So, nachdem mir der dritte Teil der Reihe halbwegs gefallen hatte, habe ich auch mal mit dem Begin angefangen und der ist, muss ich sagen, sehr dürftig... Vielleicht sollte man in diese Reihe also wirklich nicht mit Band 1 einsteigen, ich für meinen Teil hätte nach diesem Ding wohl eher nicht weitergelesen...
Der Lesefluss war im Gegensatz zur Story sehr gut, sodass es sich butterweich runterlesen ließ. Dabei fällt aber wieder ziemlich deutlich auf, dass die Autorin bei ihren Charakteren eine sehr vulgäre Ausdrucksweise für angebracht hielt und naja, irgendwie verstehe ich langsam warum, die Rebel Boys sollen als Bad Boys dargestellt werden und nun ja, die fluchen nun mal sehr viel und denken scheinbar sehr viel mit zu viel Blut in tieferen Regionen... Wenn sie denn überhaupt mal denken...
Warum ich der Meinung bin, dass nachdenken, für Nate an vorderster Front, ein befremdliches Konzept ist, liegt vorallem daran, wie freizügig er mit seinem sexuellen Trieb umgeht und wie wenig er über seine Handlungen nachdenkt. Auf der einen Seite, klar, würde er mehr nachdenken, so hätte er sich die Sozialstunden mit Lou gar nicht eingehandelt, aber auf der anderen Seite eine Frau nur mit Handtuch bekleidet auf einem dunklen Parkplatz aussetzen, nur weil man selbst eine andere mit ins Bett nehmen will, geht ja wohl gar nicht! Selbst wenn er Lou absolut nicht mag.
Und das ist auch so ein Ding, was mir null gefallen hat, dass er Lou einfach so von jetzt auf gleich doch mag... Ich mein, ja, da war vorher auch körperliche Anziehung, aber bei dem Jungen wurde ja komplett der Schalter umgelegt, von jetzt auf Zack! Das war einfach ein wenig befremdlich und da fehlt mir auch eindeutig die Charakterentwicklung...
Ansonsten kann man zu Lou noch sagen, dass sie mir von Anfang an sympathisch war, weil sie so einen Ordnungswimmel hat, da konnte ich mich einfach sehr mit identifizieren, auch wenn ich nicht zur Entspannung anfange Toiletten zu putzen (ist im Verlaufe des Buches aber ein toller Insider geworden). Bei ihr hat man auch gemerkt, wie sie sich durch Nate verändert hat, dass sie offener und aufgeschlossener geworden ist, Neues ausprobieren wollte und nicht mehr alle Regel für unumstößlich angesehen hat.
Storymäßig wie gesagt, lässt sich drüber streiten, ich kenne den ein oder anderen, dem es gefallen könnte, ich war aber nicht so der Fan. Am Anfang war es mir einfach zu sexuell, der Turn war zu ruppig und am Ende die eigentlich wichtigste Stelle, an der sie sich füreinander einsetzten, war sehr undramatisch und irgendwie nicht wirklich bemerkenswert, es hat einfach ihre Liebe zueinander nicht richtig zur Geltung gebracht.