Als die kleine Nele Hand in Hand mit einem fremden Mädchen über den Spielplatz läuft, scheint es für ihre Mutter Mieke nur ein Spiel zwischen Kindern zu sein. »Komm, wir müssen uns verstecken, schnell!«, hatte das andere Mädchen Nele zugeflüstert. Doch dann wird sie in einen dunklen Wagen gezogen ...
Verzweifelt versucht Mieke gemeinsam mit dem Polizisten Ben ihre Tochter zu finden, und so kommen sie einer im Darknet tätigen Organisation auf die Spur. Vorfälle wie dieser sind keine Einzeltaten, und alle Entführungsopfer haben eins gemein: Ihre Eltern haben häufig Fotos von ihnen im Netz gepostet. Mieke tut alles, um ihre Tochter zu finden - doch jemand, der ihr näher steht als gedacht, steckt hinter der schrecklichen Tat, und diese Person hat noch eine Rechnung zu begleichen ...
Puh, kein leichtes Thema! Wer denkt schon daran, dass ein Kind ein anderes Kind vom Spielplatz lockt & es dann plötzlich entführt wird?😱 Ein Thriller, der auf sehr wichtige Themen aufmerksam macht & mich sehr begeistern konnte!
Wer zu diesem Buch greift, sollte sich im Klaren sein, dass es nicht ohne ist. Es war stellenweise echt hart & auch sehr emotional. Wenn Kinder in Geschichten involviert sind, ist es immer besonders intensiv, aber ich finde, die Autorin hat es wirklich gut behandelt. Besonders beängstigend ist der reale Bezug dieser fiktiven Geschichte, den man ernst nehmen sollte. Trotz der grausamen Thematik wird jedoch nichts geschmacklos ‚ausgeschlachtet‘, wie ich fand. Brauchte es aber auch nicht, denn die Story ist an sich schon schwere Kost.
Besonders beeindruckt hat mich die Autorin mit der Ausarbeitung der „bösen“ Charaktere. Diese wurden auf einer sehr tiefen Ebene beleuchtet. Generell arbeitet vieles hier auf eine sehr tiefgründige Ebene hin.
Der Schreibstil ist richtig gut & die Kapitel haben genau die richtige Länge - führte zu deinem genialen Lesefluss!
Es gibt einige Perspektiven, die alle spannend & toll geschrieben sind.
Leider habe ich auch einen kleinen Kritikpunkt, denn ich muss sagen, dass das Ende meine Begeisterung etwas gedämpft hat. Das Tempo im Buch war relativ ruhig, dafür umso nachdrücklicher. Am Ende jedoch wurde es total rasant, was ja an sich toll ist. Das hat auch dazu geführt, dass ich nur so über die letzten Seiten geflogen bin, jedoch wurde die Auflösung dann so schnell abgearbeitet, sodass recht viele Aspekte sehr abrupt abgeschlossen wurden und manches dadurch letztlich zu oberflächlich wirkte. Eine etwas ausführlichere Einleitung des Showdowns sowie ein abschließender Epilog hätte hier vermutlich noch ein wenig Klarheit & einen besseren Gesamteindruck schaffen können. So passte es für mich nicht ganz zum Rest der Geschichte.
Dennoch kann ich das Buch nur empfehlen, wenn euch das Thema nicht zu nah geht, denn es ist ein wahnsinnig guter, packender Thriller! 4,5/5⭐️
Ich finde den Klappentext ein wenig unglücklich, da der zweite Absatz dem Buchende zum Einen bereits ein wenig vorgreift und es zum Anderen so klingen lässt, als konzentriere sich der Roman stark auf die Mutter des entführten Kindes, was absolut nicht der Fall ist. Tatsächlich lernt man Mieke eher durch Hörensagen kennen, wenn man es überhaupt „kennenlernen“ nennen kann. Stattdessen konzentriert sich „Wehrlos“ sehr auf die vierjährige Nele und auch das nur einige Jahre ältere Mädchen, das sie vom Spielplatz gelockt hat – und aufgrund der zahlreichen Szenenwechsel ist den Lesenden bereits von Anfang an bewusst, dass hinter der dieser Entführung ein über die Landesgrenzen hinaus agierendes Verbrechersyndikat steckt, deren Geschäft aus Menschenhandel besteht, wobei Menschen in diesem Fall Kinder bedeutet, die selten das Grundschulalter bereits erreicht haben. Nun weiß ich von einigen anderen Leser*innen, dass sie a) rein gar nichts lesen wollen, in dem Kinder zu Opfern werden, und aufgrund des ersten Absatzes der Beschreibung zu „Wehrlos“ ohnehin die Finger lassen werden oder b) ein wenig mit Romanen hadern, in denen Kindern Schlimmes widerfährt, aber mitunter dann doch zu diesen greifen, weil sie meinen, es würde bestimmt nicht ganz so übel werden. Menschen, die sich der b)-Kategorie zugehörig fühlen: Lasst die Finger von diesem Buch! Es ist wirklich übel, und zwar durchgängig. Das Einzige, wovor die Geschichte zurückschreckt, ist eine deutliche Ausführung, was mit den Kindern geschieht, nachdem sie den Käufern übergeben wurden; abgesehen davon, dass im Verlauf einmal erwähnt wird, dass später manchmal doch noch „echte“ Geburtsurkunden fingiert werden müssen, wird es hier dabei belassen zu sagen, dass das Gros der Kinder nie wieder auftauchen wird, nie wieder ein alltägliches Leben führen wird… und ich denke, das impliziert bereits, dass es hier eher nicht um fingierte Adoptionen oder Ähnliches geht.
„Wehrlos“ wechselt ständig die Szenerie; mal liest man von Miekes Nachbarin, welche Mieke eher argwöhnisch betrachtet, mal vom Mieter von Miekes Einliegerwohnung, der offensichtlich in sie verliebt ist; aber sehr häufig schwenkt die Geschichte zum „Erziehungsheim im Wald“, das eigentlich nur als Zwischenstation dient, um entführte Kinder vor deren Übergabe zu brechen und für (nicht auf) den jeweiligen Käufer vorzubereiten, und welches dem an Neles Entführung beteiligten Mädchen ein sehr trauriges Zuhause ist. Ebenso viel wie von der Arbeit Bens und seiner Kollegen, oder gar noch mehr, liest man übrigens von den beteiligten Täter*innen, die hier auch mal in der Ich-Form erzählen, was manchmal bedrückend, aber häufig sehr erschreckend ist – diese Einlassungen sind kursiv gesetzt und da muss man sich selbst erschließen, wer überhaupt nun spricht, was zuweilen doch ein wenig anstrengend war: nicht nur wegen dem, was sie teils von sich gegeben haben, sondern auch, weil zumindest ich schwankte: „Ist das nun der Kerl? Der andere? Die eine Frau? Ist das überhaupt jemand der Kidnapper? Erzählt da nu die ganze Zeit dieselbe Person oder sind die das abwechselnd alle? …“
Ich habe den Roman im Verlauf einer längeren Zugfahrt zu lesen begonnen und war, um ehrlich zu sein, ganz froh, dass da noch helllichter Tag war und um mich herum recht reger Trubel herrschte. Abends im Dunkeln, im Leisen, daheim unter eine Decke gekuschelt, hätte mich die Geschichte definitiv zu stark belastet: ich habe „Wehrlos“ bis zu meinem Zielbahnhof auch nicht komplett zu lesen geschafft, sondern das letzte Viertel erst am nächsten Vormittag gelesen, um mich nicht unmittelbar vor dem Einschlafen gedanklich völlig darin zu verlieren. Den Teil mit der „nahestehenden Person“, die von Mieke provoziert worden war, fand ich letztlich allerdings überflüssig: diese Geschichtenkonstruktion hatte an sich nichts mit der Haupthandlung zu tun und der Plot hätte auch ohne diese Verbindung problemlos funktioniert; generell fand ich das Erschreckendste aber, wie realistisch dieses Buch nun war und wie sehr die Darstellung hier Eltern vermutlich auch panisch werden lassen kann, dass man besser niemandem trauen sollte. Auch die Mahnung, dass man in den sozialen Medien besser zurückhaltend sein sollte, grad in Bezug auf persönliche Infos über die eigenen Kinder, ist hier sehr deutlich; was Delphine de Vigan in ihrem Werk „Die Kinder sind Könige“ vergleichsweise subtil und leise ansprach, wird dem Publikum von Nora Benrath als knallharter Fakt um die Ohren gehauen oder, im literarischen Kontext gesprochen, von den Bösen in dieser Geschichte, die keinen Hehl daraus machen, wie einfach ständig breitgetretene Tagesabläufe ihnen ihre Arbeit machen, oder wie unkompliziert sich „Wunschware“ finden lässt, wenn z.B. Eltern ständig Fotos ihrer Kinder in zig Posen veröffentlichen und noch dazu mit den entsprechenden Hashtags versehen. Zudem wiederholt einer der Täter gleich von Anfang an häufig, dass nur allein ihre „Organisation“ so verdeckt und so verzweigt operiert, dass sie einer Hydra gleiche und es keinen Unterschied mache, wenn sozusagen ein Team abgeschlagen werden würde, was noch weiter zur bedrückenden Atmosphäre beitrug: Wer „Wehrlos“ liest, sieht sich also gleich mit der Tatsache konfrontiert, dass selbst wenn die Geschichte noch eine gute Wendung für Nele nehmen sollte, irgendwo anders im selben Moment womöglich grad ein weiteres Kind bestellt, ein anderes entführt… wird, und es im großen Ganzen betrachtet auf keinen Fall ein Happy End geben wird.
Mir hat „Wehrlos“ nun sehr gut gefallen; klar, die Geschichte an sich war alles andere als schön; aber der Roman spricht eben ein wichtiges Thema an und ist absolut realistisch – auch wenn einen die steten Szenenwechsel, noch dazu die Einlassung der unbenannten Täterfigur(en?), definitiv konfus machen können, aber mir hat es andererseits gefallen, dass diese rasant erfolgenden Wechsel zusätzlich deutlich machten, wie sehr es wichtig ist, dass bei Entführungsfällen keine Zeit verloren wird. Für mich ist „Wehrlos“ jetzt schon ein Thriller-Highlight dieses Jahres, aber wie eingangs gesagt: Man sollte besser im Vorfeld wissen, worauf man sich hier mit dem Lesen einlässt. Es gibt düstere Thriller – und Thriller wie „Wehrlos“, die einfach nur stockfinster sind.
Obgleich das Thema in diesem Roman absolut an unsere tatsächlichen Probleme anschließt, ist der Nervenkitzel hier nur frakturiert spürbar.
Der zweite Thriller der Schriftstellerin Nora Benrath wurde am 27.12.2022 durch den Harper Collins Verlag in Deutschland auf dem Markt veröffentlicht. Ich durfte die elektr. Leseausführung vorab lesen.
Zum Inhalt: Es geschieht auf einem Spielplatz: umgeben von Kindern und ihren Familienmitgliedern kommt es zu dem Unvorstellbarem. Die kleine Nele wird entführt. Ihre Mutter und auch alle,die davon wissen, geraten in einen Sog aus Sorge, Schuldgefühlen und Angst. Wann kommt die Kleine wieder? Wird sie verletzt sein?
Das Cover ist mit seiner düsteren Aura ein Eyecatcher und der Titel vermittelt das vorrangige emotionale Trauma aller Beteiligten. Zudem ist es mit einem "verwaschen" erscheinenden Umgebungsbild dem Thriller-Debutroman der Schriftstellerin sehr ähnlich. Also: es ist es hier gelungen, einen Wiedererkennungsfaktor und Eyecather der "Nora Benrath Thriller" zu kreiieren.
Meine persönliche Leseerfahrung:
Aufbau, Personen, Spannung, Lesefluss
Gleich zu Beginn gibt der Klappentext viel von spannenden Möglichkeiten vorab preis. Somit erscheint der strukturelle Aufbau der Story, davon überholt worden zu sein. Die Personen kommen immer mal wieder zu Wort und wurden zu einem gewissen Maß vorgestellt. Allerdings ist es aufgrund der vielen Protagonisten zu einem "Wirr-Warr" von Menschen und situativen Involvierungen gekommen. Unterm Strich sind es zu viele Akteure, die vom Eigentlichen ablenken. Es werden eine große Zahl möglicher Fährten gelegt, die jedoch zum Ende hin nicht 1:1 aufgelöst werden. Das hat bei mir ein Gefühl der Frustration hinterlassen.
Die Entführung ist sehr spannend, gleich zu Beginn präsentiert worden. Die folgenden Seiten sind gefüllt mit Fragen, Ermittlungen und emotional herausfordernden Ideen. Hierdurch wurde der "Ermittler in mir" geweckt und ich beginne mir meine eigenen Gedanken zu den möglichen Tätern und den Fallstricken der Internetpräsenz von uns und unseren Liebsten, zu entwickeln.
Durch die zu Beginn hohe Spannungskurve ist meine Erwartung an weitere Einstreuungen von sehr spannenden Entwicklungen, forciert worden. Leider wurde meine Erwartung nicht erfüllt. Der Lesefluss ist durchweg eher gleichmäßig aber nicht überaus stringend oder flüssig.
Zusammenfassung: Der 2. Thriller von Nora Benrath ist mit seinem Story-Gerüst ein sehr guter Treffer gelungen. Die Geschichte ist vom Thema spannend. Die Ausführung bleibt jedoch hinter meinen Hoffnungen zurück. Die Story hätte von einer Straffung der Geschichte und Fokussierung auf das Elementare sowie eine andere Vorstellung & Reduktion der Charaktere, sehr profitiert.
Fazit: Es fällt mir nicht leicht diesen Thriller zu bewerten. Das Thema ist absolut aktuell und hat mich sehr angesprochen. In der handwerklichen Ausarbeitung bleibt dieser Thriller jedoch inmitten anderer gut konsturierten Spannungsromane und kann keinen Vorsprung in der allgemeinen Bewertung manifestieren.
Ich vergebe 3,5 *Lesesterne & wünsche mir, dass die Autorin in zukünftigen Projekten ihren Blick für den struktuellen Story-Aufbau und Einstreuung von Spannungsbögen noch mehr schärft.
In der Wahl ihrer Themen erreicht sie eine hohe Trefferquote. Beide Thriller - Themenbereiche zeigen eine großartige Nähe zu unserer heutigen Zeit und deren Gefahren.
Miekes 4jährige Tochter Nele wird am helllichten Tag vom Spielplatz entführt - vor den Augen ihrer Mutter und aller anderen Anwesenden; und vor allem: von einem anderen Kind, von dem alle dachten, es spiele nur mit Nele. Dieses Mädchen hat Nele an der Hand vom Spielplatz geführt, wo sie dann in ein Auto gezogen wird.
Die Autorin hat nach einem tatsächlich erlebten Vorfall diesen packenden Thriller verfasst, bei dem man besonders als Mutter (bzw. Vater) mitfiebert und von nun an ganz genau schaut, mit wem sein Kind auf dem Spielplatz spielt. Man kann sich so gut in Mieke hineinversetzen, die Panik, die Angst um die Tochter, die Hilflosigkeit. Und alle Anwesenden glotzen nur und tun nichts. Im Gegenteil, Mieke wird dann auch noch verurteilt, dass sie nicht genug auf ihre Tochter geachtet hat. Sie macht sich doch selbst Vorwürfe.
Die handelnden Personen sind authentisch dargestellt, mit allen auch im echten Leben vorkommenden unterschiedlichen Charakteren, die Ecken und Kanten haben, und mit denen man sich identifizieren kann oder die man einfach nur schrecklich findet. Wie Polizeiarbeit bei Entführungen tatsächlich funktioniert, weiß ich natürlich nicht, aber hier kam mir die Polizei sehr träge vor. Sie war zwar innerhalb kürzester Zeit am Tatort, aber statt dass jemand gleichzeitig losfährt und nach dem dunklen Van Ausschau hält, wird erstmal befragt. Damit die Entführer auch ja lange Zeit haben, um zu verschwinden...
Die Thematik von Kindesentführung, Kinderhändlerringen und Kindesmissbrauch wird hier deutlich aufgezeigt und scharf verurteilt, und es ist einfach unfassbar, dass es so etwas überhaupt gibt. Unglaublich und schrecklich. Auch das auf Social Media verbreitete exhibitionistische Verhalten wird angeprangert, und ich persönlich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum man sich selbst präsentieren muss; und schon gar nicht seine Kinder.
Leider haben sich einige Dinge mehrmals wiederholt, die Einschübe aus Sicht eines der Täter kann man lange Zeit nicht zuordnen (was mich persönlich ganz verrückt macht); allerdings konnten mich der realistische Showdown (ohne übertriebene und rauszögernde Action) und der prägnante Schluss, wo nicht noch seitenweise "was danach geschah" folgt, sowie der außergewöhnliche Plot der Story und das Verarbeiten von mehreren aktuellen Themen überzeugen.
Fazit: Ein authentischer, beklemmender Thriller mit einem aktuellen Thema, bei dem man besonders als Elternteil mitfiebert.
Die kleine Nele ist mit ihrer Mutter auf dem Spielplatz, als ein fremdes Mädchen mit ihr spielen möchte. Kurz darauf läuft sie Hand in Hand mit diesem Mädchen zum Ausgang und wird in einen dunklen Wagen gezogen. Die Tat ist nicht zufällig und Nele nicht das einzige verschwundene Kind. Für Neles Mutter Mieke beginnt ein echter Albtraum...doch auch sie hat einen entscheidenden Fehler begangen. Auch der Polizist Ben versucht alles die verschwundenen Kinder zu finden und stößt auf Hinweise aus dem Darknet.
Das Buch beginnt rasant und genau mit dieser Entführungsszene auf dem Spielplatz. Der Leser kann kaum Atem holen so ransant entwickeln sich die Ereignisse und der Altraum für alle liebenden Eltern beginnt und lässt den Leser nicht mehr los! Der Schreibstil ist sehr temporeich und spannend, durch kurze Kapitel wird die Spannung noch erhöht und durch die Sicht von verschiedenen Personen wie Neles Mutter, die Polizei oder die Nachbarschaft bleibt die Geschichte äußerst abwechlungsreich. Verstörend sind auch die Kapitel aus Sicht der Entführer und aus Sicht der kleinen Nele selbst!
Das Buch ist sehr gelungen geschrieben, denn zu Anfang hatte ich sehr viel Mitleid mit Mieke und ihrer Situation. Wie schrecklich muss es sein, sich nichts ahnend auf dem Spielplatz zu befinden und plötzlich ist das Kind weg! Nach und nach kommen aber bei Mieke auch Dinge zu Tage wo man als Leser leise denkt " Ist sie nicht mit Schuld an dieser Situation, hat sie diese nicht auch provoziert?" Ganz furchbar für mich als Mutter waren die Kapitel aus Sicht der Kinder, denn diese können rein gar nichts für ihre Eltern und die Situation und sind die Leidtragenden...
Ich fand das Buch einerseits sehr verstörend und es macht große Angst, es rüttelt die Eltern aber auch teilweise auf zu hinterfragen, was man denn so alles im Alltag macht, das dem Kind schaden kann/könnte. Leider fand ich diesen Ansatz zwar super, aber er wurde in meinen Augen am Ende nicht so wirklich zum Abschluss gebracht. Denn da überschlagen sich die Ereignisse und plötzlich ist die Geschichte zu Ende. Hier hätte ich mir noch mehr Input zu manchen Ereignissen im Buch gewünscht.
Fazit: Ein atemloser Thriller und der Albtraum jeder Eltern, bis auf das abrupte Ende eine wirklich verstörende und nachdenklich machende Geschichte. Gern empfehle ich sie weiter.
Ein Kind wird vom Spielplatz entführt, obwohl die Mutter dabei ist. Da sie sich mit dem Handy und ihrer Freundin beschäftigte, bemerkt Mieke viel zu spät, dass ihre Tochter verschleppt wird – ausgerechnet von einem anderen Kind. Der Alptraum aller Eltern und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnen!
Das Buch startet direkt und schonungslos mit der Entführung der 4-jährigen Nele. Die Situation ist dramatisch und man ist mitten im Geschehen. Was würde man wohl selbst tun? Könnte das mit dem eigenen Kind passieren? Wer hat ein Interesse das Kind zu entführen und wozu? Fragen über Fragen. Man rätselt direkt mit und die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang. Mitleid mit der Kleinen, aber auch der Mutter sind sofort vorhanden, aber auch eine andere Person habe ich sehr bedauert: Das Kind, welches die kleine Nele verschleppen musste, denn sowas tut wohl kein Kind freiwillig. Schnell wird auch klar, dass eine Organisation hinter allem steckt – und dennoch bleibt es super spannend. Was mir besonders gut gefiel: Der fesselnde Schreibstil und die wechselnden Perspektiven. Manchmal sind die Kapitel sehr kurz, manchmal wirkte es dann vielleicht auch mal bisschen chaotisch, aber man hat als Leser wirklich alles im Blick, bei den Entführern, bei der Mutter, der Nachbarschaft, im Wald, bei den Ermittlern uvm. Entsprechend bekommt man auch Einblicke in die Gefühlswelt der Beteiligten.
Zudem hat das Buch eine wichtige Botschaft, die aktuell zwar häufiger verarbeitet wird, aber man kann es wohl nicht oft genug sagen: Passt auf, was ihr von euch und vor allem eure Kindern ins Netz stellt. Kinderfotos und/oder Ankündigungen, wo man sich wann aufhält, sollte man nicht mit aller Welt teilen. Punkt! Tut man es doch, so kann das fatale Folgen haben, ob in der Großstadt oder in der Provinz. Welche, das zeigt das Buch auf. Und das ist erschreckend authentisch und realistisch, von Beginn bis zum Ende. Gefallen haben mir auch die kleinen Infos der Kriminalstatistik, die immer wieder geschickt eingewoben werden. Es war für mich das zweite Buch der Autorin und hat mich auch noch mehr als ihr Debüt überzeugt. Ich hoffe nun auf weitere Bücher aus ihrer Feder und empfehle derweil gerne dieses Buch – mit der Einschränkung, dass Kinder hier Opfer sind und das für Zartbesaitete vielleicht zu heftig ist.
Darum geht's: Für Mieke wird der Alptraum aller Eltern wahr: Ihre kleine Tochter Nele verschwindet vom Spielplatz. Dabei hat sie doch noch gerade mit anderen Kindern verstecken gespielt. Doch dann wurde sie von einem Mädchen zu einem dunklen Wagen geführt.
Seit geraumer Zeit sind immer wieder Kinder verschwunden. Und während die Polizei unter anderem im Darknet auf wichtige Hinweise stößt, macht sich Mieke selbst auf die Suche. Eine Spur führt sie ins eigene Umfeld. Doch sie bringt sich selbst damit in immer größere Gefahr.
So fand ichs: Nora Benraths erster Thriller „Eskalation“ hatte mich so sehr gepackt, dass die Geschichte auch heute nach einigen Monaten immer noch sehr präsent ist. Daher konnte ich natürlich nicht anders und musste unbedingt dieses Buch lesen. Und schon von Anfang an war ich auch dieses Mal wieder total gefesselt und sogar ein wenig gefangen in einem Plot, der dem Thriller-Genre alle Ehre macht.
Die Autorin hat für dieses Buch ein sehr aktuelles Problem unserer Zeit als Grundthema gewählt und übermittelt dadurch zusätzlich zur spannungsgeladenen Lektüre eine wichtige Botschaft zum Umgang mit den modernen sozialen Medien.
Der Erzählstil ist einerseits flüssig und folgt einem angenehmen Rhythmus. Gleichzeitig ist die Sprache eindringlich und an den passenden Stellen düster – genauso wie das Cover, dass die Stimmung auch sehr gut widerspiegelt.
Für mich erreicht dieses Buch das Niveau von „Eskalation“ nicht ganz. Es kann aber sehr gut daran liegen, dass ich, weil Kinder betroffen sind, eine gewisse Distanz zur Geschichte bewahren musste. Jedenfalls hat Nora Benrath auch diesmal ihr Erzähltalent bewiesen und mich während spannenden Lesestunden auch ab und an gar „wehrlos“ fühlen lassen, da ich das Buch einfach nicht beiseitelegen konnte, sondern immer weiterlesen musste. Von mir gibt es daher ohne Zögern eine eindeutige Leseempfehlung.
„Wehrlos“ von Nora Benrath war ab den ersten Seiten ein echter Page-Turner für mich, welcher die Spannung bis zuletzt halten konnte. Der Thriller spielt dabei mit den Angst aller Eltern, dass das eigene Kind entführt werden könnte und ist allein deshalb keine leichte Kost. Eine große Besonderheit sind darüber hinaus die vielen verschiedenen Perspektiven, wobei der Fokus etwas mehr auf Täter:innensicht liegt, als sich um die Ermittlungen zu drehen. Zudem gibt es noch einige kurzen Kapitel aus Kindersicht welche ich allerdings etwas weniger stimmig empfand, da die Dialoge in meinen Augen eher gestellt wirkten. Der restliche Perspektivenmix gefiel mir aber ausgezeichnet, vor allem da alle Kapitel kurz gehalten waren und sich trotz der Abwechslung ein wunderbarer Lesefluss einstellte. Die Spannung ist von Beginn an unheimlich hoch, Gefahr liegt durchgehend in der Luft und so konnte ich diesen Thriller kaum noch aus der Hand legen. Der Schreibstil liest sich noch dazu angenehm und ist sprachlich (bis auf die Kindessicht) äußerst gelungen. Zahlreiche Wendungen machen die Handlung außerdem facettenreich, wobei ich einen Teil der Enthüllungen schon eine Weile vorausahnen konnte. Trotzdem blieb das Buch für mich durchgehend fesselnd und hielt dennoch die ein oder andere Überraschung bereit. Nur das Ende hätte gerne noch etwas ausführlicher geraten dürfen, denn untypisch für das Genre, erfahren wir nicht im Detail wie sich alles auflöst und auch ob alle Beteiligten ihre gerechte Strafe erhalten bleibt offen. Aufgrund dieser Kritikpunkte, reicht es bei mir nicht ganz für 5 Sterne. Eine Leseempfehlung für Thrillerfans kann ich dennoch vergeben, da das Buch gerade was die Spannung betrifft auf hohem Niveau spielt!
Wenn dein Kind verschwindet - düster und beklemmender Thriller
"Wehrlos" von Nora Benrath beschreibt den Horror aller Eltern. Mieke ist mit ihrer Tochter Nele auf dem Spielplatz und spielt dort mit den anderen Kindern, bis sie, nachdem sie händehaltend mit einem fremden Mädchen über den Spielplatz läuft und danach spurlos verschwindet. Eine große Suchaktion der Polizei und der Bevölkerung läuft an, doch zunächst ohne eine Spur von Nele. Als eine männliche Leiche und dann später noch eine Kinderleiche gefunden wird, wird den Ermittlern klar, dass es sich bei Neles Verschwinden nicht um einen Entführungsfall handelt, sondern dass sich dahinter ein regelrechtes Netzwerk befindet. Als Mieke sich allein auf die Suche nach ihrer Tochter begibt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Bedingt durch das emotional Thema Kindesentführung und dem düsteren atmosphärischen und bildlichen Schreibstil herrscht von Beginn an eine bedrückende Stimmung. Definitiv keine leichte Kost. Aus Sicht der ermittelnden Polizisten, der verzweifelten Mieke, den Entführern und auch den verschwundenen Kindern erzählt, gewinnt der Thriller an großer Emotionalität und löst beim Lesen ein beklemmendes Gefühl aus.
Von Anfang bis Ende ist der fesselnde Thriller gut konstruiert und durchdacht und durch den Bezug auf die Zurschaustellung von Kindern durch ihre Eltern auf Social-Media-Platformen thematisiert das Buch auch eine aktuelle und brisante Entwicklung.
Alles in allem ist "Wehrlos" von Nora Benrath ein fesselnder, atmosphärischer und gut geschriebener Thriller, der besonders durch sein bedrückendes Thema wirkt.
Mir gefällt das Cover sehr gut, es passt perfekt zum Genre. Der nebelige, düstere Spielplatz lässt darauf schließen, dass auch Kinder in dem Buch eine wichtige Rolle spielen. Beim Betrachten des Bildes verspürt man sofort Unbehagen, man will aber auch wissen welche Geschichte sich im Buch versteckt. Auf alle Fälle ein gelungenes Cover, nach dem ich in der Buchhandlung sofort greifen würde. Der Schreibstil der Autorin ist, wie erwartet, wieder sehr flüssig und spannend zu lesen. Durch die bildhaften Beschreibungen ist man von der ersten Seite an ans Buch gefesselt und will unbedingt erfahren, wie die Geschichte weitergeht. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die wechselnden Perspektiven finde ich extrem spannend und interessant. Die kurzen Kapitel steigern die Spannung nochmals enorm und mein Lesetempo wird dadurch ebenfalls gesteigert. Die kleine Nele wird von einem Spielplatz entführt. Rund um die Entführung gibt es hunderte Fragen: Wieso Nele? Wo kommt sie nun hin? Wer steckt dahinter? Kann sie gefunden werden und viele mehr. Die Story ist sehr ergreifend und man fühlt mit allen Beteiligten sehr gut mit. Ich will hier nicht zu viel verraten, am besten einfach selber lesen. Mit dem spannenden Buch kann man nichts falsch machen. Ich versuchte beim Lesen ständig mitzuraten, wie was zusammenhängt und wer hinter allem steckt. Oftmals musste ich meine Vermutungen wieder über Bord werfen, da mich die Autorin wieder auf falsche Fährten gelockt hat, das mag ich bei guten Thrillern wirklich gerne. Auf alle Fälle ein Thriller, den man empfehlen kann. Ich vergebe dafür 5 von 5 Sterne.
Von einem anderen Kind auf dem Spielplatz geht keine Gefahr aus? Sollte man annehmen, aber dem ist leider nicht so! Das muss Mieke, die Mutter der süßen kleinen Nele schmerzlich erfahren. Sie kann aus der Ferne nur hilflos zusehen, wie ihr Kind mit dem Mädchen vom Spielplatz verschwindet und in ein wartendes Auto gezerrt wird. Damit beginnt ihr größter Alptraum - schlimmer als alles, was sie sich je vorstellen konnte.
Die Polizei errichtet sofort Straßensperren und tut ihr Bestes, doch Nele bleibt spurlos verschwunden. Es stellt sich heraus, dass es offenbar schon mehrere ähnliche Vorfälle gegeben hatte und so muss man von einer Bande ausgehen, die bisher weitgehend unbemerkt agiert hat. Die Verzweiflung der Mutter wächst von Tag zu Tag und sie würde alles dafür tun, um ihr Kind zurückzubekommen. So lässt sie sich auch auf eine äußerst gefährliche Konfrontation mit den Tätern ein und es kommt zu einem sehr spannenden Show Down im Wald.
Dieser spannende Thriller ist sehr fesselnd geschrieben, besonders im letzten Drittel kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die kurzen Kapitel und die ständigen Perspektivwechsel verstärken das noch. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, die bedrückende und beklemmende Atmosphäre wurde sehr gut beschrieben. Diese Geschichte um die vermeintlich ständig notwendige Präsenz in den sozialen Medien ist sehr realistisch geschrieben, bleibt dennoch emotional sehr berührend.
Es fängt wie ein schöner Wintertag an, doch entwickelt sich zu dem absoluten Alptraum aller Eltern, als die 4-jährige Nele unter der Aufsicht ihrer Mutter Mieke Ganter mit einem fremden Mädchen auf dem Spielplatz spielt. Denn das fremde Mädchen lockt Nele vom Spielplatz und die beiden Kinder verschwinden in einem dunklen Kombi. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und während die Polizei alles in ihrer Macht stehende tut, um das kleine Mädchen zu finden, begibt sich Mieke selber auf die Suche und in Lebensgefahr.
Mit ihrem zweiten Thriller hat Nora Benrath einen absoluten Pageturner geschaffen. In kurzen Kapiteln lässt sie uns in die Gedanken- und Gefühlswelt des entführten Mädchens, der verängstigten Mutter, der Polizisten und der Entführer blicken. So erfahren wir immer mehr über die Hintergründe der Entführung und werden auf so manche falsche Spurt gebracht. Der Spannungsbogen ist konstant hoch, die Personen sind allesamt authentisch und die Handlungen fast immer nachvollziehbar. Gleichzeitig ist der Thriller hochaktuell und zeigt die Gefahren eines zu sorglosen Umgangs mit den Social-Media-Kanälen auf. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung.
Mein Fazit: spannender, hochaktueller Thriller. Sehr lesenswert!
Nele spielt mit ihrem Kindergartenfreund auf dem Spielplatz. Ihre Mutter Mieke ist mit der Mutter des Jungen ganz in der Nähe und hat die Kinder im Blick. Ein fremdes Mädchen spielt mit den beiden und nimmt Nele an die Hand. Plötzlich laufen die beiden weg und Nele wird in ein Auto gezerrt. Im weiteren Verlauf des Buches fahren wir mit Nele in das Haus der Entführer (die sie quasi schon weiter vermittelt haben) und machen uns mit Mieke auf die Suche nach ihr. Aber auch einige Nachbarn, Freunde und Bekannte lernen wir kennen, die nicht alle ein reines Gewissen haben. Auch den Polizisten Ben begleiten wir bei seinen Ermittlungen, er findet heraus, dass es noch weitere Kindesentführungen gibt, bei denen ein fremdes Kind gesehen wurde. Gibt es einen Zusammenhang? Die Entführer sind sehr skrupellos und das unausgesprochene Thema steht natürlich im Raum. Glücklicherweise gibt es hier keine Details, die wohl kaum auszuhalten wären. Am Ende wird es nochmal spannend und die Fäden laufen zusammen. Für mich ein guter Thriller, der trotz des hochbrisanten Themas nicht zu reißerisch sondern beklemmend echt geschrieben ist.
Zum Inhalt: Die kleine Nele läuft zusammen mit einem gerade erst kennengelerntem anderen Kind über den Spielplatz. Ein harmloses Spiel wie es scheint, doch eh die Mutter reagieren kann, wird Nele in ein Auto gezogen. Neles Mutter rennt noch hinterher, schafft es aber nicht mehr das Auto zu erreichen und Nele ist verschwunden. Die Mutter ist verzweifelt und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, doch auch die Polizei ist nicht untätig. Meine Meinung: Ich bin bei dem Buch hin und her gerissen. Die Story und die auch der erhobene Finger in Sachen Social Media und Kinder hat mir gut gefallen. Die sehr düstere Stimmung hat auch was, das deutete auch schon das Cover an. Insgesamt habe ich mich aber bei der Lektüre nicht wirklich wohl gefühlt. Ich glaube, dass die Beschreibungen, was gerade auch Amira und Nele durchleiden müssen, mir einfach zu viel war. Vielleicht ist man als Mutter einfach zu nah am Leiden von Kindern, deshalb hat mir das Buch nur bedingt gefallen. Fazit: Nicht ganz meins
Das Buch begann enorm spannend, es hätte wie im echten Leben sein können. Zwei Mütter unterhalten sich auf dem Spielplatz, sind kurz abgelenkt und ein Mädchen ist verschwunden...ich hab hier von der ersten Seite an mitgefiebert. Man liest über die Ermittlungen, aber auch über die verschwundenen Mädchen und was mit denen passiert.
Ich fand die Protagonisten gut ausgearbeitet und authentisch, auch hat es Spaß gemacht, über die Ermittlungen zu lesen. Mit den kleinen Mädchen und auch mit Mieke habe ich durchgehend mitgefiebert. Als Mieke sich dann selbst auf die Suche nach Nele macht, passieren mehrere Dinge gleichzeitig und es kommt Licht ins dunkle. Eine Sache kam dann sehr überraschend und hat mich extrem schockiert. Genau sowas liebe ich und genau diese kleinen Wendungen machen für mich ein Buch erst richtig interessant. Zum Finale/zur Auflösung werde ich diesmal gar nix sagen, das würde nur die Spannung nehmen! Von mir gibt es eine Empfehlung!
Im Buch geht es um die kleine vier jährige Nele. Diese wird auf einem Spielplatz entführt bzw. wird sie von einem anderen Kind mitgezogen. & in sie verschwinden in einem dunklen Auto. Niemand hat etwas mitbekommen. Die beiden haben zuvor miteinander gespielt. Die Einführer fliehen mit ihr in den Wald. Während die Mutter Mieke sich nur Vorwürfe macht & die Polizei am ermitteln ist, muss Nele Qualen erleiden. & dann kommt auch noch raus das Nele das erste entführte Kind ist.
Die recht kurzen Kapitel machen es leicht durch diese wirklich sehr spannende Geschichte zu fliegen. Durch die verschiedenen Zeit - & Ortsangaben hat man das Gefühl mitten dabei zu sein. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr fesselnd, locker, flüssig & spannend. Dieses Buch zeigt gut auf wie schnell es gehen kann wenn man einfach alles im Netz postet. Man muss eben nicht immer alles ins Netz stellen.
… und dies von Anfang an! Nele wird entführt und niemand kann was tun. Als Leserin würde ich sehr gerne eingreifen und Nele helfen. Aber leider geht das nicht.
Der Schreibstil und der Krimi waren von Anfang an sehr fesselnd zu lesen und ich wollte gar nicht mehr aufhören. Teilweise fand ich es für zarte Seelen – nicht für mich- extrem. Denn so eine Kindesentführung geht unter die Haut.
Vor allem gefielen mir die unterschiedlichen Erzählstränge und die kurzen Kapitel. So dass ich während des Tages, wenn ich nur kurz Zeit hatte, ein weiteres Kapitel lesen konnte. Das Buch hat mich gepackt.
Mir gefiel auch die Thematisierung bei Social Media. Das Cover spiegelt die Seelenzerrüttung wieder. Es wirkt so gespenstisch, traurig, mystisch.
Ein Münsterlandkrimi für die Bestsellerliste! Spannend, packend, realistisch und einfach genial.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben.
Die Geschichte fand ich sehr langatmig, Weiterhin waren es mir zu viele genaue Beschreibungen, was die Kinder durchleben müssen. Das war nicht meins und mir auch einfach zu viel.
Ich kann dieses Buch leider nicht weiterempfehlen, da es so gar nicht meins war.
MUST READ??? Auf jeden Fall, denn die Gefahr für unsere Kinder wird oft von uns ausgelöst. Daher sollte dieses Buch von vielen Müttern gelesen werden. Spannend, beängstigend und authentisch.