Päike tõuseb, ladistab vihma või langeb lund. Põhimõtteliselt algab iga päev ühesuguste võimalustega. Vähemalt heal päeval näeb Martin Kühn seda nii. Kuid viimasel ajal on tal häid päevi olnud harva – tema abikaasa Susanne käitub imelikult ja ta ise teeb oma armuelus eksisammu.
Tänane päev algab sellega, et leitakse laip, ning Kühn ja tema kolleeg Steierer peavad tabama noore mehe mõrvari. Uurimine viib Kühni, lihtsa politseiniku ja töövihtuja, rikaste inimeste ja heategevuslike ühingute maailma. See uus kogemus avaldab talle mõju rohkem, kui mees tunnistada tahab. Ja samal ajal, kui ta kahtlusaluse terrassil isetehtud limonaadi mekib, otsib Kühn vastust, kas selles elus üldse on midagi, milles tal õigus on.
See on politseiinspektor Martin Kühni sarja teine raamat. Sarja esimene raamat, „Kühnil on tegemist“, ilmus eesti keeles 2021. aastal.
Auch der zweite Kühn-Roman war sehr gut zu lesen, ein echter Pageturner. Die Geschehnisse waren nicht ganz auf der Höhe des ersten Bandes. So fand ich z.B. die Supermarkterpressung zu beiläufig abgehandelt, während bei der Hauptstory um Amir das lange Einführungskapitel nicht so recht zum restlichen Roman passte. Auch die Begegnung mit einem "Reformbanker", der nach 5 Minuten schon wichtigste Infos ausplaudert, schien mir leider nicht glaubhaft. Dafür sind dann wieder kleine Perlen enthalten, wie die Szenen um den rechtsgerichteten Bäcker.
Insgesamt ist das Rosinenpicken, denn das Buch war leider viel zu schnell gelesen und nun fragt man sich, wie es mit Kühn weitergehen wird.
Really love this writer and this series. It combines, real life and societal problems with lots of humour. Kuehn is an ordinary Bavarian trying to do his best for his family, even if he doesn't always get it right and in typical married man fashion doesn't really understand or even notice what is happening within this normal family. Typical married man I would say, who for various reasons is seduced into a one night stand when he is very drunk. The sex scene for my taste is a bit too long, but on the other hand very funny. It could not be less steamy if it tried.
What this book shows how far removed from ordinary life and consequences the Rich are, especially those who have never had to really earn their own money. Like everywhere, in Munich also, the difference between them and ordinary people has widened in recent years. Sadly in this book, it is exactly somebody, who has already been born with a definite minus sign (or "Asshole Cart" as we Bavarians call it), who has to suffer the consequences. This and his other experiences over the two book and most likely the third in the series changes Kuhn, how could it not.
Teil 2 der Reihe um Polizist Martin Kühn aus München. Wieder geschieht ein Mord und Kühn wird hinzugerufen. Kühn hatte sich den Sommer "eine Auszeit" gegönnt, nach seinem ersten Fall und direkt wird er wieder mit alten Erinnerungen konfrontiert. Kommt der Mörder des migrantischen Jungen aus dem rechten Spektrum?
Ein weiteres sehr gutes, immer noch aktuelles Buch, das wiedermal beweist wie unglaublich gut Jan Weiler schreibt, neben dem Mordfall geht es viel um Kühns Empfindungen und seine Gedankengänge sowie den sozialen Neid zwischen Arm und Reich. Toll zu lesen und eine absolute Empfehlung, Teil 3 ist schon angekündigt und ich freue mich jetzt schon darauf. Bin in kürzester Zeit Fan von Jan Weiler geworden!
Martin Kühn hat wieder einen Mord aufzuklären, kaum dass er aus seiner Rehabilitationsmaßnahme zurück ist. Doch nicht nur das: Sein Kollege will ihn offenbar ausbooten, seine Ehefrau scheint auf Abwegen zu sein und trotz der Rehamaßnahme macht ihm seine Gesundheit Sorgen. Es ist Alles wieder ein bisschen viel für Kühn und so ist es zumindest etwas beruhigend, dass die Ermittlungen in diesem Mordfall ihn in ein Milieu führen, in dem die Welt völlig in Ordnung ist - zumindest sieht es so aus. Kühn stellt fest, dass Geld doch glücklich zu machen scheint. Wie bereits im ersten Band ist auch hier der Krimi eher eine Nebenhandlung. Zwar steht der Großteil von Kühns Gedanken dieses Mal mehr im Zusammenhang mit dem Mord, doch geht es weniger um die Suche nach dem Täter als um Überlegungen zu dem gesellschaftlichen Umfeld, in dem das Opfer verkehrte. Unbegrenzter Reichtum, was macht er aus den Menschen? Und auch die Liebe ist ein Thema; wie sie Menschen verändern kann, zum Guten wie zum Bösen. Jan Weilers Figuren sind wie aus dem Leben gegriffen, ohne dass er jedoch den allseits bekannten Klischees verfällt. Wunderbar beispielsweise der rechte verliebte Bäcker. Auch die Beschreibung bestimmter Szenarien, die leicht zu schablonenhaft geraten könnten, sind mit liebe- und humorvoller Ironie versehen, die typisch für den Autor ist ('Es folgte das Mittagessen, das zur Förderung der Gruppendynamik an zwei langen Tafeln eingenommen wurde. Es gab kein Büfett, weil Büfetts dem Gruppengedanken widersprachen und das Eigenbrötlerische im Beamten förderten, wie die Seminarleiter fanden.' Den Lehrgang für KommissarInnen sah ich geradezu vor mir ;-)). Lediglich die Auflösung fand ich zu übertrieben in dieser Ausführlichkeit. Während alles Andere überaus realistisch wirkte, machte am Ende die Auskunftsfreudigkeit des Zeugen einen unnatürlichen Eindruck. Aber da die LeserInnen ja wissen sollen, wie was warum und weshalb geschah, schien dies wohl die beste Möglichkeit. Trotzdem eine schöne Fortsetzung dieser Reihe, ich freue mich bereits auf den dritten Teil.
Die Aufmachung liest sich spannend und mit Potential für spannende Entwicklungen und plot twists. Leider war der Plot Twist, dass die super harmonisch wirkende superreiche Familie einige Leichen im Keller hat, nicht wirklich überraschend. Der Mörder entpuppt sich am Ende als "Teufel", als einer, der halt schon immer gewalttätig war und so war das Opfer einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Die eingeflochtene Affäre Kühns liest sich sehr anstrengend und mit viel Fremdscham. Ich mag Jan Weilers bisherige Bücher und seinen Schreibstil grundsätzlich und ich mag Krimis, aber beides zusammen funktioniert in meinen Augen eher mittel. Eher eine lieblose Folge einer Krimiserie in Buchform, voller Klischees über sämtliche beschriebenen Bevölkerungsgruppen und ohne wirkliche Spannung.
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Jan Weiler schreibt gut, aber es fehlt Spannung. Am Ende gibt es wenig langwierige Ermittlung, wenige plot twists, wenig Action. Alles andere, das private Leben von Hauptkommissar Martin Kühn, Nebenhandlungen, und die verwendete Prosa ist alles gut. Aber für einen Krimi fehlt etwas thrill. Eigentlich sehr schade, da hätte der Autor was machen können.
Zwischen allen Stühlen. Nach einer längeren Auszeit, wegen Burn-out Syndrom, kehrt Kommissar Martin Kühn zurück an seinen Schreibtisch. Alles ist wie immer, glaubt er zunächst. Martin Kühn lebt. Und er hat immer noch viel zu tun. Denn wenn das Leben weitergeht, dann wachsen auch die Aufgaben. Die Sonne geht auf, es regnet, oder es schneit. Aber im Grunde startet jeder neue Tag mit derselben Chance. So sieht Martin Kühn es jedenfalls, an guten Tagen. In letzter Zeit allerdings hatte er eher selten gute Tage. Nicht nur, dass er sein Haus auf giftigem Boden gebaut und weder seine Karriere noch seinen Sohn unter Kontrolle hat. Nun verhält sich auch noch seine Frau seltsam, in der Nachbarschaft geht ein Erpresser um und Martin Kühn begeht einen schweren amourösen Fehler. Als die übel zugerichtete Leiche eines Jugendlichen an der S-Bahnstation gefunden wird, sieht es zuerst wie ein Fall von brutalem Ausländerhasss aus- zumal ein bekannter Rechtsradikaler auftaucht, mit dem Kühn schon früher aneinandergeraten ist. Die Ermittlungen zu den Lebensumständen des Opfers führen Kühn, den einfachen Polizisten, in die Welt der Reichen und Wohltätigen, die ihn fasziniert aber auch verunsichert. Diese neue Erfahrung setzt ihm doch mehr zu, als Kühn es sich eingestehen will. Und während er auf der Terrasse der Verdächtigen selbstgemachte Limonade kostet, sucht Kühn die Antwort darauf, ob es überhaupt einen Ort gibt, an dem er in diesem Leben richtig ist. Er fühlt sich bald zwischen allen Stühlen. Wurde der aus schwierigen Verhältnissen stammende Freund der Tochter nur zur Fassade im reichen Elternhaus aufgenommen? Und warum liegt der Junge jetzt im Leichenschauhaus? Gesellschaftskritischer Roman, der als Krimi getarnt daherkommt. Der Autor Jan Weiler, legt eine clevere Gesellschaftsanalyse mit schönem Spannungsbogen vor. Sozialkritisch und engagiert trifft er auf packende Art und Weise so manchen Nerv. Guter Stoff.
Ich habe das Hörbuch (vollständige Lesung) gehört. Zum Format: "Vom Author selbst gelesen" ist nicht immer ein Qualitätsmerkmal, aber hier kein Problem - Herr Weiler kann nicht nur texten, sondern auch vorlesen. Lediglich der Wiener Akzent von Steierer nervt ;-)
Als Hörbuch ist es gut hörbar, auch nach kurzen geistig abwesenden Passagen kommt man schnell wieder rein.
Für zwei Mängel habe ich einen Stern abgezogen (Spoiler):
Zum Inhalt: Kühn soll mit seinem Kollegen Steierer den Mörder eines jungen Mannes finden. Die Ermittlungen führen ihn, den einfachen Polizisten und Berufspendler, in die Welt der Reichen und Wohltätigen. Diese neue Erfahrung setzt ihm doch mehr zu, als Kühn es sich eingestehen will. Meine Meinung: Ich habe mich irre schwer geran mit dem Buch. Der Schreibstil ist sehr sperrig, die Story okay, aber zäh erzählt. Der Protagonist Kühn hat mich nicht überzeugt, wsr mir auch nicht sonderlich sympathisch. Ich bin auch erst nach etwa der Hälfte überhaupt in die Geschichte reingekommen und war mehr als einmal kurz davor das Buch abzubrechen. Insgesamt hatte das Buch auch einige Längen, die die Lektüre auch nicht einfach machten. Fazit: Ganz okay, aber auch nicht mehr.
Nicht ganz so überragend wie der erste Teil, dennoch eine sehr gute Fortsetzung.
Die Art wie Jan Weiler schreibt ist unvergleichlich und für mich immer ein bisschen heimkommen, denn Kühn als Protagonist ist so herrlich bodenständig. Man kann sich sofort in ihn und seine Probleme hineinversetzen. Ich denke in jedem von uns steckt ein bisschen Kühn, denn am Ende sind auch Kühns Probleme/Gedanken, solche die uns im Alltag beschäftigen.
Wer also den ersten Teil mochte, wird auch hier wieder Freude am Lesen haben.
(read in german) well-written german policier with interesting and (anti)-hero, komissar kühn - and carefully depicted social background of contemporary munich, in which the killing of one young man of libanese origin who is the boyfriend of a high-society girl is used as a starting point for pertinent social analysis. fluid writing, insightful and humorous.
GROSSARTIG und unglaublich witzig. Und erneut greift der Autor ein gesellschaftlich relevantes Problem auf: Fremdenhass/Rassismus. Fünf Sterne für Buch und Lesung. Jan Weiler ist definitiv der beste Leser für seine eigenen Bücher. Und Martin Kühn eine der liebenswertesten Kommissare in der großen Welt der Krimilandschaft.
Das Buch liest sich flüssig, die (Haupt-)Handlung entwickelt sich sehr unglaubwürdig ("vom Ende aus betrachtet") - verschiedene Nebenhandlungen bleiben unaufgelöst im Raum stecken...