Östereich, 1910: Alma ist mit Gustav Mahler verheiratet, der ihr untersagt, selbst zu komponieren. Als sie den jungen Architekten Walter Gropius kennenlernt, ist es Liebe auf den ersten Blick. Mit Mahlers Tod scheint der Weg frei für sie, doch Eifersucht und überschäumende Leidenschaft verhindern, dass sie zueinander finden – bis Gropius schwer verletzt aus dem Krieg zurückkehrt. Sie heiraten, und Gropius findet in Alma eine brillante Muse und Unterstützerin in seiner Entwicklung zu einem der großen Architekten der Moderne; sie hofft, bei ihm endlich emotionale Geborgenheit zu finden. Aber dann muss Gropius zurück an die Front. Kann die Liebe der beiden der grausamen Schwere des Krieges standhalten?
Die bewegende Liebesgeschichte der größten Femme fatale ihrer Zeit und dem Gründer des Bauhaus.
Das Cover gefällt mir gut, denn es passt sich den anderen Büchern der Reihe an. Der Titel ist allerdings nicht ganz gut gewählt, denn man könnte meinen, dass es nur um Alma Mahler und Walter Gropius geht. Doch dem ist ganz und gar nicht so. Eigentlich handelt das Buch von der Lebensgeschichte Alma Mahlers. Natürlich kommt auch die Beziehung zu Walter Gropius darin vor, doch eben nur als eine von vielen. Zuerst bezieht sich die Geschichte auf die Ehe mit Gustav Mahler, danach geht es um Walter Gropius und Franz Werfel und noch einige weiter unbedeutende Affären. Nicht dass das Buch langweilig wäre, im Gegenteil, die Lebensgeschichte Alma Mahlers ist spannend und hier flüssig erzählt. Man kann sich in die damalige Zeit rund um den Ersten Weltkrieg gut einfühlen, auch die Steine, die Frauen in den Weg gelegt wurden, werden beschrieben. Insofern hat mir das Buch gut gefallen und war informativ. Das Personenverzeichnis am Ende des Buches fand ich als Abrundung klasse. Ein interessantes Buch für zwischendurch.
Ein sehr schönes Cover, das mein Interesse auf den ersten Blick auf sich zog. Die Autorin Therese Lambert schreibt locker schön interessant und spannend. Es ist eine Geschichte über Kultur des frühen 20. Jahrhunderts und über Liebes- Musik- und Kunstgeschichten um Alma Mahler-Gropius. Die auf der Suche nach künstlerischer Anregung, Glück, Geborgenheit, Anerkennun und, Liebe war. Sie wurde von reichlich Männern umschwärmt, wickelte sie aber alle spielend um ihren Finger und erreichte mit manipulativer Durchsetzungskraft ihre Ziele. Trotzdem fühlte sie sich dabei nicht gut genug gewürdigt, sondern von der Männerwelt geradezu unterdrückt. Ihre Entwicklung und ihr Aufstieg wäre ohne die gegenseitige Förderung der jeweiligen Partner so wohl nicht möglich gewesen. Und das ist der Grund, warum wir noch heute über Alma sprechen, schreiben, lesen. Ein sentimental schöner und kurzweilig geschriebener Roman voll Herzschmerz und Leidenschaft, der vor allem Romantikliebhabern vergnügliche Stunden bereiten dürfte.
Ich kann nachvollziehen, dass die Autorin eine andere Seite der so umstrittene Persönlichkeit Alma Mahlers darstellen möchte, speziell vor dem Hintergrund der oft falsch übermittelten Informationen und schon immer fehlenden Anerkennung die Frauen, speziell in der Kunst, erhalten haben. Trotzdem ist ihr dies, meiner Meinung nach, nur bedingt gelungen. Auf der einen Seite wurde die Geschichte stark romantisiert (Alma Mahler war zu ihren Lebzeiten zB sehr antisemitisch, was hier komplett vernachlässigt wurde) auf der anderen Seite merkt man wie privilegiert, arrogant und unempathisch sie teilweise ist. Hier hätte ich mir von der Autorin eine klarere Linie gewünscht. Auch der Titel ist für mich nicht optimal gewählt, da Gropius im ganzen Buch etwas zu kurz kommt.
Gut zu lesen, mit vielen Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Ich wollte etwas fürs Herz lesen, was nicht zu kitschig ist, und genau das ist es. Auch das Ende hat mich bewegt, und ich werde wieder ähnliche Biografieromane lesen, wenn es Romantik mit nahbarem Schicksal sein darf.