Der Unternehmer Dan Light wird als Held der grünen Ernährung gefeiert. Seine Firma Lightfood produziert Laborfleisch, für das keine Tiere sterben müssen, und macht Milliardenumsätze damit. Doch der Ausbruch einer weltweiten Krankheit wirft einen Verdacht auf: Geht bei Lightfood wirklich alles mit rechten Dingen zu? Als Dan Light nachforscht, stößt er in seinem eigenen Unternehmen auf ein Netz aus Korruption, Intrigen und Sabotage – und wird auf einmal selbst zum Gejagten. Ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt …
T.S. Orgel ist das gemeinsame Pseudonym der Brüder Tom und Stephan Orgel.
Tom Orgel wurde im März 1973 in Görlitz geboren. Er ist Mediengestalter und diplomierter Grafik-Designer und arbeitete bereits als Dozent, Herausgeber und Redakteur eines Kunstmagazins und in der Art Direktion mehrerer Werbeagenturen. Heute lebt er mit Frau und Kind im Spessart und verdient sein Geld als selbständiger Grafik-Designer und Texter. Er bekämpft seinen Rollenspielentzug mit dem Schreiben von phantastischen Erzählungen.
Sein Bruder Stephan Orgel, Jahrgang 1976, ist Verlagskaufmann und hat Betriebswirtschaft studiert. Er lebt und arbeitet heute irgendwo in Hessen in der Verlagsbranche, unter anderem als Redakteur für ein Fachmagazin. Er ist begeisterter Rollenspieler und verbringt einen Großteil seiner Freizeit mit dem Schreiben von phantastischen Geschichten.
2 Sterne weil es, zugegeben, noch schlechtere Bücher gibt. Kurz zusammengefasst: gute Gute gegen böse Böse mit ein bisschen pseudo Science und geheuchelter Ökobotschaft.
Das Buch hatte mir eine faszinierende Hintergrundgeschichte versprochen, die sich um die Thematik von Laborfleisch und Unternehmenskorruption dreht, aber auch um die Ethik des Fleischverzehrs. Und anfangs gelingt es den Autoren auch, den Leser in diese Welt einzuführen, in der der Unternehmer Dan Light als Vorreiter einer grünen Ernährung gefeiert wird. Seine Firma Light Foods produziert scheinbar revolutionäres Laborfleisch, das potenziell das Leid von Tieren und die Umweltauswirkungen der Fleischproduktion mindern könnte, was der charismatische Unternehmensgründer á lá Elon Musk nicht müde wird in allen Kanälen zu propagieren. Jedoch verliert m.E. das Buch zum Ende hin, indem es in einer Klischee-befrachteten Handlung, die sich in Hollywood-ähnliche Action-Szenen verliert und die Handlung sich auf einen klassischen Held-gegen-Schurken-Konflikt verlegt und die eher an Drehbücher von Actionfilmen erinnern. Leider wird versäumt, die brisanten Themen angemessen zu vertiefen. Die ethischen Debatten rund um Laborfleisch und die Verantwortung von Unternehmen gegenüber der Gesellschaft werden zu Gunsten von spektakulären Verfolgungsjagden und Explosionen aufgegeben. Es wurde m.E. versäumt, wichtige Fragen über die Technologie, Unternehmensführung und die gesellschaftliche Verantwortung zu erörtern, diese Themen wurden, wenn überhaupt, nur am Rande gestreift. Das Buch ließt sich gut und flüssig, ist spannungsgeladen, allerdings fühlt es sich für mich wie ein Big Mac an (sieht nach viel aus, ernährt einen aber nicht); Schade, das hätte besser sein können....
Dieser Near-Future-Thriller der Brüder Tom und Stephan Orgel befasst sich mit dem Thema Laborfleisch und Tierschutz, Umweltschäden und Veganismus. Ein Thema, welches momentan in aller Munde ist und für einen Thriller wahrlich spannend! Außerdem ist es ein Plot, den ich bisher noch bei keinem Buch in diesem Genre gefunden habe und mein Interesse sofort geweckt wurde.
Light Foods ist das führende Unternehmen, welches Laborfleisch produziert und dabei äußerst erfolgreich ist. Daniel Lichter, der Gründer der Firma, ist ein charismatischer Chef, der sich gut verkaufen kann und mit seinen fleischlosen Produkten, die optisch und geschmacklich nicht von echtem Fleisch zu unterscheiden sind, punktet. Als TASE, eine weltweite Krankheit (ähnlich BSE) ausbricht, die unheilbar zu sein scheint und sich rasend schnell verbreitet, kommt es zu Gerüchten, dass Light Foods der Urheber sein könnte. Dieser Meinung ist auch Peter Heigen, der im Unternehmen arbeitet und auf einige Ungereimtheiten gestoßen ist. Gemeinsam mit einigen Bekannten und seiner Freundin Lisa versucht er schon länger Light Foods als den Urheber der Krankheit zu überführen. Bei seiner Recherche findet er Daten, die dies bestätigen. Als er diese seiner Freundin Lisa zeigen möchte, wird er auf dem Weg zu ihr angefahren. Der Fahrer begeht Fahrerflucht. Peter ist schwer verletzt und liegt im Koma. Daraufhin kontaktiert Lisa Peters Schwester Anna, um sie davon zu überzeugen, dass es kein Unfall war, sondern ein Mordversuch. Lisa und ihre Umweltgruppe arbeiten nämlich schon länger gemeinsam an der Aufdeckung des Skandals und wollen die Schuld von Light Foods beweisen.
Tom und Stephan Orgel haben sich diesmal an einem Bio-Thriller versucht und es ist ihnen teilweise auch gut gelungen. Das Thema ist mehr als interessant und es gibt jede Menge Hintergrundwissen, die die Autoren mit ihren Leser:innen teilen. Das Thema Nahrungsmittel der Zukunft wird uns noch einige Male über den Weg laufen. Bis alle Figuren eingeführt sind und kommt es leider in der ersten Hälfte auch zu einigen Längen und es dauert etwas, bis die Handlung wieder in Schwung kommt. Trotzdem konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen, denn es gibt immer wieder überraschende Wendungen und interessante Hintergrundinformationen, die mich immer wieder googeln ließen.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, wobei den Hauptteil davon Anna und Dan Lichter bestreiten. Keine der beiden ist mir wirklich sympathisch und auch der Rest der Nebencharaktere ist nicht gerade einnehmend. Manche davon sind etwas stereotyp dargestellt und viele wirken eher blass. Daniel Lichter ist ein arroganter Mensch, der sich als Mittelpunkt des Universums sieht. Hingegen ist die neugierige Nachbarin Frau Nowak mit ihrem Dackel Herr Petracek ein Lichtblick. Anfangs nervt sie zwar zusehends, aber im Laufe der Zeit schließt man sie ins Herz. Auch der Humor kommt nicht zu kurz - besonders bei Szenen mit besagter Person.
Leider wird es im letzten Drittel etwas zu unrealistisch und unlogisch und erinnert eher an einen Action-Film. Außerdem sind mir die Worte "Tesler" und Elon Musk" zu oft vorgekommen. Die Auflösung fand ich hingegen logisch und gelungen.
Fazit: Die Thematik um die Nahrungsmittel der Zukunft ist wirklich sehr interessant, aber so richtig hat mich der Bio-Thriller nicht abholen können. Die erste Hälfte war etwas zu ruhig und dahinplätschernd und ab der zweiten Hälfte wurde es mir zu actionslastig und unrealstisch. Trotzallem ist "Der Skandal" ein Buch, von dem man einige Stunden gut und spannend unterhalten wird.
Dieser Biothriller widmet sich dem Thema Fleischproduktion und zwar auf ethisch vertretbare Art, das Fleisch wird nämlich im Labor gezüchtet. Dan ist mächtig stolz auf seine Firma und vertritt sie würdig. Doch dann tauchen immer mehr Fälle von TASE (einer Krankheit ähnlich BSE) auf und ein Verdacht erhärtet sich. Annas Bruder Peter, der in dieser Firma arbeitet, hat einen fatalen Unfall und liegt im Koma.
Der Thriller ist hauptsächlich aus Sicht dieser zwei Personen geschrieben und hat mich richtig mitfiebern lassen. Beide waren mir anfangs nicht ganz so sympathisch, was sich dann etwas gebessert hat. Sie entwickeln sich weiter und ich konnte ihre Handlungen immer nachvollziehen. Noch ein bisschen mehr Focus auf die Figuren hätte meiner Meinung nicht geschadet, an manchen Stellen blieben sie etwas blass. Mein Highlight ist aber einer der Nebencharaktere, anfangs eher nervig, ist der für einige Überraschungen gut Und hat mich öfters schmunzeln lassen.
Der Schreibstil liest sich super und es gibt jede Menge Wissen in diesem Buch, das fand ich seh gut und genau deswegen lese ich Biothriller sehr gerne. Das Thema wirkte auf mich sehr gut recherchiert und fundiert erklärt. Leider blieb deswegen anfangs die Spannung ein bisschen auf der Strecke und der große Zusammenhang fehlte mir etwas. Ab etwa der Hälfte ändert sich das allerdings und es geht Schlag auf Schlag rasant auf das Ende zu. Das war für mich schlüssig und klärte alle Fragen. Es ist zwar ein Zukunftsroman, doch so fern ist die Idee gar nicht und eigentlich ein sehr gutes Konzept, dass für die Fleischproduktion keine Tiere mehr sterben müssen. Das hat das Thema für mich sehr realistisch wirken lassen und verursacht schon ein seltsames Gefühl beim Lesen - ich mag das. Wer noch andere Bücher des Autorenduos kennt, wird die ein oder andere Anspielung darauf finden. Ich bin jedenfalls neugierig geworden und werde mir noch ein paar Bücher der beiden zulegen, da mich dieses hier sehr gut unterhalten hat.
Wie sehen die Alternativen für die Lebensmittelbranche aus, wenn Tierwohl endlich ernst genommen wird? Was Fleischersatzprodukte genau enthalten, frage ich mich schon, seit ich dem Fleisch aus Gewissensgründen vor Jahren den Rücken gekehrt habe, und ich bin mir sicher, dass ich mit dieser Frage nicht alleine bin. Doch was wäre, wenn für Fleisch kein Tier mehr sterben müsste? Wenn es gezüchtet wird? Klimaneutral, frei von Medikamenten, so dass es weniger einem Produkt aus der Apotheke gleicht und damit die Qualität von echtem Fleisch sogar übersteigt? Wäre das eine echte Alternative und könnte dies frei von Betrug und Skandalen ablaufen? Ein fragwürdiger Unfall, eine Firma samt einem strahlenden CEO und eine Gruppe Aktivisten und eine pandemische Erkrankung laden dazu ein, dieses Thema von Grund auf durchzuspielen und einen spannenden Thriller rund um Lebensmittelprodukte und wirtschaftliche Interessen hervorzubringen. Das Thema ist hochinteressant, weil es sich mit einigen der großen Herausforderungen unserer Zeit beschäftigt. Die letzte Pandemie steht uns allen vor Augen und der Gedanke, dass eine solche durch Nahrungsmittel ausgelöst werden könnte, ist eine beängstigende Vorstellung. Zudem stellt die wachsende Weltbevölkerung die verfügbaren Ressourcen auf die Probe und die Massentierhaltung bedeutet neben dem Grauen der Haltung und den ethischen Fragen des Tierwohls auch eine enorme Belastung für die Umwelt. Ich habe selbst lange in der Lebensmittelbranche gearbeitet und kenne so manches dieser Probleme. Ein Grund für mich, mich bewusster zu ernähren und auf Fleisch zu verzichten. Die Geschichte weiß zu überzeugen, selbst wenn es erst im zweiten Teil wirklich zum Thriller wird. Aber die Hinter- und Beweggründe bedürfen eben einiger Zeit, um sie sinnvoll aufzubauen. Und das ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen. Für mich ein guter Thriller rund um ein spannendes und wichtiges Thema und ein Buch, das ich gerne weiterempfehle!
Ein Biothriller, der sich der weltweiten Nahrungsmittelknappheit annimmt. Das neuste Projekt der Gebrüder Orgel klingt sehr vielversprechend, hat am Ende dann aber doch nicht all meine Erwartungen erfüllt.
Der Auftakt in die Geschichte gelingt sehr flott und mach sehr neugierig auf das, was da kommen möge. Allerdings zieht sich die Handlung ein wenig träge dahin, bis alle Figuren eingeführt wurden und deren Motivation und Recherchen weitere Schritte ermöglichen, die die Handlung wieder in Schwung bringen. Für mein Gefühl war an dieser Stelle ein bisschen zu detailliert erklärt worden, wer was aus welchem Grund macht.
Im hinteren Drittel kommt wieder Spannung auf, wenn die Ereignisse kommen, die im Klappentext angedeutet werden. Wobei das Ende dann doch recht schnell erzählt wird. Dies führt zu einer unausgewogenen Spannungskurve und es hätte mich eher angesprochen, wenn dem ersten Drittel weniger und dem hinteren Drittel und vor allem dem Ende mehr Raum gegeben worden wäre.
Fazit Der Thriller scheint gut recherchiert zu sein, aber wenn man es genau betrachtet, finden sich die »handelsüblichen« Stilelemente eines Thrillers in diesem Buch mit den typischen Wendungen und dem weniger überraschenden Ende. Klar, die Gebrüder Orgel verstehen ihr Handwerk und können auch übliche Stilelemente gut erzählen, aber durch die etwas unausgewogene Erzählung kann ich den Biothriller nur Genrefans empfehlen.
Eine neuartige Krankheit breitet sich überall dort aus, wo ein Unternehmen seinen Sitz hat, welches künstliches, von echtem nicht unterscheidbares Fleisch herstellt. Auf der Suche nach einem Zusammenhang wird Peter Heiden in einen vermeintlichen Unfall verwickelt. Seine Schwester Anna beginnt zu recherchieren. Gleichzeitig bekommt auch der Gründer des Unternehmens, Daniel "Dan Light" Lichter, Zweifel daran, dass im Konzern alles mit rechten Dingen zugeht. Das ungleiche Paar muss sich zusammen tun und deckt dabei eine Verschwörung auf.
Die Prämisse und das Thema sind sehr spannend gewählt, besonders die Perspektive des reichen, arroganten "Selfmade"-Miliardärs, dessen Höhenflug drastisch endet, war erfrischend neu. Allerdings brauchte es knapp die Hälfte des Buchs, bis die Handlung Fahrt aufnahm. Auf den ersten 180 Seiten passiert sehr wenig. Was dann passiert, ist stellenweise nicht wirklich logisch, an anderen Stellen recht leicht vorhersehbar.