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Der Duft von Zimt

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Himmlisch duftender Zimt, ein altes Geheimnis und eine Prise Romantik

HAMBURG, 1812: Die junge Josephine führt mit ihrem Onkel eine kleine Bäckerei. Doch die französische Besetzung der Stadt stellt die beiden vor die Herausforderung, genug Zutaten zu beschaffen. Als ihr Onkel aufgeben will, überredet Josephine ihn, Thielemanns Backhus allein weiterführen zu dürfen. Er hat nur eine Bedingung: Sie soll endlich heiraten – ausgerechnet den Postboten Christian Schulte, der überraschend wenig Mitgefühl für die Nöte der Hamburger Bevölkerung zeigt. Gleichzeitig wird ihr der Soldat Pépin Sabatier, der in der Backstube ein und aus geht und stets von den Köstlichkeiten Frankreichs schwärmt, immer sympathischer. Besonders der Duft von Zimt hat es ihm angetan – genau wie Josephine. Zusammen mit Pépin kommt sie nicht nur einem alten Familiengeheimnis auf die Spur, sondern erfindet auch ein Gebäck, das Thielemanns Backhus retten könnte …

Ein zauberhafter Roman über das wohl beliebteste Hamburger Gebäck: das Franzbrötchen!

528 pages, Paperback

Published August 16, 2022

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About the author

Rebekka Eder

12 books2 followers

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Community Reviews

5 stars
69 (26%)
4 stars
117 (44%)
3 stars
61 (23%)
2 stars
15 (5%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 27 of 27 reviews
Profile Image for Kat.
178 reviews52 followers
April 7, 2023
Ich frage mich schon seit einiger Zeit, wann die unsäglichen Klischees, die das Familiensaga-Genre für mich mittlerweile unlesbar gemacht haben, auf den “klassischen” Historienroman übergreifen werden. Die Antwort ist anscheinend: Jetzt. Im Kern hat Rebekka Eders “Der Duft von Zimt” nämlich eine Prämisse, wie man sie auch 2006 zur Hochzeit des historischen Schicksalsromans hätte finden können: In den Wirren der Napoleonischen Kriege muss sich eine junge Bäckerin im besetzten Hamburg durchschlagen und verliebt sich in einen französischen Soldaten. So weit, so vielversprechend. Doch dem Roman gelingt es, jegliche Spannung im Keim ersticken zu lassen.

Wer sich hier einen Einblick in ein turbulentes Stück Hamburger Geschichte oder ein spannendes Abenteuer erwartet, sollte die Erwartungen schnell wieder herunterschrauben, denn das ist “Der Duft von Zimt” nicht. Wer braucht denn auch detaillierte Recherche, wenn man einfach auf diese biedere, erzwungene Gemütlichkeit setzen kann, die ja in der Familiensaga auch funktioniert? Auch interessante, dreidimensionale Protagonist*innen kann man sich sparen, wenn es eine 0815-Verbotene-Liebe-Story gibt und einen süßen Hund, der wie ein Pokemon von einem kleinen Mädchen trainiert wird, die bösen französischen Soldaten zu beißen. Verzeiht, ich greife vor.

Einmal Geschichte mit Zimt und Zucker bitte

Als Histo-Leser*in hat man die eigenen Ansprüche an ein gewisses Level an historischer Authentizität mittlerweile stark heruntergefahren, doch “Der Duft von Zimt” gelingt es, selbst unter dieser niedrig liegenden Latte noch Limbo zu tanzen. Mit den historischen Hintergründen hält der Roman sich nämlich einfach gar nicht auf. Wir erfahren, dass Hamburg von den Franzosen besetzt wurde, und dass das schlecht ist. Mehr nicht. Dass gerade in ganz Europa Kriege toben, weil sich nach der Revolution in Frankreich alle Machtverhältnisse auf dem Kontinent verschoben haben, dass nicht nur Hamburg französisch besetzt ist, sondern große Teile von Europa, fällt unter den Tisch.

Es entsteht der Eindruck, als würde der historische Roman seinen Lesenden nicht mehr zutrauen, auch etwas komplexere politische Zusammenhänge zu verstehen oder sich gar für sie zu interessieren. Dasselbe gilt für die kleinen historischen Details, die Historienromane erst lebendig und bunt machen. Stattdessen liefert “Der Duft von Zimt” Anachronismen am laufenden Band (“weit ausgestellte Röcke”, “riesige Hüte” und “Lippenstift” in den 1810er Jahren) und setzt trotz des turbulenten Settings auf nostalgisch-romantische Gemütlichkeit. Auch das “Backhus” hat mit Bäckereihandwerk des frühen 19. Jahrhunderts nichts zu tun, sondern erinnert an moderne Bäckereiketten.

Ein Großteil des Plots dreht sich dann auch darum, wie Louise und Karl den französischen Soldaten eine Kuh klauen und diese versteckt halten müssen, was zu dem großartigen Satz: “Sie klopfte bei Louise, doch nur die Kuh war zuhause” führt. Nebenbei schmuggeln Karl und seine Großmutter Rosine verbotene Waren nach Hamburg, damit Josephine weiterhin backen kann. Wars das? Das wars. Nicht einmal die Erfindung des Franzbrötchens steht wirklich im Mittelpunkt, denn das kreiert Josephine mal nebenbei, weil sie beim wilden Herumknutschen mit dem französischen Soldaten Pépin in ihre Zimtschnecken packt und diese aus Versehen plattdrückt. Ja. Wirklich.

Bis einem der Geduldszettel krümmelt

Schwer im Magen wie ein verbrannter Geduldszettel liegt mir dabei, wie verharmlost und beinahe schon desinfiziert dieses blutige, gewaltvolle Stück Hamburger Geschichte in “Der Duft von Zimt” wirkt. Selbst der Volksaufstand gegen die Besatzer im Februar 1813 wirkt überhöht und unfreiwillig komisch, wenn Kinder mit Zitronen auf die Soldaten werfen und Oma Rosine in den Keller geht, sich einen Patronengürtel umhängt und mit der Flinte auf die Franzosen schießt, als übte sie schonmal für ihre Rolle bei der Schießerei am O.K. Corral. Die Franzosen besetzen die Stadt, verlassen sie, besetzen sie wieder, völlig nebensächlich, während Josephine noch mehr Geduldzettel backt.

Natürlich ist auch wieder eine gute Dosis LGBTQ-Feindlichkeit im Spiel, denn in der zweiten Hälfte des Romans findet Josephine heraus, dass ihre Freundin Louise eine unglückliche, romantische Beziehung zu Josephines Mutter hatte. Josephines Mutter ist jedoch seit zehn Jahren tot und Louise seitdem unglücklich. Aber fürchtet euch nicht, die Liebe zu einem Mann rettet sie endlich aus diesem Unglück, aber nicht bevor sie noch klargestellt hat, dass sie nicht bisexuell ist, sondern Caroline die große Ausnahme für sie war. Die ganze Chose dient dann natürlich nicht dazu sapphische Frauen zu repräsentieren, wo denkt ihr hin, sondern als Lehrmoment für Josephine.

Es ist längst ein Muster im deutschsprachigen historischen Roman, dass LGBTQ-Figuren nur vorkommen dürfen, wenn sie leiden, sterben und es bloß nicht wagen, in ihrer LGBTQ-Identität gefestigt glücklich zu werden. “Der Duft von Zimt” ist auch hier das Ergebnis neuer Genre-Konventionen, nach denen queeres Leid ganz nebenbei zur Unterhaltung nicht selbst betroffener Lesender ausgeschlachtet werden darf. Ich habe darüber an anderer Stelle schon ausführlich geschrieben, aber es ist belastend, kein Buch mehr lesen zu können, in dem diese Klischees nicht vorkommen, während es keinerlei Romane mit LGBTQ-Held*innen gibt, um das wenigstens auszugleichen. Das ist bedenklich.

Es ist nicht alles Zimt, was glänzt

Und wo stehen wir jetzt, nach über 500 Seiten “Der Duft von Zimt”? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Für seinen schieren Umfang ist der Roman überraschend inhaltsleer. Hamburger Stadtgeschichte spielt kaum eine Rolle, die Besatzung durch Frankreich wird merkwürdig distanziert und desinfiziert erzählt, eine Kuh wird geklaut, Zimt und Zucker werden wie nebenbei durchs Millerntor geschmuggelt, die Protagonistin backt Geduldszettel (so viele Geduldszettel!). Die Liebesgeschichte zwischen Josephine und Pépin bleibt ebenfalls blutleer, denn beide sind sehr vage gezeichnete Figuren, die allein ihre Liebe zum Backen verbindet und die man darüber hinaus kaum kennenlernt.

Am Ende ist “Der Duft von Zimt” ein weiterer Historienroman, der ein komplexes, auch grausames Stück Geschichte nimmt, alle Ecken und Kanten abschleift und durch die nostalgisch-gemütliche Linse filtert, bis nur noch eine biedere, lauwarme Geschichte übrigbleibt, die schmeckt wie das pappige Franzbrötchen, das den ganzen Tag am Boden des Rucksacks gelegen hat, ausgewalzt auf über 500 Seiten, wo 300 locker gereicht hätten. Ich bin nicht einmal mehr enttäuscht, sondern nur noch müde. Ist dieses Verwaschen, Romantisieren und Verharmlosen wirklich die einzige Art, auf die Geschichte für moderne Lesende noch aufgearbeitet werden kann? Ich hoffe nicht.
Profile Image for Nomnivor.
799 reviews96 followers
February 19, 2024
Ich brauche eine Erklärung von A bis Z über die Kuh und wie sie sich teleportiert.
5 reviews
January 28, 2026
sehr schöner Familienroman der zur Zeit der französischen Besetzung in Hamburg spielt, das Leid der Bevölkerung wird deutlich, eine leichte Liebesgeschichte rundet alles ab
Profile Image for Janine.
1,448 reviews21 followers
October 21, 2022
"HAMBURG, 1812: Die junge Josephine führt mit ihrem Onkel eine kleine Bäckerei. Doch die französische Besetzung der Stadt stellt die beiden vor die Herausforderung, genug Zutaten zu beschaffen. Als ihr Onkel aufgeben will, überredet Josephine ihn, Thielemanns Backhus allein weiterführen zu dürfen. Er hat nur eine Bedingung: Sie soll endlich heiraten – ausgerechnet den Postboten Christian Schulte, der überraschend wenig Mitgefühl für die Nöte der Hamburger Bevölkerung zeigt. Gleichzeitig wird ihr der Soldat Pépin Sabatier, der in der Backstube ein und aus geht und stets von den Köstlichkeiten Frankreichs schwärmt, immer sympathischer. Besonders der Duft von Zimt hat es ihm angetan – genau wie Josephine. Zusammen mit Pépin kommt sie nicht nur einem alten Familiengeheimnis auf die Spur, sondern erfindet auch ein Gebäck, das Thielemanns Backhus retten könnte …"

Hatte ich hohe Erwartungen an dieses Buch? Ja! Wurden diese erfüllt? Leider nein!
Die Atmosphäre im Backhus hat mir recht gut gefallen und ich konnte mir gut vorstellen wie alles ausgesehen hat und ich hatte das Gefühl den Zimt, die Backwaren und die ganzen anderen Leckereien zu riechen. Da hat man schon fast Hunger bekommen.
Aber ansonsten hatte ich einige Schwierigkeiten mit dieser Geschichte. Ich hatte erst mal das Problem in die Geschehnisse in dieser Zeit einzufinden. Der Flair von Hamburg ist auch gar nicht vorhanden gewesen, das hätte auch woanders spielen können, wenn es nicht um das Franzbrötchen gegangen wäre.
Die Charaktere fand ich persönlich nicht besonders spannend und ich hatte leider auch nicht das Gefühl diese kennenzulernen zu können im Laufe der Geschichte. Sie waren jetzt auch nicht unsympathisch, jedoch hat mir da die gewisse Tiefe gefehlt und mir sind die Charaktere teilweise auch egal gewesen.
In der Geschichte passiert zwar viel, auch erschreckende Dinge, aber auch dies ist bei mir einfach nicht angekommen. Die Ereignisse reihten sich nacheinander und in meinen Augen fehlen für mich die Emotionen und die entsprechende Tiefe, sodass mich das nicht mitnehmen konnte.
Die Liebesgeschichte, wenn man das so nennen mag, war für mich so eine 0815 Geschichte, die ich nicht gerade originell fand und auch konstruiert wirkte. Für mich ist es keine authentische Romanze gewesen.
Das Familiengeheimnis ist zwar überraschend gewesen, das einzige was nicht vorhersehbar war, aber auch das hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen.
Insgesamt ist es für meine Geschichte, die man für Zwischendurch lesen kann, vor allem da der Schreibstil ganz flüssig ist, aber es hat mich nicht umgehauen. Es ist ein Buch, was man lesen kann, aber nicht muss.
Profile Image for Christin Schuster.
48 reviews1 follower
January 11, 2025
Es spielt in Hamburg, deutsch/französische Liebe, die Entstehung des Franzbrötchen? Das Buch wurde quasi für mich geschrieben 🤝🏼

Trotzdem hatte ich Bedenken, da es mein erster historischer Roman war.
Ich brauchte einige Zeit um reinzukommen, aber dann war ich echt gefesselt.
Profile Image for Lera.
11 reviews
April 25, 2025
Bisschen platt, bisschen langwierig und bisschen vorhersehbar. Aber trotzdem ganz cute und hat mich trotzdem gerührt zum Schluss 😊 Pluspunkt weil es um Franzbrötchen geht
Profile Image for Tubocurare.
118 reviews2 followers
February 12, 2023
Mal wieder ein historischer Liebesroman, an den ich mir hier gewagt habe - und von dem ich nicht enttäuscht wurde!

In "Der Duft von Zimt" folgen wir einem breiten Spektrum an Charakteren, allen voran der jungen Bäckerin Josephine, ihrer Freundin Louise und dem französischen Soldaten Pépin. Als Liebhaberin von Romanen über verbotene Liebe in Kriegszeiten hat mich das Buch natürlich abgeholt. Die Liebesgeschichte gefiel mir sehr gut, die Charaktere mochte ich durchweg - und die, die ich nicht mochte, waren ihr ihrer Antagonistenrolle so gut ausgearbeitet, dass mir auch hier nichts missfiel - und das Kriegsgeschehen war realistisch und eindrücklich beschrieben.

Ich hätte mir an manchen Stellen ein wenig mehr Detail und Ausschraffierung gewünscht - ein paar längere, tiefere Gespräche, ein paar Plotpunkte, die besser aufgearbeitet werden () und insgesamt ein bisschen weniger Verwirrung über die verschiedenen Kriegsparteien, wobei ich gestehen muss, dass das gut und gerne weniger der Fehler des Buches und eher mein eigener sein könnte. Trotz durchgängiger Beschreibung der Geschehnisse war ich zwischendurch manchmal etwas verwirrt, wer wann warum Hamburg besetzt. Da das alles aber auf echten Daten beruht, ist das keine wirkliche Kritik - die Realität ist nunmal nicht immer so einfach. An manchen Stellen waren mir auch Josephines Entscheidungen nicht so einleuchtend (), aber insgesamt war sie mir sehr sympathisch und nachvollziehbar.

Bis auf ein paar kleine Punkte war das also ein wirklich schöner Roman, bei dem ich gerne mitgefiebert habe. Insgesamt habe ich ihn in zwei Tagen regelrecht verschlungen - wie das Franzbrötchen, dessen Herkunft die Geschichte so schön aufgreift.
Profile Image for Kira.
88 reviews1 follower
November 2, 2025
Es gibt viele Theorien über die Frage, wie die berühmten Hamburger Franzbrötchen entstanden sind. "Der Duft von Zimt" erzählt packend und in leichter Sprache eine von ihnen.

Josephine, die gemeinsam mit ihrem Onkel Fritz eine kleine Backstube führt und wie viele andere unter der französischen Besatzung leidet, ist eine ganz wunderbare Protagonistin. Sie nimmt die Leser mit in ihren Alltag im Jahr 1812, berichtet von Armut, ihren eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten als Frau, arrangierten Ehen und den französischen Soldaten. Ich konnte das Buch zeitweise gar nicht mehr aus der Hand legen und fand es an manchen Stellen wirklich amüsant! Auch die Charakterentwicklung der verschiedenen Protagonisten hat mir sehr zugesagt.

Was ich zu kritisieren habe ist, dass der Verlauf der Geschichte recht vorhersehbar war. Auch die Beschreibung "historischer Roman" ist etwas zu hoch angesetzt. Wer hier auf klare Fakten zu Napoleons Krieg, zu Hamburg während der französischen Besatzung und zuletzt der russischen Befreiung erwartet, muss ich leider enttäuschen. Ein klassischer Historienroman ist dieses Buch definitiv nicht! Dennoch ein gelungener Roman, den ich als sehr empfehlenswert erachte.
5 reviews
March 28, 2025
Das Buch hat mich sehr überzeugt. Die Einbettung der Geschichte in den historischen Kontext in eine Zeit, von der ich viel zu wenig wusste (Französische Besatzung Hamburgs Anfang des 19. Jahrhunderts) war wunderbar dargestellt. Man fühlt mit der Protagonistin mit und die Autorin malt sehr anschauliche Bilder im Kopf des Lesers, sodass man sich die damalige Zeit vorstellen kann. Habe es sehr genossen das Buch zu lesen. Es enthielt unerwartete Wendungen und ich war immer gespannt, wie es weiter geht. Als Hamburgerin hat der Schauplatz Hamburg natürlich ebenso seinen Reiz. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet!
Profile Image for Manfred.
802 reviews48 followers
May 5, 2024
Schöne historische Geschichte über Hamburg in den Zeiten der Napoleonischen Besetzung und die Entstehung des Franzbrötchens.
Die Geschichte ist gut erzählt und liest sich flüssig, manchmal hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht, es wird zwischendurch ein wenig zäh.
Auch die Phantasie der Autorin ging wohl manchmal mit ihr durch, da sind schon einige sehr unglaubwürdige Entwicklungen zugange.
Alles in allem hat mich das Buch aber sehr gut unterhalten und ich hatte Spaß beim Lesen und sogar ein paar Dinge gelernt, die ich so noch nicht wusste.
Gefallen hat mir auch, dass die Figuren oft vielschichtig waren, der "Bösewicht" hatte durchaus auch sympathische Seiten und die Protagonisten waren nicht ganz so schwarz/weiß wie man es oft in solchen Romanen erlebt.
Für mich ein lesenswerter historischer Roman, 3,5 Sterne!
Profile Image for Maria Woltersdorf.
286 reviews1 follower
March 24, 2023
Schöner historischer Roman, der nicht nur eine interessante historische Zeitspanne beschreibt, sondern auch mit sympathischen Charakteren eine Reise in die Welt der Bäckerei macht und man durchaus was lernen konnte. Ein wirklich gelungenes Buch, mir waren nur öfter mal zu viele Wiederholungen da und es etwas zu lang beschrieben und an anderen Stellen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, wo es wieder zu wenig beschrieben wurde.
Profile Image for Thekla.
174 reviews2 followers
April 16, 2024
2,5 Sterne
Ganz nett, aber nichts besonderes.
221 reviews
January 29, 2023
Die Autorin Rebekka Eder nimmt den Leser mit ihrem Roman ,, Der Duft von Zimt " mit nach Hamburg ins Jahr 1812 . Napoleons Truppen halten die Stadt besetzt. Durch die Kontinentalsperre gelangen immer weniger Waren und Lebensmittel in die Stadt..

In ,, Thielemanns Backhus" arbeitet Josephine nach dem Tod ihrer Eltern mit ihrem Onkel Fritz Seite an Seite und versorgt die Bewohner der Rosenstraße mit allerlei leckerem Brot , Rundstücken ( Hamburger Ausdruck für ,,normale " Brötchen) und süßem Gebäck., wie den Geduldszetteln.Es fällt ihnen zusehends schwerer, die Zutaten zu beschaffen. Nur durch Schmuggelei und Schwarzmarkt ist dieses möglich. Daher beschließt Fritz das Backhus zu schließen und in Altona, außerhalb der Stadt, eine Anstellung anzunehmen. Josephine darf unter der Voraussetzung, bald den Postboten Christian zu heiraten, in Hamburg bleiben und die Bäckerei weiterzuführen. Mit viel Elan und Liebe führt sie das Geschäft weiter, versorgt die Nachbarn und auch einige der französischen Soldaten mit ihren Köstlichkeiten. Unter anderem auch Pépin ,der wunderbar Klarinette spielen kann. Mit seiner Schwärmerei fürs Backen , sein Großvater hat in Paris eine Bäckerei, wird er ihr immer sympathischer, während Christian sich immer weniger für ihre Wünsche und Träume interessiert und nur sein eigenes Emporkommen unter den Franzosen im Sinn hat. Wird das gutgehen?

Eindrucksvoll beschreibt Rebekka Eder das harte Leben der Hamburger Bevölkerung unter der Besatzung französischer Truppen., die Schwierigkeiten an das Lebensnotwendigste zu gelangen, die Armut in den Gängevierteln, der allgegenwärtige Hunger und die Angst, was noch kommen wird. Der Einfallsreichtum der Bevölkerung, Schmuggelware in die Stadt zu bringen wird bildhaft dargestellt. Äußerst realistisch sind die Beschreibungen des Aufstandes der Arbeiter gegen die Franzosen und die Kämpfe , bei denen es brutal ums Überleben geht.

Wenn Josephine in ihrem Backhus den Teig ansetzt und den Ofen anheizt , habe ich beim Lesen sofort das Gefühl, ich bin direkt in der Backstube und rieche den wunderbaren Geruch von Zimt und frischem Gebäck. Höre das Knacken beim Reinbeißen ins Brot und schmecke die leckeren Zitronentafeln. Besonders das Franzbrötchen hat es mir angetan. Die Geschichte um die Entstehung dieser Köstlichkeit ist einfach zauberhaft. Und wer es vor dem Lesen noch nicht kannte , wird es spätestens nach der Lektüre genauso lieben wie ich.

Rebekka Eder hat die Charaktere so liebevoll und bildhaft ausgearbeitet , daß ich ein ganz genaues Bild vor Augen hatte. Schon nach wenigen Seiten waren mir Josephine, Onkel Fritz, Louisa und ihre Freunde ans Herz gewachsen. Ihre Gefühle und Gedanken sind durchgehend authentisch und nachvollziehbar. Ich habe mit ihnen gebangt, gehofft und mich gefreut. Die Geschichte ist durchgehend spannend. Einge Wendungen haben mich überrascht und haben mein Herz berührt.

Die sehr gut recherchierte und dargestellte Franzosenzeit hat mich beeindruckt. Ich wusste vieles nicht und war schockiert, was die Bewohner in dieser Zeit aushalten mussten. Besonders die Geschehnisse um Weihnachten 1813 haben mich fassungslos gemacht .

Der Schreibstil ist so bildhaft und fesselnd, daß die Seiten nur so flogen . Ich konnte mich kaum von der Geschichte lösen und war unendlich traurig, als die letzte Seite gelesen war. Ich wäre am liebsten weiterhin zu Gast in Josephines Bäckerei, um mich mit den leckeren Franzbrötchen zu versorgen.

Diie muss ich mir nun wohl selber backen. Dafür ist im Buchdeckel neben einem sehr schönen Bild von ,, Thielemanns Backhus " und dem Stadtplan von Hamburg und seinem Umland , das Rezept für Josephines Franzbrötchen zu finden.

Von mir gibt es von ganzem Herzen für diese wunderschöne, spannende, geschichtlich eindrucksvolle und auch romantische Geschichte eine ganz klare Leseempfehlung. Für mich war es ein Lesehighlight.

Wer Zimt mag, muß diese Geschichte lesen . Es lohnt sich.
715 reviews1 follower
January 17, 2023
Ein wirklich sehr berührendes Buch über die Zeit als hamburg von Napoleons Heer belagert wurde.
Josephine ist eine sehr mutige und kluge junge Frau ,die weiss was sie will. Doch nachdem ihr Onkel sie mit Christian verlobt ,damit sie unter männlichem Schutz steht wird ihr Leben nicht einfacher ,denn Christian ist ein machthungriger junger Mann ,der unter dem Pantoffel seines Vaters steht udnJosephin glühend liebt. Doch dann sieht er sie mit Pepin ,einem jungen französischen Soldaten und seine Liebe wandelt sich in Wut und bringt nichts als Unglück über alle Beteiligten.
Denn die aufkeimende Liebe zwischen Josephine und Pepin ist gefährlich,doch Pepin ist ein so lieber ,rechtschaffender Mensch ,der Josephine hilft ihre Freunde durch die Gefahren der Zeit zu bringen.

Beim lesen hatte ich oft die Bäckerei vor Augen udn den Duft der Gebäcke in der Nase, so autentisch wurde alles beschrieben. Ein Buch das mich mitgerissen hat und von dessen Autorin ich auf weitere Bücher gespannt bin .
Profile Image for Elke.
1,918 reviews42 followers
December 27, 2023
Angelockt wurde ich vom Zimt im Titel des Buches und der Erwähnung von Franzbrötchen in der Beschreibung des Buches - wer kann da schon widerstehen?
Dieses als historischer Liebesroman angepriesene Buch konzentriert sich glücklicherweise nicht ausschließlich auf die Romanze, sondern erzählt zudem sehr viel über die damalige entbehrungsreiche Zeit der Besatzung Hamburgs durch Napoleons Armee und nebenbei auch eine mögliche Entstehungsgeschichte der berühmten Franzbrötchen. Neben der Hauptperson Josephine lernen wir eine ganze Reihe interessanter Charaktere kennen, die die Geschichte bunter machen und die Handlung spannend und abwechslungsreich gestalten. Dabei werden auch die Schrecken und das Leid nicht ausgespart, die Hamburg durch die Kontinentalsperre und strengen Kontrollen erleben musste. Fazit: ein rundum gelungener Roman, der als i-Tüpfelchen noch gleich ein Rezept für leckere Franzbrötchen mitliefert.
Profile Image for Niciluuu.
122 reviews
March 2, 2023
4,5⭐️

Was Rebekka Eder da geschrieben hat war einfach nur wundervoll. Eine tragische Liebesgeschichte verbunden mit einem Krieg und einer Bäckerei? Whuat denken sich die meisten doch es ist perfekt. Man lernt auch viel geschichtliches Wissen über die damalige Zeit in Hamburg und dessen Besetzung. Aber nicht vergessen das Franzbrötchen ist leider nicht so entstanden🤫 Obwohl es schön wäre. Ich empfehle dieses Buch JEDEM!
Profile Image for Jonny.
23 reviews
February 13, 2024
Guter Roman mit einer, durchaus auch bewegenden, Geschichte die zulässt, sich in Zeit und Umstände zu versetzten.

Denke das Problem was einige vielleicht mit dem Buch haben ist, dass es als „historischer Roman“ geführt wird.
Dem würde ich auch nicht zustimmen, da dafür einfach die historisch, sachliche Tiefe nicht weit genug reicht.

Trotzdem alles in allem empfehlenswert und macht Spaß zu lesen (unter den richtigen Erwartungen ;))
Profile Image for johannaliest_.
15 reviews
December 29, 2025
Das Buch hat mir im Grunde gut gefallen. Ich habe es beim letzten Hamburg Urlaub gekauft, da hab ich mich geschmacklich in die Franzbrötchen verliebt. Da lag es nah mir den Roman zu kaufen. Die Geschichte ist nicht von Spannung durchtrieben, bringt aber die Zeit von damals gut zu Papier. Ich glaub historische Romane sind nicht ganz mein Genre.
Profile Image for Caro.
8 reviews
October 10, 2025
3 Sterne weil ich's als Hörbuch gehört habe und zum nebenbei laufen lassen war es ganz gut sonst hätte ich mich aber glaub ich irgendwann zu Tode gelangweilt. War alles ganz cute aber hat sich dann auch die ganze Zeit irgendwie wiederholt ohne wirklich in die Tiefe zu gehen
28 reviews1 follower
February 6, 2025
Sehr angenehm zu lesen, man bekommt einen guten Eindruck vom Leben der einfachen Leute in diesen Jahren
1 review
March 15, 2025
Schöne Geschichte, historischer Einband von Hamburg. Etwas langwierig.
55 reviews
February 12, 2026
Ich stimme der Rezension von Kat voll zu.

Auch wenn ich mich häufig nicht gut genug auskenne, um ohne Recherche Fehler zu bemerken, wird hier auch ohne großes historisches Vorwissen deutlich, dass das alles nicht stimmen kann und sich die Autorin hier alles zurecht biegt, wie es ihr passt. Die Kuh, die sich heimlich von Haus zu Haus beamen kann, ist hier nur das Tüpfelchen auf dem i.
Profile Image for Cardi.
153 reviews
March 5, 2023
Sehr süß, zimtig und buttrig. Historische Gefühle und ein komplexer Plot mit all den unterschiedlichen Charakteren. Allerdings im Pacing etwas irritierend und unausgeglichen. So umspannt der Plot anderthalb Jahre, was Zeitsprünge erforderlich macht, immer mal wieder war es aber auch sehr gehetzt, vor allem zum Schluss. Und die Franzbötchen waren doch nicht so ganz im Zentrum, da hat das “Worldbuilding” dominiert. Trotz allem sehr süß, mit überraschenden Momenten.
Profile Image for Fruggielicious .
666 reviews4 followers
November 1, 2022
Review „DER DUFT VON ZIMT“ von Rebekka Eder.

Danke schön an @rowohltverlag und @rebekkaknoll.eder für das Rezensionsexemplar ❤️

Rating: ⭐️⭐️⭐️⭐️/5
Seiten: 528

Lest ihr gern historische Romane?

Ich wollte gern mal wieder einen lesen und dieser Roman spielt in Hamburg während der französischen Besatzung um 1812 und wir erfahren außerdem wie Franzbrötchen erfunden worden sind. Hat mich interessiert!

Im ersten Teil musste ich etwas jedoch gegen meine eigenen Vorurteile ankämpfen, alles war so süß und es ging ständig ums Backen (ist ja klar!), aber in Teil 2 und 3 wurde die Geschichte tiefgründiger und packender. Und Rebekka Eder hatte meine Aufmerksamkeit 💗.

Mit Christian und Louise (ihr müsst das Buch lesen, um er erfahren wer das ist) hat die Autorin 2 unheimlich spannende Charaktere kreiert. Die Protagonistin Josephine wird sicherlich ihre Anhänger finden, für mich war sie einfach etwas zu brav und zu glatt. Trotz ihrer schwierigen Situation und mutiger Entscheidungen hat sie es nicht so ganz in mein Herz geschafft.

Auch wenn man frühzeitig erahnen konnte wie das Ganze enden wird, konnte ich mir dennoch nicht sicher sein und hab mich ab der Mitte des Romans dabei erwischt wie ich dann mitgefiebert hab.

„Ich verachte dich. Du warst mir untreu. Du bildest dir zu viel auf dich ein. Und doch bist du bezaubernd, trotz allem, und ich denke unentwegt an dich.“

Insgesamt ein spannender Roman, der nicht unglaubwürdig ist und in dem man sich mit den Seiten auf jeden Fall verlieren kann. Und ich denke Liebhaber des Genres werden dieses Buch schlichtweg verschlingen.
Displaying 1 - 27 of 27 reviews

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