige Zielgruppe für das Buch. Habe noch 100 Seiten abgebrochen.
Übrigens fand ich auch, dass es nicht wirklich Dark Fantasy handelt, Mobbing macht Fantasy nicht wirklich dark. Habe insgesamt einfach etwas Anderes erwartet.
Dies ist mein erstes Buch von Arianne L. Silbers und ich bin vor allem durch das geniale Marketing von ihr auf TikTok darauf gestoßen, da sie sofort mein Interesse geweckt haben. Sie macht was das angeht einfach einen richtig guten Job und die Idee einer Plus Size Prinzessin, welche sich durch einen Hof voller Intrigen und Schönheitsideale kämpft, erschien mir ebenso spannend. Als ich mir jedoch die Bewertungen durchgelesen habe, erkannte ich schnell, dass Enemies to Lovers hier auf ein völlig anderes Level gebracht wurde. Ich möchte alle, die das Buch in die Hand nehmen und lesen wollen, um sich möglicherweise durch die Protagonistin oder die Geschichte repräsentiert zu fühlen, warnen: Es ist grausam. Die Welt dieses Buches ist grausam, die Charaktere sind grausam und die Enemies sind hier wirklich das: Enemies. Es erinnert an eine Bully Romance und wer dieses Buch lesen möchte, sollte gewarnt werden: Sowohl psychische wie auch physische Gewalt kommt hier vor. Wenn ihr Probleme mit eurem Gewicht oder mit Essstörungen habt, dann passt auf euch auf, denn nicht wenige Szenen in diesem Buch könnten euch triggern. Die Protagonistin wird wegen ihres Gewichtes fertiggemacht, macht sich selbst fertig und solltet ihr nicht damit klarkommen oder euch bei dem Thema unwohl fühlen, ist es vielleicht das Beste, die Finger von dem Buch zu lassen oder es nur mit Vorsicht zu genießen.
Inhalt:
Auf dem Festland herrscht Krieg: Der magische Norden gegen den eindringenden Süden. Währenddessen haben sich die Lords und Ladys auf der Insel Beli in ihre prunkvollen Schlösser zurückgezogen und genießen rauschende Feste und viel Wein. Doch nicht alles ist so wunderschön, wie es scheint: Nachts verwandeln sich die Edelmänner in umherstreifende Monster, und böse Geister jagen die Menschen heim. Neben anderen magischen Wesen gibt es da auch die Miroschwäne, welche auf ewig schlafend in einem gefrorenen See umhertreiben und Lords mit ihrer wahren Gestalt in den Wahnsinn treiben, sowie einen anscheinend toten Rosenkönig und die Frostmutter, welche die Insel verflucht haben. Magische Sommerrosen drohen die Magie zu zerstören und auch Zauberer streifen durch das kalte, magische Land.
Zusammenfassung:
Marens Rat erhält einen Brief, in dem der Großvaters ihres ehemaligen besten Freundes um eine Heirat zwischen den beiden bittet. Dies wird Prinzessin Maren jedoch verschwiegen und anders berichtet (Sie wollen, dass sie Belis Geld erhält und den Norden im Krieg unterstützt). Als Maren sich der Hochzeit verweigert, bekommt sie in ihren Kelch ein Schlafmittel gemischt und verliert das Bewusstsein. Auf Beli trifft sie dann Will - ihren Kindheitsfreund und Verlobten. Vor drei Jahren ist jedoch ein schrecklicher Unfall passiert, welcher ihr Bein verletzt und eine Kluft zwischen sie getrieben hat. Zuerst weigert sich Will gegen die Heirat, stimmt dann jedoch zu (sein Großvater droht, ihn sonst an einen Kriegszauberer zu verkaufen) und Maren erhält Unterricht in Belis Sitten. Währenddessen denkt Will nur an die weiße Frau, die er in seinem Träumen sieht und fürchtet sich vor der Reaktion der anderen Adeligen auf Maren. Sie reisen dann ins Winterschloss und dort kündigt Will seine Anteilnahme am Wettkampf um den Thron an (er und Cedric bekommen zwei Inselhälften, welche sie dann regieren müssen und wer es besser tut, gewinnt). Die anderen Adeligen kommen und sehen Maren, woraufhin sie von ihnen ausgelacht und in den Brunnen gestupst wird. Die Schneiderin Spinne ist ebenso unfreundlich zu ihr - unter anderem, weil sie etwas mit Will hatte. Dieser begnügt sich dann in der Nacht mit Spinne und als er und Maren am nächsten Tag heiraten, stellt er sie vor allen bloß und lässt sie in seinem Zimmer von Spinne ausziehen, ehe beide Maren runtermachen und er vor Maren etwas mit seiner Mätresse anfängt. Sie rennt davon und wird von Monstern angegriffen, welche nachts durchs Schloss streifen. Maren wird jedoch von Anuaq - einem magischen Wesen - gerettet und er erzählt ihr mehr über die Legenden der Insel. Eines dieser Monster schleicht sich dann durch die Gänge und bringt Spinne um, da sie eine Seelenhaut voller Lügen und Grausamkeit besitzt. Als es Maren entdeckt, sieht das Monster jedoch nur Juwelen und ehe das Monster sie haben kann, kommt die Sonne zurück und es verschwindet. Am Tag darauf geht Maren mit Wills Freundin Ilisil Blumen pflücken, um der Jagd mit der grausamen Adeligen Erika nicht beiwohnen zu müssen und sie werden im Wald von Monstern angegriffen. Ilisil holt dann die schwarzen Witwen - Frauen, welche Monster töten können - und sie werden gerettet. Als Maren Will davon erzählt, verweigert dieser jedoch eine Zusammenarbeit mit ihnen. In der Nacht findet sie dann der Weiße (eines der Ungeheuer) und tötet ein anderes Monster, das sie beanspruchen möchte. Als Anuaq kommt, sagt sie dem Weißen er solle sich verstecken und dieser tut es tatsächlich. Später bricht sie mit Lord Rorik und Ilisil zu einer Ruine auf, um mehr über die Magie und die Monster von Beli zu erfahren, die auf Wills Inselseite umherstreifen. Cedric und seine Freunde finden sie jedoch und Maren wird angeschossen, während man Lord Rorik tötet. Will versucht sie im Schloss zu trösten und sie begraben am nächsten Tag Lord Rorik, ehe sie zu den schwarzen Witwen reisen und Will der Abmachung zustimmt. In der Nacht sieht der Weiße dabei zu, wie Anuaq Erika und ihre Freundin Ined tötet, weil diese Maren für Cedric ausspionieren wollten. Sie wollen daraufhin ihn ausspionieren und auf Cedrics Inselseite erkennen sie, dass die Edelmänner in Wahrheit die Ungeheuer sind - auch Will, obwohl er sich im Gegensatz zu Cedric nicht erinnern kann. Dieser will ihn und Maren töten und als Will flieht, taucht Anuaq auf, um Maren zu retten. Sie fällt jedoch in den Fluss und verliert das Bewusstsein. Anuaq rettet sie aber und sowohl Will als auch Maren erholen sich bei den schwarzen Witwen in der Glaserei von ihren Wunden. Auf einem Ball dann lässt sie Will wieder allein, doch Anuaq taucht auf und gibt ihr das magische Geschenk - eine Hülle. Der Sommerrosenkamm in ihrem Haar, welcher Marens Magie unterdrückt, zerfetzt diesen Zauber jedoch und wilde Sommerrosen sprießen aus dem Boden. Man findet sie und Anuaq, welcher sich ohne Magie als ihr alter Freund Vatoq herausstellt, zusammen und bezichtigt sie des Ehebruches, woraufhin die beiden in den Kerker kommen. Bei ihrem Prozess wird Maren nackt dem Hofadel vorgeführt und geschlagen und nachdem man auch Vatoq holt, nutzt er Magie, um die Fenster zu zerstören. Die Edelmänner verwandeln sich daraufhin in den Nordlichtern in Monster und wütende Sommerrosen wuchern durch das ganze Schloss. Vatoq und sie fliehen, doch Will verfolgt sie und will sie nicht gehen lassen. Daraufhin zeigt Vatoq Maren, was wirklich vor all den Jahren geschah und dass sie damals fast wegen Will starb. Als dieser Will auch töten will, hält Maren ihn mit ihren Sommerrosen auf, doch das Eis unter ihm gibt nach und Vatoq reist sie mit sich in die Tiefe. Will rettet sie jedoch (auch einen Miroschwan) und erfährt, dass Vatoq einen Miroschwan auf ihn gehetzt hat. Dieser überlebt sogar - und schwört Rache, während Maren und Will denken, endlich die Krone und ihren Frieden gewonnen zu haben.
Meinung:
Ich bin von dem Buch auf viele Arten überrascht. Erstens finde ich das Worldbuilding wirklich phänomenal - es steckt hier so viel Liebe zum Detail drinnen, wo viele Legenden und Geschichten, welche ihren Kern in der Wahrheit haben. Die Miroschwäne, die Sommerrosen und die kalte Insel haben einfach eine wunderbare Stimmung aufkommen lassen, wodurch das Buch unglaublich atmosphärisch war. Auch die Schmetterlinge und die anderen Wesen haben super zum Vibe dazu getragen und das Buch vieeeel lebendiger wirken lassen.
Auch den Schreibstil finde ich klasse. Er war so märchenhaft schön und grausam und hat ebenfalls super zu dem Buch gepasst. Ich finde, die Autorin kann unglaublich gut schreiben und hat die Geschichte wirklich wunderbar rübergebracht. Die Sätze waren detailverliebt und ausschweifend, wodurch ich das Gefühl hatte, mittendrin zu sein und unglaublich bildhaft gelesen habe.
Der Plot war ebenso spannend. Ich konnte kaum erwarten wie es weitergeht, doch hier fängt an, was viele an dem Buch stört: Die Geschichte mit ihren Charakteren. Denn diese sind grausam und kalt wie die Insel selbst. Außer Maren und Ilisil sowie Lord Rorik gab es in dem Buch niemanden, der mir wirklich sympathisch war. Es waren alle so grausam zu Maren, haben sie auf die ein oder andere Weise körperlich oder geistig verletzt, dass ich oft nach jedem zweiten Kapitel eine längere Pause einlegen musste. Ich mag niemanden außer den beiden und hoffe ehrlich, dass wir viel mehr von ihrer Freundschaft zu sehen bekommen werden als von der Liebesgeschichte.
Kommen wir nun zu dieser. Die Liebesgeschichte zwischen Maren und Will ist toxisch. Für mich kann man nicht wiedergutmachen, was er ihr angetan hat. Maren ist so ein herzensguter Mensch, der einfach etwas Besseres verdient hat und ich hoffe ehrlich, dass Will zu seinen am Ende aufkommenden Gefühlen (er gesteht sich ein, Maren zu mögen und küsst sie sogar, aber erst, nachdem sie sich abgemagert hat) steht und an diesen festhält und gleichzeitig dabei zusieht, wie Maren jemand Besseres, jemand Netteres findet. Ja, er selbst ich auch zu einem kleinen Teil Opfer, aber das ändert nichts an seinen Taten. Er hätte von Anfang an zu Maren stehen können, aber er wollte es nicht. Ich wünsche mir wirklich, dass Maren einen neuen Love Interest bekommt - denn obwohl ich den Plot wirklich gut finde, kann ich diese Liebesgeschichte zwischen den beiden nicht gutheißen und mein Herz blutet jedes Mal aufs Neue, wenn Maren ihm verzeiht. Um Wills Fehler wiedergutzumachen, müsste die Autorin wirklich Wunder bewirken - was mich ehrlicherweise noch gespannter auf Teil 2 macht.
Einige Szenen waren schwere Kost, und das sage ich, obwohl ich kein ernsthaftes Problem mit Essen oder meinem Körper habe. Es war wirklich grausam und kann dennoch als wertvolle Gesellschaftskritik gesehen werden, denn diese Ideen stammen nicht nur aus dem Kopf der Autorin - sie sind ebenso in der echten Welt verankert. Für mich hat sich Marens Darstellung als realistisch angefühlt und es war manchmal schwer, ihre hasserfüllten Gedanken zu lesen, doch gleichzeitig hoffe ich, dass es da irgendwo in weiter Ferne ein Happy End für sie gibt. Auch, wenn es von Schnee verweht, zugefroren, unter Rosendornen vergraben und verflucht ist. Ich hoffe, dass es existiert, und ich hoffe, dass sie stark genug ist, um es zu finden.
Bei 27% abgebrochen. Ich komme mit den Hauptcharakteren überhaupt nicht klar. Maren ist voller selbstzweifel. Und Will ist so extrem wankelmütig. Im einen Moment freut er sich, seine Kindheitsfreundin zu sehen, im nächsten Ernidrigt und beleidigt er sie auf's schlimmste.
Ein Schloss aus Silber und Scherben ist das ideale Beispiel für "Werbung hui, Realität pfui". Die Autorin hat fantastische Werbevideos für das Buch, welche mich, in Kombination einer Plus Size Prinzessin/weiblichen Hauptfigur, dazu bewegt hatten das Buch via Kindle Unlimited auszuleihen.
Die Realität ist leider, dass die Autorin in jedem dritten Satz beschreibt wie furchtbar hässlich Maren ist, weil sie übergewichtig, rothaarig ist und eine Gehbehinderung hat. Zudem leidet sie definitiv an einer Essstörung, da Maren immer zu Süßigkeiten und Gebäck greift, wenn sie traurig/nervös/... ist. Die Kombination per se hätte gut sein können, wenn man sie gut behandelt und dem Leser (der in der eigentlichen Zielgruppe "Jugendlich" sein sollte) es ordentlich vermittelt. Leider vergeht Maren im absoluten Selbsthass; sie selbst beschreibt sich als hässlich, unattraktiv, ... weil sie übergewichtig und eine Gehbehinderung hat. Dazu kommen dann noch die anderen Figuren, wie Will und seine Freunde, die sie ständig beleidigen, triezen und mobben mit ihrem Aussehen, ihrer Herkunft, etc. Will nimmt ihr zudem den Gehstock weg, weil "sie ist einfach zu faul an sich selbst zu arbeiten und ihre Behinderung ist keine echte Behinderung". You have to love the ableism ... In der Hochzeitsnacht gibt es dann die unterschwellige Andeutung, dass er vor hat sie zu vergewaltigen (obwohl sie vorher abgemacht hatten, dass sie nicht das Ehebett teilen werden) und er wäre auch handgreiflich ihr gegenüber geworden, wenn sie nicht in der Öffentlichkeit gewesen wären. Übrigens sind Will und seine Freunde natürlich alle wunderschön, weil sie groß und schlank sind. Geile Message an Jugendliche.
Wahrscheinlich war der Plan der Autorin einen gesellschaftskritischen Roman für Jugendliche zu schreiben, der sich mit dem Thema Mobbing und Fat Shaming auseinander setzt, aber der Plan ist komplett in die Hose gegangen. Die komplette Geschichte ist eine Red Flag, die "Beziehung" (die ist weder authentisch noch schön) ist 100% toxisch, Will ist einfach ein arrogantes Arschloch, und Maren ist wahrscheinlich kurz vor dem Selbstmord. Zudem haben wir noch das Thema "Krieg und wie es Gesellschaften geschadet" und unterschwelligen Kolonialismus.
Davon abgesehen ist der Schreibstil furchtbar. Sehr hölzern und die Autorin überschreibt ständig, wenn es um Beschreibungen von Gegenständen, Menschen, Gefühlen, ... geht. "Stahlgraue Stranddünen", "feuerlilienfarbene Kürbisfelder", "Lachtränen, die wie eiskalte Kristalle funkeln", ... - solche Beschreibungen sind ok, wenn sie vielleicht ein- oder zweimal vorkommen, aber nicht ständig.
Zum Punkt Kolonialismus: die ganze Welt ist eine lose Anspielung auf Nordeuropa (Wikinger Zeitalter) mit ihren Göttern, der gegen die Missionierung durch den Süden kämpft. Die Niutak sind im Grunde nur Inuit (das Wort "Niutak" ist schon aus der Sprache Inuktitut entnommen worden) und die Autorin hat sich deren Glauben und Folklore einfach zu nutze gemacht, um zu erklären warum das Winterschloss des Adels auf der Insel Beli verflucht ist. Die Insel Beli ist im Grunde nur Grönland, welches von den Nordmännern (aka Wikinger) "entdeckt" wurde und im Zuge dessen wurden die Niutak, die hier einheimisch sind, vertrieben und später auch ausgeraubt und ermordet. You gotta love the unreflected colonialism.
Leider überhaupt nicht mein Fall. Die Grausamkeit Wills hat mich immer und immer wieder so schockiert, dass ich das Buch mehrfach wieder pausieren musste, weil mich das Mobbing und die psychische Gewalt einfach so schockierten. Maren war zusätzlich noch eine sehr schwache und weinerliche Protagonistin, die viel zu schnell verzeiht. Die Beziehung der beiden hat mich nur frustriert. Maren hat etwas so viel besseres verdient! Der Schreibstil war leider auch nicht mein Fall, sehr umgangssprachlich und dann wiederseht blumig - manchmal passte es so gar nicht zum Setting, manchmal war es mir auch too much. Die Kampfszenen waren auch nicht gerade Spannungsgeladen und insgesamt hätte man auch einiges gut kürzen können. Ich hatte leider kein gutes Gefühl beim Lesen.
Rezension „Ein Schloss aus Silber und Scherben: (Silber und Scherben-Saga 1)“ von Arianne L. Silbers
Meinung
Erinnert ihr euch noch an die Märchen aus alter Zeit? Einst waren sie düster, grausam und nicht minder steckten sie voller Horror und Grauen, das lediglich dazu diente, das Volk zu unterhalten. Denn schon immer war es die Dunkelheit und ihre Abgründe, die uns faszinierten. Erst später wurden aus ihnen liebliche Erzählungen für Kinder.
Doch ein jeder, der sich noch an die Ursprünge erinnert weiß um seine Boshaftigkeit und eben jene Atmosphäre ist es, die Arianne L. Silbers so perfekt in „Ein Schloss aus Silber und Scherben“ einfängt. Wenngleich dieser Roman eher dem Dark Fantasy Genre entspringt, so sind es doch jene altertümlichen Märchen Elemente, die das Buch erst zu dem machen was es ist.
Arianne L. Silbers Stil ist bildhaft und lebendig und mit jedem Wort, das sie dem Leser einhaucht erkennt man, dass hinter der lieblichen Melodie eine Finsternis lauert, die auch all der Prunk, das Funkeln und Glitzern der anmutigen Bauten in Beli nicht verbergen kann. Denn hinter dem Glamour und der Schönheit des Adels liegt ein Schatten, der seine scharfen Klauen unentwegt in uns Leser schlägt.
Die Protagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein. Wie Tag und Nacht erheben sie sich und sorgen entweder mit ihrem makellosen Aussehen für strahlendes Licht, oder mit plumpen und hässlich anmutenden Gesichtern für die Dunkelheit. Besonders Maren, eine junge und pummlige Frau, deren Antlitz keine Schönheit aufzuweisen hat, deren Haar zu wirr und deren Haut zu bleich ist, sticht aus dieser Masse des Perfektionismus hervor.
Dabei ist es gerade sie, mit der ich mich auf erschreckende Weise identifizieren konnte. Das dickliche Mädchen mit den Inneren und Äußeren Narben war für den Adel Belis ohne jeden Wert. Dabei war es doch gerade ihr Inneres, das heller strahlte als die Sterne am Firmament. Nur waren Will, ihr Gemahl, seine Freunde und der Rest des Adels zu geblendet von falscher Schönheit und so wurde Maren das Opfer endloser Beleidigungen, Schmerzen, Pein und Leiden.
Jeder Moment, in dem die junge Frau einer erneuten Attacke des Adels erlag bohrte sich mit spitzen Nadeln in mein Herz. Denn ich kenne ihn. Wir sind alte Freunde. Mobbing, Bodyshaming, Essstörungen - all das sind nur Teile des Ganzen und doch sind sie das Gerüst, auf welchem die Geschichte erbaut ist. Arianna L. Silbers fängt jene Abgründe der Menschen ein, die wir allzu oft nur hinter vorgehaltener Hand besprechen.
Es war so leicht der Handlung zu erleben, denn ihr Zauber wird bereits auf den ersten Seiten gesponnen und auch ich ertappte mich dabei, wie ich der Schönheit Belis erlag. Dennoch warnte mich meine innere Stimme, stets hinter die Fassade zu blicken und so erkannte ich nichts als Grausamkeit, Boshaftigkeit und Schmerz. Endloser Schmerz, der wie ein unaufhaltsamer Tsunami durch mich hindurch raste.
Jedoch gab es hinter den zahlreichen Masken, die die Bewohner Belis nur zu gerne trugen auch Gutes. Versteckt unter einer dicken Schicht aus Eis fingen sie nur langsam an zu bröckeln. Doch je mehr Risse sie bekamen umso mehr erkannte ich, dass selbst Will, der von Feigheit und Mutlosigkeit zerfressen war, ein Herz besaß, das man Lieben konnte und das noch Wärme in sich trug. Wenngleich er kein Held alter Legenden war, so machten ihn diese kleinen Augenblicke des Lichts doch genau dazu: einem unperfekten Helden!
Ich könnte euch noch ewig erzählen, warum „Ein Schloss aus Silber und Scherben“ eines jener seltenen literarischen Güter ist, die wir heute mehr denn je brauchen. Doch dann würde ich dem Buch und seinen knapp 600 Seiten Konkurrenz machen. Eines sei aber noch gesagt: Ein Schloss aus Silber und Scherben steckt voller Geheimnisse, Intrigen, Lügen, Wendungen und Ereignisse, als ein Irrgarten Wirrungen hat.
Fazit
„Ein Schloss aus Silber und Scherben“ ist prunkvoll und glamourös wie seine Bauten und funkelt glitzernd im Licht des eisigen Frosts. Doch hinter dem Glamour liegt eine Dunkelheit, ein namenloses Grauen, das die Abgründe der Menschheit zeigt. Mit dieser Geschichte schreibt Arianne L. Silbers auch heute noch Millionen Frauen direkt aus dem Herzen und mitten in meins hinein. Diese Geschichte ist ein Jahreshighlight und ein wichtiges Gut für eine Gesellschaft, die noch immer in Ideal Maßen denkt und wahre Schönheit nicht erkennt.
Buchtitel: Ein Schloss aus Silber und Scherben Autor/in: Arianne L. Silbers Verlag: Nova MD ISBN: 9783985955787 Ausgabe: Taschenbuch Erscheinung: 01.02.2023 . Inhalt: "Glitzernd, glamourös und absolut grausam – willkommen im Schloss der tausend Spiegel! Zum Wohle ihres verarmten Königreichs würde die junge Prinzessin Maren alles tun, dessen ist sie sich ganz sicher. Bis sie in das berüchtigte Schloss aus Silber und Eis geschickt wird, um den viel zu reichen und viel zu attraktiven Lord Willjareth zu heiraten. Den einen Mann, den sie eigentlich niemals wiedersehen wollte – und den sie leider viel zu gut kennt. Doch um ihr sterbendes Land zu retten, bleibt Maren nichts anderes übrig, als in das Schloss ihrer Albträume zurückzukehren, wo tagsüber funkelnde Bälle gefeiert werden und nachts finstere Kreaturen durch die Korridore streifen, von denen eine an Maren ganz besonders interessiert zu sein scheint. Und während Maren vergeblich versucht, sich nicht noch einmal in den hinreißenden Lord zu verlieben, der ihr Leben ruiniert hat, verstrickt sie sich immer tiefer in einem feinen Netz aus Lügen und Intrigen, das sie bald weit mehr als nur ihren Kopf kosten könnte …" . Meinung: Ich verfolge Arianne schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf Bookstagram und wollte immer schon eines ihrer Bücher lesen. Irgendwie bin ich aber nie dazu gekommen, weshalb ich mich riesig gefreut habe, dass ich bei der Leserin de auf Lovelybooks dazu dabei sein durfte. Was soll ich sagen? Ich war auf jeden Fall nicht umsonst gehyped! Denn dieses Buch hat mehr als nur ein bisschen was mit mir gemacht. Es hat mich mitgerissen wie eine riesige Welle und mich am Boden des Meeres zerschellen lassen. Ich habe lange nicht mehr so viel während des Lesens gefühlt wie bei diesem Buch. Denn es ist so viel mehr als Dark-Romance oder Dark-Fantasy. Klar, man könnte jetzt meinen, Maren wäre zu naiv und das würde nicht passen. Ich jedoch finde, dass genau das perfekt in die Geschichte passt und realer ist, als viele sich das vielleicht vorstellen können. Sie hat einfach ein Urvertrauen in alles und jeden, wodurch man regelrecht mit ihr mit leiden muss. Generell ist, glaube ich, Unsicherheit und Angst das größte Gegner in diesem Buch. Der Schreibstil hat mir persönlich auch sehr gefallen, besonders auch die kleinen Wechsel in den Perspektiven und die Rückblenden. Jedoch muss ich schon sagen, dass das Werk definitiv nichts für schwache Nerven ist und man die Triggerwarnungen ernst nehmen sollte. Darüber, wie wunderschön das Buch aussieht, brauchen wir gar nicht erst diskutieren! . Fazit: Ich kann dieses Buch, dieses Meisterwerk an Auftakt, einfach nur weiter empfehlen. Denn bisher habe ich nichts Vergleichbares gelesen!
Ich ahne, was die Autorin mit ihren Buch für eine Gesellschaftskritik ausdrücken möchte, das hat nur leider gar nicht geklappt. So viel ungesunde Darstellungen (nicht essen = schön werden) und so viel Fat Shaming in knapp 600 Seiten. Die Geschichte ist eine vollständige Red Flag. Die Beziehung der Protagonisten ist unglaublich toxisch, ein reines Hin und Her. Maren ist komplett zerbrochen und unglaublich naiv, während Will ein reines und unverbesserlicheres Arschloch ist. Die Liebesgeschichte ist weder authentisch noch schön. Die Story plätschert nur im Hintergrund vor sich hin, und im Vordergrund stehen Marens depressive Gedanken und Will sein schlimmes Verhalten ihr gegenüber. Eigentlich ist das noch nicht einmal eine Liebesgeschichte. Auch unbedingt die Trigger Warnungen lesen, viele Stellen und Szenen waren sehr heavy und es werden wirklich so einige psychische Belastungen angesprochen. Es kam ein leichter Märchenvibe auf, und das Buch bekommt 1,5 Sterne von mir wegen des schönen Schreibstils und der Storyidee. Ich werde in den zweiten Teil reinlesen um zu schauen, ob die Autorin sich die Kritik zu Herzen genommen hat oder ob die Geschichte weiterhin so unrealistisch toxisch bleibt.
Ein Schloss aus Silber und Scherben von Arianne L. Silbers
Ich habe dieses Buch durch Bookstagram entdeckt, fand den Klappentext sehr ansprechend und danke der Autorin, dass ich ESASUS lesen durfte! Diese wichtige Geschichte muss auf dem Buchmarkt gesehen werden!
Dieses Buch hatte für mich vom Klappentext her Manga/Manwha Vibes, gerade in Bezug auf die arrangierte Ehe und den Adel. Ich hatte mir eine Geschichte erhofft, dir mir einen ähnlichen Vibe gibt, wurde diesbezüglich leider etwas enttäuscht.
Die Grundidee des Buches gefällt mir super. Ich mag das World-Building extrem gern und so wie die Autorin ihren Plot aufgebaut hat, hat er für mich viel Potenzial.
Jedoch hatte ich andere Erwartungen an das Buch. Ich wusste, dass die Geschichte düster wird, aber ich hätte mir mehr … Fantasy gewünscht. Ich hatte mich auf eine coole Royal High Fantasy Geschichte gefreut, doch in ESASUS geht es eher um zwei Charakterentwicklungen sowie wichtige Thematiken und Gesellschaftskritik. Untermalt wird das Ganze mit einem bildlichen, sehr ausschweifenden Schreibstil, der mich bedauerlicherweise nicht abholen konnte.
Für mich war ESASUS daher ein wenig anstrengend zu lesen, hat sich an einigen Stellen gezogen und die Emotionen sind auf der Strecke geblieben. Ich konnte keine Bindung zu den Charakteren aufbauen und habe ihr Leid nicht so gefühlt, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich fand schon, dass die Autorin Tiefe kreiert hat, aber auf eine Art und Weise, wie sie meinem persönlichen Geschmack nicht immer 100 % getroffen hat.
Dadurch, dass ich das Buch emotional nicht gefühlt habe, war die gesamte Geschichte für mich alles in allem nur durchschnittlich. Man merkt eindeutig, dass die Autorin sich mit Geschichte auskennt, die vielen Beschreibungen lassen darauf schließen. ESASUS hat sich für mich manchmal wie ein History Fantasy Buch und nicht wie ein High Fantasy Buch lesen lassen. Ich hatte etwas anderes erwartet und hätte mir viel mehr Magie gewünscht.
Die Geschichte an sich, besonders die arrangierte Ehe hat es mir angetan und die beiden Protagonisten sind durchaus interessant, wenn auch für mich nur zum Teil greifbar. Für mich lag zu viel Fokus auf der gesellschaftlichen Kritik, gerade dem Mobbing, was mich das ein oder andere Mal auch schlucken lassen hat. Dennoch ist dieses Buch unfassbar wichtig, denn es zeigt Missstände auf, die unserer heutigen Gesellschaft nicht fremd sind. Ich spreche an dieser Stelle daher eine Empfehlung aus, denn was in ESASUS falsch läuft, ist in der heutigen Realität, gerade, wenn man sich einmal Social Media anguckt, gar nicht so abwegig. Dieses Buch sollte gerade deswegen von vielen Menschen gelesen werden, aber bitte unbedingt die Trigger Warnung beachten! ESASUS ist keine leichte Kost und für mich auch eines dieser Geschichten, bei denen man ein wenig zwischen den Zeilen lesen muss, um nicht nur die Intention, sondern auch die Message dahinter zu verstehen.
Kurz möchte ich noch ein paar Gedanken zu den Protagonisten loswerden. Mit Maren wurde ich bis zum Ende hin nicht so richtig warm. Ich mochte sie, aber mehr auch nicht. Manche ihrer Entscheidungen fand ich ein wenig fragwürdig und naiv. Will hat es mir, obwohl er wirklich keinen Deut Grips im Hirn hat, angetan. Denn im Gegensatz zu Maren konnte ich die meisten seiner Entscheidungen nachvollziehen. Verzeihen werde ich ihm seine Fehler nicht, aber ich verstehe, woher sein Mindset kommt. Es ist gar nicht so einfach auszubrechen und dagegen anzukämpfen, wenn man in den Werten einer Gesellschaft gefangen ist.
Wer ein kritisches Buch über Schönheitsideale und eine von außen makellos „perfekte“ Gesellschaft lesen möchte, der man sich um jeden Preis anpassen muss, um nicht diskriminiert zu werden und gleichzeitig auch noch poetische, ausschweifende Schreibstile mag, ist hier richtig und wird mit ESASUS schöne Lesestunden haben. Mein Fall war es nicht ganz, ich habe eine andere Geschichte erwartet und weiß noch nicht, ob ich die Fortsetzungen lesen werde. 3 von 5 🌟
Leider kann ich mich in Maren sehr gut rein versetzen. Den Schmerz mit Essen betäuben, sich nie gut genug und schön genug zu fühlen. Ich habe mich angebiedert, damit ich endlich in Ruhe gelassen werde. Meine damals beste Freundin war die Drahtzieherin und hat mich wenn andere dabei waren gemobbt, beleidigt und einfach nur schlecht behandelt. Wenn wir alleine waren, war sie der liebste Mensch und einfach zuvorkommend. Sobald aber andere dabei waren, wurde ich nieder gemacht. Ich hatte aber Angst alleine zu sein und ihr immer wieder vergeben. Es war einfach eine richtige, toxische Freundschaft. Mein Selbstbewusstsein und mein Selbstwert waren im Keller und es hat Jahre gedauert bis ich gelernt habe, dass so wie ich bin richtig ist.
Ich kann mich demnach einfach zu gut in Maren reinversetzen, warum sie Will immer wieder vergibt. Wenn sie alleine sind gibt er ihr in wenigen Momenten was sie sucht - einen Freund, der für sie da ist und ihr ein Gefühl von Vertrauen gibt. Wenn man keinen Selbstwert fühlt, klammert man sich auch nur an noch so jeden kleinen Funken. Sich selbst zu lieben ist ein langer Prozess. Ich war selber lange in so einem Teufelskreis gefangen und es gab Zeiten da mochte ich mich selber nicht wie ich war - also wieso sollten mich anderen mögen?
ich musste vom Lesen manchmal eine Pause machen, weil ich mich in meine Schulzeit zurück versetzt gefühlt habe.
Will ist jedoch sehr toxisch bzw. ev. auch narzisstisch. Es ist jeder Schuld außer ihm und anstatt seiner Freundin beizustehen, macht er bei den Verletzungen auch noch mit um nicht selber in die Situation zu kommen. Maren fliegt ihm immer wieder zu wie eine Motte zum Licht. Ich kann jedoch am Wenigsten urteilen, da ich mich selber immer wieder von Nettigkeiten habe einlullen lassen.
Will selber ist verunsichert und bräuchte eine Therapie, genauso wie Maren, denn sie ist in die andere Richtung von Essverhalten gefallen. Egal welches Spektrum, nichts davon ist gesund. Gesundheitlich ging es mir im mittleren BMI-Bereich extrem schlecht, aber nach außen wurde ich von Fremden definitiv besser behandelt. Richtige Freunde verurteilen einen nicht auf Grund des Gewichts und sind immer gerne mit einem befreundet. Aber Fremde behandeln einen anders. Es hat lange gedauert bis ich mit ärztlicher Unterstützung gelernt habe auf meine Gesundheit zu achten. A
Was mich beim Lesen jedoch verwirrt hat und mir noch immer nicht ganz klar ist: War der Fluch schon immer da oder erst seit ein paar Wintern? Vatoq sagte, dass er den Fluch für Maren kreiert hat. Vielleicht klärt sich die Frage in Buch 2.