»In seinem Buch erfindet Max Strohe die kulinarische Popliteratur.« Denis Scheck
Max Strohe ist Schulabbrecher und Kochlehrling aus Sinzig am Rhein. Er hat die zweifelhafte Gabe, alles vor die Wand zu fahren. Zuallererst das eigene Leben. Er kocht mit offenem Herzen, aber lebt von der Hand in den Mund. Erst mit fünfzehn begegnet er seinem Vater, ein Lebemann und unter Antiquitätenhändlern eine Koryphäe. An seiner Seite lernt er eine Welt kennen, in der guter Geschmack alles bedeutet. Eine Geschichte beginnt, die so unglaublich wie wahr ist.
Vom Schulabbrecher aus der Provinz zum Sternekoch mit Bundesverdienstkreuz – die Geschichte von Max Strohe ist einzigartig. Und die Art, wie er davon erzählt, ist es auch. Niemand hätte geglaubt, dass aus ihm noch etwas wird, als Max mit fünfzehn die Schule abbricht und sich mit Drogen und Frauen die Zeit vertreibt. Eine Lehre zum Koch in der Wendelinusstube in Sinzig-Koisdorf ist seine letzte Chance. Doch Max wird gefeuert, landet auf der Straße. Er muss Armut, Obdachlosigkeit, Versagen kennenlernen. Aber auch unverhoffte Freundschaft und den Blick für das Licht am Ende des Tunnels. Angst scheint er nicht zu kennen. Und Besitz bedeutet ihm nichts. Ganz anders sein Vater, Connaisseur einer Welt aus edlen Antiquitäten, mondänen Restaurants und halsabschneiderischer Großspurigkeit. Vater und Sohn könnten kaum verschiedener sein, und doch eint sie ihr Gespür für die schönen Dinge des Lebens.
»Es ist eigentlich eine Frechheit, dass jemand, der so kochen kann, dann auch noch so schreibt.« Sophie Passmann
»Eine Achterbahnfahrt vom jugendlichen Drogenrausch im Rheinländischen zu einem der außergewöhnlichsten Köche Deutschlands.« Tim Raue
»Ich kann nicht kochen. Aber ich weiß, dass dieser Mann schreiben kann. Meinen Respekt.« Moritz von Uslar
Max Strohe ist Schulabbrecher und Kochlehrling aus Sinzig am Rhein. Er hat die zweifelhafte Gabe, alles vor die Wand zu fahren. Zuallererst das eigene Leben. Erst mit fünfzehn begegnet er seinem Vater, ein Lebemann und unter Antiquitätenhändlern eine Koryphäe. An seiner Seite lernt er eine Welt kennen, in der guter Geschmack alles bedeutet. Vom Koch aus der Provinz zum Sternekoch mit Bundesverdienstkreuz – die Geschichte von Max Strohe ist einzigartig. Doch ich war enttäuscht von diesem Buch – eine Autobiografie, die dort abbricht, wo es meiner Meinung nach interessant wird: Auf dem Weg nach oben. Offen und ehrlich beschreibt er die Zeit als Schnitzelkoch davor: Sex and Drugs and Rock`n Roll bestimmen sein Leben; Marihuana, Koks, Speed.
«Wollüstig reiben wir uns die Hände, sind bereit zu sündigen und bekennen uns sehenden Auges zur Völlerei. Wir bestellen zur Vorspeise zweimal die getrüffelte Roulade von Périgord-Gänsestopfleber mit Feigenconfit und dazu zwei Gläser Sauternes. Dann eine Délice vom Taschenkrebs mit grünem Apfel und Staudensellerie, das sei herrlich lecker, schön leicht und würde uns erfrischen, sagt der Vater. Als dritten Gang nehmen wir bretonischen Hummer auf winterlicher Gemüsemelange mit Kalamansi-Marinade. Zum Hauptgang bestellt der Vater die Brust von der Étouffée-Taube mit gebratener Entenstopfleber und Rouennaiser Sauce, und ich entscheide mich für ein Entrecôte mit Nadelböhnchen und Kartoffel-Parmesan-Püree. Hinterher nähmen wir gerne noch zweimal eine sehr großzügige Portion des Kalbsbries Facon Rossini, mit schwarzem Wintertrüffel aus dem Périgord, gebratener Foie gras und Macaroni-Charlotte.»
Max bricht mit fünfzehn die Schule ab, geht vom Gymnasium direkt in die Ausbildung zum Koch. Er lernt in der Wendelinusstube in Sinzig-Koisdorf, eine Dorfgaststätte mit typischer Regionsküche. Mit dem Vater, den er erst jetzt kennenlernt, unternimmt er einen Trip nach NY, wo er die Sterneküche kennenlernt, von Restaurant zu Restaurant wandert, Fressorgien mit dem Vater hält. Die Ausbildung stresst. Die ersten Alkohol- und Drogenexzesse beginnen. Max wird gefeuert, kann dank der Mutter seine Ausbildung im Hotel-Restaurant Hohenzollern in Bad Neuenahr-Ahrweiler beenden. Hier tut sich für Max eine völlig neue Welt der Gastronomie auf. Die Küche besteht aus mehreren Spezial-Küchen und er stellt fest, das erste Ausbildungsjahr hat mehr drauf als er nach dem Zweiten. Sein erster Kontakt als Koch in der gehobenen Küche – was auch lange Zeit der Letzte sein bleiben wird. Die Ausbildungszeit ist fein beschrieben und die IHK-Prüfung war der Knaller!
«Das Kochen am Molteni-Herd, das sich Verbrennen, Schwitzen, die Romantik und die Demütigung. Die unendlichen Stunden an den unendlich langen Arbeitstagen. Die Berufsehre und das Pathos und das Ich, das sich verdünnisiert, zäh dahinfließt in die Fußbodenentwässerung und den rettenden Morgen der nächsten Schicht.»
Nach der Ausbildung ist es nicht einfach, einen Job zu finden. Max sucht etwas, das nicht so stresst und landet so beim Care-Catering in einem Altersheim. So geht es von einer Schnitzelbude zur nächsten, Stellen wechseln wie die Unterhosen. Eine Zeitlang nach Kreta als Hotelkoch – nirgends bleibt er länger, wird rausgeschmissen oder geht selbst, weil viele Arbeitsplätze schlicht eine Zumutung sind. Oft wird ihm Schwarzarbeit angeboten. Pleiten, Pech und Pannen; Sex and Drugs and Rock`n Roll bestimmen sein Leben; Marihuana, Koks, Speed. Wir erfahren, welche Songs und Bands er liebt. Und alles das beschreibt Max Strohe ausgiebig. Mal ehrlich, mich hat nicht interessiert, mit wem er wo, auf welche Weise er überall ausschweifend Sex hatte. Auch nicht, wo er in der eigenen Kotze benebelt aufgewacht ist. Wenn man diesen verkrachten Lebensweg liest, ist man verwundert, wie es Max Strohe geschafft hat, zum Sternekoch aufzusteigen. Mich hätte eher interessiert, wie ihm genau das dann doch noch gelungen ist. «Ich habe verantwortungslos gelebt, Freundschaften zerstört, verbrannte Erde zurückgelassen.» Der Teil der Biografie ist grottenehrlich unverblümt präsentiert, und es ist bewundernd, wie es ihm geglückt ist, die Kurve zu bekommen. Ein Leben in der Achterbahn des Drogenrausches und Stellenwechsel in banalen Küchen war für mich eher uninteressant; die Sexszenen hätte sich der Autor schenken können. Alles Geschmacksache.
Der wirklich attraktive Teil des Werdegangs des Sternekochs für mich als Leser kommt leider nicht vor. Gefallen hat mir die Beschreibung der beiden Ausbildungsstellen, die Prüfung und ebenso die wenigen Momente, wenn Strohe seine Arbeitsplätze beschreibt: Die verheerende Ausnutzung der Arbeitskräfte, Missstände in der Branche, Angebote zu Schwarzarbeit, Analogkäse und Formfleisch, Convenience-Produkte, System-Gastronomie die Verwendung von Lebensmitteln, deren Mindesthaltbarkeitsdaten längst überschritten sind. Ein Mittagessen bei Tim Raue, den Strohe bewundert, sowie ein ausschweifendes Dinner mit dem Vater im Restaurant von Helmut Thieltges bildet den Schluss der Autobiografie. Literarisch lebt das Buch von Schnoddersprache, auch das ist Geschmacksache. Versucht Strohe pathetisch oder literarisch zu werden, poltert es, als hätte er Wackersteine gegessen. Meine Erwartungshaltung wurde nicht annähernd getroffen. Will ich den ganzen Mist so detailliert lesen, dass einem teilweise sich der Magen umdreht? Nein! Für wen lässt Max Strohe die Hosen runter? Ich habe kürzlich in einem Interview gelesen, er habe das Buch so geschrieben, wie er gerne eins lesen würde, mit Sexszenen bespickt und eben in dieser Sprache. Solch ein Genre gibt es auch ...
Max Strohe, geboren 1982 in Bonn. Er machte eine Lehre in der Wendelinusstube in Sinzig-Koisdorf und schloss sie im Hotel-Restaurant Hohenzollern in Bad Neuenahr-Ahrweiler ab. 2015 eröffnete er gemeinsam mit Ilona Scholl in Berlin das Lokal «tulus lotrek». 2017 bekam das Restaurant seinen ersten Michelin-Stern verliehen. Strohe ist auch als Fernsehkoch zu sehen, u. a. in «Kitchen Impossible» mit Tim Mälzer. Während der Coronapandemie 2020 initiierte er «Kochen für Helden», wofür er das Bundesverdienstkreuz erhielt.
„Kochen am offenen Herzen: Lehr- und Wanderjahre“ ist das Debüt des Sternekochs Max Strohe und eine Mischung aus Fiktion und Realität.
Mir war der Name Max Strohe bisher nur durch diverse TV-Kochshows bekannt und ich war gespannt, welche Geschichte hinter diesem stets wohl überlegt und ruhig wirkendem Menschen steckt.
Seine Lebensgeschichte – wobei er zu Beginn schreibt, dass reale und fiktionale Ereignisse miteinander verknüpft wurden – ist wirklich außergewöhnlich.
Aufgewachsen ist er in Sinzig am Rhein, brach die Schule ab und machte im Anschluss eine Lehre als Koch. Seine Teenagerzeit war keineswegs einfach. An dieser Stelle kann man sich bereits denken, dass der Weg zum eignen Restaurant, in TV-Shows und bis zum Bundesverdienstkreuz nicht unbedingt leicht gewesen ist. Aber was Max hier berichtet und auch wie er es erzählt, klingt einfach unglaublich.
In seinem Leben gab es ebenso viele Tiefpunkte wie Höhepunkte. Schonungslos ehrlich berichtet er von seinen Fehler, von Problemen mit Alkohol und über Obdachlosigkeit. Aber auch davon, wie er seine Chancen erfolgreich genutzt hat. Zusammengefasst klingt es fast wie ein Märchen, aber der Weg war sicherlich keineswegs märchenhaft. Es ist wirklich beeindruckend wie viel Power dieser Mann an den Tag gelegt hat, um dahin zu kommen wo er heute steht.
Der Schreibstil liest sich ausgesprochen angenehm und ist gelungen der jeweiligen Situation angepasst.
Ich habe diese Biografie gerne gelesen, da sie unterhaltsam ist und mich zum Stauen gebracht hat. Max Strohe kann nicht nur kochen, sondern auch schreiben.
Wie wird man Koch mit Auszeichnungen, in diesem Buch mit vielen Umwegen. Ich kenne den Autor aus Fernsehsendungen, dort wirkt er ein bisschen frech und sympathisch. Kochen, das Stöbern in Kochbüchern oder auch mal Kochsendungen all das mag ich sehr. Daher fand ich den Gedanken mal eine Lebensgeschichte über einen Werdegang zum Koch zu lesen spannend. Dieser Werdegang ist nicht alltäglich eher sehr ungewöhnlich, vor allem ist das Buch keine Empfehlung für Berufsanfänger, egal welche Ausbildung sie ins Auge gefasst haben. Denn der Autor scheint alles mehr auf die leichte Schulter zu nehmen, wenn es schwierig wird, ist Abhauen für ihn die beste Lösung. Egal ob beruflich oder privat. Jetzt weiß ich nur nicht ob alles stimmt was da geschrieben steht. Denn es wird erklärt das die Geschichte teilweise Fiktion ist. Gerade im Beruf des Kochs ist die Ausbildung sehr schwer. Stress pur, die Arbeitszeiten und im Normalfall wenig Anerkennung. Das alles passt zu dem was er schreibt. Sein Privatleben, sein Vater, seine Flucht in Drogen und ähnliches, da ist die Frage, wird übertrieben, erfunden oder ist das die Wahrheit. Der Schreibstil wirkt als ob der Ich Erzähler aus einer anderen Sicht schreibt, mit Abstand, abgeklärt, besser wissend. Ich hatte mehr erwartet, vielleicht etwas Versöhnlicheres, wenn er denn schon sich einen Stern erkocht hat und auch das Bundesverdienstkreuz bekommen hat.
Eigentlich bringt die (fiktional angereicherte) Biografie von Max Strohe alles mit, was man von einer gescheiterten Existenz erwarten würde: Schule abgebrochen, erste Lehre an die Wand gefahren, Drogenlaufbahn, Obdachlosigkeit... Wenn jemand noch behaupten würde, das Berlin daran schuld sei, wäre es schon fast zu viel des Klischees. Aber was Berlin wirklich mit der Entwicklung von Max Strohe hin zu dem bekannten Zwei-Sterne-Koch zu tun hat, ist fast noch unglaublicher.
Das Buch nimmt einen in einem rauen, aber gleichzeitig sehr gelungenen Ton mit durch die frühen Jahre von Max Strohe. Wie er seinen Vater kennenlernt, die Schule schmeisst, eine Ausbildung als Koch beginnt... dazwischen wird immer wieder deutlich, dass der Autor kein Blatt vor den Mund nimmt. Sexuelle Eskapaden sowie Drogenexzesse werden ungehemmt und sehr direkt geschildert. Die Schreibweise hat manchmal etwas von einem "Stream of Conciousness", was aber sehr gut zu dem Buch passt.
Das Buch gibt einen guten und ungeschönten Einblick in die Arbeit in Großküchen, der Systemgastro und der gehobenen Gastronomie. Bei alle dem ist aber keine Heile Welt der Kochshows angesagt, sondern das raue Leben. Mir gefällt das!
Ich bin ein großer Fan von Kochsendungen, deshalb kenne ich Max Strohe. Als ich das Buch gesehen habe, war ich deswegen auch sofort interessiert. Das Cover gefällt mir gut, es ist sehr schlicht und legt den Fokus daher vor allem auf den Titel, der meiner Meinung nach sehr gut passt. Das Buch beginnt, als Strohe ein Teenager ist und das Gymnasium verlassen muss. Sein weiterer Lebensweg hin zum Koch wird dann thematisiert. Ich fand das sehr spannend, denn nicht viele junge Menschen haben eine Leidenschaft, die sie mit in ihren spätere Beruf bringen. Dann kommt aber der Absturz, was sehr schonungslos geschildert wird. Das fand ich sehr mutig. Auch die schwierige Beziehung zu deinem leiblichen Vater wird thematisiert. Sicher war es an der ein oder anderen Stelle überspitzt (das hoffe ich zumindest), aber dadurch auch irgendwie lustig. Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem im "Prolog". Da musste ich mich etwas hineinfinden. Dann aber hat sich das Buch sehr leicht und flüssig gelesen. Ein bisschen überspitzt, ein bisschen witzig, ein bisschen ernst, ein bisschen nachdenklich und ziemlich derb - das hat super zum Inhalt gepasst, man muss es aber mögen und es kann auch etwas abschrecken. Für mich waren es unterhaltsame Lesestunden :)
In seinem Debütroman „Kochen am offenen Herzen“ erzählt Max Strohe die Geschichte seines bisherigen Lebens. Sein Werdegang ist einzigartig und abenteuerlich; er verlässt die Schule, eine Lehre zum Koch kann er nicht abschließen und wurde gefeuert, um danach als Drogen-Junkie zu leben. Drogen, Sex und Frauen bestimmen sein Alltag, er wurde sogar obdachlos.
Die Geschichte klingt wie ein Märchen, denn es gibt auch „eine gute Fee“, Max` Vater, den er erst mit fünfzehn kennenlernen darf. Sein Vater ist ein angesehener Antiquitätenhändler, der ihm eine andere luxuriöse Welt zeigt und das gute Leben mit viel gutem Essen schmackhaft macht.
Auch wenn die Geschichte abenteuerlich oder märchenhaft klingen mag, konnte mich das Buch nicht überzeugen. Zu exzessiv fand ich die ersten Kapitel des Buches über den Alltag des Teenagers, der ohne ersichtlichen Grund sein Leben systematisch kaputt gemacht hat. Wie er zum Sternenkoch wurde, bleibt bis zum Schluss rätselhaft.
Auch die Erzählweise des Autors, seine Sprache und die pikanten Details aus seinem Sexleben, schonungslos erzählt, haben mir nicht gefallen. Die Geschichte hat mich nicht gepackt, das autobiografische Buch authentisch erzählt, fand ich nur „gut“.
Allein das Cover verrät viel über den Inhalt des Buches. Der Titel "Kochen am offenen Herzen" vereinigt zwei grundsätzlich gegensätzliche Berufe, spiegelt aber gleichermaßen die emotionale Intensität des Buches wider. Frust über den Vater und die gastrotypischen Demütigungen in der Arbeit während seiner Ausbildung zum Koch sind der Alltag des jungen Max Strohe. Doch es musste zum Glück nicht dabei bleiben und der Autor nimmt uns mit auf die weiteren Stationen seiner "Lehr- und Wanderjahre" hin zu einem erfüllteren, zufriedeneren und glücklicheren Leben. Dabei bricht der Autor auf seinem Lebensweg auch oftmals mit bekannter Tradition und kontert ihr mit seinem typischen, teils provokativen, Humor. Auch wenn Max Strohe ähnlich wie ein Pinguin oft der Kälte des Winters des Lebens ausgesetzt war, so hat er die Passion für das Kochen nie verloren und lässt die Welt nun nicht nur an seinem kulinarischen Talent, sondern mit diesem Buch zugleich auch an seiner schriftstellerischen Begabung teilhaben.
„Kochen am offenen Herzen“ - wer hinter dem Titel vermutet, dass Max Strohe hier vor allen Dingen seine Erlebnisse in verschiedensten Koch-Venues zum Besten gibt, wird schnell eines Besseren belehrt. So auch ich. Schreiben, das kann er. Allerdings ist eher ein Drogenroman mit vielen sexuellen Abenteuern entstanden. Als solcher ist er gar nicht schlecht, leider hatte ich mir aber erhofft, mehr Einblicke in die Kochwelt zu gewinnen. Zum Teil werden sie auch gewährt, diese kurzen Einblicke in Kochbetriebe. Diese Passagen habe ich richtig gern gelesen. Daher war ich auch ein wenig enttäuscht, dass das Buch schon endet, bevor Strohe erfolgreich wird und man über diesen Entwicklungsprozess nichts erfährt. Gut gefallen hingegen hat mir das Einfließenlassen von Songs und Bands, die Strohe gehört hat, eine tolle Hommage an die 00er-Jahre. Auch der Obstgarten-Werbespot wird gut verwurstet. Alles in allem eher etwas für Trainspotting-Fans als für Leser, die eine Kochbiografie erwarten. Choose cooking, Max.
Kochen am offenen Herzen ist das Debüt des bekannten deutschen Fernsehkochs Max Strohe. Auf 256 Seiten erzählt er den Lesern von seiner einzigartigen Lebenserfahrung.
Max' ursprüngliches Ideal war es nicht, Koch zu werden, nach dem Schulabbruch wurde er widerwillig Kochlehrling, doch seine Ausbildung verlief nicht reibungslos. Drogen, Alkoholismus und Obdachlosigkeit werden in den meisten Kapiteln des Buches erwähnt, aber überraschenderweise hat Max diese schändliche Vergangenheit überhaupt nicht beschönigt, sondern ehrlich und auf den Punkt gebracht über seine unerträgliche Situation geschrieben.
Neben der Ehrlichkeit überall im Buch zeigte Max auch seinen Humor, sowie sein Talent zu der Beschreibung des Küchenlebens und Essens, was mir vollends Appetit machte. Außerdem ist auch das Cover des Buches sehr interessant, ein Pinguin mit einer Kochmütze, was Max' Vorstellung von seinem eigenen Bild sein könnte.
Alles in allem hat Max mit diesem Buch bewiesen, dass er nicht nur kochen, sondern auch schreiben kann!
Max Strohe beginnt nach einer unrühmlichen Schulzeit als letzten Ausweg eine Lehre zum Koch. Es geht in den unterschiedlichen Küchen seiner ersten Jahre hart zu. In seiner Freizeit "entspannt" er mit Frauen, Drogen und wilden Partys. Immer wieder wechselt er die Stadt, ist auch arbeitslos und wirklich ein armer Kerl. Durch seinen Vater, der erst spät in sein Leben getreten ist, lernt er jedoch dann auch die bessere Seite des Lebens kennen.
Der Schreibstil gefällt mir ganz gut, das Buch lässt sich leicht lesen und ich habe viel mit Max mitfiebert. Seine detaillierten Beschreibungen der sexuellen Eskapaden waren mir im Zusammenhang des Buches allerdings teilweise zu viel. Enttäuscht war ich, als ich am Ende dann vorne im Buch gelesen habe, dass offenbar doch ein Teil des Buches nur Fiktion ist. Aufgrund des Klappentextes hatte ich das nicht erwartet.
Dennoch kann ich das Buch empfehlen. Die Geschichte ermutigt und inspiriert.
Das Cover ist wirklich wunderschön gestaltet und gemeinsam mit dem Titel erhält man einen sehr authentischen ersten Eindruck. Das Buch handelt von der Lebensgeschichte vom Koch Max Strohe und seinen Lehrzeit in all möglichen Küchen. Seine Lebensgeschichte ist wirklich außergewöhnlich - das Leben von Max war keineswegs gradlinig. Dass er Koch geworden ist, war eher Zufall bzw. Mangel an Option als dass es so geplant war.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut umgesetzt worden, die Erzählung ist mit sehr viel interessanten Details ausgeschmückt worden. Die Biografie ist sehr authentisch, stellenweise auch humorvoll geschrieben. Teilweise empfand ich allerdings die Sprache als recht derb, und das hat mir nicht so besonders gut gefallen. Ich fand diese Biografie sehr interessant zu lesen, man muss aber ein Interesse für die Gastronomie mitbringen, denke ich.
Das Cover mit dem Pinguin mit Kochmütze ist mir sofort ins Auge gestochen, als ich dann auch noch gesehen habe, dass das Buch von Max Strohe ist, den man aus "Kitchen Impossible" kennt, gab ich ihm eine Chance. Die ersten Seiten konnten mich völlig überzeugen, es war lustig, ehrlich, man bekam einen guten Einblick in das schwierige Teenagerleben. Dann jedoch wurde es immer "konkreter", man weiß jedoch leider nie, ist das nun wirklich genau so passiert, wurde übertrieben, oder einfach erfunden (es gibt auch am Anfang des Buches den Hinweis, dass eventuell nicht alles wahr ist). Mich persönlich hat das gestört, weil ich mir eher eine Biografie erwartet hatte. Ich dachte, es geht darum, wie er vom Schulabbrecher zum Sternekoch wurde, und nicht nur um Alkohol, Drogen und Sex und die Karriere ist leider in den Hintergrund getreten. Ich habe mir wohl zu viel erwartet und wurde deswegen ein wenig enttäuscht.
Zum Inhalt: Wie bewegt kann ein Leben sein? Der Sternekoch Max Strohe erzählt es uns hier. Er erzählt uns seine Geschichte vom Schulabbrecher zum Spitzenkoch, der sogar das Bundesverdienstkreuz erhalten hat. Mehr als einmal bricht er einen angefangenen Job ab, lebt von der Hand in den Mund und er lebt exzessiv in jeder Hinsicht. Meine Meinung: Mich hatte das Cover und der Titel angesprochen und ich habe nicht mal den Klappentext gelesen und wusste gar nicht worauf ich mich bei dem Buch eingelassen habe und das war vielleicht auch gut so. Mir hat das Buch gut gefallen, obwohl oder vielleicht gerade weil ich nicht wusste, dass ich hier gerade ein wahres Leben erzählt bekomme. Das Buch ist zum Teil sehr heftig und explizit aber sehr spannend, weil so eine Lebensgeschichte eben nicht 0815 ist. Den Schreibstil fand ich offen und sehr deutlich aber sehr gut. Fazit: Spannendes Leben
Ich kenne Max Strohe nur aus dem Fernsehen und weiß, dass er Szernekoch ist. Und dass sein Werdegang alles andere als geradlinig verlaufen ist. Das klang interessant, und darum habe ich entschieden, dieses Buch zu lesen.
Max Strohe beschreibt hier seine Lehrjahre. Angefangen damit, dass er ohne Abschluss von der Schule flog und seine Mutter ihm half, eine Lehrstelle als Koch zu finden, in der er dann auch gefeuert wurde.
Strohe schreibt frei Schnauze, teilweise zu sehr für meinen Geschmack. Die ausführlichen Beschreibungen von Sex, Drogenexzessen und Kotzerei hätte ich nicht gebraucht. Zum Teil fand ich den Schreibstil einfach nur niveaulos und unangenehm.
Interessant fand ich die Auseinandersetzung mit der Beziehung zu seinem Vater, den er erst als Jugendlicher kennengelernt hat. Obwohl der Vater ein reicher Lebemann ist, sind beide sich doch überraschend ähnlich.
Was mir aber viel zu kurz gekommen ist ist das, was ich mir von diesem Buch eigentlich erhofft hatte. Nämlich wie Strohe es gelungen ist, aus diesem Leben auszubrechen und ein Sternekoch zu werden.
Fazit: Ich habe das Buch gelesen, kann aber nicht behaupten, dass es mir gefallen hat. Empfehlen würde ich es nicht.