Mit mehr als einer Milliarde Spielerinnen und Spielern weltweit ist Seven Souls mehr als nur ein Spiel. Wer mitmacht, wird rund um den Globus zum Star. Wer gewinnt, wird sagenhaft reich. Voraussetzung ist, dass man überlebt.
Hunter, Jaden, Joey, Rebel und Maggie haben es geschafft: Sie zählen zu den wenigen Gamern, die Seven Souls bis zum Ende durchgespielt haben. Nun soll das Spiel in der Realität weitergehen – auf einer einsamen Insel. Doch dann gerät plötzlich alles außer Kontrolle ...
„Herr der Fliegen“ meets „Lost“ – der Erfolgsautor Frank Maria Reifenberg stellt die Teilnehmenden vor eine schwierige Entscheidung: Werden sie zusammenarbeiten, um die Herausforderungen der Insel zu meistern, oder kämpft jeder für sich selbst?
Die Idee der Geschichte finde ich genial und obwohl es vmtl fast schon dystopisch gemeint ist, ist es gar nicht so unrealistisch. Ein Milliardär entwickelt ein PC Spiel mit einem riesigen Gewinn für den letzten Überlebenden. Das Spiel liest vorher Fotos, Likes u.ä. der Spieler in den sozialen Netzwerken aus und passt sich dadurch per KI jedem Spieler individuell an. Über eine Milliarde Spieler versuchen weltweit zu gewinnen, bis am Ende nur noch eine kleine Gruppe übrig ist, die sich auf eine geheime Reise ins Finale begibt. Hier hört der schöne Teil des Buches aber eigentlich schon auf. Während man zwar schon interessiert ist, wie die Story weiter geht, sind die Charaktere leider sehr flach und stereotypisch, sodass diese einen mit der Zeit fast anfangen zu nerven. Am Ende des Buches erfolgt dann plötzlich ein abrupter Plotttwist, den der Autor bestimmt clever fand, wodurch aber viele Dinge im Buch keinen Sinn ergeben und wodurch der Schluss dann einfach eine Enttäuschung ist. Ich frage mich, ob es da keinen Lektor gab, der das ganze mal hinterfragt hat. Mein Sohn hat sich das Buch für eine Buchvorstellung ausgesucht und er hinterfragt die Ausarbeitung der Charaktere natürlich noch nicht. Die vielen Fragezeichen durch das Ende stören ihn aber auch deutlich und haben ihn genauso frustriert. Dafür sind jedoch die Illustrierungen der Personen sowie das Cover wunderschön von Helge Vogt gezeichnet! Von ihm werde ich mir auf jeden Fall mal den Comic auf die Leseliste setzen.