13 Geschichten vom Meister des Funcore! Wenn die Grenze zwischen Horror und schwarzem Humor verschwimmt, dann hat Ralf Kor seine Hände im Spiel. Der Autor der »Cannibal Love« -Reihe reißt dich in eine Welt des Absonderlichen, der Monster, Mythen und sämtlicher Abgründe der Menschheit. Sei dabei, wenn - eine Mutter alles dafür tut, damit ihr Exmann an Heiligabend bei ihrem Sohn ist - ein Künstler sein Meisterwerk erschafft - der berühmteste Detektiv Londons einen fast noch bekannteren Nachbarn hat - eine kleine Tablette eine ungeahnte Wirkung entwickelt - eine Schreibmaschine ihrem Besitzer die Zukunft verrät - eine Frau eine ungeahnte Gabe zwischen ihren Beinen besitzt
Weitere Bücher des
Cannibal Love Cannibal Love 2 Macimanito Blutmesse in Deer Creek Zombieschnucken - Das Alabama Wollmassaker Todeskeller
Mit großer Freude habe ich heute Nachmittag am Rande des Schwimmbeckens „Die Anthologie volume one“ von Ralf Kor gelesen. Obwohl die Geschichten in dieser Sammlung Horror- und Funcore-Geschichten sind, sind sie doch sehr unterschiedlich. Dadurch werden sie einen breiten Leserkreis ansprechen. Einige können als magischer Realismus gelesen werden, andere als SplatterPunk. Der visuelle Schreibstil des Autors sorgt beim Leser nicht nur für Gänsehaut, sondern auch für viel Lesevergnügen. Ein Beispiel hierfür ist „Papa ist daheim“, in dem die Kombination aus Horror und tiefgründiger Ironie eine Geschichte ergibt, die eine Episode aus „Tales from the Crypt“ sein könnte. Darüber hinaus ist „Skoratis‘ Meisterwerk“ meiner Erfahrung nach die beste Geschichte, die ich bisher von diesem Autor gelesen habe. Es ist nicht nur optisch stark. Es kann auch unterschiedlich interpretiert werden, sodass ich den Eindruck habe, dass die Geschichte eine fast literarische Schichtung aufweist. Mit Blick auf die Arbeit von Markus Gabriel und Martin Heidegger über das Verhältnis von Mensch – Natur und Kunst liefert diese Geschichte den nötigen aktuellen Diskussionsstoff. Auch „Beware of the Werlepus“ zeigt, dass der Autor ein talentierter Schriftsteller ist. Diese Geschichte ist wunderbar zu lesen: visuell, lustig und surreal. Zwischen den Zeilen ist es eine fantastische Kombination österlicher Kulturbräuche mit einem unbekannten, aber sehr faszinierenden Folklorethema. Das ist so ausgewogen und mehrdeutig kombiniert, dass mir diese Geschichte ungemein gefallen hat. Und so wird „Die Anthologie: volume one“ von Ralf Kor zu einer gelungenen, vielseitigen Sammlung von Horrorgeschichten, die eine große Leserschaft ansprechen wird. Meiner Meinung nach haben alle Geschichten die richtige Horrorqualität, aber zwei sind den anderen um Längen überlegen. Diese zeigen, dass wir von Kor noch viele weitere makabere literarische Juwelen erwarten können.
Nette Zusammenstellung von Horrorkurzgeschichten, die sich eher an Fans des Derberen und Expliziten richtet.
Wer das nicht gut abkann, sollte hier eher vorsichtig sein. Mir selbst gefallen die meisten Geschichten ganz gut, wobei einzelne mich leider nicht abholen, da zu explizite Gewaltbeschreibungen und insbesondere auch die Kombination mit sexualisierten Situationen einfach nichts für mich sind, gerade wenn diese primär dem Selbstzweck der Darstellung dienen. Allerdings betrifft das hier nur einzelne Geschichten und der Großteil sind einfach recht hart gehaltene Horrorgeschichten, die alle auch eine angenehme Leichtigkeit im Schreibstil haben, was auch am Humor des Autors liegt. Auch die breite Aufstellung, was die Themen der einzelnen Storys angeht, wirkt sich beim Lesen positiv aus und erzeugt Spannung, was als Nächstes kommt.