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Wege der Zeit #3

Labyrinth der Freiheit

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Berlin 1922: Die Weimarer Republik steuert auf die Inflation zu, die Nachwehen der Revolution haben sich noch nicht ganz gelegt – und die Feinde der Demokratie stehen längst in den Startlöchern. Artur, Isi und Carl entgehen nur knapp einem Mordanschlag. Eine Gruppe rechter Verschwörer will sie tot sehen. Der Feind scheint übermächtig, aber er hat sich mit dem Falschen angelegt: Artur schlägt gnadenlos zurück und treibt die Verschwörer vor sich her.
Carl leidet derweil unter Regisseur Fritz Lang, für den er an Dr. Mabuse arbeitet, wird bei der UFA aber immerhin Zeuge einer echten Revolution: Der sprechende Film startet seinen Siegeszug. Doch die Widerstände gegen die neue Technik sind groß. Und dann ist da noch die Sorge um Isi, die seit dem Anschlag Streit mit jedem sucht, der sich ihr in den Weg stellt. Ihr kompromissloses Verhalten führt schließlich in die Katastrophe ...
›Labyrinth der Freiheit‹ ist ein Buch, das einen nicht loslässt. Dicht erzählt, temporeich, spannend, genauestens recherchiert zeigt es das Berlin jenseits der Goldenen Zwanziger.

500 pages, Paperback

First published November 15, 2022

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59 people want to read

About the author

Andreas Izquierdo

26 books35 followers
ANDREAS IZQUIERDO, geboren 1968, Sohn einer spanischen Krankenschwester und eines deutschen Ingenieurs, ist Schriftsteller und Drehbuchautor.

Er veröffentlichte u. a. den Roman >König von Albanien< (2007), der mit dem Sir- Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, sowie den Roman >Apocalypsia< (2010), der den Lovelybooks-Leserpreis in Silber für das beste Buch 2010 erhielt und zum Buch des Jahres bei Vorab-lesen.de gewählt wurde. Im DuMont Buchverlag erschien von ihm >Das Glücksbüro< (2013) und >Der Club der Traumtänzer<. Bei Suhrkamp/Insel >Romeo und Romy< (2016) sowie >Fräulein Hedy träumt vom Fliegen< (2018). Im Juli 2020 erscheint >Schatten der Welt< im DuMont Buchverlag.

www.izquierdo.de

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Community Reviews

5 stars
97 (43%)
4 stars
86 (38%)
3 stars
32 (14%)
2 stars
7 (3%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 32 reviews
Profile Image for fyrtorn .
102 reviews1 follower
December 24, 2022
Meine große Begeisterung für diese Triologie ist leider schon im zweiten Band etwas zurückgegangen. Dieser Trend hat sich mit dem dritten und letzten Band jetzt bestätigt.

Auch hier gilt: weniger wäre mehr gewesen. Ja, es waren unruhige, ereignisreiche Zeiten, damals in Berlin 1922. Politische Unruhen, Inflationsangst, Gewalt auf den Straßen. Dies alles wird vom Autor wieder sehr packend, anschaulich und spannend in die Handlung eingeflochten. Leider reiht sich aber auch wie im zweiten Buch Drama an Drama, immer neue Nebenfiguren tauchen auf und dem Leser bleibt genauso wie den Protagonisten kaum Zeit, um Luft zu holen.

Unter dem überladenen Plot gehen dann leider zu oft die leisen Zwischentöne und viel Zwischenmenschliches verloren. Und gerade das machte für mich die Geschichte der drei Freund Carl, Isi und Artur im ersten Band noch so lesenswert und berührend.

Zudem bieten die drei Charaktere kaum neue Facetten. Der Fokus liegt abermals auf dem sympathischen Carl. Isi, aber gerade Artur gehen hingegen oft in der turbulenten Handlung
unter und ihre Entwicklung bietet kaum überraschendes, sondern bleibt eher eindimensional.
Eine Fortsetzung, die einige Jahre später angesiedelt ist, wäre zumindest in dieser
Hinsicht deutlich spannender gewesen.
Profile Image for Tinstamp.
1,096 reviews
December 23, 2022
Dies ist der dritte Band der "Wege der Freiheit" Trilogie von Andreas Izquierdo. Nachdem ich Isi, Carl und Artur bereits in "Schatten der Welt", der während des Ersten Weltkrieges spielt begleitet habe, verschlägt es die drei 1918 in "Revolution der Träume", nach Berlin.
Auch im letzten Band leben Isi, Artur und Carl im Jahre 1922 in der deutschen Haupstadt. Die tiefe Freundschaft wird auch durch ihre unterschiedlichen Lebenswege nicht erschüttert. Bis das Dreiergespann nur knapp einen Mordanschlag entgeht. Artur, mittlerweile eine Größe in der Berliner Unterwelt, lässt nichts unversucht die Gruppe rechter Verschwörer zu eliminieren. Doch diesmal trifft er auf mächtige Gegenspieler....

Wer „Schatten der Welt“ und „Revolution der Träume“ nicht kennt, wird es schwer haben, sich zurechtzufinden und dieses Buch zu schätzen. Deshalb rate ich jeden mit dem ersten Band zu beginnen!
Der Fokus aller drei Bände liegt bei der unerschüttlichen Freundschaft der drei Protagonisten. Dabei folgen wir ihnen in der Trilogie in der Zeit von 1910-1922 durch einige Wirren und Schicksalsschäge.
Obwohl die Inflation immer mehr um sich greift, betrifft es Isi, Carl und Artur nur am Rande. Carl, gelernter Fotograf, hat sich seinen Traumberuf Kameramann erfüllt und dreht bei der UFA an der Seite des cholerischen Fritz Lang. Dabei erlebt er den großen Sprung von Stummfilm zum Tonfilm. Für mich als Filmfan war es sehr interessant die Anfänge und ersten Gehversuche des Tonfilms mitzuerleben.
Isi engagiert sich weiterhin politisch. Sie unterstützt Dienstboten, Kriegsversehrte, Witwen und Waisen, doch seit dem Anschlag und dem Verlust ihres Kindes, ist sie nicht mehr dieselbe. Sie sucht Streit und eckt mehr als einmal an...bis es zu einer Katastrophe kommt.....

Dieser Teil ist dramatisch und auch oft grausam. Der bereits aufkeimende Nationalsozialismus, die Verfolgung Homosexueller und die nicht vorhandenen Frauenrechte sind nur einige Themen, die angesprochen werden. In der Stadt lauern Gefahren. Hunger und Armut stehen für die meisten Menschen auf der Tagesordnung. Die Wut auf Alles und Jeden wächst. Diesmal bewegen wir uns viel in die Berliner Unterwelt und erleben Verrat, Rache, Gewalt, Tod und Verzweiflung. Nicht gerade die Lektüre, die man sich in Zeiten wie diesen wünscht. Hier wäre etwas weniger vielleicht mehr gewesen. Trotzdem lesen wir hier einen Roman mit historischem Hintergrund und dazu gehört auch diese schwierige Zeit vor hundert Jahren, die Deutschland nach dem Großen Krieg traf. Mehr Kopfzerbrechen machen mir hingegen einige Parallellen zur Gegenwart.

Andreas Izquierdo hat die historischen Elemente dieser Zeit wunderbar in die Geschichte eingebaut und der fiktiven Erzählung um die drei Freunde beigefügt. Die Handlung ist abwechslungsreich und überrascht mit ungeahnten Wendungen. Und trotzdem tat ich mich mit diesem dritten Teil etwas schwer. Woran es liegt, kann ich nicht genau sagen.

Schreibstil:
Andreas Iquierdo erzählt detailliert, mitreißend, einfühlsam und bildhaft. Erzählt wird der Roman wieder aus der Sicht von Carl und durch einen allwissenden Erzähler, der die Beschreibung von Artur und Isi übernimmt. Andreas Izquierdo schildert mit viel Liebe zum Detail.
Die Charaktere sind sehr lebendig dargestellt und alle drei entwickeln sich weiter. Carl betrifft es im letzten Drittel besonders. Er tut alles, um seine Freundin aus Kindheitstagen zu retten und wirft alle Skrupel über Bord.
Auf der Innenseite der Klappbroschur gibt es vorne eine Beschreibung der drei Hauptcharaktere und hinten einen Ausschnitt eines Berliner Stadtplans.

Fazit:
Obwohl mir dieser Teil nicht so gut gefallen hat, wie die beiden Vorgängerbände, ist diese Trilogie einfach ein Muss für Leser, die historische Romane und Spannung lieben. Ich kann euch die Trilogie wärmstens empfehlen!
1,399 reviews7 followers
November 12, 2022
Spannender und aufwühlender Abschluss einer großartigen Trilogie
Klappentext:
Berlin 1922: Die Weimarer Republik steuert auf die Inflation zu, die Nachwehen der Revolution haben sich noch nicht ganz gelegt und die Feinde der Demokratie stehen längst in den Startlöchern. Artur, Isi und Carl entgehen nur knapp einem Mordanschlag. Eine Gruppe rechter Verschwörer will sie tot sehen. Der Feind scheint übermächtig, aber er hat sich mit dem Falschen angelegt: Artur schlägt gnadenlos zurück und treibt die Verschwörer vor sich her.
Carl leidet derweil unter Regisseur Fritz Lang, für den er an Dr. Mabuse arbeitet, wird bei der UFA aber immerhin Zeuge einer echten Revolution: Der sprechende Film startet seinen Siegeszug. Doch die Widerstände gegen die neue Technik sind groß. Und dann ist da noch die Sorge um Isi, die seit dem Anschlag Streit mit jedem sucht, der sich ihr in den Weg stellt. Ihr kompromissloses Verhalten führt schließlich in die Katastrophe ...
Mit „Labyrinth der Freiheit“ schließt Andreas Izquierdo seine Trilogie mit den drei Freunde Carl, Artur und Isi ab.
Dies tut er natürlich nicht ohne seine LeserInnen noch einmal ordentlich aufzuwühlen.

Die Protagonisten sind mir ja schon seit den ersten beiden Bänden ans Herz gewachsen.
Ich freue mich darauf sie wieder ein Stück begleiten zu können und habe auch wieder ordentlich mit ihnen gelitten.

Gleich zu Beginn geht es sehr turbulent los. Die drei Freunde entgehen nur knapp einem Mordanschlag.
Artur setzt alles daran um die Verschwörer ausfindig zu machen und Rache zu üben.
Isi ist seit dem Anschlag nicht mehr die selbe.
Sie ist streitsüchtig und kompromisslos.
Auch Carl ist seit der Zusammenarbeit mit Regisseur Lang nicht mehr so glücklich bei der Ufa.

Andreas Izquierdo erzählt die Geschichte in der Ich-Form aus der Sicht von Carl.
Carl erzählt sein Leben und auch das seiner zwei Freunde.
Der Autor beschreibt die Zeit der Weimarer Republik, die Inflation, das wilde Berlin und dessen Schattenseiten sehr authentisch.
Er vermittelt die vielen Gefahren die in der Stadt lauern genauso intensiv wie die Armut und den Hunger.
Das Land kommt einfach nicht zu Ruhe.
Die alleinige Kriegsschuld der Deutschen und die hohen Reparationszahlungen sorgen für immer höhere Inflationsraten.
Andreas Izquierdo schreibt so detailreich und gleichzeitig so unterhaltsam, dass man gar nicht merkt wie die Seiten dahinfliegen.
Ganz nebenbei lässt er viel Zeitkolorit in seine Geschichte einfließen.
So bekommen die LeserInnen ein Gefühl dafür wie schnell die Inflation voranschreitet. Genauso wie die ersten Versuche mit dem sprechenden Film.

Wie schon „Schatten der Welt“ und „Revolution der Träume“ ist auch „Labyrinth der Träume ein wunderschöner und detailreicher Roman. Man spürt die Liebe mit der, der Autor diese Geschichte zu Papier gebracht hat auf jeder Seite.
Ich wurde nach ein paar Seiten schon wie durch einen Sog in die Geschichte hineingezogen.
Für mich ist auch dieses Buch wieder ein besonderes Highlight.
Profile Image for Martina Meyen.
148 reviews1 follower
November 27, 2022
Ich habe sehnsüchtig auf den dritten und finalen Teil der Trilogie über die drei Freunde Isi, Artur und Carl gewartet und meine Erwartungen wurden haushoch übertroffen. Was für ein Finale, was für eine Zitterpartie!

Andreas Izquierdo zündet hier ein Feuerwerk aus Spannung und Gänsehautmomenten und das alles in seinem gewohnten, poetisch angehauchten Schreibstil.

Es geht sofort in die Vollen, ich habe mich an der Wiedersehensfreude fast verschluckt, weil es von Anfang schon sehr dramatisch ist. Aber genau das hat mir sehr gut gefallen. Die dramatischen Szenen sind natürlich auch der Zeit geschuldet und hier gewährt mir Andreas Izquierdo einen ehrlichen und schonungslosen Einblick. Er verhätschelt mich nicht mit geschönten Szenen. Nein, er bringt mich zum Weinen und zum Zittern. Ich habe das Buch regelrecht gelebt. Einerseits waren mir die wunderschöne Isi, mein Held Artur und der besonnene Carl ja schon in den ersten beiden Teilen sehr nah und andererseits erzählt Andreas Izquierdo so lebendig, dass ich gar nicht anders konnte, als dermaßen in der Geschichte zu versinken und meinen Gefühlen nicht immer leise Ausdruck zu geben.

Ich habe auch die Abstecher in die Babelsberger Filmstudios genossen, wo Carl als Kameramann für den berühmt berüchtigten Fritz Lang arbeitet. Diese Passagen waren für mich Erholung von den dramatischen Ereignissen und spannend waren sei dennoch. Als Filmfan ist es sehr interessant, die Anfänge und ersten Gehversuche des Tonfilms mitzuerleben. Was für uns heute absolut normal ist, war damals eine Sensation, die nicht von allen gewollt war. Nun schaue ich Filme mit ganz anderen Gedanken im Hinterkopf.

Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt, die verschieden lang sind und jeweils eine sehr passende Überschrift haben. Solche Feinheiten mag ich sehr. Nicht selten endet ein Abschnitt mit einem raffinierten Cliffhanger, der mich jedesmal kurz inne halten ließ.

Immer wieder machen mich die aktionreichen Szenen atemlos und es ist schon eine Kunst so viel Action in Worte zu fassen und das hat mich ebenfalls sehr beeindruckt. Ich habe dieses Buch gelebt und geliebt und bin nun ein bisschen traurig, dass ich nicht auf einen vierten Teil warten kann. Aber der Abschluss ist perfekt und wird dieser fantastischen Trilogie gerecht!
Profile Image for Sarah Who .
212 reviews13 followers
November 21, 2022
"Prinzessin, wenn du kämpfen musst, dann zählt nur, dass du gewinnst. Nicht, wie du gewinnst. Darum gibt es nur eine Regel: Es gibt keine Regeln. Verstanden?"

Wir befinden uns in Berlin im Jahr 1922 und direkt zu Beginn der Geschichte mitten in einem Mordanschlag. Die Angst vor weiteren Anschlägen der rechten Gruppierung geht nicht spurlos an den drei Hauptcharakteren vorbei. Wir verfolgen ihre Handlungen dabei aus der Sicht von Carl, der in Zeiten des Wandels vom Stumm- zum Tonfilm bei der UFA arbeitet und dort die Wutausbrüche des Regisseurs ertragen muss. Isi, die ohnehin nicht auf den Mund gefallen ist und unter Stresssituationen in einen herrlichen Berliner Dialekt wechselt, wird regelrecht streitsüchtig und bringt sich damit immer mehr in Gefahr. Artur, der Polizei nicht nur als Immobilien- und Barbesitzer sondern vielmehr als Gangster bekannt, schwört Rache. Eine wirklich sehr unterhaltsame Mischung, die durch den einfachen und flüssig zu lesenden Schreibstil gestützt wird.

Außerdem schafft es der Autor ein authentisches Bild der Zwanziger Jahre vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Dies besteht nicht nur aus rauschenden Festen und schillernden Clubs. Das Land kommt politisch nicht zur Ruhe, die Kriegsschuld Deutschlands und die damit verbundenen Reparationszahlungen sorgen für ständig wachsende Inflationsraten. Das Volk hungert.
Dieser Roman verbindet eine spannende Geschichte um drei Freunde mit zahlreichen geschichtlichen Details. Ein Muss für alle Fans der Zwanziger Jahre.

Vielen Dank an den Verlag, welcher mir in Kooperation mit Vorablesen ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Profile Image for Karo.
260 reviews
January 8, 2023
Für mich leider ein enttäuschender Abschluss einer Trilogie, deren erster und zweiter Teil mir ziemlich gut gefallen haben. Es geht sehr viel brutaler und düsterer zur Sache als in den beiden Vorgängern und ich finde insbesondere Gewalt gegen Frauen als Mittel, um die Geschichte anderer Charaktere voranzutreiben, kaum zu ertragen. Ich muss gestehen, dass Carls Umkehr zur dunklen Seite (wenn auch im Kontext der Geschichte nachvollziehbar) mich ziemlich enttäuscht hat - war er bisher noch die reine Seele des Trios. Das Ende wirkte übereilt und ich hätte mir einen Epilog gewünscht.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Andrea Karminrot.
305 reviews6 followers
November 15, 2022
Labyrinth der Freiheit ist der dritte Teil der Trilogie, die Andreas Izquierdo geschrieben hat. Es ist die Fortsetzung von drei sehr interessanten Figuren, deren Geschichte in den Anfängen der 1920 Jahre in Berlin spielen.

Da ist einmal die Wunderschöne Louise, Isi genannt. Sie ist eine absolute Augenweide. Doch nicht nur das, sie ist intelligent und hat sehr großen Spaß am Leben. Doch in diesem Band beginnt ihre Geschichte mit dem Verlust ihres ungeborenen Babys.

Dann ist da noch Artur. Er ist der Macher, der Mann, den man sich immer an seiner Seite wünscht, damit nichts und niemand einem etwas Böses antun kann. Selber im Krieg durch eine Granate entstellt, hat er keine Vorbehalte, den Menschen gegenüber ihnen ebenfalls etwas anzutun. Er ist so etwas wie ein Gangsterkönig, der in den unsicheren Zeiten niemals auf dem Trockenen sitzt. Er betreibt gutgehen Clubs in der flimmernden Stadt Berlin und befehligt eine gut funktionierende Gangsterarmee.

Zu guter Letzt kommt noch Carl dazu. Er ist der eigentliche Erzähler der Geschichte. Carl ist der, den fast nichts aus der Ruhe wirft und immer bedacht und überlegend fungiert. Er ist Kameramann und hatte im letzten Buch noch mit Ernst Lubitsch gearbeitet und nun hilft er bei den Dreharbeiten an Dr. Mabuse von Fritz Lang in Babelsberg.

Das Buch beginnt wie schon der zweite Teil recht schnell und man findet sich mehr oder weniger sofort in einem Thriller wieder. Erst nach dem ersten Kapitel wird es etwas ruhiger. Doch immer wieder wird man überrascht, wie schnell sich dieses Buch liest. Schade ist nur, dass man, wie auch schon beim zweiten Teil, vergebens darauf hofft, einen kurzen Rückblick zu bekommen. Erst nach einem ersten Drittel des Romans bekommt man vage mit, was in dem ersten und zweiten Teil geschah. Mir hätte es besser gefallen, wenn man eine kurze Zusammenfassung bekommen hätte.

Im Labyrinth der Freiheit werden die Helden von rechten Verschwörern angegriffen. Die Drei versuchen, die Missetäter zu finden. Dabei erleben sie so allerhand in dem alten Berlin. Sie treffen alte Bekannte, begehen Verbrechen, schmieren die Polizei, verfolgen Gangster, retten Hausmädchen und ihre schwulen Brüder. Kurz, es ist einfach spannend. Und alles mit dem Hintergrund beginnender Inflation, Politik, Nationalsozialismus und Menschenhass. Berlin vibriert und verhungert, geht pompös zugrunde. Obendrein immer wieder der ungeschlagene Berliner Kodderschnauzendialekt. Einfach toll zu lesen. Andreas Izquierdo ist nicht nur Schriftsteller, er schreibt auch Drehbücher, weshalb sich seine Romane wahrscheinlich auch so schnell und Filmmäßig lesen.
Profile Image for Bruno Laschet.
695 reviews22 followers
December 13, 2022
Das dritte Buch der Trilogie hat mich nicht begeistern können. Für mich war es zu sehr Bandenkrieg und Morden als eine gelungene Mischung aus Geschichte und Freundschaft, wie es noch im Teil 1 und 2 war. Natürlich geht es auch hier um die Freundschaft der drei Protagonisten und diese wird auf eine harte Probe gestellt. Aber Hass, Rache und brutale Morde überwiegen doch. Der Schluss kam schnell und enttäuschend.
Profile Image for Buchbesprechung.
209 reviews24 followers
December 4, 2022
REZENSION - Nach „Schatten der Welt“ (2020) und „Revolution der Träume“ (2021) erschien nun mit „Labyrinth der Freiheit“ im November beim Dumont Buchverlag der letzte Band der historischen Trilogie „Wege der Zeit“. Darin begleitet der Schriftsteller und Drehbuch-Autor Andreas Izquierdo (54) drei junge Menschen – den schüchternen Carl, den draufgängerischen Artur und die eigensinnige Isi – auf ihrem Lebensweg während der Wirren des frühen 20. Jahrhunderts, beginnend 1910 in der westpreußischen Kreisstadt Thorn bis zum Inflationsjahr 1923 in Berlin.
Der dritte Band beginnt in Berlin im Jahr 1922, wo sich die drei jungen, charakterlich so unterschiedlichen Freunde nach Ende des Ersten Weltkriegs und dem Verlust ihrer Heimat – Thorn gehörte seit dem Versailler Vertrag ab 1920 zu Polen – wiedergefunden hatten und es seitdem mehr oder minder erfolgreich geschafft haben, sich ein eigenständiges Leben als junge Erwachsene aufzubauen. Der Fotograf Carl ist Kameramann bei der UFA, Artur hat esals „Edel-Ganove“ – aber falls erforderlich auch vor Mord nicht zurückschreckend – zum Kiez-König in der Berliner Unterwelt geschafft und Isi hat es durch ihre Hochzeit mit dem dandyhaften Adelssprössling Aldo von Torstayn in den Adelsstand geschafft. Soweit scheint es, als wäre nach den Wirren des Krieges im Leben der drei Freunde etwas Ruhe eingekehrt. Doch neues Unheil kündigt sich an: Die Weimarer Republik steuert auf die Inflation zu und die konservativen Feinde der jungen Demokratie, in deren Einflussbereich über altbekannte Widersacher aus Thorn auch die drei Freunde geraten, werden im Untergrund aktiv: Artur, Isi und Carl entgehen nur knapp einem von rechtsgerichteten Verschwörern unternommenen Mordanschlag. Doch Artur geht mit seinen Männern vom Ringverein zum Gegenangriff über.
Wie die beiden Vorgänger liest sich auch der dritte Band „Labyrinth der Freiheit“ wieder gleichermaßen als spannender Abenteuer- und informativer Geschichtsroman. Izquierdo gelingt es meisterhaft, uns auf leicht lockere Art mit den historischen Fakten, ihren Ursachen und Folgen sowie den gesellschaftlichen Begleitumständen vertraut zu machen. Wir erfahren fast beiläufig die wichtigsten politischen Hintergründe, die – als Folge des von vielen Deutschen damals nicht akzeptierten Versailler Vertrags – in die Radikalisierung konservativer Gruppierungen und zum schleichenden Erstarken der Nazis führen: „Einhunderttausend Nationale in Nürnberg feierten sich zwei Tage lang selbst, angeführt von einem gewissen Adolf Hitler, dessen NSDAP mir erst Anfang des Jahres zum ersten Mal aufgefallen war.“
Wir erleben die anfangs noch schleichende Inflation als Folge der Deutschland überfordernden Reparationszahlungen bis hin zur Hyperinflation des Jahres 1923. Wir beobachten die Zweiteilung der deutschen Gesellschaft in wohlhabende Kriegsgewinnler in ihren Villen und in Arme-Leute-Vierteln hungernde Kriegsverlierer sowie das Chaos einer scheinbar rechtlosen Zeit, in der die mafiös-strukturierten Ringvereine Berlins mit Anführern wie Artur als eigentliche Herrscher das Alltagsleben in ihren Stadtvierteln zu bestimmen scheinen. Nicht zuletzt lernen wir durch Carls Arbeit bei der UFA viel über die ruhmreiche Schaffenszeit der deutschen Filmwirtschaft sowie über die das Filmgeschäft revolutionierende Wende vom Stumm- zum Tonfilm und hören von noch heute berühmten Regisseuren wie Erich Pommer und Fritz Lang.
Es gelingt Andreas Izquierdo auf erstaunliche Weise, diese fast grenzenlos wirkende Sammlung politischer, wirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Fakten und Aspekte scheinbar mühelos in die abenteuerliche Lebensgeschichte der drei Freunde einzubauen, so dass trotz allem historisch Wissenswerten niemals das Gefühl aufkommt, vom Autor historisch belehrt zu werden. Vielmehr nimmt man dank des lockeren Schreibstils eines Unterhaltungsromans diese wichtigen Informationen eher nebenbei und unbewusst auf, während man den drei Freunden in ihrem aufreibenden Alltag folgt. Es lohnt sich also aus vielerlei Gründen, Izquierdos Roman „Labyrinth der Freiheit“ zu lesen. Hilfreich wäre es sicher, die beiden früheren Bände schon zu kennen. Doch auch unabhängig davon ist auch dieser dritte Band der Trilogie „Wege der Zeit“ wieder eine lohnende Lektüre.
137 reviews1 follower
December 12, 2022
Ein gelungenes Finale

Inhalt: Berlin, 1922. Die Stadt ist geprägt von Widersprüchen. Während des Tags Armut und Arbeitslosigkeit dominieren, stürzen sich des Nachts Feierwütige in verschwenderische Partys. In diesem Spannungsfeld versuchen die drei Freunde Carl, Isi und Artur ihren Platz zu finden: Carl schlägt sich als Kameramann bei der UFA durch, Artur baut seine Geschäfte in der Halbwelt aus und Isi versucht den Menschen eine Stimme zu geben, die selbst keine haben. Doch ehe es sich die drei versehen, geraten sie in den Fokus einer rechtsnationalen Verschwörung…

Persönliche Meinung: „Labyrinth der Freiheit“ ist ein historischer Roman von Andreas Izquierdo. Es handelt sich um den dritten Band der „Wege der Zeit“-Reihe, die das Leben (und Erwachsenwerden) der drei Freunde Carl, Isi und Artur erzählt. Zwar schließt die Handlung von „Labyrinth der Freiheit“ nahezu unmittelbar an den Vorgänger „Revolution der Träume“ an, aber da alle nötigen Informationen ausgeführt werden, kann man „Labyrinth der Freiheit“ auch ohne Kenntnis der Vorgänger lesen (Mein Tipp wäre aber, die Reihe chronologisch zu lesen. Die Entwicklung der Charaktere über die Bände hinweg ist wirklich sehr stark, sodass das Lesevergnügen viel größer ist, wenn man die Bücher der Reihe nach liest). Erzählt wird der dritte Band – mit einem feinen Humor – aus der Ich-Perspektive von Carl, der im Freundestrio eher den besonnenen Part einnimmt (Dazu im Gegensatz greifen Isi und Artur den Teufel gerne schon mal bei den Hörnern). Der Erzählstil ist sehr anschaulich, lebendig und dreidimensional, sodass man unweigerlich mit den Freunden fiebert. Zu der Handlung möchte ich gar nicht so viel vorwegnehmen. Nur: Die drei Freunde haben mit verschiedenen Rückschlägen zu kämpfen, müssen über sich hinauswachsen und auch mal Wege gehen, vor denen sie eigentlich zurückschrecken. Dadurch bleibt die Handlung bis zuletzt spannend und wendungsreich. Außerdem wechseln sich in der Handlung einfühlsame und luftige Szenen mit Szenen voller Tragik ab, sodass man sich während der Lektüre auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle begibt. Sehr schön wird auch der historische Hintergrund des Romans beleuchtet: So spielt neben der Bedrohung durch nationalistische Verbünde und der Inflation, die mit all ihren Folgen anschaulich dargestellt wird, besonders die Geschichte des Films eine Rolle (Als Kameramann bei der UFA arbeitet Carl bspw. für Fritz Lang, der einige denkwürdige Auftritte im Roman hat). Die historischen Persönlichkeiten, Ereignisse und Gegenstände werden dabei authentisch in die Handlung eingebaut; ohne, dass es gezwungen wirkt. Das Ende des Romans spannt einen stimmigen Bogen über die drei Bände hinweg und ist sehr passend/versöhnlich. Der Schreibstil von Andreas Izquierdo lässt sich sehr flüssig lesen: Er ist abwechslungsreich, anschaulich und wortgewaltig. Insgesamt ist „Labyrinth der Freiheit“ ein schön geschriebener historischer Roman mit tollen Protagonisten. Kurzum: Ein gelungenes Finale der „Wege der Zeit“-Reihe! (gegen weitere Bände hätte ich aber trotzdem nichts einzuwenden 🙃)
37 reviews
December 19, 2022
Andreas Izquierdos Roman "Labyrinth der Freiheit" ist der 3. Band einer historischen Reihe, die drei Freunde zu Beginn der 20. Jahrhunderts, während des ersten Weltkrieges sowie in der Zeit danach in Berlin begleitet. Band 1 ("Schatten der Welt") erhielt zurecht 2021 den bronzenen Homer für den besten historischen Roman des Jahres. Aber auch Band 2 ("Revolution der Träume") sollte man gelesen haben, ehe man sich dem "Labyrinth der Freiheit" widmet.
Im Mittelpunkt stehen die drei Freunde Isi, Artur und Carl, welche sich in Band 1 als Heranwachsende große Pläne für die Zukunft ausmalen - jede:r auf seine und ihre Art. Der erste Weltkrieg trennt die Drei, jedoch treffen sie sich 2018 in Berlin wieder (Band 2). Isi - eine junge Frau mit einem enormen Gerechtigkeitssinn, einer Zunge wie einem Schwert und viel Energie - ist viel im linken politischen Spektrum unterwegs, bis sie einen Adeligen heiratet. Der schüchterne Carl macht seinen Weg als Kameramann bei der Ufa und Artur wird zur wichtigen Figur im Berliner Nachtclubleben und macht sich in dieser Szene ebenso Feinde wie die politisch engagierte Isi.
Diese ungewöhnliche Freundschaft steht auch im Zentrum von "Labyrinth der Freiheit". Neben einem spannenden Inhalt mit mitunter grausamen Passagen lebt das Buch auch von den authentisch geschilderten geschichtlichen Zusammenhängen und den vielschichtigen Charakteren. Und natürlich vom grandiosen Schreibstil des Autors.
Häufig verwendet er Personifikationen und Metaphern und erweckt durch diese detailreichen sprachlichen Bilder das verrückte Berlin der 20-er Jahre zum Leben. Als Ich-Erzähler fungiert ausgerechnet der zurückhaltendste der drei Freunde, der Kameramann Carl. Er gibt einen Einblick in die Entwicklung des Films in den 20-er Jahren, aber er begleitet und beobachtet auch das mitunter gefährliche Treiben seiner beiden Freunde.
Durch einen Wechsel der Erzählperspektive verfolgt der Leser aber auch das Treiben in Berlin aus der Sicht von Isi, die nicht nur in ihrem politischen Engagement und ihrem Einsatz für Gerechtigkeit Feinde auf sich zieht, sondern auch im privaten Bereich, und Artur, der als Nachtclubbesitzer eine Berliner Unterweltgröße darstellt.
Oftmals wird die Handlung sehr rasant erzählt, dann folgen herzerwärmende, zu Tränen rührende, komische oder tieftraurige Dialoge der Freunde. Hierin kommen die unterschiedlichen Charaktere besonders zum Tragen, jede einzelne Figur ist rhetorisch und anhand ihrer inneren Haltung sofort zu erkennen. Hier wird die Treue des Trios zueinander deutlich, hier werden Frotzeleien ausgetauscht und hier werden auch die politischen Entwicklungen in Berlin - in dem die Rechten immer stärker werden - diskutiert.
Fazit: Der Leser taucht mit den Protagonisten ein in den Strudel der Ereignisse im Berlin der 20-er Jahre. Man wird ebenso wie Carl, Isi und Artur mitgerissen von den Ereignissen, mal sind sie mehr Handelnde, mal Getriebene und Gejagte. Aber in jedem Fall ist es Wert, die drei zu begleiten.
Profile Image for _Le4_.
177 reviews
November 23, 2022
Im Buch geht es um die drei Protagonisten Carl, Isi und Artur. Sie leben in Berlin in den Zwanzigern und müssen sich gegen rechte Verschwörer zur Wehr setzen und dabei verschiedenste Schikanen durchmachen.

Das Buch hat einen wunderschönen Schreibstil. Das war eines der ersten Dinge, das mir aufgefallen ist. Es gibt viele charmante und amüsante Situationen, die einen zum Schmunzeln bringen. Zum anderen gibt es aber auch höchst brutale und aufreibende Situationen, sodass das hier wirklich kein gemütliches Buch ist. Und, auch wenn es die Einstellung zu der Zeit widerspiegelt, war es doch manchmal schwer zu lesen, wie über Homosexuelle und Frauen gesprochen wurde, vor allem weil die Hauptcharaktere trotz progressiver Ideen auch viele Ansichten teilten. Das passt natürlich geschichtlich, hat mir persönlich trotzdem etwas die Freude am Buch genommen.
Mir war nicht klar, dass es sich bei dem Buch um eine Fortsetzung handelt. Ich habe die vorherigen Bücher folglich nicht gelesen und mir hat gelegentlich etwas Kontext gefehlt, was anfangs störend war, sich aber mit Fortgang der Geschichte gegeben hat.
Der Autor macht die Zwanziger und auch Berlin zu der Zeit sehr lebendig. Man hat die Stadt bildlich vor Augen und es wirkt gut recherchiert.
Carl mochte ich sehr gerne. Er ist sensibel, aber auch stark, wenn es um seine Freunde geht. Mit ihm hatten wir einen, meiner Meinung nach, sehr interessanten Charakter, aus dessen Sicht wir die Story erleben konnten. Er bildet auch den klaren Ruhepol zu den anderen beiden Hauptcharakteren, welche teilweise sehr fieberhaft sind. An Artur und Isi kam ich nicht so heran. Vielleicht lag das daran, dass wir ihr Innenleben weniger gut wahrnehmen konnten. Aber ich fand Isi zu draufgängerisch und jähzornig, während ich Artur uninteressant fand. Er war der überlegene und brutale Typ, der eigentlich immer alles kann und immer die Leitung übernimmt und das war mir einfach zu glatt.
Generell kann die Geschichte anfangs sehr gut Spannung aufbauen, sodass es Teile gab, in denen ich das Buch gar nicht weglegen konnte. Im Laufe der Geschichte gibt es meiner Meinung nach aber ein bisschen zu viel langatmiges Drama, welches mich dann nicht mehr so begeistern konnte.

Ich dachte, ich hätte mit Andreas Izquierdo einen neuen Autor gefunden, den ich mir merken sollte, aber ich werde mich wohl doch eher vorsichtig an seine Bücher herantrauen. Das Buch kann ich trotz meiner Kritikpunkte empfehlen. Es ist wirklich toll geschrieben und ich werde die weiteren Bücher des Autors definitiv im Auge behalten.
390 reviews
December 6, 2022
Weiter geht die Geschichte um Isi, Carl und Artur und natürlich musste ich das Buch haben, denn hier endet die Trilogie und ich war sehr gespannt, wie es den drei Freunden mitten in der Weimarer Republik, dem Aufstieg der Rechten und der immensen Inflation im turbulenten Berlin ergehen würde.

1922, Berlin. Die drei Freunde, die charakterlich kaum unterschiedlicher sein könnten bekommen es mit einem dramatischen Überfall zu tun. Isi ist das Hauptziel der Attacke und wird – auch wenn sie mit dem Leben davonkommt – so hart getroffen, dass es dem Leser auch wehtut. Das können und wollen die drei so nicht auf sich sitzen lassen und dann kommt noch das eine oder andere Drama auf die drei zu. Nicht nur politisch und gesellschaftlich geht es für alle hoch her, auch Bekannte der drei Freunde sorgen für Momente die es in sich haben. Viel möchte ich dazu gar nicht verraten, denn es lohnt sich selbst zu lesen, vom Zeitgeist, von den wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen, aber auch Weiterentwicklungen in Sachen Film – Stichwort: Tonfilm. Das Buch ist meist spannend und unterhaltsam, immer aber lehrreich. Die historischen Fakten werden sehr anschaulich und verständlich in die Geschichte gepackt, mit dem Zeitgeist verwoben und man fragt sich auch immer wieder: „Was würde ich tun?“. Interessant fand ich vor allem wie der Versailler Vertrag und das Erstarken konservativer Kräfte und damit der Nazis eingebaut wird. Auch die Fakten rund um das Schreckgespenst Inflation sind sehr spannend und haben durch die aktuellen Entwicklungen besonders zu fesselnd gewusst. Auch die Hyperinflation 1923 ist gut dargestellt und zeigt, dass es zwar extrem viele Verlierer gibt, aber auch ein paar Gewinner.
Und dann sind da noch die drei Freunde, die mir einfach ans Herz gewachsen sind und zwar alle drei, obwohl sie so unterschiedlich sind und gerade Artur alles andere als es nettes Kerlchen. Er steht aber bedingungslos zu seinen Freunden und alle drei wachsen mal wieder über sich hinaus.

Zwischendurch, und vor allem zum Ende hin, gab es dann aber doch die eine oder Sache die mich nicht so ganz überzeugte, manches fesselte mich auch nicht mehr, insgesamt war das Ende der Trilogie dann aber doch stimmig. Daher vergebe ich vier Sterne und empfehle ganz dringend die Vorgänger gelesen zu haben, da sonst das Lesevergnügen wahrscheinlich sehr dürftig ausfallen dürfte.
Profile Image for Sim Hel.
347 reviews1 follower
April 22, 2023
Für mich ist "Labyrinth der Freiheit" Buch das schwächste der Reihe, auch wenn es mir nach wie vor gut, aber nicht sehr gut, gefallen hat. Mir sind die Charaktere sehr ans Herz gewachsen, ebenso wie die schöne Sprache und die Mischung aus realen historischen Ereignissen und fiktiver Coming-of-age-Geschichte.

Trotzdem gelingt es Andreas Izquiero meiner Meinung nach nicht ganz, das hohe Niveau des ersten und zweiten Bandes aufrechtzuerhalten. Die Geschichte konzentriert sich diesmal hauptsächlich auf Isi, die diesmal eigentlich fast unsympathisch wirkt, weil sie mit allen Streit anfängt und immer mit dem Kopf durch die Wand will. Eine "Reifung" bzw. überhaupt eine Entwicklung durchläuft sie nicht. Von Carl erfährt man ein bisschen von seinen Problemen mit Fritz Lang bei der UFA, aber ansonsten gibt es über ihn nicht viel Neues oder Nennenswertes zu berichten. Besonders enttäuschend fällt für mich aber Artur aus. Er spielt eigentlich kaum noch eine Rolle, ist nur noch der Ganove vom Dienst, der alle aus ihrer Misere herausholt, aber keine eigene Geschichte mehr bekommt. Der wunderbare Charakter, der in den ersten beiden Büchern entstanden ist, ist eigentlich völlig verschwunden bzw. zur Randfigur verblasst, was ich persönlich sehr schade finde.

Was mir bisher immer an der Reihe sehr gefallen hat, ist die Mischung aus historischen Fakten und fiktiver Geschichte. Die historischen Fakten kommen leider recht kurz, auch wenn immer mal wieder die Rede von der hohen Inflation ist. Stattdessen wird aus der Handlung eine Räuberpistole mit viel Action, Mord, Schlägereien und einigen Gerichtsverfahren,. Insgesamt wiederholt sich kurz gesagt sehr viel, es fehlt ein wenig an Originalität.

Vielleicht wäre es besser gewesen, ein paar Jahre verstreichen zu lassen und die drei Freunde mit "neuen" Geschichten wiederaufleben zu lassen. Es wäre sicher interessant gewesen zu sehen, wie sie den Nationalsozialismus erleben, zumal Carl Jude ist (diese Tatsache hat leider in der gesamten Trilogie nie eine Rolle gespielt, obwohl man irgendwie immer darauf gewartet hat).
Schade, dass es Andreas Izquiero nicht gelungen ist, einen würdigeren Abschluss für die Geschichte zu finden, die so wunderbar begonnen hat.
22 reviews
November 27, 2022
Gelungener 3. Teil
Natürlich habe ich komplett verpasst, dass es bereits 2 Teile gibt und stehe also mit Band 3 erst mal recht dumm da. Doch siehe da, es liest sich auch ohne Kenntnis der ersten Teile einfach super... Berlin 1922 nach dem ersten Weltkrieg mit wunderbarer Atmosphäre...

Geschichte: Die Geschichte von 3 Freunden, die schon einiges zusammen erlebt haben und immer wieder in Situationen geraten, die Ihr Leben kosten kann. Carl der Kameramann bei der UFA, Issy, die Anwältin der kleinen Leute, die sich immer in die brennenden Kohlen setzt und Arthur, der in der Unterwelt von Berlin zu Hause ist und das stabile Gerüst für Issy und Carl darstellt. Verfolgt werden die 3 von einem speziellen Bund, der sich in Deutschland gebildet hat und an mehreren Attentaten und Putschversuchen beteilig ist und auch die 3 ausschalten will...

Meinung: Es spielt so viel mit in dieser Geschichte von der Entstehung der Filme in der UFA über die ersten Versuche mit einem Tonfilm, die mangelnde Gerechtigkeit für Frauen, die in dieser Zeit wenig zu melden hatten, die Verfolgung jedweder Homosexueller Taten, Gerichtsprozesse , die von Haß und falscher Eitelkeit geführt werden, rechtsextreme die Politiker ermorden wollen, etc.etc. Wir tauchen für eine kurze Zeit in eine Welt, in der ich zumindest nicht leben wollte und die eigentlich nur für den stärkeren ausgelegt ist.

Alle 3 werden immer und überall durch die verschiedensten Situationen in etwas hereingezogen, wodurch sie fast immer gegen das gesamte System kämpfen müssen und nicht immer schaffen sie es , auf legalem Weg zu antworten. Der Schreibstil ist wunderbar spannend und es gelingt dem Autor für kurze Zeit einen Ausschnitt einer Welt zu öffnen und einzutauchen. Natürlich wäre es einfacher die beiden vorherigen Bücher zu kennen, aber auch ohne diese Kenntnis, hat mich das Buch beeindruckt.

Fazit: 5 Sterne für eine Geschichte, die mich sofort gefangen hat. Da ich zudem die Geschichten aus dieser Epoche sehr mag, fällt es leicht hier eine volle Punktzahl zu verteilen.
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November 13, 2022
Am Abgrund
Im ersten Band musste Isi, Carl und Artur über die Schatten des Ersten Weltkriegs springen. Artur war an der Front, Carl war Kriegsberichterstatter und Isi erlebte ihn daheim in Ostpreußen. Im zweiten Buch landeten die drei an Körper und Seele verwundet in Berlin. Auch hier bildet das Trio eine eingeschworene Gemeinschaft. Wir erleben mit ihnen einen Tanz auf dem Vulkan.
Nun im dritten Band ist es nur noch einen Schritt bis zum Abgrund. Carl ist Kameramann bei Fritz Lang und wir erleben mit ihm wie sich die Filmindustrie entwickelt. Artur ist eine Art Unterweltboss mit sozialer Ader. Isi hilft allen die von der Politik und der Gesellschaft im Stich gelassen wurden, Kriegsversehrte, Witwen, Waisen und Dienstboten die für die feine Gesellschaft nur bessere Sklaven sind.
Am Abgrund
Der Autor beschreibt wieder eine Zeit die man so nicht erleben möchte. Der Schein ist zwar sehr schön aber die Wirklichkeit kann nicht mithalten. Hunger und Armut steht für die meisten Menschen auf der Tagesordnung, selbst die Mittelschicht ist durch die Inflation gefährdet. Unternehmen die erfolgreich waren sind von Heute auf Morgen bankrott und die Männer arbeitslos. Die Wut auf Alles und Jeden wächst. Agitatoren haben leichtes Spiel. Es ist die dunkle Nacht vor dem blutigen Morgen.
Das Trio setzt alles aufs Spiel um zusammen zu bleiben, aber so großen Problemen, ja Gefahren waren sie trotz des Krieges noch nicht ausgesetzt.
Leider ist es der abschließende Band, der Autor schreibt so mitreißend das ich zu gerne erfahren würde wie die drei die kommenden Jahre und den nächsten Krieg überstehen. Am besten wären noch zwei Bände. Der krönende Abschluss wäre "Die goldene Freiheit".
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November 17, 2022
Am Abgrund
Im ersten Band musste Isi, Carl und Artur über die Schatten des Ersten Weltkriegs springen. Artur war an der Front, Carl war Kriegsberichterstatter und Isi erlebte ihn daheim in Ostpreußen. Im zweiten Buch landeten die drei an Körper und Seele verwundet in Berlin. Auch hier bildet das Trio eine eingeschworene Gemeinschaft. Wir erleben mit ihnen einen Tanz auf dem Vulkan.
Nun im dritten Band ist es nur noch einen Schritt bis zum Abgrund. Carl ist Kameramann bei Fritz Lang und wir erleben mit ihm wie sich die Filmindustrie entwickelt. Artur ist eine Art Unterweltboss mit sozialer Ader. Isi hilft allen die von der Politik und der Gesellschaft im Stich gelassen wurden, Kriegsversehrte, Witwen, Waisen und Dienstboten die für die feine Gesellschaft nur bessere Sklaven sind.
Der Autor beschreibt wieder eine Zeit die man so nicht erleben möchte. Der Schein ist zwar sehr schön aber die Wirklichkeit kann nicht mithalten. Hunger und Armut steht für die meisten Menschen auf der Tagesordnung, selbst die Mittelschicht ist durch die Inflation gefährdet. Unternehmen die erfolgreich waren sind von Heute auf Morgen bankrott und die Männer arbeitslos. Die Wut auf Alles und Jeden wächst. Agitatoren haben leichtes Spiel. Es ist die dunkle Nacht vor dem blutigen Morgen.
Das Trio setzt alles aufs Spiel um zusammen zu bleiben, aber so großen Problemen, ja Gefahren waren sie trotz des Krieges noch nicht ausgesetzt.
Leider ist es der abschließende Band, der Autor schreibt so mitreißend das ich zu gerne erfahren würde wie die drei die kommenden Jahre und den nächsten Krieg überstehen. Am besten wären noch zwei Bände. Der krönende Abschluss wäre "Die goldene Freiheit".
Profile Image for Aus Liebe zum Lesen.
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December 17, 2022
Endlich ist er da, der dritte Band um das Triumvirat, Arthur, Carl und Isi. Mit „Labyrinth der Freiheit“ schließt Andreas Izquierdo seine Wege-der-Zeit-Trilogie ab. Nachdem ich von „Schatten der Welt“ hellauf begeistert war, enttäuschte mich „Revolution der Träume“ etwas, das den Charme des ersten Buchs vermissen ließ und sich sehr auf die Politik der Zeit konzentrierte.

Der Schauplatz ist auch diesmal Berlin, wobei sich die Zeitspanne der Erzählung trotz der stattlichen gut 500 Seiten nur auf das Jahr 1922 beschränkt. Wie zu erwarten, werden die 3 Protagonisten wieder in allerlei Schwierigkeiten verwickelt und alte Fehden mit den von Torstayns und Boysens aber auch den Rechten werden weiter ausgetragen. Mir gefällt es gut, dass sich die Handlung diesmal wieder mehr mit den Figuren und weniger mit politischen Entwicklungen beschäftigt, denen dennoch sehr subtil Beachtung geschenkt wird.

Auch die Figuren, ihre Charakterzüge und Entwicklungen passen wieder besser als im zweiten Band und knüpfen eher an den ersten Band an. Wenngleich die Handlung an einigen Stellen doch etwas hanebüchen daherkommt und die Leichtigkeit des ersten Buchs mit der politischen und persönlichen Entwicklung der Figuren verloren ging, hat Andreas Izquierdo wieder einen spannenden Roman mit liebenswerten Figuren geschrieben, sodass der Lesende bis zum Ende mitfiebern muss.
Profile Image for LiA.
365 reviews
October 31, 2022
Langweilig und sehr bemüht. Da hat jemand Babylon Berlin gesehen - oder vielleicht auch Volker Kutschers Romane gelesen - und eine seichte Kopie erstellt, die - Andeutung? Andeutung? - nicht nur in Berlin, sondern auch im Filmstudio der Ufa in den 1920er Jahren spielt. Vielleicht macht sich der Autor Hoffnung, die ARD oder das ZDF möge seine Romane als nächste verfilmen? Die Geschichte ist vage, es geht um Mord, Verdacht, Liebe. Es ist brutal und düster. Und irgendwie soll es, so der Klappentext, um drei Freund:innen gehen, wobei die immer wieder als „keck“ bezeichnete Frau in der Triade - Isi - nicht nur einen niedlichen Namen mit gleich zwei „I“ hat, sondern auch als extreme Doublette der Babylon-Charlotte daherkommt. Gequältes und - sorry, aber hier schreibt die Sprachwissenschaftlerin - Berlinern inclusive. Klassismus übrigens auch. Oder warum berlinert die „Gnädige“ nur im Knast? Also, kurz gesagt: zu wenig Fantasie und viel zu viel Klischee für meinen Geschmack. Die Freund:innen der 1920er Jahre Nostalgieschmonzette mögen es mögen. Ich danke Netgalley für das Leseexemplar im Gegenzug für eine kleine Besprechung.
630 reviews
November 17, 2022
Da ich die ersten zwei Bände nicht gelesen habe, hatte ich anfangs einige Probleme, mich in diese Geschichte einzufinden. Dieses legte sich jedoch im Laufe der Handlung, so dass ich mich voll in sie hinein finden konnte. Es wurde mir möglich, die drei Hauptprotagonisten kennenzulernen und auch den Zusammenhang zu begreifen.
Die drei Freunde Arthur, Carl und Isi müssen sich gegen ihre Widersacher behaupten, was nicht immer mit legalen Methoden möglich ist. Eindringlich werden die 1920er Jahre beschrieben, das Elend, der Hunger, die Gewalt, der Überlebenskampf der Menschen, sowie auch die unerträglich hohe Inflation. Die Handlung ist aufwühlend, spannend und rasant bis zur letzten Seite. Sehr gut hat Andreas Izquierdo die Verhältnisse und die historischen Begebenheiten der damaligen Zeit recherchiert. Durch dieses mit 500 Seiten umfassende Buch führt der Autor mit einem unterhaltsamen und angenehmen Schreibstil.
Mein Fazit:
Ohne Kenntnisse der ersten beiden Teile ist es anfangs etwas schwer, in diese Geschichte hineinzufinden.
Trotzdem gebe ich diesem spannenden und fesselnden Roman 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
2,267 reviews12 followers
November 18, 2022
Zum Inhalt:
Alles steuert im Berlin im Jahr 1922 auf die Inflation zu. Artur, Isi und Carl entgehen nur knapp einen Anschlag. Eine Gruppe roter Verschwörer at es auf sie abgesehen, aber nicht mit Artur, der gnadenlos zurück schlägt. Carl leidet unter Fritz Lang, erlebt aber wie der erste Tonfilm entsteht. Isi sucht seit dem Anschlag Streit mit jedem und das führt zu nichts Gutem.
Meine Meinung:
Ich hatte nicht auf dem Schirm, dass das der letzte Teil einer Trilogie ist und habe so etwas gebraucht, um rein zukommen, aber habe es geschafft und ich fand das Buch richtig gut. Gerade auch die Stimmung der damaligen Zeit wie eben die Nachwehen des Krieges werden sehr greifbar. Die goldenen Zwanziger sind noch fern und das Leben ist schwer. Der Schreibstil war sehr angenehm und auch angepasst an die Zeit, in der das Buch spielt. Die Geschichte hat mir gut gefallen und obwohl ich die ersten Bände nicht kenne, kann ich das Buch empfehlen.
Fazit:
Hat mir gefallen
12 reviews
February 19, 2023
Roman aus dem Leben im Berlin der Weimarer Republik
Dieser wunderbare Roman des zum Teil spanischstämmigen Bestsellerautors Andreas Izquierdo (daher der deutsche Vor- und der spanische Nachname: Izquierdo = links) spielt im Berlin der zwanziger Jahre, also in der Weimarer Republik. Es handelt sich um den dritten und letzten Teil einer Trilogie. Protagonisten sind mehrere sehr unterschiedliche Menschen, die einen Freundeskreis bilden und von Rechtsextremen verfolgt werden. Ein Kameramann, eine betörend schöne Frau und ein Ganove müssen um ihr Überleben fürchten. Es werden wichtige Themen dieser kontrastreichen Zeit voller Armut und Hunger einerseits und exzessiven Feiern andererseits beschrieben. Dieser spannende und temporeiche Roman ist aufgrund der präzise recherchierten und in die Romanhandlung eingebetteten Fakten ein absolutes "Must-Read" für alle, die sich für wirklich gute, historisch angehauchte Literatur begeistern können.
Profile Image for Hannah.
110 reviews11 followers
November 28, 2022
Für mich ist der dritte Band der "Wege der Zeit" Reihe ein guter Abschluss dieser.
Besonders nach einem etwas schwächeren zweiten Band hat mir das Buch sehr gefallen. Es nimmt uns wieder mit nach Berlin in den zwanziger Jahren mit den drei Freunden Carl, Isi und Artur. Wieder ist die Beziehung der Drei der Mittelpunkt der Geschichte. Es macht Spaß zu sehen wie die unterschiedlichen Charaktere zusammen arbeiten und jeder eine bestimmte Rolle in dem Gespann hat.
Die Probleme vor die sie entweder als Gruppe. aber auch ganz persönlich gestellt werden sind spannend erzählt und behandeln wichtige Themen, die in der Zeit das gesellschaftliche Leben geprägt haben.

Der Schreibstil ist sehr gut, sodass man von der Geschichte gepackt wird und immer weiter lesen möchte.
Für Fans von historischen Romanen ist diese Reihe wirklich sehr zu empfehlen.

114 reviews
December 4, 2022
Andreas Izquierdo schreibt großartig. Das schonmal vorweg. Ich hatte bereits das Vergnügen den Vorgänger lesen zu dürfen. Und wieder gelingt es Izquierdo in beeindruckender Manier sowohl sprachlich, als auch inhaltlich zu überzeugen. Beim Lesen weiß man gar nicht was man besser finden soll. Die historischen Informationen über Politik und überhaupt alle Verwicklungen dieser Zeit, oder die spannend erzählte Story der Drei. Also egal welches Genre man favorisiert hier ist für jeden etwas dabei. Diesmal führt uns der Autor in die Weimarer Republik. Genauer gesagt ab dem Jahr 1922. Die Protagonisten haben es alle ein Stück weit geschafft zu überleben und ihre Aufgabe gefunden. Doch schnell wird dies durch einen Mordanschlage gestört. Izquierdo versteht es die Gefühle der Menschen in der Zeit zu transportieren. Man ist emotional total ergriffen und gefesselt. Unbedingt Lesen!
Profile Image for Karola.
811 reviews7 followers
January 2, 2023
Berliner Lokalkolorit in den Goldenen Zwanzigern – spannend!

In lebendiger, zeitgeschichtlicher Kulisse der wirren Weimarer Republik entfaltet sich ein dramatisches, harsches Szenarium mit drei charakterlich sehr unterschiedlichen, sehr sympathischen Hauptakteuren, die zu 100% füreinander einstehen seit der Jugendzeit im westpreußischen Thorn in Band 1 von 3. Verpackt in spannende Historie vermittelt das Buch einen authentischen, lebendigen Eindruck vom Alltagsleben der Bevölkerung – arm wie reich – mit fortschreitender Geldentwertung, Ausbeutung und Kriminalität, der aufstrebenden Entwicklung der Filmindustrie in Babelsberg als Gegenpol zu der doch insgesamt sehr düsteren, beklemmenden, überwältigenden Krisenstimmung. Neben dekadenter Vergnügungssucht und perversen Sexszenen gibt es auch einige beschauliche, berührende Momente. Ein sehr empfehlenswertes Leseerlebnis!
356 reviews5 followers
March 14, 2023
Weiterhin unterhaltsam und spannend endet die Trilogie. Gerade der geschichtliche Hintergrund macht die Lektüre reizvoll. Allerdings endet die Geschichte etwas abrupt und unbefriedigend. Dennoch bleibt die Reihe ein Leseerlebnis, denn so viele Bücher mit Schmökerpotential und ohne allzuviel Trivialität gibt es nicht. In jedem Fall ist mir die frühe Weimarer Republik durch diese Bücher auf unterhaltsame Weise nähergekommen. Allein das lohnt schon.
686 reviews7 followers
June 22, 2025
Ein guter Abschluss der Trilogie. Die Zeit Anfang der 1920er-Jahre in Berlin wird lebendig. Allerdings ist dieser Teil eher ein Krimi und etwas monotheistisch und weniger als die anderen Teile die diversen Schilderungen der drei unterschiedlichen Charaktere und Leben. Hier hilft auch der Klappentext nicht, der einen Mordverdacht erwähnt, der erst im letzten Drittel eine Rolle spielt. Wieder gut gebaut. Und gut gelesen.
Über die Buch- und den Serientitel muss ich noch nachdenken.
Profile Image for Agatha Haselnuss.
16 reviews
September 12, 2023
Ein unfassbar wunderschönes Finale der Reihe! Ich musste sehr mit mir hadern, ob ich ihm nicht doch 5 Sterne gebe, aber dafür kam mir das Ende leider zu kurz. Es erschien mir etwas überhastet und hat viele Momente ausgelassen, die noch hätten kommen können. Aber ansonsten eine absolute Empfehlung!
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