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560 pages, Paperback
First published August 4, 2022
aufgefallen ist, in diesem Roman beschreibt er nicht weniger als die jüngere israelische Geschichte, irgendwo zwischen dem "Paten" und "Pulp Fiction" mithilfe von Erzählungen um Mord und Totschlag. Der Polizist Cohen taucht in allen 18 Kapiteln auf, aus denen der Roman besteht, es ist nicht immer klar, ob er tatsächlich noch auf der Seite von Recht und Gesetz steht, bisweilen erinnert er an einen Racheengel. Der Titel: „Maror“ ist durch die bitteren Kräuter, die am Beginn des Pessach-Festes zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten verzehrt werden, entlehnt. Die Bitterkeit, die nie vergehen darf, weil die Erinnerung an die Sklaverei nie vergehen darf. Ein deutliches Signal in Zeiten, in denen der Nahostkonflikt auch unter postkolonialen Vorzeichen gelesen wird. Freilich eben auch eins, das auf diesen Text zurückverweist, in dem Israel selbst Ausgang von Leid, von Schmerz, von Gewalt und Verbrechen ist.