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Diese optimistische Prognose beruht im Wesentlichen auf einem fesselnden und ebenso liebevoll wie poetischen Schreibstil, der sich angenehm unterscheidet zu der oft einfach gestrickten Erzählweise anderer Surf-Romane. Nicht umsonst schreibt der leidenschaftliche Surfer auch für renommierte Blätter wie die Los Angeles Times, die New York Times und für viele große Surf-Magazine. Seine Klasse beweist er letztendlich damit, dass selbst ohne ein einziges spektakuläres Bild der ganz besondere Reiz des Surfens rüberkommt -- sowohl in als auch zwischen den Zeilen.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Inhaltlich beschäftigt sich Duane wie viele andere auch hauptsächlich mit meterhohen Brechern und dem ständigen Beobachten des Meeres. Vereinfacht gesagt geht es um die Suche nach der perfekten Welle, selbst wenn dabei oft nicht viel zum Ertrinken fehlt. Doch er bettet seine Brettgeschichten gekonnt ein in persönliche Anekdoten und anregende Beschreibungen von Land und Leuten, und so ließe sich Surf genauso gut als Szeneführer der südkalifornischen Küste betrachten. Oder als gut gemachte Imagebroschüre für diesen sich deutlich im Aufwind befindlichen Sport, dem längst nicht mehr nur Waschbrettbauch-Männer mit langen blondem Haar frönen -- auch wenn das Titelfoto genau so einen Typ zeigt. --Jan König
288 pages, Paperback
First published January 1, 1996