»Unser Leben ist nicht leicht. Aber es ist das einzige, das ich kenne – jetzt habe ich Angst, dass uns selbst das genommen werden könnte.« Die Welt ist vergiftet, in Dornwall haben sich die Bewohner dem unwirtlichen Leben angepasst. Ohne Schutzanzug, Atemfilter und Luftprüfer wagt sich niemand aus der Stadt heraus. Als das Dorf von einem stählernen Koloss und feindlichen Soldaten angegriffen wird, ändert sich das Leben der 15-jährigen Ember von heute auf morgen: Die Einwohner Dornwalls werden gefangen genommen und auch Embers Vater, ihre Geschwister Mina und Ceren und ihr Freund Ryan werden verschleppt – das Dawn-Imperium braucht Arbeiter für die Wandernde Stadt. Ember begibt sich zusammen mit fünf Gefährten auf eine gefährliche Reise mit ungewissem Ausgang – sie hat nur ein Ziel vor Augen: ihre Familie zurückzuholen. Doch der Preis, den sie dafür zahlen muss, ist hoch ...
»In der Schule wurde uns erzählt, dass es irgendwann mehrere Milliarden von Menschen gab, die so viele Maschinen benutzten, dass die Energie nicht mehr reichte und aller Treibstoff schließlich aufgebraucht war. Das war der Grund, aus dem sie anfingen, zu kämpfen. Und dann starb die Welt. Milliarden von Menschen. Das klingt für mich unvorstellbar. In Dornwall leben nicht einmal achthundert. Und es ist eine der größeren Städte.«
Starker Auftakt einer mitreißenden dystopischen Trilogie
In „After Dawn – Die verborgene Welt“ lässt Autor Lars Meyer seinen Leser:innen während der Lektüre wirklich kaum Zeit, Atem zu holen. Von Beginn an legt er ein unheimlich flottes Erzähltempo vor und sorgt für anhaltende Spannung durch actionreiche und gefährliche Szenen. Trotz allem bleibt aber zum Glück noch genügend Zeit fürs Worldbuilding, welches wirklich grandios gelungen ist. Auch dadurch wirkte die Geschichte wunderbar lebendig und greifbar. Dystopisch, aber nicht hoffnungslos, geht es in der von ihm geschaffenen Welt zu. Fantastisches Detail sind dabei die von ihm erschaffenen Reitechsen, welche mir ausgesprochen gut gefielen. Aber auch sonst habe ich absolut nichts zu meckern. Ember ist eine außergewöhnlich mutige Protagonistin und trotz ihrer erst 15 Jahre wirklich nicht zu unterschätzen. Das liegt allerdings auch daran, dass sie in einer äußerst gefährlichen Umwelt groß geworden ist. Von Beginn an war sie für mich eine absolute Sympathieträgerin, was dazu führte das ich noch mehr mit ihr mitfieberte und litt. Nicht alle Szenen sind nämlich leicht auszuhalten, denn (körperliche) Gewalt wird immer wieder detailliert geschildert, weswegen ich das Buch wirklich erst für Jugendliche empfehlen würde. Der Schreibstil las sich außerdem flüssig und angenehm und sorgte für ein schnelles Lesetempo. Da ich dieses Buch auch aufgrund der großen Spannung nicht mehr aus der Hand legen konnte, flog ich nur so durch die Seiten. Embers Entwicklung ist wirklich toll zu beobachten, aber auch die vielseitige und teils fremdartige, beschriebene Welt macht Lust noch tiefer in die Geschichte einzutauchen. Ein Abenteuer jagt das nächste, wobei die Handlung überhaupt nicht vorhersehbar war und mich bis zuletzt fesseln und überraschen konnte. Außerdem sorgt das Ende dafür, dass ich unbedingt wissen will wie es nun weitergeht und darum schon jetzt den nächsten Band (welcher im Frühjahr 2023 erscheinen soll) herbeisehne. Mein Fazit: Großartige neue Reihe, für Jugendliche und Erwachsene. Gehört schon jetzt zu meinen Jahreshighlights! Deshalb gibt es von mir natürlich eine absolute Leseempfehlung.
Der Anfang: «Ich höre ein trockenes Knacken irgendwo vor mir im Wald. Sofort halte ich inne. Mein Blick huscht über gräuliche Baumstämme, knorriges Gebüsch und den mit Moos und Pilzen bewachsenen Boden. Ich kann den Verursacher des Geräusches nicht entdecken.»
Eine hochspannende Dystopie von der ersten bis zur letzten Seite! Abenteuer pur, ein Pageturner! Die 15-jährige Ember ist mit ihrem Freund Ryan unterwegs, um Heilpflanzen zu sammeln. Gerade können sie und ihre Reitechsen einem Riesenkraken entkommen, als sie Panzerfahrzeuge auf Dornwall zurollen sehen. Die beiden können die Bewohner ihrer Stadt zwar noch warnen, doch die Übermacht ist zu groß. Fast alle Einwohner von Dornwall werden als Sklaven verschleppt und der grüne Stein ist verloren.
«Unser Leben ist nicht leicht. Aber es ist das einzige, das ich kenne – jetzt habe ich Angst, dass uns selbst das genommen werden könnte.»
Ein Katastrophe hat die Welt für die Menschen zu einem fast unbewohnbaren Planeten gemacht. Sie haben gelernt, damit umzugehen. Mit Schutzanzügen, Atemmasken können sie die Stadt verlassen, Luftprüfer helfen zu sehen, wo man frei atmen kann. Der grüne Stein ist die Energiequelle der Menschen, mit dem sie Strom erzeugen, ihre Gewächshäuser heizen und belichten. Die meisten Menschen aus Dornwall, die sich retten konnten, sind resigniert, wollen versuchen, in einer anderen Stadt unterzukommen, einige wollen bleiben. Aber nur ein kleiner Teil will sich zur Wehr setzen, zum Dawn-Imperium aufbrechen, die Freunde und Familienangehörigen befreien und den grünen Stein zurückholen. Auch Ember ist dabei, ihren Vater, ihre Geschwister und Ryan zu retten.
«In der Schule wurde uns erzählt, dass es irgendwann mehrere Milliarden von Menschen gab, die so viele Maschinen benutzten, dass die Energie nicht mehr reichte und aller Treibstoff schließlich aufgebraucht war. Das war der Grund, aus dem sie anfingen, zu kämpfen. Und dann starb die Welt. Milliarden von Menschen. Das klingt für mich unvorstellbar. In Dornwall leben nicht einmal achthundert. Und es ist eine der größeren Städte.»
Zunächst müssen sie den Verlorenen Wald durchqueren, die Wüste, die Giftsümpfe und durch das Gebiet der mordlustigen Skulls überwinden. Als Ember ins Gebiet der unterirdischen Grounders gelangt, wird sich die Gruppe der Menschen und Reitechsen erheblich dezimiert haben. Die Ich-Perspektive garantiert: Ember wird überleben. Spannung von Seite zu Seite. Ich konnte das Jugendbuch nicht aus der Hand legen. Es ist erstaunlich, wie Lars Meyer die Spannung von Anfang bis Ende so hochhalten kann! Auch der letzte Lesemuffel wird auf Sofa am Buch kleben! Allerdings ist dieer Endzeitroman nichts für zartbesaitete Kids, denn so wie bei Games of Throns muss man sich leider hin und wieder von einer liebgewonnenen Figur verabschieden.
«Der Verlorene Wald vergibt keine Fehler.»
Ein echter Pageturner, ein Jugendbuch, das mir hervorragend gefallen hat. Wird Amber die «Wandernde Stadt», das Dwan Imperium, finden, neue Freunde gewinnen? Ich bin gespannt, ob Lars Meyer dieses Tempo hochhalten kann! Freuen wir uns, wenn er weiterhin joggen geht, denn da kommen ihm angeblich die besten Einfälle. Wie üblich gibt es eine Karte am Anfang des Buches, um sich eine räumliche Vorstellung zu machen. Der Abenteuerroman legt den Focus auf das Setting und natürlich filmreife Action. Das macht der Autor gut, doch dafür vernachlässigt er seine Figuren. Macht nichts – kaum eine wird uns längerfristig begleiten. Der Südpol Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 12 Jahren – bis Allage empfehle ich. Also ab ins Lesevergnügen!
Lars Meyer wurde zwischen zwei Meeren im hohen Norden Deutschlands geboren. Er studierte Jura, findet aber, dass das Schreiben fantastischer Geschichten spannender ist als das Herumreiten auf Paragraphen. Comics sind für ihn Kunst, Filme eine Passion und Bücher Futter für die Seele. Fit hält er sich durch Bodyweight-Training und Waldläufe – der nächste Kiel-Lauf kommt! Er schreibt Bücher für Erwachsene und Jugendliche, und die besten Ideen hat er im Garten, wo ihn oft Eichhörnchen besuchen, die auch gerne mal aus der Hand fressen.
Da die Welt vergifet ist, mussten sich die Bewohner von Dornwall an die unwirtlichen Begebenheiten anpassen und haben Dinge wie Atemfilter und Schutzanzüge entwickelt. Dann wird ihre Stadt von Soldaten angegriffen und die Einwohner werden gefangen genommen-darunter auch der Vater und die Geschwister der 15jährigen Ember. Diese macht sich bald mit einem kleinen Trupp auf, um ihre Lieben wiederzufinden. Doch der Weg ist lang und voller Gefahren...
Der Schreibstil dieser Jugenddystopie ist leicht und angenehm zu lesen, da fliegen die Seiten während des lesens nur so dahin. Bildhaft wird die vergiftete Welt und ihre ganz verschiedenen Völker beschrieben und man kann sich als Leser alles sehr gut vorstellen. Die Geschichte läuft richtig vor den Augen ab...
Ember ist ein mutiges und kluges 15jähriges Mädchen, dass ihre Familie unbedingt finden will und sich maner Gefahr vielleicht gar nicht so bewusst ist. Dennoch waren ihre Handlungen, die Gedanken und Gefühle immer nachvollziehbar und authentisch. Ansonsten gibt es sehr ungewöhnliche Tiere im Buch, die Reitechsen, die ihren Reitern mutig auf ihren Abenteuern beistehen und die uns sehr gut gefallen haben.
Die Handlung ist sehr actionreich und abenteuerlich und wird deshalb wohl vorallem jugendlichen Lesern sehr gefallen. Aber die Actionszenen sind vielfältig und abwechslungreich, deshalb wird das Buch nie öde oder langweilig, sondern bleibt immer mitreißend und spannend. Es geht aber teilweise schon auch sehr brutal zu und deshalb würde ich das Buch auch, je nach Kind, erst so ab 13 Jahren empfehlen
Besonders gut gefallen hat uns die Karte am Anfang des Buches, auf der man immer nachvollziehen konnte wo genau Ember sich im Moment befindet. Ausserdem werden in diesem Auftakt sehr viele unterschiedliche und fantasievolle Bevölkerungsgruppen vorgestellt. Wir waren von diesem Auftakt sehr begeistert und freuen uns schon auf den zweiten Teil dieser Reihe.
Es zieht sich etwas, ist aber grundlegend sehr spannend und gut geschrieben. Die Story ist zunächst etwas zu offensichtlich, aber dennoch gut zu lesen und einem wird nicht langweilig. Ein paar Tode waren etwas unnötig. Sie dienten praktisch nur zur Erhaltung der Spannung. An den Stellen hatte man andere Lösungen finden können, doch alles in allem ein gelungenes Buch mit einer guten Geschichte.
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Eine wunderbare, berührende Geschichte voller Spannung und Action. Ich konnte das Buch nicht beiseite legen und habe es an einem Tag verschlungen. Ausführliche Rezension in meinem Blog.