Zu Weihnachten gehören ein geschmückter Baum, leckeres Essen, Geschenke und die Familie – das ist selbst Elif, die als Kind türkischer Gastarbeitereltern in Deutschland großgeworden ist, klar. Doch wie genau die Deutschen es mit ihren Weihnachtstraditionen und Bräuchen nehmen, wird deutlich, als Elif das erste Weihnachtsfest bei den Eltern ihres Freundes Jonas verbringt. Vom Planungswahnsinn in der Familien-WhatsApp-Gruppe über Diskussionen um nachhaltige Nordmanntannen, bis hin zum Bügeln des Geschenkpapieres aus dem letzten Jahr, bleibt ihr nichts erspart. Und schnell stellt sich die Frage, ob das wirklich noch besinnliches Beisammensein ist, oder schon der nächste Erbschaftsstreit naht.
Elif ist aufgeregt, denn sie wird die Familie ihres Freundes Jonas kennenlernen. Das allein ist schon ein guter Grund, nervös zu werden - dass das erste Treffen mit der Schwiegerfamilie aber auf Heiligabend fällt, trägt nicht gerade zur Beruhigung der Nerven bei! Als Kind türkischer Gastarbeitereltern wird sie damit zum ersten mal ein "typisch deutsches" Weihnachtsfest erleben. Dass die Almans aber nicht nur einen Baum aufstellen, diesen mit Lametta schmücken und sich bereits vor dem Essen auf die Geschenke stürzen wird Elif spätestens klar, als sie zu einer WhatsApp-Gruppe zur Planung des Weihnachtsfestes eingeladen wird - im September!
Ich habe schon lange nicht mehr so sehr beim Lesen eines Buches lachen müssen wie bei "Ein Alman feiert selten allein". Der Roman von Aylin Atmaca war beste Unterhaltung für mich und ich habe mich und meine Alman-Familie wirklich äußerst oft in den Anekdoten zwischen den Seiten des Buchs wiedergefunden. Die Autorin stellt natürlich Vieles äußerst überspitzt dar und bedient sich an jeglichen deutschen und türkischen Klischees - das macht die Lektüre aber umso lustiger!
An manchen Stellen ist mir das Schmunzeln zwar etwas verrutscht und ich habe mich für Jonas Familie geschämt - weil ich eben genau weiß, dass die geschilderten Situationen eben gar nicht so abwegig sind und sich in ähnlicher Weise auch bei meiner Familie abspielen könnten, dieses Bissige hat mir jedoch sehr gefallen und der äußerst witzigen Geschichte auch viel Tiefgang und Stoff zum Nachdenken mitgegeben.
Wenn ihr noch einen ausgefallenen, etwas anderen Weihnachtsroman sucht, der zu gleichen Teilen humorvoll und gesellschaftskritisch ist, solltet ihr euch "Ein Alman feiert selten allein" nicht entgehen lassen! Ein leichter Buchsnack mit hohem Unterhaltungswert und einem mega tollen weil extrem kitschigen Ende - mochte ich 🎄
Elif wird zum ersten Mal zu einem Weihnachtsfest bei einer deutschen Familie eingeladen und wird dabei auch die Eltern ihres Freundes Jonas kennenlernen. Natürlich kennt auch Elif Weihnachten, schließlich ist sie in Deutschland großgeworden, aber jede Familie feiert anders und die Traditionen und exakten Regeln der Familie Neubauer sind eine wahre Herausforderung für sie.
So, wie alles dramatisiert wird, hatte ich eigentlich erwartet, dass die Feier viel mehr eskaliert und fand die Ereignisse dann beinahe friedlich. Was ich allerdings ganz klar fühlen konnte, war der Stress und wie viel Mühe Elif sich gibt, um sich anzupassen. Sie möchte einen guten ersten Eindruck machen und versucht, sich möglichst perfekt zu verhalten, aber zum einen weiß sie nicht immer, was von ihr erwartet wird, und zum anderen begegnen ihr nicht alle ohne Vorurteile und sie muss jede Menge blöde Fragen über sich ergehen lassen.
Jonas ist ein liebevoller Freund, der Elif mit all ihren Unterschieden liebt. In der Nähe seiner Familie verhält er sich aber etwas merkwürdig. Obwohl Elif sich anmerken lässt, dass die Situation sie überfordert, ist Jonas kaum hilfreich. Es bieten sich viele Gelegenheiten, sich zu blamieren und die wachsende Nervosität hilft da auch nicht weiter. Dazu gibt es genaue Regeln und die Familie hat ziemlich konkrete Vorstellungen davon, wie das perfekte Fest aussehen muss. Die minutiöse Planung erzeugt bei Elif nur noch mehr Druck, aber sie ist auch fasziniert.
Da ich selbst eine "Almancı" bin, also eine in Deutschland lebende Türkin, konnte ich mich sehr gut in Elifs Lage hineinversetzen und habe viele Situationen aus meinem eigenen Leben wiedererkannt. Viele kleine, allzu reale Details und teils zutreffende Vorurteile haben mich zum Lachen gebracht. Dabei meine ich sowohl die Eigenheiten von typischen Almancı-Familien, die bei mir zumindest oft gepasst haben, als auch die Klischees über Deutsche, bei denen ich nicht genau beurteilen kann, wie sehr sie wirklich zutreffen.
Ich fand das Buch auf jeden Fall sehr unterhaltsam und habe mich als Almancı auch gut repräsentiert gefunden. Bei all den unheilverkündenden Andeutungen hätte ich noch etwas mehr Drama erwartet, aber so hat mir Elifs Weihnachtsabenteuer auch sehr gut gefallen.
Vielen Dank an Netgalley und HarperCollins Germany für das kostenlose Leseexemplar. Ein bisschen wollte ich mich beeilen, dieses weihnachtliche Buch zu lesen, denn ein ganzes Jahr wollte ich es nicht liegen lassen und im Sommer wäre es wahrscheinlich auch nicht so passend. Elif ist als Erzählerin sehr sympathisch und glaubwürdig. An einigen Stellen konnte ich genau mit ihr fühlen. Dennoch wirkt die Handlung teilweise etwas überzogen-humorig, besonders die Passagen um Jonas Schwester. Insgesamt aber eine leichte, lockere, kurzweilige und durchaus unterhaltsame Lektüre. #EinAlmanfeiertseltenallein #NetGalleyDE
Ein Alman feiert selten allein von Aylin Atmaca ist ein ganz witziges Buch zum mal eben schnell Wegsnacken in der Adventszeit.
Die Türkin Elif soll Weihnachten mit der Familie ihres deutschen Freundes Jonas feiern. Die Handlung erstreckt sich im Grunde nur über ein paar Stunden, in denen aber doch so einiges passiert.
Fettnäpfchen, Clash of Cultures, Klischees, Unstimmigkeiten und ganz viel Humor. Der Kurzroman zeigt auf jeden Fall, dass es auch echt bereichernd sein kann, wenn unterschiedliche Kulturen mal mehr mal weniger freiwillig in den Austausch gehen.
Find die Analysen sehr reflektiert, auch sicherlich subjektiv geprägt, aber es würde mich doch sehr wundern, wenn sich jemand durch das Buch auf den Schlips getreten fühlen würde.
"Zu Weihnachten gehören ein geschmückter Baum, leckeres Essen, Geschenke und die Familie – das ist selbst Elif, die als Kind türkischer Gastarbeitereltern in Deutschland großgeworden ist, klar. Doch wie genau die Deutschen es mit ihren Weihnachtstraditionen und Bräuchen nehmen, wird deutlich, als Elif das erste Weihnachtsfest bei den Eltern ihres Freundes Jonas verbringt. Vom Planungswahnsinn in der Familien-WhatsApp-Gruppe über Diskussionen um nachhaltige Nordmanntannen, bis hin zum Bügeln des Geschenkpapieres aus dem letzten Jahr, bleibt ihr nichts erspart. Und schnell stellt sich die Frage, ob das wirklich noch besinnliches Beisammensein ist, oder schon der nächste Erbschaftsstreit naht."
Die Geschichte handelt von Elif, die Tochter einer türkischen Gastarbeiterfamilie ist und ihr erstes deutsches Weihnachtsfest bei der Familie ihres deutschen Freund Jonas verbringt. Man kann sich vorstellen, dass da zwei Welten aufeinandertreffen. Jonas Familie ist wirklich selbst für mich ein Grauen gewesen und hat mich einfach innerlich verrückt gemacht. Obwohl mir die deutschen Weihnachtstraditionen und Bräuche sehr gut bekannt sind, bin ich sehr froh, dass meine Familie nie so Weihnachten gefeiert hat. Natürlich wird dieses Weihnachtsfest sowie auch die Familie sehr überspitzt dargestellt und die Geschichte beinhaltet einige Klischees und Vorurteile, sodass man als Leser den Spiegel vorbehalten bekommt und sich auch mit unangenehmen Themen befassen muss unter anderem Alltagsrassismus. Sicherlich erkennt man die eine oder andere Situation wieder und kann gut nachvollziehen wie sich Elif in dieser Situation gefühlt haben muss. Manche Stellen sind ganz witzig gemacht, sodass die ganze Geschichte nicht zu ernst wird, aber hat nicht wirklich meinen Humor getroffen. Ich hätte mir auch gewünscht, dass die Geschichte nicht nur aus Elif Sicht erzählt wird, sondern man auch die Gedanken von Jonas und den Eltern erfährt, sodass es nicht so einseitig wird, denn teilweise hatte ich den Eindruck, dass nicht nur die deutsche Familie Vorurteile hat sondern Elif selbst voreingenommen ist und mit ihren eigenen Vorurteilen zu kämpfen hat. Akzeptanz und Toleranz ist immer von beiden Seiten unabdingbar und dies ist ein wenig verloren gegangen. Dennoch ist es eine Geschichte, die zum Nachdenken verleitet und verdeutlicht, dass ein Zusammenleben verschiedener Kulturen nur funktionieren kann, wenn man aufeinander zugeht.
Elif wird zum erstenmal von den Eltern ihres Freundes Jonas zu Weihnachten eingeladen. Was sie nicht wusste, bei Jonas Familie wird Weihnachten akribisch geplant, bis zur letzten Minute.
Meine Meinung:
Wenn im September die Einladung für das Weihnachtsfest kommt und Elif und Jonas eine Liste ihrer Weihnachtsgeschenke abgeben sollen, dann feiern Deutsche Weihnachten. Eine Geschichte voller Klischees und völlig überspitzt, aber dennoch habe ich mich so das ein oder andere Mal ertappt gefühlt. Ich fand es jedenfalls total witzig und musste einige Male laut lachen. Was mich allerdings im Lesefluss störte war das Geldern, was meiner Meinung nach in Romane überflüssig ist. Es ist jetzt kein literarisches Meisterwerk, aber ganz nette Unterhaltung. Trotz allem Humor und Witz merkt man doch, das Elif nur den Wunsch hat akzeptiert zu werden. Ich fand es jedenfalls ganz unterhaltsam.
Total klischeeüberladen und überspitzt, dabei aber so liebenswert und humorvoll. Es regt aber auch zum Nachdenken an, hinterfragt eingefahrene Strukturen und zeigt, dass Listen das Leben einfach leichter machen.
Elif fährt zum ersten Mal mit ihrem Freund Jonas zu seinen Eltern und dann auch noch um Weihnachten zu feiern. Der Stress beginnt für sie quasi schon im September, als die selbstgebastelte Weihnachtseinladungskarte eintrifft und Elif fast zeitgleich in eine Familien-WhatsApp-Gruppe mit 38 ihr unbekannten Personen. Fasziniert, irritiert und ein wenig unbeholfen, versucht sie sich durchzukämpfen, ohne negativ aufzufallen. Ihre Schwiegermutter in spe liebt Listen und plant alles minutiös, so natürlich auch den Heiligen Abend. Elif versucht, allen Fettnäpfchen und Tretminen aus dem Weg zu gehen, trifft jedoch auf so manchen blöden Spruch und lernt eine neue Seite an Jonas kennen. Was tatsächlich zum Streit zwischen dem sonst so harmonischen Paar führt. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn ich wusste, dass ich mich ganz almantypisch in einigen Punkten wiederfinden würde. Elif tat mir im Laufe des Romans des öfteren leid, Jonas und der Rest der Familie haben Dinge vorausgesetzt, die Elif so gar nicht wissen konnte, weil es Eigenarten und Traditionen speziell dieser Familie sind. Wenn ein Kind zur Bescherung fragt, ob man ihm ein Geschenk mitgebracht hat und es überreichen will, sollte man nicht angegangen werden, weil ausgewürfelt wird, wer welches Päckchen öffnen darf. Und das wurde so niemals kommuniziert, mal ehrlich, wenn man einen neuen Partner mitnimmt erzählt man doch vorher von Traditionen, oder? Jonas Schwester verhält sich besonders passiv-aggressiv gegenüber Elif, andere Familienmitglieder glänzen durch Alltagsrassismus, der mit Sicherheit nicht so gemeint ist, wie Elif es auffasst. Auch für die deutsche, christliche Familie ist es eine neue, ungewohnte Situation und die versuchen auf ihre Art eine Basis zu erstellen. Was mich in dem Zusammenhang geärgert hat, sind Elifs Überlegungen, wie es wäre, wenn sie Jonas zu Weihnachten mit zu ihrer Familie genommen hätte. Ihre Schwester hätte ein paar "liebe Almanwitze" gerissen und ein paar Spitzen auf Türkisch abgegeben. Sorry, aber denkt sie ernsthaft, dass ist besser und kein Alltagsrassismus? Jonas Onkel hat sich Mühe gegeben und Fakten über Weihnachten in der Türkei gegoogelt und Elif ist genervt. Ich war zwischenzeitlich auch von ihr genervt. Sie ist schon mit negativer Erwartungshaltung angereist und hat Self-fulfilling Prophecies heraufbeschworen. Erst als Jonas endlich für Elif eingestanden ist, ist endlich die Anspannung und Erwartungshaltung abgefallen. Tatsächlich verstehe ich beide Seiten und glaube, dass so ein richtiger Culture Clash nicht unproblematisch ist. Mir würde es so gehen, wenn ich in eine sehr christliche Familie geriete, denn ich habe mit Religion so gar nichts am Hut. Für mich ist Weihnachten einfach das "Fest der Liebe" und wie Elif habe ich keine Ahnung, woher diese Begrifflichkeit stammt, aber dafür schreibe auch ich Listen. Immerhin habe ich 40 Nachbarn, die ich, unabhängig von Religion, mit einer Karte und einem süßen Gruß erfreuen will. Wer die Vorweihnachtszeit mit Grinsen, Augenverdrehen und Selbsterkenntnis verbringen möchte, dem sei dieser Roman ans Herz gelegt. Ich vergebe Vier von Fünf Sternen 🌟🌟🌟🌟 und muss herausfinden wo ich Künefe bekomme, das möchte ich unbedingt probieren.
Vielen Dank an den Harper-Collins Verlag und Netgalley Deutschland für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.
Für alle, die Birkenstock tragen und Geschenkpapier bügeln. Und alle, die darüber den Kopf schütteln
Ende September: In den Supermarktregalen tauchen die ersten Lebkuchen auf und die Familie Neubauer beginnt, die Weihnachtsfeiertage bis ins kleinste Detail zu planen. Vom Tagesablauf bis hin zum pro Person unter dem Weihnachtsbaum für Geschenke benötigen Platz wird alles haargenau in mehreren Listen festgehalten. Bei der türkischstämmigen Ich-Erzählerin Elif verwandelt sich die Vorfreude auf ihr erstes Weihnachten mit der Familie ihres deutschen Freundes langsam aber sicher in Panik.
Mit viel Humor schildert die sympathische Protagonistin, wie sie die Vorbereitungen und die Weihnachtsfeiertage bei Neubauers erlebt, hebt dabei aber auch deutlich hervor, welche Verhaltensweisen ihrer potenziellen Schwiegerfamilie ihr gegenüber unangemessen sind und von welchen oft unbedachten oder lustig gemeinten Aussagen sie sich verletzt oder angegriffen fühlt. Auf diese Weise regt die Aylin Atmaca nicht nur dazu an, Weihnachtstraditionen zu hinterfragen, sondern vor allem auch unseren Umgang mit unseren Mitmenschen, insbesondere, wenn diese einen anderen kulturellen Hintergrund haben als wir selbst.
Die Autorin spielt mit kulturellen Klischees, ohne dass es abgedroschen oder klamaukig wirkt, und lässt ihre Ich-Erzählerin immer wieder zu der Feststellung kommen, dass ihre eigene Familie und die ihres Partners in einiger Hinsicht doch eigentlich gar nicht so unterschiedlich ticken. So blickt Elif mit einer Mischung aus Faszination, Unverständnis und Wut, aber auch mit ganz viel Liebe auf ihr erstes richtiges deutsches Weihnachtsfest und die Mitglieder der Familie Neubauer.
Als weihnachtsfeiernder Alman erkennt man beim Lesen die ein oder andere typische Weihnachtssituation wieder, auch wenn manches doch ein wenig überspitzt wirkt. Ich konnte definitiv einiges auf der „Wie viel Alman steckt in dir?“-Checkliste im Buchumschlag für mich selbst abhaken. Aber auch in viele Situationen und Fettnäpfchen rund um das erste Kennenlernen der zukünftigen Schwiegereltern konnte ich mich sofort einfühlen und wurde teilweise an eigene Erfahrungen erinnert. Der locker-lustige, zeitgemäße, sehr ehrlich wirkende Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich den Roman schnell und mit Freude gelesen und mich der Erzählerin von Anfang an nahe gefühlt habe.
Ein Alman feiert selten allein von Aylin Atmaca ist ein Buch für alle, deren Familien an Weihnachten ein kleines bisschen verrücktspielen. Für alle, die in einer Familien-WhatsApp-Gruppe gefangen sind. Für alle, die zum ersten Mal die Feiertage mit der potenziellen Schwiegerfamilie verbringen. Für alle, die gerne mal wieder herzlich lachen wollen. Und für alle Almans, die bereit sind, einen selbstironischen Blick auf die eigenen Familientraditionen zu werfen und diese einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Zugegebenermaßen ist es noch ein bisschen früh für die Festtagslektüre, aber nach anfänglichen Bedenken konnte ich mich schnell darauf einlassen und habe mir beim Lesen direkt ein paar Lebkuchenherzen reingeschoben. Aylin Atmaca beschreibt in "Ein Alman feiert selten allein" ihre Erfahrungen als Kind türkischer Eltern, das in Deutschland groß geworden ist und nun das erste Mal mit ihrem deutschen Freund ein klassisches Alman-Weihnachtsfest erlebt.
Elif, die Erzählerin, und ihr Freund Jonas fahren also an Heiligabend zu Familie Neubauer ins Sauerland. Schon die Planung, die in einer großen Familien-WhatsApp-Gruppe Monate im Voraus beginnt, macht Elif nervös und die Nervosität steigert sich bis zum großen Tag ins Unermessliche. Im Hause Neubauer angekommen und nach erstem Kennenlernen mit den potenziellen Schwiegereltern, Schwester Bianca und ihren Söhnen, Onkel Georg und Tante Claudia, bewahrheiten sich viele Befürchtungen und es kommt zu kleineren und größeren Eklats und emotionalen Ausbrüchen. In den ersten beiden Dritteln feuert die Autorin Klischees aus allen Rohren und sorgt damit für zahlreiche Lacher. Dabei fließen immer wieder kritischere Töne in den Subtext, die größere Konfliktthemen unserer Zeit wie rassistische Mikroaggressionen, Klassenunterschied und Generationenstreitigkeiten anschneiden. An ihrem Feingefühl bei der Beschreibung dieser Probleme merkt man sofort, dass Aylin Atmaca weiß wovon sie spricht und aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz schöpft. Soweit so gut, aber leider verliert sie mich im letzten Drittel komplett. Dieses ist derart überladen mit Kitsch, dass ich auf den letzten Seiten den Kater nach den Weihnachtsfeiertagen regelrecht spürte. Das mag Geschmackssache sein und bis zu einem gewissen Punkt hat es mich durchaus berührt und ich freute mich für die Erzählerin. Aber leider ist das, was mich an diesem Buch so begeistert hat, im letzten Drittel völlig verloren gegangen, nämlich Atmacas Humor, mit dem sie gekonnt so viele deutsche Skurrilitäten auf die Schippe nimmt. Was mich außerdem nachhaltig irritiert, ist die übermäßige Selbstkritik der Erzählerin. Regelmäßig dachte ich mir, Girl, it’s not your fault! Für mich war es in manchen Momenten fast schon verstörend zu lesen, was Elif über sich ergehen lassen muss, damit von ihrem Jonas völlig allein gelassen wird und den Fehler dennoch bei sich sucht. Den Eindruck kann auch das sehr versöhnliche Ende nicht ausräumen.
Mein Fazit fällt also gemischt aus. Zunächst hat mir das Buch genau das geliefert, was ich mir davon versprach. Leichte Unterhaltung und viele Lacher, bevor das Kitschfeuerwerk seinen Lauf nahm. Von kleineren Ungereimtheiten abgesehen, die Stil und Aufbau betreffen, ist das Romandebüt aber gelungen. Auf schnell gelesenen, knapp 200 Seiten bringt uns Aylin Atmaca frühzeitig in Weihnachtsstimmung.
ein klischeehafter Weihnachts-Unterhaltungsroman über deutsch-türkische Kulturunterschiede
Elif, die als Kind türkischer Gastarbeiter in Deutschland großgeworden ist, feiert zum ersten Mal "richtige" Weihnachten: mit der Familie ihres deutschen Freundes Jonas. Elif hatte bis jetzt Weihnachten immer gerne gefeiert, denn ihre Eltern haben den Kindern zu liebe auch immer typisch deutsche Feste gefeiert. Doch schon die Weihnachtseinladungen von Jonas' Eltern im September (!) sowie die dazugehörige WhatsApp-Planungsgruppe lassen Elif erahnen, dass dieses Weihnachten kein besinnliches Fest wird...
Meine Meinung: Die Geschichte ist natürlich extrem überzogen und strotzt nur so vor Klischees: aber genau das macht die Unterhaltung und den Humor aus. Mal extrem die Unterschiede zwischen deutschen und türkischen Familien und deren Lebensweisen vorgezeigt zu bekommen. Und wer kann das besser, als eine Deutsch-Türkin, die ihre Lebensgeschichte in einen Roman verpackt?
Man leidet mit Elif wirklich mit, denn ihre bisherigen Vorstellungen von Weihnachten waren diese: "Ein organisatorisches Kinderspiel. Drei Tage, ein Baum, viele Geschenke". Doch Familie Neubauer übertreibt es bezüglich Weihnachten in jeder Hinsicht: Einladungen im September, selbstverständlich auch dann schon eine Weihnachtsfeier-Planungsgruppe per WhatsApp, in der alle Familienmitglieder, die zu Weihnachten eingeladen sind, mitmischen müssen. Jeder erhält eine Aufgabe, und der 24. Dezember ist minütlich durchgetaktet. Sehr überspitzt und skurril, denn ich kenne keine Familie, die SO feiert, daher war diese Darstellung für mich eher unglaubwürdig - Oder gibt es solche Menschen/Familien tatsächlich? ;)
Auch wurden die Kulturunterschiede oft aufs Korn genommen, meist von Onkel Georg, und Elif lässt alles über sich ergehen, wofür ich sie manchmal einfach nur hätte schütteln können und fragen: Warum bist du nicht du selbst? (Zumindest in abgeschwächter Form?) Man muss sich ja nicht komplett verstellen, um der Schwiegerfamilie zu gefallen, oder alles wortlos über sich ergehen lassen. Ebenso wie sie sich von Jonas' Schwester Bianca mobben lässt und sich nicht wehrt bzw. rechtfertigt. Aber das schöne ist, Elif wird selbstbewusster (und somit mutiger) und die anderen entwickeln sich ebenso weiter.
Ansonsten hat diese aufgebauschte Darstellung der Kulturunterschiede und eines extremen Weihnachtsfestes genau die richtige Menge Humor rübergebracht, um einfach mal abzuschalten und sich köstlich unterhalten zu lassen und große Vorfreude auf das schönste Fest des Jahres zu bekommen. Gerne hätten es auch mehr als die etwas mageren 189 Seiten sein können.
Fazit: Ein unterhaltsamer, aber klischeebehafteter Roman über die schönste Zeit des Jahres sowie anhand dessen die deutsch-türkischen Kulturunterschiede aufgezeigt werden. Sehr überspitzt, aber humorvoll.
Man kann Aylin Atmaca zugute halten: Mit ihrem Debütroman "Ein Alman feiert selten allein" hat sie migrantische Erfahrungen ohne Larmoyanz und erbitterte Ergüsse über die böse, böse Mehrheitsgesellschaft geschrieben, selbst die Kartoffel-Verunglimpfung hat sie unterlassen. Kritisch lässt sich anfügen, es gibt reichlich Klischees.Vor allem aber nimmt ihr humoristisch geprägtes Buch deutsch-türkische Culture clashs auf die Schippe.
Für Protagonistin und Ich-Erzählerin Elif ist es Stress Pur: Sie wird das erste Weihnachtsfest mit der Familie ihres Freundes Jonas verbringen. Das heißt: Die Beziehung ist ernst! Weihnachten in Familie, das ist ja gewissermaßen das Vorspiel zu einer Verlobung, ja, kommt doch eher nach einem solchen Schritt. Es heißt aber auch: Alman-Alarm!
Denn nicht nur Jonas´ Kernfamilie, sondern der gesamte Familienclan kommt unter dem Weihnachtsbaum zusammen. Und zwar so richtig deutsch-organisiert, mit WhatsApp-Gruppe und solchen Marotten wie dem Bügeln des Geschenkpapiert zur künftigen Wiederverwendung! (Merke: Die Autorin ist in Heidelberg aufgewachsen. Schwäbische Sitten...)
Das Buch lebt von der Unwissenheit Elifs, die gewissermaßen ihren Initiationsritus in deutsches Brauchtum und das Fest der Feste erlebt. Wobei das irgendwie unglaubwürdig erscheint, denn auch wenn Elifs muslimische Familie kein Weihnachten gefeiert hat, ist es ja nicht so, als sei sie gerade erst aus der Türkei angekommen. Wer als türkeistämmiges Kind in Deutschland Kindergarten und Schule durchlaufen hat, Werbung und Fernsehprogramm kennt, für den oder die ist Weihnachten und deutsches Brauchtum denn nicht so wirklich ein böhmisches Dorf. Schließlich gibt es zahlreiche türkische Familien, die gerne auf den Weihnachtsmarkt gehen und sich auch ohne religiösen Bezug gerne einen Baum aufstellen, weil es so schön ist.
Sei´s drum - Ein Alman kommt selten allein wirbt für Verständnis und Dialog, selbst der zu rassistischen Sprüchen neigende Onkel lernt irgendwann das Prinzip Toleranz und das Fest der Liebe funktioniert auch ohne zu nachhaltien Zerwürfnissen zu führen. Für Elif gibt es neue Einblicke in Jonas und seine Familie. Mal sehen, wie der sich auf dem nächsten Zuckerfest schlägt. Vielleicht gibt es ja noch einen Folgeband: Allein unter Almansis.
Unterhaltsamer Weihnachtsroman mit Pleiten, Pech und Pannen
Inhalt siehe Klappentext.
Content Note: Alltagsrassismus
Meinung: Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Elif geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Die authentischen und sympathischen Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt und beschrieben worden, so dass ich nicht anders konnte, als mit ihnen mitzufühlen, mitzufiebern und mitzuleiden. Die Nebencharaktere sind gut bis sehr gut dargestellt worden, vor allem Jonas und seine Familie.
Elif, Tochter türkischer Gastarbeiter:innen, lernt zum ersten Mal die Familie ihres Freundes Jonas kennen und verbringt mit ihnen gemeinsam Weihnachten. Doppelte Aufregung ist hier vorprogrammiert, denn sie möchte einen guten Eindruck hinterlassen und dann noch das erste Aufeinandertreffen zu einem Familienfest. Die Autorin spielt gekonnt mit Klischees und Vorurteilen auf beiden Seiten. Ich habe mit Elif mitgefühlt, auch wenn im Buch immer eine gute Portion Humor mitschwingt. Es ist verständlich, dass Jonas im Elternhaus wieder in alte Muster verfällt, doch stellenweise hätte ich ihn so manches Mal gerne geschüttelt, vor allem im Hinblick auf die fehlende Kommunikation, denn er setzt voraus, dass Elif Kenntnis über bestimmte Sachen hat, obwohl sie ja das erste Mal bei seiner Familie mit deren Weihnachtsbräuchen ist. Da hat er doch ein paar Sympathiepunkte bei mir verloren. Stellenweise hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht. Die Nebencharaktere runden die Geschichte sehr gut ab.
Insgesamt ein unterhaltsamer Weihnachtsroman mit Pleiten, Pech und Pannen sowie einer guten Portion Humor, so dass es aufgrund der oben genannten Kritikpunkte wunderbare 4 von 5 Sternen gibt und eine Leseempfehlung für Personen, die auf der Suche nach lustig-leichter Lektüre zur (Vor-)Weihnachtszeit sind.
Fazit: Insgesamt ein unterhaltsamer Weihnachtsroman mit Pleiten, Pech und Pannen sowie einer guten Portion Humor. Leseempfehlung für Personen, die auf der Suche nach lustig-leichter Lektüre zur (Vor-)Weihnachtszeit sind.
Elif, die als Kind türkischer Gastarbeitereltern in Deutschland großgeworden ist feiert auch in ihrer Familie schon lange Weihnachten mit einem geschmücktem Baum, Geschenken, gutem Essen und mit der ganzen Familie. Doch dieses Jahr ist sie bei ihrem Freund Jonas und dessen Familie zum Weihnachtsfest eingeladen, die schon im September eine Whatsapp-Gruppe gründen um alles vorher exakt festzulegen und zu planen. Elif stellt sich dem Eiertanz und sowohl sie auch auch Jonas Familie kommen nicht umhin in ein Fettnäpfchen nach dem anderen zu treten...
Was für ein herrlicher Spaß und genau das richtige Buch in der Vorweihnachtszeit um nicht alles so ernst zu nehmen, wenn man gerade mitten im Geschenkestress und Essenschaos steckt!
Der Schreibstil des Buches ist einfach und locker zu lesen, da fliegen die Seiten nur so dahin. In einem herrlich amüsanten und humorvollen Stil beschreibt die Autorin das Weihnachtsfest bei Jonas Familie und natürlich wird auch mal ganz schön übertrieben...Ich habe die Geschichte wie ein Film im Fernsehen vor meinen Augen ablaufen sehen und konnte nicht nur einmal laut lachen.
Elif ist mir als Protagonistin schnell sympathisch gewesen und sie hat mir auch ein bisschen leid getan. Generell ist es nicht leicht die Familie seines Freundes das erste mal so richtig kennen zu lernen und wenn man dann als Muslimin noch mit Vorurteilen und strickten Regeln der Deutschen klarkommen muss, dann kann es schonmal schwierig werden. Sehr humorvoll werden Klischees der deutschen-und der türkischstämmigen Familie in die Geschichte integriert, aber hinter jedem Spaß steckt bekanntlich auch immer ein Funken (verletztender) Wahrheit und so ergeben sich in der Geschichte auch mal Gespräche die nachdenklich machen und ernster sind.
Fazit: Eine sehr humorvolle und interessante Weihnachtsgeschichte, die sich prima in der Vorweihnachtszeit für den Stressabbau lesen lässt, da man hier öfter herzlich lachen kann!
Das Cover zeigt ordentlich angeordnete Geschenke auf gelben Untergrund. Soll das schon die typisch deutsche Ordnung symbolisieren?:-)
Elif fährt das erste Mal mit ihrem Freund Jonas zu dessen Familie – ausgerechnet an Weihnachten. Elif hat türkische Wurzeln und sich ein typisches traditionelles Weihnachtsfest schon immer gewünscht. Nun wird dieser Traum endlich wahr. Schon im September erhält sie mit Jonas die Einladung, wird Teil der familiären Whatsappgruppe und muss sich mit dem intakten Plan der Mutter auseinandersetzen. Schon im Vorfeld bringt mich das Ganze schon zum Schmunzeln. Was da wohl am Heiligen Abend auf Elif zukommt? Gleiche Sorgen teilt sie auch. Und so starten die ersten Stunden mit der Familie des Freundes mit allerlei kleinen "Fettnäpfchen" - kulturelle und kommunikative Missverständnisse. Wie sie befürchtet hatte, fühlt sie sich fehl am Platz und vermisst die Unterstützung/ den Rückhalt von Jonas... Die Geschichte finde ich sehr unterhaltsam geschrieben. Die detaillierte Planung des Weihnachtsfestes würde mich auch ein bisschen wahnsinnig machen. So aus der Ferne kann ich darüber lachen. Die Geschichte zeigt aber auch einen ernsten Hintergrund. Wie so oft im Alltag erleben wir kleine Vorurteile, die wir gar nicht wirklich wahrnehmen; z. B. die persönliche Ansprache mit "ihr macht das so..". Das signalisiert dem Empfänger, dass er nicht dazu gehört. Aber auch Scherze auf Kosten der anderen Kultur können verletzen.
Die Autorin hat in diesem Buch Ihre persönlichen Erlebnisse verarbeitet. Die Geschichte bietet Potenzial für eine Fortsetzung .... ich bin gespannt.
Sie schließt ihr Buch mit Ratgebern. Zum einen Top-Ten-Sätze, die Almans nie wieder benutzen sollten und, die man sich von Almans abschauen sollte. Die Frage " was kriegst du dafür?" finde ich nicht deplatziert - vielleicht klärt die Autorin uns mal auf was sie damit meint...
Als mir dieses Buch vorgeschlagen wurde, musste ich nicht lange überlegen, denn ich wollte erfahren, wie deutsche Traditionen und Bräuche von fremden Kulturen wahrgenommen werden. 𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: Nie waren Klischees wahrer: Wie viel Alman steckt in dir? Zu Weihnachten gehören ein geschmückter Baum, leckeres Essen, Geschenke und die Familie – das ist selbst Elif, die als Kind türkischer Gastarbeitereltern in Deutschland großgeworden ist, klar. Doch wie genau die Deutschen es mit ihren Weihnachtstraditionen und Bräuchen nehmen, wird deutlich, als Elif das erste Weihnachtsfest bei den Eltern ihres Freundes Jonas verbringt. Vom Planungswahnsinn in der Familien-WhatsApp-Gruppe über Diskussionen um nachhaltige Nordmanntannen, bis hin zum Bügeln des Geschenkpapieres aus dem letzten Jahr, bleibt ihr nichts erspart. Und schnell stellt sich die Frage, ob das wirklich noch besinnliches Beisammensein ist, oder schon der nächste Erbschaftsstreit naht. 𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: Was für ein lustiges Buch! Nein, ernsthaft, ich habe mich köstlich amüsiert. Über die Geschichte aber auch über mich selbst. Denn nach der Frage, wieviel Alman in einem selbst steckt, war ich erschrocken, dass es weit über 50 % waren. Ja, ich trage schon lange Birkenstock. Ich habe eine Schublade extra für "Tupper". Meine Oma hatte eine Keksdose für Nähzeug, nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. So den Spiegel vorgehalten zu bekommen, betreffend auch der weihnachtlichen Klischees, wie an Weihnachten kommt nur ein Gericht auf den Tisch, kann ich auch hier nur zustimmen und muss direkt wieder schmunzeln. Heilig Abend zumindest ist und bleibt es einfach^^ Kartoffelsalat mit Bockwurst. Punkt. In der Geschichte treffen zwei Welten aufeinander, wobei mir Elif manchmal schon auch leid tat. Aber es gab soviel Situationskomik und wiederekennende Bräuche, dass ich viel öfter lachen musste. Meine Mutter hat tatsächlich das Geschenkpapier gebügelt und jede, aber wirklich auch jede Schleife aufgehoben. Zumindest bin ich da nicht so verrückt. Ich bin aber davon überzeugt, dass man diese Geschichte auch anders herum schreiben könnte. By the way, Jonas wird von Elifs Eltern eingeladen. Anlass, das Zuckerfest. Wäre bestimmt auch lustig zu lesen, oder? 𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: Absolut Culture Clash! Witzig und kurzweilig!
I enjoyed this book a lot and read it in one gulp. It's witty; it's Christmassy; and it turned out to be quite warm-hearted for something that starts out rather sceptical and sarcastic. I liked the German setting, and I liked seeing a German Christmas (my Christmas) viewed from the outside by a Turkish-German woman. Much of what she (the main character first-person narrator) identifies as part of an 'Alman' (Turkish word for German) Christmas is quite peculiar and clearly specific to the family she describes although it is still broadly culturally identifiable to me -- but then, stereotyping others is partly what this novel is about.
The Aristotelian focus on just one day in the life (with a bit of a coda at the end) (the day being Heilig Abend into Christmas Day) worked really well. I liked being in just one house with one extended family doing one thing (Christmas) and getting into all the foibles.
It's quite light-hearted; it's feel-good; it's a bit critical; a great Christmas read.
P.S. I still find it quite odd to read neo-German, that is to say, the kind of German spoken by the young people (under 35s), streaked through with Anglicisms but I didn't mind it so much in this book.
Disclosure: a rather comparable situation exists in my own extended family, down to a shared name.
Ein Alman feiert selten allein ist der erste Roman der türkischstämmigen Schriftstellerin Aylin Atmaca, der auf über 180 Seiten den Lesern zeigt, wie Ausländer Weihnachten in deutschen Familie sehen.
Die Geschichte entfaltet sich aus der Perspektive von Elif, die in eine türkische Gastarbeiterfamilie hineingeboren wurde und sich seit ihrer Kindheit auf Weihnachten in Deutschland freut und dieses Jahr zum ersten Mal von Jonas Familie eingeladen wird, zusammen das traditionelle Weihnachtsfest in Deutschland zu erleben. Zu Elifs Überraschung begannen die Vorbereitungen für das gesamte Weihnachtsfest im September!
Obwohl es in diesem Buch einige Klischees gibt, mag ich dieses Buch wirklich, weil es so echt ist! Die Autorin wies auf die Besonderheiten des traditionellen deutschen Weihnachtsfestes hin. Ich habe viele Szenen erlebt. Auch wenn einige Beschreibungen etwas übertrieben sind, vielleicht gibt es wirklich so eine verrückte Weihnachtswahnfamilie. Ich habe beim Lesen viel gelacht, sehr realistische und sehr lustig.
Ich würde dieses Buch anderen weiter empfehlen! Ansonsten sind der Anfang „Wie viel Alman steckt in dir?“ und das Ende „Top-Ten-Sätze“ und „Top-Ten-Dinge“ sehr interessant! Perfekt zum Lesen unter dem Weihnachtsbaum!
Dieses Buch hat mich gleich auf zwei Ebenen fasziniert: zum einen musste ich über die Familie von Jonas schmunzeln, die Weihnachten penibelst durchplant und dabei keinen Raum für Zufälle lässt. Oft wusste ich nicht ob ich lieber lachen oder weinen sollte - zum Glück läuft Weihnachten bei viel entspannter ab. Weit interessanter fand ich aber die Einblicke in die Traditionen von Elifs Familie und deren Erfahrungen mit dem deutschen Weihnachtsfest. Da gab es viele peinliche Situationen, in denen man sich für Jonas Familie regelrecht fremdschämen musste. Der Schreibstil wirkte Elifs Naturell entsprechend eher spontan als durchstrukturiert, was aber auch einen Grossteil des Charmes dieser Geschichte ausgemacht hat. Was auf den ersten Blick eine kurzweilige und unterhaltsame Beobachtung des Weihnachtsfestes bietet, regt auf den zweiten durchaus auch zum Nachdenken an - über Weihnachten an sich und wie man dem Fest begegnet, aber auch über Toleranz und Familie. Ein etwas anderes Weihnachtsbuch und gerade deshalb besonders.
Vorurteile und Klischees zwischen Deutschen und Türken
Weihnachten mit einer gut situierten, deutschen Familie zu verbringen, scheint für die siebenundzwanzigjährige Elif, Kind türkischer Gastarbeitereltern aus Anatolien, ein anstrengendes, emotionales Erlebnis zu sein. Ihre Minderwertigkeitskomplexe, ihre Ängste und Sorgen beim Vergleichen beider sehr verschiedenen Kulturen, weniger gegenüber ihrem Verlobten Jonas, geben in ihrer Beschreibung der deutschen Weihnachtstraditionen ein sehr überspitztes Bild der Deutschen wieder. Diesen provozierenden Spiegel vorgehalten zu bekommen, ist schwer zu akzeptieren in dieser Form des Schreibstils. Dass man sich als Gast in einem fremden Land anpasst und integriert, wird wohl von jedem Zuwandererland erwartet, wenn nicht sogar gefordert. Toleranz und Respekt, eine gewisse Offenheit sollte man jeder Person entgegen bringen, um die hier aufbereiteten Vorurteile und Klischees zu unterbinden.
Elif ist unglaublich aufgeregt, denn sie wird ihr allererstes "deutsches" Weihnachtsfest mit der Familie ihres Freundes Jonas feiern. Ein gemütliches und ungezwungenes Zusammensein an Heilig Abend? Fehlanzeige! Jonas' Familie, die Neugebauers, und allen voran seine Mutter sind Weihnachtsexperten ohnegleichen. Vor allem seine Mutter Evelyn fängt schon Monate vorher an, Geschenkelisten zu erstellen und alles penibel zu organisieren. Elif, die nur eine "light" Variante von Weihnachten kennt, weiß nicht, wie es um sie geschieht. Das Buch "Ein Alman feiert selten allein" von Aylin Atmaca ist ziemlich kurz und ziemlich seicht. Ein paar Stellen sind relativ lustig, aber im Allgemeinen ist das Buch eher inhaltslos. Es gibt keine wirkliche Story und die Dialoge sind auch hölzern und irgendwie...leblos. Das Buch ist eine lose Ansammlung von Klischees über Deutsche und Weihnachten, die mit einem ganz dünnen Faden verbunden sind. Leider nicht wirklich mein Fall.
Elif, Tochter türkischer Eltern, die in Deutschland leben, weiß im großen und ganzen wie das mit der deutschen Weihnacht ist. Oder eher dachte sie, sie weiß es. Bis sie das erste Weihnachtsfest bei ihrem Freund Jonas und dessen Familie verbringt. Die Familie nimmt es sehr genau mit den Traditionen und dem Brauchtum des Weihnachtsfest.
Ein ganz wunderbares Weihnachtsbuch. Ein sehr humorvoller Schreibstil, kein Klischee wird ausgelassen. Ausgerechnet an Weihnachten lädt Jonas Elif zu seiner Familie ein, damit sie sie kennenlernt. Eine sehr humorvolle, witzige Story, die mich einige Male alt auflachen ließ. Es wurde sehr authentisch beschrieben, wie Elif das ganze erlebt hat. Ob Weihnachten die richtige Zeit ist um sich kennenzulernen, sei mal dahingestellt. Aber das Buch hat mich sehr gut unterhalten und ich kann es nur empfehlen.
Wer ausländische Wurzeln hat, fühlt sich hier sofort gut aufgehoben, auch wenn man selbst nicht die türkischen Wurzeln hat. Dennoch musste ich das ein oder andere Mal wirklich laut auflachen, weil es mir so bekannt vor kam.
I found the book especially interesting reading as a foreigner in Germany. Apparently, some cliche (mentality wise, outfit, character ..) are not only obvious for me but also for the second generation immigrants growing up in Germany
Liest sich schnell und einfach. Teilweise vielleicht übertrieben, aber doch auch witzig und bei ein paar Stellen konnte ich mich sehr gut mit dem Geschriebenen identifizieren (à la „Jaa, genau so ist es!").
War okay, aber an einigen Stellen dann doch extrem übertrieben, als wären wirklich alle Deutschen blond. Als leichte Unterhaltung amüsant und schnell zu lesen