Niemand im deutschen Fernsehen ist so verspottet und beschimpft worden wie Markus Lanz. Spätestens nach dem Ende von 'Wetten, dass ..?' schien der Moderator erledigt, 'einer wie er dürfte eigentlich nie eine Talkshow moderieren', schrieb die Frankfurter Rundschau noch 2019. Wenige Jahre später hat Markus Lanz aus seiner Talkshow eine der wichtigsten politischen Bühne des Landes gemacht, ohne ihn wäre Karl Lauterbach wahrscheinlich nie Bundesgesundheitsminister geworden. Was ist da passiert? Wie wurden aus Lanz viel kritisierten Schwächen ('er fällt seinen Gesprächspartnern immer ins Wort') viel gelobte Stärken ('endlich fragt mal einer nach')? Was hat das alles mit den Demütigungen seiner Kindheit und seiner Bewunderung für Deutschland zu tun? Und wieso kommen so viele Politikerinnen und Politiker gern zu Lanz, obwohl sie dort viel härter rangenommen werden als in anderen Talkshows? Spiegel-Bestseller-Autor Lars Haider beschreibt in seinem neuen Buch, für das er mit 50 Politikern, Journalisten, Wissenschaftlern und Weggefährten von Markus Lanz gesprochen hat, den Fall und Aufstieg eines Mannes, der niemandem eine Schwäche verzeiht. Am wenigsten sich selbst
Inhalt
Erst verspottet, dann Die wundersame Wandlung des Markus Lanz. „Er dürfte nie und nimmer eine Talkshow leiten“: Wetten, dass niemand im deutschen Fernsehen so schlecht behandelt wurde? „Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag!“: Das legendäre Gespräch mit Sahra Wagenknecht und ein altes Trauma. „Das Leben ist ein brutales Gemetzel“: Warum der Erfolg von Markus Lanz viel mit seiner Herkunft zu tun hat. „Das ist wahr“: Von Gauland zu Laschet oder wie ein Gespräch einem späteren Kanzlerkandidaten zum Verhängnis wurde. „Wir sind Gesundheitsminister“: Wie Karl Lauterbauch (auch) durch seine Lanz-Auftritte in die Bundesregierung kam. „Man ist wer, weil man gesehen wird“: Über die Macht der Talkshows und wieso Politikerinnen und Politiker alles für eine Einladung absagen. „Unterbrechen Sie Ihre Frau auch immer?“: Nur keine Wie Politikerinnen und Politiker sich auf einen Auftritt bei Markus Lanz vorbereiten. „Es ist schlimm geworden mit den Jahren“: Warum Politikerinnen und Politiker so sprechen, wie sie sprechen, und eine Ähnlichkeit mit Claus Kleber. „Die Zähne ausgebissen“: Der härteste Gesprächspartner, der heimliche Lieblingskanzler und ein Interview, das neidisch macht. „Auf jede Antwort eine Frage“: Geheimnisse einer Interviewtechnik und das große Vorbild, das nicht aus dem Fernsehen kommt. „Ein Name ist noch kein Gast“: Wer in die Sendung eingeladen wird, wer nicht – und wer von sich aus nicht kommt. „Was geht dir durch den Kopf?“: Der Podcast mit Richard David Precht und ein peinlicher Typ auf einem alten Foto. „Wir wurden mit Politik nicht groß belästigt“: Warum für Talkshows mit dem Ende der Ära Merkel eine neue Zeit begonnen hat. In deiner Audible-Bibliothek findest du für dieses Hörerlebnis eine PDF-Datei mit zusätzlichem Material.
ehrlich enttäuscht davon, wie lobend (fast bewundernd) und wenig kritisch das Buch gewesen ist. Vor allem gegen Ende wiederholt sich alles ständig. Mehr kritische Stimmen über Lanz und Episoden seiner Sendung wären meiner Ansicht nach nötig und auch interessant gewesen, vor allem, weil der Autor selbst Journalist ist. Die Erzählungen von hinter den Kulissen bei Lanz und einige Gespräche mit Gästen waren aber spannend zu lesen.
Hat so viel Tiefgang wie man es von einem Buch mit der Widmung 'Für meine Jungs' erwartet. Für Fans absolut lesenswert, aber ansonsten wird es wohl kaum Wellen schlagen, es ist ganz sicher kein Werk, das in 2-3 Jahren noch rezipiert wird. Das Format war trotzdem interessant, so einen ehrlich interessierten, enthusiastisch-unterhaltsamen Episodenguide würde ich mir auch mal für die Lindenstraße oder unsere kleine Farm wünschen.
This must be the laziest book I've ever read. Author basically paraphrases Lanz' Wikipedia article, gloats about his own appearance on the show and summarizes like 20 episodes of the show, including loooong citations without any analysis. One page is literally filled with a quote from Annalena Baerbock and has NOTHING to do with the subject matter of the book.
Nicht uninteressant, für jemanden der zuvor nichts über ML wusste. Auch die Art des Buches "4 Wochem mit Markus Lanz" etc. war ganz nett. Die seltsame Distanz die der Autor aber immer wieder zu dem Mann um dessen Buch sich dreht erzeugen will verstehe ich nicht.