Azadiya ist eine jesidische Lesbe, deren Cousine Opfer eines Ehrenmordes war und die auch selbst von Ehrenmord bedroht ist.
Dieses Buch erzählt ihre Geschichte und bettet sie wundervoll in eine Analyse ein, die es schafft spezifische Femizide und Sexismen zu benennen, ohne in Fallen von Rassismus/Orientalismus zu fallen.
Besonders spannend fand ich den Exkurs zur Traumaforschung, die sagt, dass Gemeinschaften die Genozide überlebt haben, manchmal als Versuch eines Schuztmechanismus nach innen hin sehr strenge Regeln aufstellen.
Auch richtig und wichtig fand ich die Stellen darüber, dass Frauen auch in der eigenen Mentalität gegen das Patriarchat kämpfen müssen, etwas gegen Scham oder das Abwerten anderer Frauen.