Wenn Hass zur tödlichen Obsession wird. Beim jährlichen Bärzelitreiben in Hallwil kommt es zu einer Messerattacke mit tödlichem Ausgang. Einziger Verdä Andrinas Mann Enrico. Doch Andrina hat einen anderen Verdacht. Die Zeugenaussagen könnten genauso gut auf Enricos Halbbruder Marco Feller zutreffen, Ermittler bei der Aargauer Kantonspolizei. Was hat ihn zu dieser Tat getrieben, und warum decken ihn seine Kollegen? Als Marco wenig später spurlos verschwindet, macht sich Andrina auf die Suche – nach ihm und nach der Wahrheit.
So, das Buch bekommt von mir 3.5 Sterne, die man hier nicht vergeben kann. Zunächst dachte ich, dass ich das Buch abbrechen würde, denn die Sprache war auf den ersten Seiten nur schrecklich. Dieser Text hat, ganz im Gegensatz zu meiner Rezension, mehrere Lektorate durchlaufen und wurde vermutlich von der Autorin geplant. Trotzdem wimmelt es nur so vom Schreibprinzip "tell", bei welchem überall darauf hingewiesen wird, dass man es nicht im Übermass brauchen sollte. Zudem sind die Beschreibungen dann auch doch eher kindlich und einfach gehalten und werden genau dann eingesetzt, wenn es wichtiger wäre, die Hauotpersonen in der Situation selber zu zeigen! Die entsprechende Situation wird im Nachhinein sogar noch einmal im Rückblick beschrieben, um dem Leser zu erklären, dass X eingetreten ist. Das zeugt von schlechtem Schreibhandwerk, wenn man eine Schlüsselszene noch einmal mit dem Stilmittel Retrospektive dem Leser erklären muss... Ich war daraufhin neugierig, ob es sich dabei um das Debüt der Autorin handelte. Ich sah darin den Grund des schlechten Schreibstils geschuldet. Ist es nicht. Aber gut, zum Glück gab es ein interessantes Vorkommnis, das mich dazu verleitete weiterzulesen und ich wurde nicht enttäuscht! Zumindest bis fast zum Schluss, aber dazu gleich. Die Geschichte nahm Fahrt auf und wurde richtig spannend. Dabei hat es mich auch fast gar nicht mehr gestört, dass zwei Fälle miteinamder verknüpft wurden und der erste gar nicht mehr erwähnt wurde, nach einer gewissen Zeit. Finde ich auch ungeschickt, es wurde jedoch kurz erklärt. Meinem Empfinden nach kann man dies zwar besser gestalten, aber ein Weltuntergang war das nicht. Mir gefiel allem voran die Verknüpfung mit dem Janton Aargau und die Erwähnung einiger sehenswerter Orte - Ausflugsziele sind notiert!