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Zusammen

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Klimawandel, Pandemien und Verschwörungsdenken stellen unsere Gesellschaft vor eine enorme Zerreißprobe. Um sie zu meistern, braucht es nicht mehr Technik oder Wettbewerb, sondern die Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts: Gemeinsinn. Diese vergessene Tugend ist in uns allen angelegt, wie sich in psychologischen Experimenten oder dem Beispiel von Stammesvölkern zeigt. Doch es braucht den richtigen politischen Rahmen, um sie wieder zu stärken. Bestseller-Autor Ulrich Schnabel verwebt Erkenntnisse aus Anthropologie und Sozialpsychologie, Ökologie und Ökonomie – und zeigt, warum Gemeinschaft Leben verlängert, wie Kooperation gelingt und warum individuelle Freiheit nur in Gesellschaften gedeihen kann, die einen gemeinsamen Konsens finden.

303 pages, Hardcover

Published September 20, 2022

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Ulrich Schnabel

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73 reviews4 followers
November 8, 2023
‚Der Gemeinsinn ist in der Krise‘, ist die Feststellung, auf der dieses Buch beruht. Ulrich Schnabel hat sich mit dem Gemeinsinn ein sehr aktuelles und komplexes Thema genommen und es gekonnt aufgearbeitet.

Der Autor beschreibt in seinen ersten Kapiteln den Gemeinsinn als etwas, was uns Menschen ausmacht und wir auch brauchen, um zu wachsen und glücklich zu sein. In dem Zusammenhang stellt er die Weisheit der Vielen der Dummheit der Masse gegenüber. Er zeigt auf, dass Konformismus und ein Kreis an Gleichdenkenden der Weisheit der Vielen gefährlich werden kann.

Der Autor leitet ab, warum in den aktuellen Krisen Kluften zwischen Menschen bzw. Menschengruppen entstehen, Menschen sich angegriffen fühlen und wie Fake News schaden aber auch echte Fakten an ihre Grenzen stoßen. Gleichzeitig betont er, wie emotionale Brücken die Kluft verkleinern und eine kleinste Gemeinsame Wirklichkeit wieder zu Gleichsinn und konstruktiven Diskussionen führen kann. Der Autor beschreibt zudem die Kraft von Netzwerken und wie aus einem kleinen Funken ein loderndes Feuer werden kann. Damit stellt er die Verantwortung jedes*r Einzelnen dar, die neben politischen Maßnahmen nicht vergessen werden darf.

Ulrich Schnabel ist die Beschreibung des Themas aus vielen verschiedenen Perspektiven unter Einbezug alter aber auch aktueller Krisen sehr gut gelungen. Es werden vor allem Bilder genutzt, um das Wissen zu vermitteln. So bleiben mir Bilder wie das Ich-Land, Gemeinsinn als Virus, Helden, Radarmenschen, Dominosteine, uvm. in Erinnerung.

Zwischen den Kapiteln sind kleine praktische Einschübe zu finden, die als Impuls genutzt werden können, wie das Konversationsdinner oder die eigene Grabrede.

Sehr gelungen habe ich auch den Einstieg empfunden, der es den Leser*innen frei stellt irgendwo im Buch zu beginnen und dazu noch eine Art Einstiegshilfe bietet, je nachdem, wie man zu dem Thema ‚Gemeinsinn‘ steht.

‚Der Mensch ist keine Insel‘, ist eine tröstliche Feststellung, die Hoffnung gibt, aber auch Engagement erfordert. Denn das Zusammensein ist ein menschliches Bedürfnis, welches nicht von allein befriedigt wird. Denn: ‚Wir haben nicht alles in der Hand; wirkmächtig sind wir dennoch.“

Ich habe so viel aus diesem Buch mitgenommen. Mein Ziel für das bald endende Jahr ist, eines dieser Impulse tatsächlich umzusetzen.
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