Anmerkung: 4,5/5 Sterne
Als ich auf Band 1 der Redhill-College-Reihe gestoßen bin, dachte ich mir nur „Das klingt nach einer prickelnden New Adult-Collegegeschichte“. Genau das bekommt man bei diesem tollen Buch auch.
Neben dem Cover, welches ich wunderschön finde, hat mich der Schreibstil von Judith B. Carrol gleich überzeugt. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen. Ich bin durch die Seiten geflogen und wollte immer wissen, wie es nun mit Cat und Liam weitergeht. Es hat mich einfach mitgezogen.
Die Geschichte startet schon mit einer tollen Ausgangssituation, denn Cats und Liams erstes Aufeinandertreffen war nicht gerade so, wie man es sich vorstellen würde. Sie begegnen sich wieder und auf einmal ist da dieser Deal. Cat soll Liams Freundin spielen und umgekehrt, doch dass das nicht so klappen kann, ist wohl klar. Um den anderen glaubwürdig zu vermitteln, sie wären ein Paar, verbringen sie mehr Zeit miteinander. Dabei wird immer klarer, dass manche Geheimnisse vielleicht nicht ewig in den Tiefen der Vergangenheit oder auch Zukunft schlummern können. Mir hat die Entwicklung des Buches super gut gefallen. Auch das Ende fand ich toll, weil ich die letzten Wendungen definitiv nicht kommen sehen habe.
Beide Protagonisten habe ich sofort ins Herz geschlossen – ja, auch Liam. Cat hat eine bewundernswerte Willenskraft trotz ihrer Verletzlichkeit. Was mir vor allem gefallen hat war, wie sie angefangen hat für sich selber einzustehen und ihr Leben zu leben. Gerade aufgrund ihrer Vergangenheit konnte ich verstehen, warum sie schnell Vorannahmen trifft und sich die Geschichte zusammenreimt, ohne die betroffene Person etwas erklären zu lassen. Liam ist ein klassischer Playboy, was soll man anderes sagen? Und trotzdem entspricht er dem Klischee des Playboys mit einem weichen Kern. Wie die Autorin dieses Klischee behandelte, hat mir gut gefallen. Doch nicht nur das, auch Liam selber fand ich süß und habe ihn als sehr empathischen Mensch wahrgenommen. Er ist Cat in vielen Momenten eine Stützte, obwohl sie ja eigentlich nur eine Zweckverbindung eingegangen sind.
Ganz fabelhaft waren auch Jessie und Sabrina (Cats Freundinnen) und Christina und Lauren (Liams Schwestern). Cats Bruder Tristan fand ich am Anfang noch etwas komisch, aber er wurde mir immer sympathischer. Deshalb freue ich mich schon ungemein auf den zweiten Band der Reihe.
Leider ist jedoch der letzte Funke nicht übergesprungen, weshalb ich der Geschichte nicht die vollen fünf Sterne geben kann.
Fazit: Ich habe eine kleine Schwärmerei für diesen New Adult-Collegeroman entwickelt. Eine wundervolle Geschichte, tiefgehende Probleme, Drama in der richtigen Dosis und zwei unglaublich liebenswerte Hauptprotagonisten – was will ein Leserherz mehr?