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Der verbotene Planet

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Seit die Erde vor zweihundert Jahren unbewohnbar geworden ist, hat sich die Menschheit auf dem Mars angesiedelt. Das Betreten der Erde ist strengstens untersagt, wodurch sich der Planet zu einem grünen Paradies regenerieren konnte.

Bei einem Observationsflug entdeckt Captain Liv Heller jedoch eine Siedlung auf der Erde – Überlebende eines vor dreißig Jahren havarierten Raumschiffs. Das Gesetz ist Die Bewohner müssen von der Erde evakuiert werden – doch diese weigern sich...

360 pages, Mass Market Paperback

Published September 19, 2022

9 people want to read

About the author

Jacqueline Montemurri

33 books2 followers
Jacqueline Montemurri wurde am 18. August 1969 in Lichtenstein/Sachsen geboren. 1982 übersiedelte sie mit ihrer Familie nach Dorsten/NRW, wo sie an der Gesamtschule Wulfen 1989 ihr Abitur machte. Sie studierte in Aachen Luft- und Raumfahrttechnik und schloss das Studium 1995 als Diplom-Ingenieurin ab. Einige Jahre war sie bei einem Bildungsträger in der Verwaltung und als Dozentin für Projektmanagement tätig. Aktuell ist sie als Assistentin der Geschäftsleitung des Flüchtlingshilfevereins Velbert beschäftigt. Ihr 2012 veröffentlichter Debütroman »Die Maggan-Kopie« war für den Deutschen Science Fiction Preis 2013 nominiert. Ihr 2013 veröffentlichter Erzählband »Fremde Welt« errang beim Deutschen Phantastik Preis 2014 eine Doppelnominierung in den Kategorien »Beste Anthologie« und »Beste Kurzgeschichte«. Kurzgeschichten von ihr sind in verschiedenen Magazinen und Anthologien enthalten. Ein Lappland-Thriller ist auf dem Weg und weitere Romane in Arbeit. Ihre technische Ausbildung und ihre Liebe zum hohen Norden schlagen sich in ihren Geschichten nieder. Sie lebt mit ihrer Familie in Neviges.

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for reherrma.
2,142 reviews37 followers
June 13, 2023
Ein hervorragender Roman, der mich geflasht hat. Nach ihrem hervorragenden ersten Roman Der Koloss aus dem Orbit by Jacqueline Montemurri ist es nun ein ethisch-moralischer Diskurs um Auswirkungen des Klimawandels auf die gesamte Menschheit und um die Freiheitsgrenzen des Einzelnen zum Schutz des Gemeinwohls. Hierzu wagt die Autorin einen Blick in die zweite Hälfte des 22. Jahrhunderts: Die Menschheit wurde in den 2 130er Jahren auf den Mars umgesiedelt. Der verwüstete Planet Erde wurde unter Naturschutz gestellt und jede Neubesiedlung verboten.
Nach Jahren der Dürren, Stürme und Flutkatastrophen, die Hungersnöte und Pandemien zur Folge hatten und die Weltbevölkerung dezimierten, konnte der Planet endlich aufatmen und neu entfalten, nachdem sich die Menschheit auf dem Mars ansiedelten.
Die Menschen des Mars leben nun in Millionenstädten unter riesigen Kuppeln mit künstlicher Atmosphäre. Bei gelegentlichen Beobachtungsflügen wird die Renaturierung der Erde beobachtet. Bei einem solchen Flug entdeckt Captain Liv Heller, angelockt von einem SOS-Ruf, eine kleine Siedlung auf der Erde. Wie sich bei Kontaktaufnahme herausstellt, sind es Überlebende und deren Nachkommen eines vor 30 Jahren angeblich auf der Erde havarierten Raumschiffs unter Kommando von Captain Harrison Fawsett. Das vom Obersten Menschheitsrat erlassene Gesetz besagt nun allerdings, dass diese friedlichen, im Einklang mit der wieder üppig entwickelten Pflanzen- und Tierwelt lebenden Siedler vom Planeten Erde evakuiert werden müssen: „Die Menschen würden sich erneut wie die Heuschrecken auf diesem Planeten verbreiten, Lebensräume der ansässigen Tiere und Pflanzen zerstören, um Platz für ihre Siedlungen zu schaffen. … Sie würden Müll produzieren, Schadstoffe in Luft und Erde einbringen und aus dem Paradies wiederum eine öde Wüste machen.“ Doch nicht alle der etwa 30 Siedler, vor allem die auf der Erde geborene zweite Generation, wollen ihre Heimat verlassen und verweigern sich der von Mars-Regierung angeordneten Evakuierung, da sie sich nicht den „Marsmenschen“ zugehörig fühlen.
Damit ist der Konflikt gegensätzlicher Interessen offensichtlich: Auf dem Mars will man einen drohenden Bürgerkrieg zwischen Mars- und Erdanhängern verhindern, zumal der Konflikt durch Querdenker zusätzlich angeheizt wird, die die Existenz der Erde für Fake News halten. Andererseits steht die Besatzung des Forschungsschiffs jetzt vor der Frage, ob sie die Siedlung auf der Erde auslöschen und ihre Bewohner töten soll, nur um dem Gesetz der Mars-Regierung zu folgen? Darf man das Leben Weniger opfern, um den Frieden in der Mars-Gemeinschaft zu retten? Wo hören Recht und Freiheit des Einzelnen auf, um das Gemeinwohl zu schützen?...
Die Autorin versteht es, diese durchaus aktuellen Fragen in einer utopisch/dystopischen Handlung zu verarbeiten, indem sie ihre Protagonisten mit ihren gegensätzlichen Sichtweisen gegenüberstellt.
Dabei ist ihr ein Roman gelungen, der zum Nachdenken anregt, dessen Spannungsbogen durchwegs überzeugt, man kann sich sehr gut in die verschiedenen Charakteren hineinversetzen.
Dabei bleibt leider der technische Vorgang der Marsbesiedelung außen vor, es wird in dieser Konfrontation keine Stellung bezogen und es wird keine Lösung des Konflikts vorgeschlagen. Die Autorin stößt nur die Diskussion an. Die Antworten muss der Leser selbst finden...
Profile Image for KruemelGizmo.
503 reviews5 followers
November 6, 2022
Als die Erde vor zweihundert Jahren unbewohnbar geworden ist, siedelte die Menschheit auf den Mars über. Die Erde wurde zu einer Sperrzone ernannt, kein Mensch darf sie mehr betreten. Dadurch konnte sich der Planet erholen und sich wieder in ein grünes Paradies verwandeln. Captain Liv Heller entdeckt aber bei einem Observationsflug eine Siedlung auf der Erde. Überlebende eines vor über dreißig Jahren abgestürzten Observationsraumschiffes. Das Gesetz der Menschheit ist eindeutig, kein Mensch darf die Erde betreten und so sollen die Menschen evakuiert werden, doch diese weigern sich.

Der verbotene Planet stammt aus der Feder von Jacqueline Montemurri.

Die Menschheit lebt nun auf dem Mars, nachdem sie die Erde mehr oder weniger völlig zerstört haben. Ihr oberstes Gesetz ist, das kein Mensch mehr die Erde betreten darf. Und doch gibt es nun eine kleine Gruppe Siedler, die auf keinen Fall die Erde verlassen wollen.

Die Grundidee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, leider haperte es für mich an einigen Stellen aber leider mit deren Umsetzung. Für mich wollte die Autorin zu viel auf zu wenigen Seiten, hier hätte es einfach mehr gebraucht, und dabei entstanden noch ein paar Logikfehler, die zwar für die Geschichte an sich unerheblich waren, mich aber dennoch störten.

Viele große Themen, auch aktuelle Themen nimmt die Autorin auf und versucht sie in die Geschichte zu pressen, dabei verlieren die Charaktere leider ziemlich an Substanz, da nur wenig für Ecken und Kanten übrig bleibt, da sonst die Themen nicht in schwarz-weiß Manier abgehandelt werden können.

Die Geschichte regt zwar zum Nachdenken an, aber etwas tiefgründiger und subtiler hätten dem ganzen gut getan.

Auch wenn es nicht an Spannung gefehlt hat, empfand ich vieles vorhersehbar, da ziemlich schnell klar war wohin die Autorin moralisch möchte.

Mein Fazit:

Eine tolle Grundidee, die für mich einfach viel mehr Seiten gebraucht hätte um die ganzen Themen abzuhandeln.

Profile Image for Buchbesprechung.
210 reviews24 followers
December 17, 2022
REZENSION – Obwohl Jacqueline Montemurri (53) als Diplom-Ingenieurin für Raumfahrttechnik prädestiniert wäre für typische Science Fiction im engeren Sinn, üblicherweise mit technischen Phantasien gespickte Abenteuergeschichten, ist davon in ihrem neuen Roman „Der verbotene Planet“, im September beim Plan 9 Verlag, kaum etwas zu lesen. In ihrem zweiten Zukunftsroman eröffnet die für ihre Kurzgeschichten schon mehrfach ausgezeichnete und nominierte deutschen Schriftstellerin stattdessen eine ethisch-moralische Diskussion um Auswirkungen des Klimawandels auf die gesamte Menschheit und um die Freiheitsgrenzen des Einzelnen zum Schutz des Gemeinwohls. Hierzu wagt die Autorin einen Blick in die zweite Hälfte des 22. Jahrhunderts: Die Menschheit wurde in den 2 130er Jahren auf den Mars umgesiedelt. Der verwüstete Planet Erde wurde unter Naturschutz gestellt und jede Neubesiedlung verboten.
Die Erdoberfläche hatte zuletzt der auf dem Mars geähnelt. „Dürren, Stürme und Flutkatastrophen brachten Hungersnöte und Pandemien und dezimierten die Weltbevölkerung. Als die Menschen sich endlich auf und davon machten, konnte der Planet aufatmen und sich neu entfalten.“ Die „Marsmenschen“ leben nun in Millionenstädten unter riesigen Kuppeln mit künstlicher Atmosphäre. Bei gelegentlichen Beobachtungsflügen wird die Renaturierung der Erde beobachtet. Bei einem solchen Flug entdeckt Captain Liv Heller, angelockt von einem SOS-Ruf, eine kleine Siedlung auf der Erde. Wie sich bei Kontaktaufnahme herausstellt, sind es Überlebende und deren Nachkommen eines vor 30 Jahren angeblich auf der Erde havarierten Raumschiffs unter Kommando von Captain Harrison Fawsett. Das vom Obersten Menschheitsrat erlassene Gesetz besagt nun allerdings, dass diese friedlichen, im Einklang mit der wieder üppig entwickelten Pflanzen- und Tierwelt lebenden Siedler vom Planeten Erde evakuiert werden müssen: „Die Menschen würden sich erneut wie die Heuschrecken auf diesem Planeten verbreiten, Lebensräume der ansässigen Tiere und Pflanzen zerstören, um Platz für ihre Siedlungen zu schaffen. … Sie würden Müll produzieren, Schadstoffe in Luft und Erde einbringen und aus dem Paradies wiederum eine öde Wüste machen.“ Doch nicht alle der etwa 30 Siedler, vor allem die auf der Erde geborene zweite Generation, wollen ihre Heimat verlassen und verweigern sich der von Mars-Regierung angeordneten Evakuierung, da sie sich nicht den „Marsmenschen“ zugehörig fühlen.
Der Konflikt gegensätzlicher Interessen ist offensichtlich: Auf dem Mars will man einen drohenden Bürgerkrieg zwischen Mars- und Erdanhängern verhindern, zumal der Konflikt durch Querdenker zusätzlich angeheizt wird, die die Existenz der Erde für Fake News halten. Andererseits steht die Besatzung des Forschungsschiffs jetzt vor der Frage, ob sie die Siedlung auf der Erde auslöschen und ihre Bewohner töten soll, nur um dem Gesetz der Mars-Regierung zu folgen? Darf man das Leben Weniger opfern, um den Frieden in der Mars-Gemeinschaft zu retten? Wo hören Recht und Freiheit des Einzelnen auf, um das Gemeinwohl zu schützen? „Sie waren Inquisitoren und brachten den Tod. Dabei wollten sie bewahren. Beschützen durch zerstören?“
Diese im Kern durchaus aktuellen Fragen verarbeitet Jacqueline Montemurri in einer recht einfachen, leider nicht immer logischen Handlung und stellt ihre Protagonisten mit ihren gegensätzlichen Sichtweisen gegenüber. Die Autorin bezieht in dieser Konfrontation keine Stellung, gibt keine Lösung des Konflikts vor. Sie stößt nur die Diskussion an. Die Antworten muss der Leser selbst finden. So ist dieser Zukunftsroman einerseits eine doch spannende Unterhaltungslektüre, die ihre Leser allerdings am Ende etwas nachdenklich zurücklässt. Nur dies ist leider sofort klar: Die Technik mag sich in den nächsten 250 Jahren wohl fortentwickeln, doch die Gattung Mensch scheint sich in ihrem sozialen Denken und Handeln kaum zu verändern.
Profile Image for Wolle.
492 reviews4 followers
November 15, 2022
Der verbotene Planet ist ein großartiger Roman.
Warum ? Weil A Die Prämisse so stark ist:
Die Erde ist wie der Titel schon sagt, ein Verbotener Planet.
den Menschen ist es Verboten zu Erden zu fahren oder diesen Planeten je wieder zu bewohnen.
da die Menschen durch die Naturkatastrophen, die sie heraufbeschworen haben ihr Leben auf der erde verwirkt haben.
Die Menschen Leben auf dem Mars seit einigen Hundert Jahren.
Nun kommt eines Tages ein Funksignal von der Erde.
Leben dort etwa Menschen und wenn, ja wie geht man damit um?

Jacqueline Montemurri schafft es diese fragen in einen spannenden Roman zu Packen.
Der keine Längen hat und straight forward zum Ziel führt.

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