Eigentlich liebt es die gnä' Frau, sich herauszuputzen und unter die feinen Leute Wiens zu mischen. Doch seit dem Skandalartikel über ihre angeblichen Verbindungen zu kommunistischen Kreisen wird ständig hinter ihrem Rücken getuschelt. 1972 scheint nicht bereit für eine gnä' Frau, die gern Rockmusik hört und Whisky trinkt und sich auch mal unter Hippies begibt. Um Frau Ehrensteins Laune zu heben, machen ihre Eltern sie mit der alten ungarischen Gräfin Bárány bekannt. Auch sie wurde vom Schmierblatt Wiener Telegramm Sie soll ihren Mann umgebracht haben. Frau Ehrenstein wittert sofort ein neues Abenteuer. Schnell freundet sie sich mit der resoluten Witwe an und beschließt, Nachforschungen anzustellen, um deren Unschuld ein für alle Mal zu beweisen. Ihre heimliche Vertraute, das Dienstmädchen Marie, unterstützt sie dabei. Ihre Ermittlungen führen die beiden nicht nur in den Nobelbezirk Döbling, in einen legendären Nachtclub und ins Kunsthistorische Museum, sondern bringen sie auch in tödliche Gefahr.
ENGLISH VERSION BELOW ---------------------------------- Auch der zweite Teil rund um die Gnädige Frau und ihre Vertraute Marie war wieder sehr amüsant zu lesen. Es dauert etwas, bis der Fall ins Rollen kommt, die Ermittlungen starten und Helene Ehrenstein zu kombinieren beginnt. Die Leser:innen können jedoch bereits sehr früh mit dem Miträtseln beginnen.
Leider war es ziemlich klar, wer nicht der*die Täter:in sein kann, auch wenn die Figuren lange verdächtig waren. Man liest diese Reihe aber auch nicht wegen der Mordfälle, sondern dem wundervollen Humor, der sich darin verbirgt, dem Lokalkolorit, den Beschreibungen eines Wiens, welches es in dieser Form nicht mehr gibt (oder nur noch sehr vereinzelt) und den Dialogen.
Am Ende des Buches gibt es auch wieder ein Glossar, um sich an den Wiener Dialektwörtern zu üben.
The second part about the madam and her confidante Marie was again very amusing to read. It takes a while until the case gets rolling, the investigations start and Helene Ehrenstein begins to combine. However, readers can start guessing very early on.
Unfortunately, it was quite clear who could not be the culprit, even if the characters were suspects for a long time. But you don't read this series because of the murder cases, but because of the wonderful humour hidden in it, the local colour, the descriptions of a Vienna that no longer exists in this form (or only very sporadically) and the dialogues.
At the end of the book there is again a glossary to practise the Viennese dialect words.
4 bis 5 Sterne. Ich hatte auch mit dem zweiten Band viel Spaß. Der Fall ist gut aufgebaut und hat etwas an sich, dass man es dem Buch auch nicht übel nimmt, wenn man als Leser unter Umständen schon lange vor gna' Frau die Lösung findet. Auch sehr schön ist der Glossar für Nicht-Wiener.