„Du bist so emotional“, klingt nicht nach einem Kompliment, schon gar nicht in der Arbeitswelt. Im Job zeigt man keine Gefühle, stören sie doch das Arbeitsklima. Auf einen cholerischen Chef oder die weinende Kollegin verzichtet man gerne. Doch diese Sichtweise wird den Emotionen und ihrempositiven Einfluss nicht gerecht. Und ü Emotionen werden viel zu stark unterschätzt. Sie sind wichtig, will manEntscheidungen treffen oder kreativ zu sein. Auch um empathisch zu sein und wenn man sich mit seiner ganzen Persönlichkeit im Job einbringen will, geht das nicht ohne Gefühle.
Enttäuschung nach nicht erreichten Zielen, Freude, wenn ein Projekt erfolgreich beendet wurde –, wie geht man mit den Emotionen um? Wir kann man sie nutzen, statt sie zu verdrängen oder vorbeiziehen zu lassen? Wann ignoriert man Gefühle besser, wann sagt man dem Chef, dass man gelangweilt, enttäuscht oder frustriert ist? Was tun, wenn dem Kollegen die Tränen kommen oder die Vorgesetzte ausflippt?
Die Botschafterin der Emotionen, wie Magdalena Rogl sich auch nennt, kennt Antworten und hat sich mit den komplexen Zusammenhängen zwischen der eher rationalen Arbeits- und individuellen Gefühlswelt des Mitarbeitenden auseinandergesetzt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass eine Arbeitswelt, in der Emotionen nicht mehr als Schwäche, sondern als Stärke gelten, produktiver und rentabler ist. Und dass Menschen, die in ihrem Job Gefühle zulassen, glücklicher und erfolgreicher sind.
Ich bin so dankbar, dass es Bücher gibt. Mich hat das Thema sehr bewegt, aber es gab gefühlt nicht so viel Literatur dazu. Dann bin ich auf das Buch gestoßen und fand es wirklich hilfreich und inspirierend. Es hat mich auf meiner Reise auf jeden Fall weitergebracht. Leider fand ich es stellenweise sehr oberflächlich und insgesamt fand ich es nicht so gut geschrieben. Trotzdem große Empfehlung, denn das Thema ist und wird wichtig!
Die bei Microsoft als Führungskraft tätige Magdalena Rogl leitet in diesem Buch her, warum Gefühle nicht nur ins Arbeitsleben gehören, sondern sogar unverzichtbar dafür sind und warum Emotionale Intelligenz quasi der wichtigste Skill einer Führungskraft ist.
Es ist ein großer Rundumschlag, der zur Verletzlichkeit inspiriert und die Relevanz des Verständnisses für die eigenen Gefühle für ein gutes Arbeitsmiteinander darstellt. Was eigentlich logisch ist, wenn man bedenkt, dass wir alle Menschen sind und wir uns mit unseren Päkchen im Schlepptau auf der Arbeit versammeln. Wie man aus diesem Haufen an Individuen und Gefühlen nun eine produktive Arbeitskultur schafft, in der Mitarbeitende glücklich sind, wird in dem Buch betrachtet.
Was ich mag, ist, dass es für einige erstmal sehr "weich" und "schwach" und radikal klingen mag - wer Verletzlichkeit zeigt ist ein stärkerer Leader!? Niemals! Die Autorin, die ürbigens selbst eine beachtliche Vita aufzuweisen hat, nutzt zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse, um genau dies zu beweisen. Es ist ein moderner Blick auf Arbeit und Führung, wie Selbstrelexion und Empathie des Einzelnen zur Waffe für Unternehmenserfolg werden.
Das Ergebnis von intelligenter Empathie und emotionaler Intelligenz sind systemisch resiliente Unternehmen. Sie erklärt, wie diese entstehen und gibt weitere Anreize für (vulnerable) Leadership, "Human Relations" statt "Human Resources", Empathie als Treiber für Innovation sowie die wichtigsten Future Skills.
So interessant es ist, so sehr geht mir das Herz auf, weil es kein Hokuspokus ist, sondern wissenschaftlich belegt und bereits praktiziert. Leseempfehlung!
Ich habe das Buch „Mitgefühl“ gekauft, weil mich die Themen Mitgefühl und Gefühle (und wie man diese im beruflichen, v.a. „männlich“ dominierten Kontext umsetzt) interessieren. Dieses Buch geht wenig darauf ein, wie man Mitgefühl lernen kann oder einen Umgang mit Gefühlen lernt. Es geht viel mehr darum, warum Mitgefühl im Unternehmen wichtig ist. Möchte man etwas über Mitgefühl Gefühle und den Umgang mit ihnen lernen, ist dieses Buch leider nicht das richtige.
Das Buch ließt sich stattdessen wie eine Mischung aus Bachelorarbeit und LinkedIn-Feed. Das Buch ist sehr nüchtern und leider gar nicht unterhaltsam geschrieben.
Viele Passagen mit Quellenbeleg im Anhang wirken vage (wie repräsentativ Umfragen sind oder wie viele Teilnehmende es gab, wie alt ist die Studie?).
Regelmäßig wiederholen sich Inhalte-darunter auch Betonungen der Autorin, sie habe das Gebiet, über das sie schreibt, nicht studiert (und denke, sie habe hier weniger Kompetenz als andere). Das hat leider nach dem zweiten oder dritten Mal bei mir den Eindruck hinterlassen, dass das Buch irrelevant und möglicherweise inkorrekt sei und die Motivation zum Lesen noch mehr gesenkt.